Viereinhalb Taler

14. Mai 2008 um 22:11 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Schattenspiele

Ja, Roke hatte mit “ Sit willekommen – uf eyner Reise in vergangene Tag…” sicher die tollere Überschrift, aber die war ja nun schon vergeben und so musste ich mir was neues überlegen. Und so mache ich mal gleich den Preis meines unglaublich leckeren Met-Bieres zum Einleitungsthema (und eben der Überschrift): Viereinhalb Taler (oder doch “Thaler”?).
Kurz ein kleiner Einschub in meine vollkommen falsch angefangene Einleitung, die euch irgendwie im Regen stehen lässt, weil ihr gar nicht wisst, worum es denn geht. Um Regen geht es auf jeden Fall nicht, denn das Wetter war am Wochenende einfach fantastisch. So fantastisch, dass ich mit Roke eine Zeitreise ins Mittelalter unternommen habe. Genauer gesagt eine Reise zum Ritterturnier der  Armati Equites. Und wie man  hier lesen kann, haben die sich nicht lumpen lassen, und uns Besuchern auch einiges geboten: Um die 450 mittelalterliche Darsteller, über 110 mittelalterliche Zelte und 41 Marktstände. Und an mindestens einem davon (um die Einleitung endlich abschließen zu können) gab es Met-Bier. Also Bier mit Met. Hab ich noch nie getrunken und war auch erst etwas skeptisch, so dass ich zunächst mal ein Radler vorgezogen habe (war ja auch so heiß und man hatte Durst). Dann aber das erste Met-Bier: Ganz schön süß und irgendwie wirkkungsvoller als ein Radler. Und mit jedem Schluck leckerer. Also blieb es nicht bei einem…

RitterGanz am Ende wollte ich dann doch wieder etwas langsamer machen (die arme Ke sollte ja nicht zu sehr mit zwei lustigen Kerlen belastet werden) und so kam dann nochmal ein Radler obendrauf. Das war dann irgendwie gar nicht mehr so lecker, so ein Met-Bier legt die Latte doch schon was höher.
So, jetzt dachte ich, die Einleitung wäre fertig, aber irgendwie bin ich noch gar nicht auf die “Viereinhalb Taler” eingegangen. Also: Eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich es deutlich merkwürdiger fand, dass jemand “viereinhalb” vor einer Währungseinheit gesagt hat, als dass jemand “Taler” statt “Euro” haben wollte (hat natürlich trotzdem nur Euro gekriegt, aber das würde jetzt die Einleitung wirklich sprengen…). Ich meine, wie klingt denn bitte “viereinhalb Euro”. Genau. Komisch. Aber “Vier Taler fuffzisch” klingt auch merkwürdig. Ro hat dann mit “Vier Taler und der Silberlinge Fünfzig” einen Vorschlag gemacht, mit dem ich mich sehr gut anfreunden konnte…

So, die Einleitung wäre geschafft und jetzt weiß ich irgendwie kaum noch was, was in den Hauptteil könnte. Außer vielleicht: Roke haben nicht übertrieben, als sie immer wieder von dem Event in Waldreichenbach geschwärmt haben und ich bin ihnen dankbar, dass sie mich mitgenommen haben. Ich hab noch nie so einen perfekten Mittelaltermarkt gesehen. Eine überragende Mehrheit der Besucher war in den tollsten Kostümen verkleidet, es gab an allen Ecken immer mal wieder Live-Musik, einen witzigen Straßenzauberer und auch sonst hat die Stimmung einfach gepasst. Sehr sehr toll.
Mehr bauch ich auch gar nicht sagen, denn zum Glück hab ich ein paar Fotos gemacht, die ja viel besser für sich sprechen können. Man beachte Gefatter Tod und das ultimative Highlight: Den Bettler! (der hat (danke an Roke für den Tipp) sogar ne  eigene Website. Lange Haare  standen ihm besser…)

Mittelalter

Abschließend noch: Geröstete Kokosnussraspel sind mal total lecker (Frau Büs Einwand, dass Kokosnüsse ja wohl nichts mit Mittelalter zu tun hätten konnte ich mit einem Verweis auf die Ritter der Kokosnuss elegant abwenden) und falls einem zu kalt werden sollte und das Auto viel zu weit weg steht (krass, was da los war, so viele Autos findet man ja normalerweise nur Samstags auf einem IKEA-Parkplatz), kann man auf dem Markt auch noch schicke Mäntel kaufen. Wenn man aber ein echter Rittersmann ohne Furcht und Tadel ist, dann wird einem einfach nicht kalt. Hätte ja sonst niemand mehr mein super Drachenbändiger-T-Shirt gesehen…

 
Roke:

Ui! Tolle Einleitung!
Schön, dass es Dir so gefallen hat :-)

Übrigens: der Bettler ist wohl nicht ganz unbekannt …

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Madonha:

Hört sich so an, als hättet ihr Frau Bü nicht mitgenommen, wo war denn die solange?
Wir waren auch auf Zeitreise, noch etwas weiter zurück! in Mainz bei den alten Römern. Von denen fand man allerdings nur Ruinen! keine Kostüme, keine Musik, kein Met! Wir hatten aber eine schöne Zeit in einer schönen Stadt. Es gab auch Wein & Bier am Abend und Sekt zum Frühstück!

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Frau Bü:

@Madonha: Frau Bü hat beim Mittelaltermarkt in Neu-Ulm gemerkt, dass sie mit sowas nichts anfangen kann und hat daher erst für ihr zweitliebstes Hobby (Backen, im Augenblick stehe ich auf Brot backen) eingekauft (dabei Geldbeutel liegen lassen und wiederbekommen), das Gericht zubereitet, das Don nie mit ihr essen würde (Feldsalat mit Leber), dazu den Wein getrunken (rot, Relikt von der Einweihungsparty), den Don nie mit ihr trinken würde, ihrem Lieblingshobby (Sport) gefrönt, das Don nie mit ihr teilen würde und einen Film reserviert (ausleihen hat dann nicht geklappt) den Don nie mit ihr schauen würde (Ghost Rider -zum Glück wohl hat das nicht geklappt – der Automat wollte meine Karte nicht akzeptieren – Mistding). Außerdem hat sie noch ein paar altbewährte Entspannungstechniken angewandt, für die der Don gar nichts übrig hat und ist früh schlafen gegangen, was der Don auch nicht gerade mag. Alles in allem ein wundertoller Abend – nur, dass ich nicht so viele bunte Fotos gemacht habe um die Welt daran teilhaben zu lassen.

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Madonha:

Ok, ich bin’s zufrieden! Niemand hat dich üblerweise vom gemeinsamen, für mich wahrscheinlich auch attraktiveren, Aktionsprogramm ausgeschlossen. Wenn du eine schöne Zeit hattest, freut mich das für dich.
Zu Feldsalat und Leber könntest du übrigens gerne Dons Vater einladen, er würde sich nach diesem Festessen die Finger lecken. Inzwischen kann ich es allerdings auch wieder ab und zu zubereiten, da die Verschmäher nicht mehr bei mir wohnen! Leider gibt es die frische Leber aber immer nur dienstags und mittwochs bei unserem Metzger und da isst Padonha zu seinem Unglück in der Firma. Was gab’s bei dir denn diesmal für ein leckeres Brot?

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Ro(ke):

@FrauBü: das klingt glatt so, als ob Du ein wenig Nachholbedarf hattest. Und klingt gut. Klingt nämlich nach einem schönen entspannten Abend nur für Dich. Braucht man auch mal hin und wieder. Da müssen wir den Don wohl öfter “entführen” ….
@Madonha: wir würden FrauBü doch nie und nimmer üblerweise von gemeinsamen Aktionsprogrammen ausschließen. Nene. Ganz und gar nicht. Wir sind lieb!

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Madonha:

@ Ro(ke): Ich bin ja schon überzeugt! Weiter so!

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der CD:

richtig entschluss, schön die frau zuhause lassen!
es hieß in den damaligen zeiten nicht umsonst: “wein, weib und gesang …”

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DonsTag » Mittelalter Markt zu Ulm:

[...] aus, dass die uns da nochmal wieder sehen, denn vom Ambiente kommt das ganze bei weitem nicht an Waldreichenbach ran, welcher dann auch noch billiger im Eintritt ist (Ke meinte was von 5 Euro, zumindest für [...]