Was tun, wenn andere Leute meine Fotos nutzen wollen?

27. April 2009 um 12:24 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Nachdem letztens die zweite “dürfen wir deine Fotos für XYZ nutzen”-Mail innerhalb kurzer Zeit bei mir eintrudelte, muss ich mir doch mal Gedanken machen, wie ich mit so Anfragen umgehen will.
Das erste Mal (zwei Fotos für die Mitgliedszeitschrift der Deutschen Narkolepsie-Gesellschaft e.V., siehe hier) hab ich das bisschen Geld, das die mir angeboten haben gleich als Spende bei denen gelassen und nur ein Belegexemplar gefordert.
Und auch bei der letzten Anfrage, ob zwei Bilder, die ich vom Ulmer Nabada geschossen habe in einem Foto-Geschenkbuch über den Ulmer Spatz veröffentlicht werden dürfen, hab ich das auch nur mit einem Belegexemplar (und Namensnennung im Buch natürlich) erlaubt (dazu dann mehr, wenn ich das Buch habe).
Jetzt habe ich eine Anfrage von einem Innenarchitektenbüro bekommen, die eines meiner Bilder als Wanddekoration in einem Gästebad eines Autohauses nutzen wollen. Von Geld war da keine Rede, nur die Frage, ob sie dürfen oder nicht. Und hier ist jetzt irgendwie der Punkt erreicht, wo ich denke, dass ich meine Bilder nicht einfach so “verschenken” sollte.
Nur wie viel verlangt man da und wie wickel ich das ganze am unkompliziertesten ab? Soll ich einfach gleich meine Fotos zu fotolia oder ähnlichen Bildverkaufsplattformen geben und die Anfrager dann dahin verweisen? Könnte sich ja als ein netter Nebenverdienst rausstellen. Aber geht das dann noch über mein bisher angemeldetes Gewerbe für mein Blog? Denn da heißt es ja nur “Werbliche Bewirtschaftung von eigenen Internetseiten”, worunter der Fotoverkauf ja eher nicht zählt. Also den Gewerbeeintrag erst noch erweitern?
Ich spiele auch mit dem Gedanken, ein paar Bilder auf FineArtPrint einzustellen, jetzt wo ich ja die innenarchitektliche Bestätigung habe, dass meine Bilder als Wanddeko geeignet sind (es ging da übrigens um diese beiden Bilder)
Hat irgendwer Erfahrungen mit sowas gemacht?

 
Seb:

Hallo,

Deine Bilder gewerblich über eine Internetplattform zu verkaufen ist sicherlich
ein Weg. Da Du schon ein Gewerbe angemeldet hast, würde ich den Eintrag einfach erwetiern.
Sollte sich die ganze Sache gut entwickeln, kann es schnell sein, dass Du mehr Steuern (Gewerbesteuer etc.) bezahlen musst. Hier würde ich mich ehrlich gesagt mal mit einem Steuerberater zusammensetzen, bevor Du etwas übersiehst, das Finanzamt Dich darauf hinweist und es dann evtl. richtig teuer wird.

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Alexander:

Also das mit den Steuern sehe ich ja immer so: Steuern sind ja nur dann fällig, wenn ich was verdiene, also ohne Einnahmen keine Steuer, also kann es auch nicht teuer werden – höchstens weniger. Und ein Steuerberater – es sei denn man hat eh einen – kostet immer Geld, auch wenn dann keine Einnahmen folgen. Anyway.

Bilder verkaufen für kommerzielle Zwecke halte ich nicht nur für legitim, es ist sogar notwendig – auch wenn mich die Lizenzfrei-Jünger dafür gern steinigen würden. Denn diese Free-Mentalität gräbt denen das Wasser ab, die gern davon leben würden. Kurzum: Wer es kommerziell nutzen will, soll dafür auch zahlen – schließlich hat der Maler die Wand, auf die das Bild gehängt wird – auch nicht für umme bepinselt und der Innenarchitekt, der anfragt, hat wahrscheinlich allein für die Anfrage sehr gut verdient.

Fotolia & Co. mag ne Möglichkeit sein, aber – unter uns – das ist doch auch fast wie verschleudert. Wenn Du schon konkrete Anfragen hast, dann suche dir deinen eigenen Preis. Was bist “du” zu welchem Zweck wert? Und das hängt ganz damit zusammen “Wer? Wie lange? Zu welchem Zweck? Exklusiv?”. Ein Lokalredaktion ist was anderes wie ein deutschlandweites Magazin. Und eine Öko-Kneipe in deiner Straße was anderes wie ein Autohaus.

So als Wert würde ich – ganz subjektiv – für einen konkreten Einsatzzweck für einen bestimmten Zeitraum und ohne Recht auf Rechte-Weitergabe so zwischen 40 und 300 Euro taxieren. Andere Ansichten und Erfahrungswerte aus der Praxis würden mich auch interessieren.

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Schnitzel:

Ich würde auch die Variante von Alexander befürworten. So mache ich das auch. Bei der Anfrage vom Innenarchitekten ist die Wahrscheinlichkeit aber hoch, dass der sich nicht mehr melden wird. Wobei es ja schon mal sehr freundlich ist überhaupt anzufragen. Meistens wird geklaut und falls gefragt wird, dann sind es sind es “darf ich oder nicht”-Anfragen. Wenn man dann darauf mit einer bestimmten Preisvorstellung antwortet, kann man auch schon mal beschimpft werden. Mein Lieblingsargument (Originalzitat): “Also nee, das mit der Bezahlung hätten Sie sich ja überlegen müssen BEVOR sie das ins Internet gestellt haben. Alles andere ist jetzt ja wohl Abzocke!”
Meine Preisvorstellung orientiert sich übrigens stark daran, wer denn anfragt und ob denn noch eine Nachbearbeitung gewünscht ist. Das kann bei 20 Euro losgehen (Homepage von Tante Emmas Laden), kann aber auch 500 kosten (Ganzen Comic für den Internetauftritt eines größeren Unternehmens incl. Nachbearbeitung/Anpassungen). Einer Firma, die meine Biene Boris auf ein Produktetikett drucken wollte, habe ich einen mittleren vierstelligen Betrag vorgeschlagen. Resultat: Tante Emma hat anstandslos gezahlt und hat auch noch ein paar Designtipps für ihre Seite bekommen, größere Firma hat sich gar nicht mehr gemeldet und die Firma, die Boris haben wollte, hat mir mit der E-Mail geantwortet, aus der obiger Auszug ist.

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Ro:

Wenn Du konkrete Anfragen hast kannst Du Deine Kunst (denn nichts anderes ist es ja) doch direkt verkaufen. Warum über eine Plattform verschleudern? Und kuck Dir ruhig mal an, was in den Möbelhäusern teilweise für Wandbilder verlangt wird – dabei sind die Motive nicht einmal individuell, geschweige denn exklusiv.
Aber egal, wie Du es machst oder handhabst. Du solltest aufpassen, dass Du die Rechte an Deinen Werken behälst – sofern Du diese nicht für viel mehr Geld abtreten willst.
Mit Fotografie direkt kenn ich mich ansonsten nicht so aus. Für Gemälde etc. weiß ich, dass ein Kunstvertrag nicht unüblich ist (z.B. hier oder hier). Diese Verträge sichern Dir wenn gewünscht auch das Recht zu auch nach dem “Verkauf” darüber mitzuentscheiden, was mit Deinen Kunstwerken passiert. Aber wie gesagt – ob so etwas auch auf Fotos übertragbar ist bzw. es Sinn macht: keine Ahnung – schließlich ist ein Gemälde nochmal deutlich exklusiver ….

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Alexander:

@Schnitzel … wir sind da einer Meinung. Nur ein Punkt lässt mich nachhaken (auch wenn ich glaube, dass wir eigentlich auch das gleiche denken): Es ist nicht FREUNDLICH nachzufragen, es ist die verdammte Pflicht. Ich erinnere mich noch an den CSU-Bürgermeisterkandidaten, der sich bei mir bediente und wo ich keinen Humor kenne und auch mich von Mails wie bei dir ablenken lasse. Denn “NEIN”, was ich ins Internet stelle gehört deswegen nicht jedem. Das lässt man bei privaten Leuten ja noch durchgehen und überhaupt ist das da nicht so eng, aber nicht bei Politik und Wirtschaft, denn die wissen nämlich meistens ganz genau, wie der Hase läuft, und verarschen lassen muss man sich nicht.

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Schnitzel:

@Alexander: Da hast du natürlich Recht. Mein “freundlich” war auch eher ironisch gemeint, denn in manchen Mails schwingt dann auch so ein genervter Unterton mit, der einem zeigt: Eigentlich bräuchte ich gar nicht nachfragen. Das nervt einfach nur.

(So langsam sind wir aber wirklich oft einer Meinung…)

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donvanone:

@Alexander: Der Weg über Fotolia wäre ja nur ein Weg der Faulheit. Denn da brauch ich mich nicht um Rechnungen (dann für den Käufer auch mit ausgewiesener Mehrwertsteuer), Verträge und ähnliches kümmern. Außerdem könnte dann ja auch was abseits von konkreten Anfragen rausspringen.
@Schnitzel: Ja, ich denke auch, dass ich von denen nichts mehr höre, wenn ich anfange von Geld zu reden, das kenne ich auch von Fotos von dropography. Aber das ist dann ja deren Problem…
@Ro: Ja, das ist genau das Zeug, um das ich mich nicht kümmern will. Dann fängt es wieder an sich nicht zu lohnen.

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Schnitzel:

@donvanone: Und gerade dann solltest du vielleicht mal in diesem besagten Autohaus die Toilette benutzen. Ich habe schon mal eine Anfrage eine Anfrage einer zwielichtigen Seite abgelehnt und fand meine leere Flasche dann schließlich doch dort. Da musste ich dann energischer werden.

Über wie viele Anfragen reden wir denn eigentlich? Wenn es nur zwei oder drei pro Monat sind, dann ist der Aufwand doch vertretbar, oder? Oder meinst du, dass sich durch das Anbieten auf speziellen Verkaufsseiten die Chancen und Mengen erhöhen und du letztendlich weniger Aufwand hast UND mehr Geld dafür bekommst, auch wenn der Schnitt pro Bild vielleicht eher lausig ist?

OT: Ich bekomme den Fehler “Beitrag ist bereits abonniert” wenn ich den Haken erneut setze. Vielleicht kannst du das ja stillschweigend ignorieren wenn den schon jemand ignoriert hat, oder?

Edit: Ah okay, der Kommentar ist aber trotzdem durchgegangen. Das hätte man mir dann auch mitteilen können. So bin ich wegen der Fehlermeldung per Zurück-Button zurück gegangen. Voriger Kommentar kann also gelöscht werden.

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Ro:

@donvanone: na den wirklich großen Aufwand hast Du ja genau genommen nur einmal (und hier haben Dir Schnitzel und Alexander bestimmt schon über privatem Kanal genauere Infos gegeben wie die beiden so etwas abwickeln).
Warum seid ihr Euch alle eigentlich so sehr sicher, dass sich das Architekturbüro nicht mehr meldet? Die würden den Preis doch lediglich an das Autohaus weiter reichen. Oder ist es mittlerweile wirklich so verpönt für solche Leistungen zu bezahlen? Woher kommt die Haltung?

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donvanone:

@Schnitzel: Wir reden hier von sehr wenigen Anfragen. Und gerade das ist der Grund, warum mir der Aufwand dann zu hoch ist, denn da lohnt es sich ja fast nicht, einen gescheiten Vertrag aufzusetzen. Und ja, daher würde ich vermuten, dass ich auf Verkaufsseiten am Ende mehr rausholen könnte. Aber das müsste man halt mal ausprobieren…
@Ro: Man macht halt so seine Erfahrungen. Bei so vielen Bildern im Netz, wird sich schon einer finden, die die kostenlos hergeben.

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Schnitzel:

@donvanone: Was willst du denn da großartig für einen Vertrag aufsetzen? Ich schreibe eine Rechnung auf der dann genau drauf steht für welchen Zweck und zu welchen Bedingungen die Nutzung des Bildes erlaubt ist. Viel Aufwand ist das nicht (und im Prinzip ist es eigentlich genau der Aufwand, der bezahlt wird, das Bild selber ist schließlich schon fertig). Vielleicht sagt Alexander, der ja in Rechtsfragen ein wenig besser bewandert ist, jetzt aber auch, dass das alles falsch ist wie ich das mache?

@Ro: Wie Don schon sagt, wenn man zehn Leute anschreibt und fragt, dann wird sich schon jemand finden der sich geschmeichelt fühlt und es für lau hergibt (bei Bildern sicherlich noch etwas extremer als bei Comics, die halt individueller sind). Man merkt normalerweise schon an der Anfrage, ob der andere bereit ist zu zahlen. So wie Don es beschrieben hat sieht es hier wohl nicht so aus. Aber ich lasse mich da gerne eines besseren belehren.

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donvanone:

schaumama:

 

Sehr geehrte/r XXX,

mit einer solchen Nutzung wäre ich bei angemessener Bezahlung einverstanden.
Die Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM) empfiehlt für Bilder zur Raumgestaltung folgende Preise in Abhängigkeit von der Größe des Bildes (1 Stück, einmalige Nutzung)

0,5 m² 170,00 €
1 m² 235,00 €
2 m² 310,00 €
3 m² 375,00 €

(siehe hamburg-dia.de/mfm/raumgestaltung.php)

Dies sind nur Richtlinien und da ich dies ja nicht hauptberuflich mache, würde ich auch nicht wirklich so viel verlangen.
Was halten Sie von 60 Euro, für eine einmalige Nutzung in dem von Ihnen genannten Umfeld?
Da mein Gewerbe unter die Kleinunternehmerregel (§ 19 UStG) fällt, kann ich Ihnen auf der Rechnung keine Mehrwertsteuer ausschreiben.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Hallerbach

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donvanone:

@Schnitzel: Naja, ich seh das nicht ganz so, dass die mir nur den Aufwand des Rechnungschreibens bezahlen…
Aber nachdem ich auch mal Kontakt mit meiner Patin aufgenommen habe, die sich in dem Bereich selbständig gemacht hat (hätte mir ja auch schon früher einfallen können…) scheint das mit nem Vertrag tatsächlich übertrieben zu sein. Das Urheberrecht sichert mich da ja schon gut ab.
Die hat mich auch auf die Preisempfehlungen hingewiesen, die sich aber in der Realität wohl auch als zu hoch für die Kunden rausgestellt haben.
60 Euro ist jetzt mal ein netter Preis, da sollte zumindest ein “Nein Danke” zurück kommen, oder ein Verhandlungsversuch, schließlich frage ich ja explizit nach deren Meinung. Mal gespannt…

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Schnitzel:

@donvanone: Na wenn du da den Herrn Architekten nicht mit der Auflistung gleich verschreckst und er dein Angebot unten gar nicht mehr wahrnimmt. ;)
Natürlich wird dir nicht nur der Aufwand des Rechnungschreibens bezahlt, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Aber es ist der einzige Aufwand den du hast, das Bild hast du schließlich vorher schon gehabt und nicht dafür extra angefertigt.
Die 60 Euro finde ich auch okay (kommt natürlich auch auf das Bild drauf an), ich nehme an, dass du dir da schon ein wenig Verhandlungsspielraum eingebaut hast. ;)
Um welches Bild geht es eigentlich? Habe ich das übersehen?

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donvanone:

@Schnitzel: Mit Leuten, die Mails nicht bis zum Ende lesen will ich eh nicht ins Geschäft kommen ;-)
Und ja, du hast das übersehen, im Beitrag oben steht relativ am Ende, dass es um diese beiden Bilder geht (bzw. eins davon).

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Schnitzel:

@donvanone: Ah, jetzt wo ich die beiden Bilder sehe, weiß ich, dass ich mir die gestern abend schon angeschaut habe. Das ist dann wohl der nächtlichen Gedächtnisdefragmentierung zum Opfer gefallen. ;)
Dafür hätte ich aber auch bei 100 Euro angefangen. Schöne Bilder. :)

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Alexander:

In dem Fall würde ich den Formalismus auch in Grenzen halten – da sind Mails und Telefonate besser, da kann man sich erstmal über den Preis einigen, bevor man mit Verträgen kommt. Ich mache das im Übrigen auch ziemlich unprätentiös, wenn man sich über den Preis einig ist, gibt es eine Rechnung in der das steht, was man vereinbart hat inkl. Rechteumfang und Rechnungswert netto/brutto – was die davon dann mit der FA machen ist nicht mein Problem, ich will einfach Brutto am Konto und meine Steuererklärung mache ich auf Brutto-Basis.

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donvanone:

So, eine Antwort ist gekommen (immerhin), in der die Richtlinien als veraltet bezeichnet wurden. Zahlen wollten sie mir wohl schon eine Kleinigkeit, aber eben nur eine Kleinigkeit. Jetzt suchen sie in einer Bilddatenbank, da man da Exklusiv- und Vermarktungsrecht an einem Bild für 20,00 EUR brutto bekommen würde, was heutzutage der Richtpreis wäre.
War ja zu erwarten…

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Schnitzel:

@donvanone: Exklusiv- und Vermarktungsrecht für 20 Euro ist der Richtpreis? Na das kann ich irgendwie nicht so ganz glauben, das erscheint mir doch sehr wenig. Wovon leben diese Leute denn dann?

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Alexander:

Das ist halt so ne Sache – footolia und Co. haben da schon einiges durcheinandergebracht und auch bei uns ist Kunden nur noch schwer zu vermitteln, warum das eine Bild 4 Euro kosten soll, das andere 400?! Aber so ist es eben – wer mit “irgendwas in der Richtung” zufrieden ist, soll sich ein 4-Euro-Bild kaufen, wer “genau so eines” oder “genau das” will, muss halt mehr zahlen – so ist der Markt gerade.

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Ro:

Hmm, naja. Du schreibst eine Email, in der Du 170€-375€ als Referenz angibst. Gleichzeitig gibst Du Dich aber mit 60€ zufrieden und signalisierst Bereitschaft zum Handeln. Ist da 20€ nicht auch ein Stück weit ein logisches Gegenangebot?
Und wie Alexander schon sagt: entweder er will genau Deine beiden Bilder, oder eben einfach nur irgendeins. Du selbst musst Dir also überlegen, was Dir die Bilder Wert sind. Und Du selbst musst Dir natürlich auch überlegen, ob Du die Bilder auch “billig” veräusserst bevor Du gar kein Geld bekommst. Ich persönlich fände 20€ für die beiden Bilder deutlich zu wenig. Und Exklusiv(!)- und Vermarktungsrecht für nur 20€ glaub’ ich wie Schnitzel drei mal nicht.
@Schnitzel: eigentlich schon Schade – hätte nicht gedacht, das der künstlerischen Wertschöpfung tatsächlich so wenig Beachtung geschenkt wird. Aber in dem Punkt bin ich wohl wirklich a bisserl naiv ….

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donvanone:

@Ro: Die 20 Euro waren kein Gegenangebot, sondern ein “dann halt nicht, jetzt suchen wir halt was anderes und wer anders bekommt von uns 20 Euro, du aber nix” (nur in freundlich formuliert). Ich war da schon komplett aus dem Rennen.

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Jean Pierre:

Im Spiegel letzte (vorletzte?) Woche war ein ganz guter Artikel zur “stock photography” drin, in der es genau darum ging — der Markt wird mit billigen Fotos zugekleister, die Masse machts.

60 Euro Nutzungsgebühr für ein Wandfoto halte ich für mehr als fair. Wenn der “Kunde” nicht bereit ist, das zu zahlen — Pech. Dann machst Du Deine schönen Fotos halt weiter für Dich.

Die MFM-Liste ist alles andere als veraltet, nur sehen das die Käufer natürlich gerne anders… Exklusivrechte sollten ohne deutlichen Aufschlag auch nicht zu haben sein. Das Foto kannst Du dann schließlich nie wieder veräußern.

Aber, hey. Wir leben in einer Geizgesellschaft. Warum sollten Interessenten dann Dein Motiv kaufen, wenn sie ein ähnliches auch für ein paar Cent bekommen?

Dein Interessent gibt hier eine arme Vorstellung ab. Herr/Frau Innenarchitekt arbeitet schließlich auch nicht umsonst. Ich würde die Geschichte schnell abhaken.

P.S. Wasserzeichen bei flickr-Fotos, die sich als durchaus “verwertbar” zeigen, lohnen sich. Was auch da geklaut (oder gar heiß verlinkt) wird, ist nicht mehr schön.

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Ro:

@donvanone: ja, wahrscheinlich hast Du sogar Recht … :-/

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Schnitzel:

Passend zum Thema, gerade frisch per E-Mail bekommen wieder eine Anfrage aus der Kategorie “Für lau oder gar nicht”:
“(…) Im Internet habe ich auf Ihrer Seite richtig tolle Kirschen gefunden. Wären Sie damit einverstanden wenn ich diese für die Gestaltung meiner T-Shirts benutze? (…)”
Das muss ich mir mal über Nacht überlegen…

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Madonha:

Kann dir leider nicht allzu viel dazu raten, hätte allerdings sicher auch mal gerne so ein Angebot und bin daher sehr an entsprechenden Kommentaren interessiert.

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Babba:

Na ja, vielleicht hat der Architekt auch nur vergessen nach dem Preis zu fragen?
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er auch an das Unwesentliche (Nagel, Haken, Rahmen, Glasplatte, den, der das Bild aufhängen sollte etc.) via Internet, ohne Entgelt, kommen könnte.
Würde für solche Zwecke den Interessenten ein faires Angebot machen.

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