Woher hat Google meine Adresse?

30. April 2008 um 23:35 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Mal ne dumme Frage: Komme gerade aus dem Film “Sharkwater” (dazu demnächst in der Sidebar-Filmkritik mehr) und wollte jetzt nochmal schnell was dazu nachgucken. Als ich dann sharkwater in Google eingegeben hatte, war ich doch etwas überrascht, denn ganz oben hat es mir da angezeigt, wann der bei mir in der Nähe im Kino läuft.
Hab erst vermutet, dass ich eingeloggt war und der daher meine Adresse hat, aber dem war nicht so. In Cookies konnte ich die auch nicht finden, wo hat der die also her (UPDATE: Es kam aus einem Cookie, stand nur nicht im Klartext drin)? Wenn man auf den Link klickt, sieht man dann auch, dass er wirklich meinen Straßennamen hat:

lokale Kinosuche bei Google

Ich mein, ich finds ja praktisch, ich würd nur gerne wissen, wo und warum der die gespeichert hat…

UPDATE: Ah, ich habs. Ich hab bei  dieser Filmfunktion bestimmt mal meine Adresse angegeben (links unten), als die  neu rauskam und ich sie testen wollte. Hab das jetzt mal wieder gemahct, weil ich es eigentlich ganz praktisch finde…

 
Donneker:

Hi, tja, das ist eine gute Frage, woher Google deine Adresse hat, und warum Sie die dort einblenden. Entweder sie haben deine IP geokoodieren können, was z.b. eine gängige Methode wäre, oder du hast deine Adresse mal irgendwo angegeben. Also bei mir zeigt Google da keinen Vorschlag an, obwohl Google meine Adresse mindestens 3x hat, und ich sogar iGoogle nutze…

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Heiko:

Schau z.B. mal hier.

Meines Wissens bietet Google einen ähnlichen Dienst an.

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Fluffi:

Nein, das hat nichts mit der IP zu tun, das wäre viel zu ungenau. Die IP kann nicht mehr als die Stadt, maximal den Stadtteil liefern. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es daran liegt, dass Google generell alle deine Suchanfragen speichert (wenn du einen Google-Account hast, kannst du die Protokolle im Webprotokoll nachsehen http://www.google.de/history/ – und zwar für Web, Bilder. Videos, Karten etc, für alle Dienste halt). Und da alle Google-Dienste über den gleichen Account laufen, kann man da auch nette Querverweise daraus basteln. Wenn du in Google Maps oft nach einer Adresse als Ausgangspunkt für Routen suchst, kann man wohl annehmen, dass das dein Wohnsitz ist oder du auf andere Art und Weise einen Bezug zu dieser Adresse hast – und diese im normalen Suchvorgang mit einbeziehen. Dass du nicht eingeloggt warst ist glaub unerheblich, denn im Cookie dürfte irgendein Hash stehen, der dich trotzdem identifiziert. Wenn du deine Cookies löschst, dann wird auch sicher diese Zusatzfunktion nicht mehr funktionieren.

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Fluffis Blog » Blog Archiv » Googles History:

[...] über Andreas Eintrag darauf gekommen und hab in der Google History dieses nette Diagramm über mein persönliches [...]

 
 
Gilly:

@Fluffi, das ist so nicht richtig. Man kann sich mit dem iPod Touch z.B. über W-Lan lokaliisieren lassen, dabei wird einem auch die korrekte Straße angezeigt. Geo-IP nennt sich der Dienst btw, funktioniert aber auch nicht bei allen Anbietern

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donvanone:

@Fluffi: Huch, ich dachte echt, ich hätte das Protokoll mal abgeschaltet. Habs jetzt getan und gelöscht, daran lags aber nicht. Lag wohl doch an den Cookies, denn nachdem ich die jetzt gelöscht hatte (vorher hatte ich nur nach dem Klartext “Stifterweg” gesucht) war das Super-Feature wieder weg. Jetzt muss ich das Cookie also irgendwie wieder hinbekommen ;-)

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donvanone:

Ah, ich habs. Ich hab bei dieser Filmfunktion bestimmt mal meine Adresse angegeben (links unten), als die neu rauskam und ich sie testen wollte. Hab das jetzt mal wieder gemahct, weil ich es eigentlich ganz praktisch finde…

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Fluffi:

@Gilly: Geo-IP basiert entweder auf erkannte WLAN-Basisstationen (deren genauer Standort vorher in eine Datenbank eingetragen wurde) oder beim iPhone zusätzlich auf die gespeicherten Orte von Mobilfunkmasten. Aus diesen Infos lässt sich recht leicht die genaue Position berechnen, das hat dann aber nichts mehr mit den IP-Adressen im Internet zu tun (und ist außerdem leicht zu fälschen: http://www.heise.de/ix/Apples-.....ung/106501 )

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Ro(ke):

Geschickt von Google: Mit so einem Dienst sind wahrscheinlich viele bereit, ihre Adresse herzugeben. Und die ist dann bestimmt genauer, als alle Data-Mining-Algorithmen zusammen. Böser Google? Nein, auch nicht böser als alle anderen. Wenigstens wird über Google diskutiert und kritisch hinterfragt. Ich bin da auch durchaus realistisch – in Zukunft werden wohl immer mehr personenbezogene Daten analysiert, verwaltet und auch vermarktet werden. Das muss nicht schlecht sein. Schließlich können daraus auch gut funktionierende Dienste entstehen, die meinen Web-Alltag erleichtern. Allerdings brauchen wir eine ehrliche und vor allem öffentliche Diskussion über die Risiken – und deutlich weitreichendere Rechte der Nutzer (z.B. uneingeschränktes, kostenloses Auskunftsrecht, Löschung der Daten auf Verlangen und hohe (wirklich hohe) Strafen auf Nichteinhaltung der Persönlichkeitsrechte). Eigentlich selbstverständlich, oder? Leider sind nicht alle so sensibilisiert, wie die Kommentierer hier. Damit steuern wir einer Welt der Überwachung einerseits und “Gleich-Machung” andererseits entgegen – denn “aus der Reihe tanzen” wirkt sich bestimmt negativ auf mein Scoring aus ….

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Habs!:

Ich hatte das selbe Problem: bei mir lags daran, dass ich im Firefox zu Google einen Nutzernamen und Passwort zum merken hinterlegt hatte. Sobald ich diese gemerkten Log-In Infos entfernt hatte, wurde meine Email Adr. bei Google nich mehr angezeigt.

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