Wien – Tag 4: Das mittelalterliche Wien + Wien bei Nacht

11. Juni 2009 um 21:19 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Puh, so eine Urlaubs-Aufbereitung kostet echt mal Zeit. Heute den kompletten Feiertag damit verbracht die Fotos des vierten Tages zu sichten, auszusortieren (50:50), die Raw-Daten zu bearbeiten, alles zu verschlagworten, auf Flickr und Google-Maps zu stellen und dann diesen Blogbeitrag zu schreiben. So hat man dann quasi doppelt so lange vom Urlaub…

Und so sah der vierte Tag dann aus:


Wien – Tag 4 auf einer größeren Karte anzeigen

Los ging es auf der Freyung, hier sind wir vorher schon jeden Tag mehrfach auf dem Weg vom Hotel zur Stadt und zurück vorbeigelaufen, daher war uns der Platz ans ich schon bekannt (und die paar Marktstände da drauf waren jetzt auch nicht so berauschend). Aber wenn man sich das dann mal planmäßig anschaut, fallen einem dann doch noch ein paar tolle Sachen auf, wie der “bis auf Widerruf gestatteter Durchgang”, der uns in die wunderschöne Freyung Passage brachte, die gegen Ende dann mit dem sechseckigen Hof aufwartete. Sehr schön!

freyung

Danach dann noch über den Markt “Am Hof” geschlendert (das ist der Markt auf dem zweiten Foto von oben in der rechten Spalte), der dann schon deutlich interessanter war. Vor allem einen Stand mit lauter altem Metallspielzeug hätte ich fast leer kaufen können, wenn das ganze Geld nicht schon für Torten drauf gegangen wäre. So hat es nur noch für einen praktischen Multiplizier-Affen gereicht, den wir RoKe als Dank fürs Meerschweinsitten mitbrachten.

Danach gings dann zum Stephansdom um dort eine Führung durch die Katakomben mitzumachen. Neben einigen Särgen, unglaublich großen Mengen an aufeinandergeschütteten oder fein säuberlich geputzten und gestapelten Knochen gabs dann auch die Metallbehälter mit den konservierten Innereien der Habsburger zu sehen. Da das Ende der Führung dann außerhalb des “Steffls” war und uns das kurz gesehene Innere des Doms auch nicht so überzeugte (da hatten wir schon deutlich eindrucksvolleres gesehen (vermutlich, weil der gotische Stil zu ähnlich mit dem Ulmer Münster ist), gings dann auch nicht mehr zurück, sondern weiter zur Ankeruhr.

stephansdom

Die funktioniert so, dass jede Stunde eine andere Figur vor dem Zeitstrahl langläuft und mit ihrem Schild (auf dem die Stunde steht) auf die Minutenzahl zeigt.
Und um Punkt 12 gibts dann zur Feier der Tagesmitte eine Parade, in der alle Figuren in passender Musik zu sehen sind.
Klingt erstmal super, aber da die Figuren es überhaupt nicht eilig haben, dauert das ganze eine ganze Weile und kann den Spannungsbogen nicht wirklich lange aufrecht erhalten.
Wie haben uns dann vorzeitig verabschiedet…

akeruhr

Nächstes Ziel war die älteste Kirche Wiens (11 Jh.): Die Rupertskirche. Leider war die Samstags nicht zugänglich (außer Abends zur Messe, aber das musste ja nicht wirklich sein), so dass wir sie nur von außen zu Gesicht bekamen. Aber auch das hat sich schon gelohnt, da sie durch die Efeuumrankung sehr gemütlich aussah:

rupertskirche

Und obwohl wir jetzt schon unendlich viele Kirchen gesehen hatten, gab es immer noch mehr, die besucht werden wollten. Da hätten wir (die beiden oberen in der linken Spalte) die griechische Kirche beim Grichenbeisl und dann (die mittleren beiden rechts und das untere links) die Jesuitenkirche. Rechts oben gehts durch die Seitenstettengasse, die von zwei maschinengewehrbewaffneten Polizisten überwacht wurde. Warum dies so ist, kann man in diesem Wikipedia-Artikel nachlesen. Dort steht dann auch, dass dieses Viertel “Bermudadreieck” genannt wird, was Frau Bü sicher bestätigen kann ;-)

mehr_kirchen

Unten rechts dann noch das Mozart-Haus (das einzige noch erhaltene der 11 Häuser, in denen Mozart mal gelebt hat).
Und nachdem jetzt fast alles in der Wiener Innenstadt abgearbeitet war (der letzte Tag war für entferntere Ziele eingeplant), durften wir unseren Füßen mal eine längere Pause gönnen, was wir im Stadtpark dann auch taten.

pause_im_stadtpark

Danach ging es dann zurück zum Hotel, wo wir aber vorher noch schnell die Votivkirche direkt gegenüber mitnahmen, an der wir jetzt Tag für Tag vorbeigelaufen waren, ohne mal einen Blick ins Innere zu werfen (stand halt nicht auf dem Plan…). Dank der tiefstehenden Sonne gabs dann auch sehr nette Spielereien mit den bunten Fenstern:

votivkirche

Unten rechts der Mann mit dem fehlenden Kopf gehört allerdings nicht zur Votivkirche. Den fanden wir nach einer kurzen Pause im Hotel (ja, wir hatten schon die Pause im Park, aber der Abend sollte diesmal etwas länger werden, darum war das erlaubt…) an der Kirche “Maria am Gestade”. Für die Innenansicht blieb aber keine Zeit, denn Frau Bü musste uns nochmal mehr oder weniger souverän durch das Bermudadreieck führen, da wir uns da am morgen nicht nur ein Kino ausgesucht hatten, in dem wir uns die Zeit mit “Illuminati” (meinen Kommentar dazu gibts bei Bullion) vertrieben, sondern auch noch ein lecker Mongolian-Barbecue Restaurant gleich in der Nähe, in dem wir danach dann ganz alleine die verschiedensten Fleischsorten grillen ließen.

Warum das ganze Zeitspiel? Na um dann nach Sonnenuntergang noch in der Innenstadt zu sein und (fast) alles bisher gesehene nochmal im Dunkeln zu sehen.

wien_bei_nacht

Fazit: Mit einer optisch ansprechenden Beleuchtung haben es die Wiener nicht so, die machen einfach nur hell. Ausnahme ist das Rathaus, das wirklich sehr schön beleuchtet ist.

Danach dann die letzte Nacht im Hotel verbringen. Bei dem handelte es sich übrigens um die Hotel Pension Franz, die einen sehr gemütlichen Empfangs- und auch Frühstücksraum hatte.

hotel_pension_franz

Die Zimmer waren dann Standard, aber gut. Und auch Preis und Lage passten. Würde ich also nochmal hin.

Mehr Bilder in hoher Auflösung wie immer im zugehörigen Flickr-Set.

 
Madonha:

Wieder eine gelungene Präsentation eurer Eindrücke in Wien, schöne Aufnahmen!

antwortenReply to this comment
 
 
Winterliches Wien und jQuery Europe 2013 — DonsTag:

[...] vor dem ich dann den bunten Schnee gefunden hatte, dann die Freyung-Passage, die mich auch schon das letzte Mal die Kamera hat zücken lassen und ein Riesen-Osterei bei Demel (die hatten beim letzten Mal [...]

 
 
Digitalender 2013 – Juni — DonsTag:

[...] gibt es ein Bild aus der Freyung Passage in Wien. Mal gespannt, was ich euch mittlerweile für neue Bilder aus Wien von meiner Weiterbildung im [...]