Wie man unglaublich leckere Pizza selber machen kann

15. April 2007 um 21:55 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

PizzaIch hatte euch ja von dem super Sushi-Essen erzählt, zu dem Frau Bü und ich eingeladen wurden. Und am Mittwoch kamen wir dann endlich dazu, uns gebührend zu revanchieren und haben unsere beiden Fast-Nachbarn zum Pizza-essen eingeladen.

Und nun ist das ja so: Tiefkühlpizza schmeckt ziemlich kacke (kam bei mir fast nie auf den Tisch), selbstgemachte Pizza im Ofen ist auch nicht unbedingt das wahre und ne bestellte Pizza ist meistens super. Aber warum? Ganz einfach: Weil die selbstgemachte Pizza im Backofen nicht so schön knusprig wird.

Don am AlfredoAber da gibt es eine Abhilfe, von der ich euch schonmal kurz in nem Stöckchen berichtet hatte: Der Pizzaofen Alfredo. Das ist ein kleiner handlicher Steinofen, der exakt eine Pizza aufnehmen kann und diese in 4 Minuten in einen unbeschreiblichen Gaumengenuss verwandelt. Das Ergebnis ist besser als vom Lieferservice (und immer so belegt, wie man das auch will) und kommt verdächtig Nahe an die “echte” Pizza aus dem Restaurant.
Und das unglaubliche (ich konnte es anfangs wirklich nicht glauben: Das Teil gibt es bei Amazon für unter 70 Euro. Und davon ist das Teil wirklich jeden Cent wert. Wer gerne Pizza isst, der sollte das Teil wirklich wirklich kaufen, ihr werdet es nicht bereuen.

Im Neuzustand ist die Steinplatte übrigens schön weiß, wie ihr auf dem Foto seht, wird die (schon nach der ersten Benutzung) ziemlich schwarz und bleibt dann auch so, da man die Platte nur sauberkratzen darf. Wasser ist verboten. Warum? Jetzt kommt der Brüller: Weil es dann zu Verfärbungen kommen könnte. Sehr witzig…
Für alle, die vom Kauf immer noch nicht überzeugt sind (ich sollte Homeshopping betreiben): Neben Pizza kann man darin auch noch andere Sachen machen, die Steinplatte lässt sich durch eine Bratpfanne ersetzen, in der man dann z.B. Gemüse oder Fleisch grillen kann.

Aber genug von der Werbung, nochmal zurück zu dem Revanche-Essen. Neben der lecker Pizza (ach, wie sehr doch Eigenlob stinkt) gab es auch noch diese Tischdeko (Gemeinschaftsarbeit Bü/Don):

Tischdeko

An dieser Stelle an Dankeschön an meine Mutter, die mir die Idee mit der Nudeldeko gegeben hat. Das in der Vase in der Tischmitte sind z.B. angekochte Spaghetti, deren oberes Ende dann um einen Kochlöffel gewickelt wurde und so im Backofen (die Zeit war knapp) wieder getrocknet wurden. Auch die Namen auf den Tellern sind so entstanden (allerdings mit dem Fön getrocknet, da direkt auf dem Teller “geschrieben”). Mehr (Detail-)Fotos von der Deko gibts  auf Flickr.

 
Thomas:

Also das geht auch noch billiger. Bei Ebay gibt’s sogenannte Pizzasteine. Nur in den Ofen, einheizen und Pizza drauf. Die Dinger sind meistens etwas größer als dein Alfredo und ich denke mal da muss man nicht so genau arbeiten beim ausrollen.
Übrigens sind meine Pizzasteine alle schon schön dunkel, der Morzarella ist schuld, der fliegt oft runter…

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donvanone:

Mein Backofen hat aber nur Oberhitze, der Alfredo heizt auch von unten, was glaub für nen knusprigen Boden auch wichtig ist. Oder wie sieht das bei dir aus?
Knusprig wurden Pizzen in meinem Ofen nie, hab einem simplen Stein nie soviel Macht zugetraut und den Alfredo hab ich bei Freunden schon kennengelernt, da war ich einfach überzeugt…

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Jan Theofel:

Bei mir sieht das dann so (inkl. Pizzarezept) aus. Unter Verwendung von einem Pizzastein und Pizzamehl – beides jedoch nicht von Amazon.

Der Stein wird eine Weile vor dem Backen in den Ofen gelegt – dadurch heizt sich der Stein auf und die Pizza wird von unten schön knusprig. Zum eigentlichen Backen kannst du den Ofen eigentlich schon aus machen, weil die Hitze dazu aus dem Stein kommt.

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donvanone:

Pizzamehl… was es nicht alles gibt. Wie groß ist denn der Unterschied zu Pizzen mit normalem Mehl?
Und die Pizzastein-Pizza sieht tatsächlich viel besser aus als das, was ich sonst aus meinem normalen Backofen gezogen habe. Aber auch hier nochmal die Frage: Kam die Hitze nur von oben, oder auch von unten und macht das einen Unterschied?
(Ich frage mehr so für meine Leser, denn ich selber brauch ja keinen Pizzastein mehr…)
UPDATE: Ups, wer lesen kann ist klar im Vorteil. Bei dir steht ja zum Pizzamehl: “Dabei handelt es sich um ein spezielles Mehl, welches meines Wissens nach vor allem das Formen der Pizza erleichtert, da sich der Teig nicht mehr selbst zusammenzieht, wenn man den Teig zum Pizzaboden formt.” Und das klingt mal nett, ist das zusammenziehen doch wirklich extrem nervig. SOllte ich vielleicht mal ausprobieren

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Jan Theofel:

Das mit dem Pizzamehl weiß man als eifriger CSI-Zuschauer. Es gab mal eine Folge, in der Pizzamehl eine entscheidende Rolle bei der Beweisführung spielte. :-)

Bei mir kommt die Hitze von oben und unten mit flotten 300 °C. Aber im Endeffekt ist das egal – Hauptsache der Stein kann sich aufheizen. Ein echter Holzofen macht meines Wissens nach um die 400 °C. Darum braucht die Pizza darin noch kürzer.

Ich habe mir schon überlegt den Pizzastein mittels der Pyrolyse (Stufe II bei mir bis 600 °C) einzuheizen aber das habe ich dann lieber bleiben lassen. Denn das Gitter auf das ich den Stein lege ist dafür wohl nicht geeignet…

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Daniel:

Don, wenn ich mal in Ulm bin mach ich Dir mal Teig ;-)

Noch ein Tipp zu Pizza vom Lieferservice: Die Pizza ist da ja schnell weich, weil sie in nem Karton ist. Der Wasserdampf der durch die Hitze sich dort verbreitet ist schuld. Wenn ihr nun wollt, das die Pizza schön kross ist einfach nochmal kurz in den Ofen damit und schon habt Ihr einen Pizzagenuss wie in der Pizzeria :-)

Off-Topic: Wenn Du schon mein Kommentarfeld umsortierst, dann sei doch so gut und mach Deinen Spam-Schutz auch über das Textfeld.

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donvanone:

@Jan: Ah, dann ist da ja schon ein Vorteil vom Alfredo auszumachen, der kann nämlich bis auf 470 Grad erhitzt werden.
@Daniel: Ganz so schnell wie du werde ich wohl nicht sein, aber ich habs mal auf meine Todo-Liste gesetzt…
Und nochwas: Gerade bei den Lieferpizzen stört mich das “Gelabber” überhaupt nicht. Warum auch immer, die gehören einfach so!

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Daniel:

Solange die Pizza beim Hochheben nicht durch den Karton fällt geht es ja auch noch :-)

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Roke (Kia):

Huhu ihr zwei!
Wollten noch mal anmerken, dass die Pizzen so was von genial lecker, megamäßig knusprig und überhaupt der ganze Abend ein optischer wie auch kulinarischer Genuss waren. Und die Idee mit den Nudel-Namen ist schon in meinem Dekoordner gelandet *grins* (Ordner, NICHT Schachtel ;o) )

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Juli:

Dieser Pizzaofen klingt echt gut. Wie lang dauert es denn, bis der die richtige Temperatur erreicht hat, um eine Pizza zu backen? Und ist das aufgrund der großen Hitze nicht blöd eine fertige Pizza raus und eine neue reinzutun? Bzw. wie tut man das, Pizzateig ist ja in der Regel ungebacken sehr weich ;)? Nicht dass die Pizza beim Reinlegen die Form verliert und man sich total verbrennt, weil man das noch korrigieren will… Und wir das Teil nicht außen heiß?
Wär echt toll, wenn du mir das erklären könntest.

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Danny:

Hallo!
Bei selbst gemachtem Pizzateig die Pizza auf dem Backblech ausrollen und erstmal kurz vorbacken ( ca 6-8 min) Danach belegen und ab in den Ofen.
So bleibt der Boden auch schön knackig.

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donvanone:

Huch, irgendwie sind hier ja noch unbeantwortete Fragen, fällt mir jetzt erst auf. Wie unhöflich…
@Juli: Der Ofen hat ziemlich schnell seine Temperatur erreicht, ich behaupte mal, dass es so nach 5-10 Minuten schon losgehen kann, hab das Teil aber jetzt ne Zeit nicht mehr genutzt. Eigentlich ne Schande, wird echt mal wieder Zeit.
Und das Reinlegen der Pizza ist gar kein Problem, dafür sind da zwei halbrunde Holzbrettchen dabei (sieht man auf dem Foto auf der Amazon-Seite), die nebeneinandergelegt genau eine Pizza aufnehmen und dann einfach rechts und links rausgezogen werden können. Total unproblematisch.

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