Wien – Tag 5: Schönbrunn, “Mozart-Friedhof” und abenteuerliche Heimfahrt

15. Juni 2009 um 23:07 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, die Wien-Urlaubs-Nachbearbeitung neigt dich dem Ende und somit gibt es hier dann bald wieder Content, der euch auch vielleicht mehr interessiert ;-)

Zuerst wie üblich die Übersichtskarte:


Wien – Tag 5 auf einer größeren Karte anzeigen

Sofort ersichtlich: Diesmal blieb die Innenstadt (bis auf einen kurzen Tortenaufenthalt zwischendurch) von uns verschont und wir widmeten uns den Randbereichen.
Zunächst einmal Schloss Schönbrunn, welches bei einem Wien-Urlaub ja nicht ausgelassen werden darf.
Warum dem so ist, weiß ich nicht genau, denn Belvedere war eigentlich viel schöner und die Führung im Inneren erinnerte sehr stark an die Führung im Sissi-Museum. Eigentlich könnte man sich Schönbrunn also sparen, aber dann käme man ja nicht auf so viel Wegstrecke, schließlich ist das Schönbrunner Areal nochmal riesig und lädt zum Wandern ein.

Am Anfang wird es aber erst einmal kompliziert, wenn man sich aus den zig verschiedenen Eintrittskarten-Kombipaketen (Imperial Tour, Grand Tour, Class Pass, Classic Pass light, Gold Pass, Sissi Ticket, teilweise um Einzelpakete erweiterbar) eins aussuchen muss. Glücklicherweise war die Schlange lang genug. Wobei wir am Ende dann doch ein eigenes Süppchen haben wollten (Classic Pass light, aber mit Führung statt Audio Guide), was dann überraschenderweise kein Problem war.

Da in diesem Paket der Irrgarten mit dabei war, ging es da dann (nachdem die Führung mitgemacht wurde) auch gleich rein:

1_schoenbrunn

Aber kaum drin, waren wir auch (ich nach einer, Frau Bü nach zwei Sackgassen) auf der Plattform angekommen. Ein Pups von einem Labyrinth, vor allem im Vergleich mit dem Maislabyrinth hier in Ulm. Der Einzelpreis von 2,90 Euro ist da mal ganz schöner Wucher, aber ok, wenn da auch mal Sissi durchgelaufen ist…

Weiter gings an dem Brunnen vorbei (ab jetzt also nur noch unterbelichtete Bilder, bzw. was ich davon noch einigermaßen retten konnte) und hoch zur Gloriette. Und gleich das System erkannt: So flach Wien auch ist, Schlösser werden immer an Bergen gebaut. Örks…

Hat natürlich auch seinen Sinn, denn so hat man dann von ganz oben (auf der Gloriette) einen super Blick über die Schloßanlage und die gesamte Stadt:

2_gloriette

Das Panorama gibts hier in groß.

Runter gings dann an der römischen Ruine (“Fake!”) vorbei und durch den Kronprinzengarten, der schließlich auch im Paket mit drin war (und der den Einzelpreis von 2 Euro auch nicht wirklich wert ist).

3_brunen_kronprinzgarten

Nun gabs die schon angemerkte Tortenverstärkung und dann war die Urlaubszeit auch schon fast vorbei. Auf dem Weg zum Flughafen machten wir schnell nochmal einen Stop beim St. Marxer Friedhof, der ab und an auch “Mozart-Friedhof” genannt wird, weil dort eben (irgendwo) Mozart liegt.
Eigentlich müsste hier ja der Zentralfriedhof auf dem Plan gestanden haben, aber Fluffi und Caro hatten uns vor unserem Abflug noch erzählt, dass der nicht so toll war, wie sie sich erhofft hatten (halt nur “groß”) und die lieber einen romantisch verfallenen Biedermeier-Friedhof, wie eben St. Marx gesehen hätten. Und das wollte ich dann auch lieber sehen.

4_friedhof

Für den Zentralfriedhof hätte die Zeit auch nie gereicht, denn wir hatten gerade einmal 30 Minuten, was effektiv 10 Minuten Friedhofszeit entsprach. Beim nächsten Mal gucken wir uns den wohl nochmal in Ruhe an, das war schon etwas merkwürdig, mit dem Reisezeug bepackt über Teile des Friedhofs zu hechten und schnell mal ein paar Blicke zu erhaschen (zum Mozartgrab haben wir es gar nicht erst geschafft).

Mal kurz noch zum Zentralfriedhof: Man liest und hört ja gerne, wie groß der doch ist. Und wenn man so auf den Stadtplan guckt, sieht der auch schon groß aus, aber wie groß der wirklich ist, kann man da auch nur grob abschätzen, weil man halt Wien und seine Größe auch nicht kennt und daher keinen guten Vergleich hat.
Ich hab daher mal den Friedhof im gleichen Maßstab (auch wenn es nicht so aussieht) neben mein Heimatdorf (knapp über 3000 Einwohner) gelegt und begann dann langsam zu begreifen, wie groß der ist. Das rot umrahmte ist unser Dorffriedhof:

7_vergleich

Da muss man dann doch etwas mehr Zeit für einplanen.

Apropos “Zeit einplanen”, handeln wir schnell den Rückflug an und kommen dann zu der abenteuerlichen Fahrt von München nach Ulm.

5_rueckflug

Beim Rückflug gabs diesmal keine Probleme mit der Erfüllung unseres Sitzplatzwunsches, obwohl die Maschine diesmal sogar ziemlich voll war. Dekorativ neben dem Speibsackerl übrigens der “schwarz-auf-weiß”-Beweis, dass der HSV es in meiner Abwesenheit tatsächlich noch auf Platz 5 geschafft hatte (hatte das bis dahin nur über SMS erfahren). Lustig auch, dass die überall dabei schreiben, welcher Österreicher wie lange mitgespielt hat…

Aber nun zur Rückfahrt. Zunächst mal sei angemerkt, dass wir von Wien nach München ungefähr so lange brauchten, wie vom Münchner Flughafen zu unserem Auto am anderen Ende von München. Preislich hat es sich auch nicht so viel gegeben (ok, das ist etwas übertrieben, aber dann doch traurig nahe an der Wirklichkeit). Und von München nach Ulm, also das hat dann nochmal eine halbe Ewigkeit gedauert (das nächste Mal fliegen wir definitiv wieder von Stuttgart, auch wenn wir da nette Übernachtungsgastgeber verpassen).

Aber von vorne: Schon bei der Abfahrt war klar, dass der Sprit nicht bis nach Ulm reichen würde, aber man tankt jetzt ja nicht an der erstbesten Haltestelle, sondern fährt halt auch mal ne Weile mit nem halb- bis viertel-leeren Tank, spart schließlich Sprit.
Irgendwie führten dann diverse Autobahnwechsler aber dazu, dass keine Tankstelle mehr kam (oder haben wir doch eine übersehen) und als die Restkilometeranzeige der 50 immer näher kam, hielt ich es doch mal für eine gute Idee, das Navi zu befragen, wann denn die nächste Tankstelle kommen würde. Direkt an der Autobahn war dann auch nix mehr erreichbar, aber Odelzhausen war keine 10 Kilometer entfernt und der Umweg war auch Minimal. Perfekt.

Also in der Theorie. In der Praxis durchbrach dann dummerweise ein LKW kurz hinter Odelzhausen die Autobahn, so dass die beidspurig zwischen Odelz- und Adelzhausen gesperrt werden musste. Und so ging es dann Meter für Meter im Schritttempo Richtung rettende Tankstelle. Trotz spritsparender Maßnahmen, ließ es sich die Restkilometeranzeige allerdings nicht nehmen, immer weiter zu sinken und uns dann bei “10km” endgültig den Angstschweiß auf die Stirn treiben zu lassen. Irgendwie haben wir es dann aber doch noch geschafft (bei der Abfahrt war dann noch der Kreisel der direkt zur Tankstelle führte halb gesperrt, glücklicherweise wurde der Autobahnverkehr dann einfach gegen den Uhrzeigersinn durch den Kreisel geschickt. Ich glaube wenn wir da stehen geblieben wären, hätten wir uns wenig Freunde gemacht…) und jetzt war uns jeder Preis Recht, die Kiste mal wieder so richtig voll zu tanken (55 Liter passen wohl rein).

6_tankstelle

Da “fuhr” es sich die restliche Umgehungsstrecke doch gleich viel entspannter (schneller ging es dadurch aber trotzdem nicht).

Irgendwann kamen wir dann auch in Ulm an und somit endet die Wien-Geschichte hier…

 
Alph:

Wieso tankt bei euch eigtl. die Frau? Oder war das nur Zwecks Fotos? Ist doch Männersache, sowas. ;-)

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donvanone:

@Alph: Ne, die Frau “kauft ein” und der Mann bezahlt, ist doch ganz normal ;-)
Aber was sagst du erst, wenn du erfährst, dass Frau Bü auch meistens am Lenkrad sitzt?

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FrauBü:

ich glaube grade weil ich auch meistens am Lenkrad sitze tanke ich auch meistens… da ist ja der Hebel im Fahrersitz eingebaut.

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donvanone:

@FrauBü: Ne, das erklärts nicht, denn der Tankdeckel ist ja auf er Beifahrerseite. Während du also den Hebel bedienst, könnte ich schon aus dem Auto springen und wir würden wertvolle Sekunden einsparen.
Aber die “schonmal an der Kasse anstellen während die letzten Tropfen ins Auto wandern”-Zeitspartaktik ginge dann nicht mehr so gut, weil du erst deinen Geldbeutel finden müsstest, oder ich dir meine PIn-Nummer verraten müsste…

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FrauBü:

aber man parkt ja auch sehr dicht an der Zapfsäule, da kommt der Beifahrer ja nur sehr vorsichtig raus… oder muss ich unser Auto heute Abend auf rausspring-Kratzer untersuchen??

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donvanone:

@FrauBü: Ja, such mal. Aber damit du die Kratzer auch wirklich findest, solltest du das Autor vorher noch schnell putzen. Innen kratz ich auch manchmal rum, da also auch besser mal putzen und gucken ;-)

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Madonha:

131,9 als Spritpreis wäre bei uns im Moment schon ein sehr günstiger Preis!

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Fluffi:

Habt ihr einen Diesel? Ist der nicht hin, wenn er leer läuft? Oder war das nur früher so?

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donvanone:

@Madonha: Ja, heute sieht das schon wieder anders aus, damals war das noch teuer
@Fluffi: Super Ingo! Nicht Diesel…

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Fluffi:

*lach* so hab ich mir auch immer gemerkt, was ich tanken muss :)

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Babba:

Emanzipation ist: – Mache losse, wannses halt uubedingt mache wollen. – Gell! ;)
- Übrigens, den Fotos und Berichten nach sollte Wien demnächst auch auf unserem Reisekalender vermerkt sein!

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FrauBü:

Ach wie schön… gerade hab ich mein Comeback gebucht. Direkt neben dem Trockenobst – Naschmarkt *ich freu mich* (diesmal fliege ich übrigens ab Stuttgart ;)

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Babba:

Stärz mer bloß ned ab!!!

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