
Manchmal, da ergibt eine Sache die andere und schwupps, landet man in Durlesbach.
Das war nämlich so: Frau Bü und ich haben mit Sohnvanone ja einen echten Schwaben erschaffen. Nur sind wir beide eben keine Schwaben, d.h. wir müssen auch erstmal lernen, wie so ein Schwabe überhaupt funktioniert und was wir Sohnvanone dementsprechend beibringen müssen.
Und so kamen wir darauf, dass wir beide den Text von “Auf de Schwäb’sche Eisenbahne” nur zu ca. 2% kannten (also nicht viel mehr als “Auf de Schwäb’sche Eisenbahne” und “Trula, trula, trula la, trula, trula, la”). Was macht man also: Genau: YouTube anwerfen und nach den Lied suchen:
Bis einem auffällt, dass man ja gar kein schwäbisch kann und daher nicht wirklich den kompletten Text versteht. Also rüber zu Wikipedia und von da dann auf Wikisource, wo es eine Variante des Textes (nicht die, aus dem obigen Video) gibt (Wikibooks hat eine andere, zusätzlich mit Akkorden angereichert).
Und dann erstaunt feststellen, um was es in dem Lied eigentlich geht, nämlich um einen Bauern, der fahrlässigerweise seinen Ziegenbock enthauptet.
Das sind ja tolle Lehren, die wir unserem Minischwaben beibringen sollen…
Egal, dann aber doch nochmal zurück zum Wikipedia-Artikel, um auch die Hintergründe zu dem Lied zu erfahren.
Da erfährt man dann nicht nur, dass Meckenbeuren und Durlesbach wegen des besseren Reimes vertauscht wurden und nicht der Route der Bahn entsprechen, sondern auch, dass Durlesbach (welches irgendwie nur aus 2 Straßen besteht) keinen Bahnhof mehr hat, dafür aber ein schickes Denkmal zu eben jenem Lied.
Was liegt also näher, als Sohnvanone genau dort hinzubringen und ihn vor Ort seinen inneren Schwaben erkennen zu lassen? Nichts, eben. Und so ging es dann gleich am nächsten Tag (das wäre dann heute gewesen) nach Durlach.
Anbei eine kleine Fotostory, passend zum (gekürzten) Liedtext
Auf de schwäbsche Eisebahne gibt’s gar viele Haltstatione,
Schtuegart, Ulm und Biberach, Mekkebeure, Durlesbach!
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
Schtuegart, Ulm und Biberach, Mekkebeure, Durlesbach!

Auf de schwäbsche Eisebahne wollt amal a Bäurle fahre,
geht am Schalter, lüpft de Hut. “Oi Bilettle, seid so gut !”
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
geht am Schalter, lüpft de Hut. “Oi Bilettle, seid so gut !”

Eine Geiß hat er sich kaufet und daß sie ihm nit entlaufet,
bindet sie de guete Ma hinte an de Wage a.
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
bindet sie de guete Ma hinte an de Wage na.

“Böcklie, tu nuer woidle springe, ‘s Futter werd i dir scho bringe’.
Setzt si zu seim Weible na und brennt’s Tabakspfeifle a.
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
Setzt si zu seim Weible na und brennt’s Tabakspfeifle a.

Auf de nächste Statione, wo er will sei Böckle hole,
findt er nur no Kopf und Soil an dem hintre Wagetoil.
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
findt er nur no Kopf und Soil an dem hintre Wagetoil.

Do kriegt er en große Zorne, nimmt de Kopf mitsamt dem Horne,
schmeißt en, was er schmeiße ka, d’m Konduktör an Schädel na
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
schmeißt en, was er schmeiße ka, dem Konduktör an Schädel na

“O, du kannst de Schade zahle, warum bist d’so schnell gefahre!
du alloin bist schuld dara, daß i d’Geiß verlaure ha!”
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
“Du alloin bist schuld dara, daß i d’Geiß verlaure ha!”
Madonha: 

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