Viel zu thun am Schwerdonnerstag

24. Februar 2006 um 01:15 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Cowboy in Gladbach 2005Herrje, wie konnte das nur passieren?
Dies ist mein letzter Monat als Werkstudent bei Daimler, Montag und Dienstag hab ich natürlich frei, denn da ist ja Karneval und wer will das bitte hier bei den komischen Alemannen erleben, wenn man doch aus dem schönen Rheinland kommt?
Heute musste ich dann aber doch noch arbeiten, da mein erarbeiteter Code noch ziemlich unkommentiert war (okay, “ziemlich” ist arg untertrieben) und damit ja später noch Leute weiter arbeiten wollen. Das ganze geht dann auch noch auf meine Kosten, denn das sind jetzt alles unbezahlte Überstunden und der halbe Urlaub verfällt auch ungenutzt. Aber wie soll man den bei einer 10 Stunden Woche auch nehmen? Da hat man eh immer zu viele Stunden, da man ja auch was schaffen will… Naja, ich schweife ab. Auf jeden Fall kommentiere ich heute lustig vor mich hin (und bemerke gar nicht, das ja Schwerdonnerstag ist, dass kann einen im Rheinland nicht passieren), bis ich auf einmal auf die Uhr schaue und die mir doch glatt 18:30 anzeigt (Vielleicht hätte während der minutenlangen compilierzeiten doch besser auf die Uhr als auf die Suche nach ganz vielen ganz tollen WordPress Plugins gemacht, die ich nach Karneval mal testen werde). Und? Klar… da spielt doch der HSV gegen Thun. Verdammt.. Also schnell alles runtergefahren und ab in den Bus (wo ich übrigens immer noch nichts vom Karneval bemerkt habe). Doch da: Eine gelbe Luftschlange schlängelt sich über die Straße und wird von einem blauen Renault platt gefahren… Juchu! Karneval Fasnet in Ulm!
DonHuhn auf SkiernZuhause dann mit gemischten Gefühlen registriert, dass das erste Tor ohne mich gefallen ist und eine super erste Halbzeit geschaut. Danach die zweite mit Müh und Not auch noch überstanden (aber wenigstens ist Van der Vaart wieder fit) und dann nervlich zu fertig um zu jubeln. Von Karnevalsstimmung ganz zu schweigen…
Wenn ich da an letztes Jahr denke, als ich in Ischgl im Huhnkostüm die Skipiste runtergedüst bin (und wir leider den im Hasenkostüm nie auf der Piste für ein Foto getroffen haben, sondern immer nur vom Lift aus entwischen sehen)… Das war Karnevalstimmung!

 
DonsTag » Blog Archive » Robern!:

[...] Nachdem ich euch ja schon das Huhnkostüm von meinem Skiurlaub im letzten Jahr gezeugt hab, nun mal zum Skiurlaub in diesem Jahr (während dem wir “traditioneller” Weise auch wieder Karneval gefeiert haben, auch wenn wir schon Anfang Januar gefahren sind). Nichts ahnend sitzen wir in einem der vielen Lifte und auf einmal taucht am rechten Pistenrand in großen Lettern das Wort “Robern” auf. Wegen der Ähnlichkeit zu “Robert” haben wir mal auf einen männlichen Vornamen geschlossen und uns tierisch über diesen amüsiert. Jetzt wollten wir natürlich Robern kennenlernen und riefen daher beinahe stündlich dessen Namen vom Lift um eine Reaktion einer Person auszumachen. Irgendwann hatten wir damit auch Erfolg, allerdings handelte es sich dabei um eine Person aus unserem Kreis, die eben schon auf den Namen “Robern” geeicht war. Mich selbst ließ der Name Robern auch nicht mehr los und bei jeder kurzen Pause nutze ich die Chance und ritze mit meinem Skistock eben diesen Namen in die Piste (natürlich nicht so riesig, wie der Originalschriftzug, das hat sicher Stunden gedauert…). Leider ließ sich kein Kontakt herstellen. So kam ich dann (nachdem irgendwo auch der Schriftzug “Ficken” auftauchte (auf den übrigens mehr Menschen bei einer Liftbrüllaktion reagierten als auf “Robern”)) auf die Theorie, dass Robern vielleicht gar kein Name ist, sondern eben auch nur ein österreichisches Wort für “Ficken” und ich schäme mich meiner Kritzeleien in den Schnee. Daheim angekommen war natürlich klar, dass man mal google nach diesem Namen befragen muss, denn google weiß ja bekanntlich alles. Diana lieferte dann auch schnell folgende Mail: http://www.rupprechtpeter.de/P.....rivat.html (mit ROBERN SONG!!! UNBEDINGT CD ANKLICKEN!!!!!)!!!!!!!! könnte fast wetten dass der Interpret und Sänger auch der Künstler im Schnee gewesen ist http://www.fogdog.com/fog-robe.....#038;#8230; [...]

 
 
DonsTag » Blog Archive » Don, was ist eigentlich “Schwerdonnerstag”:

[...] Fluffi hat mich eben im ICQ gefragt, was denn eigentlich “Schwerdonnerstag” sein soll? Ob man da “schwer arbeitet”? Ich hab ihn dann erstmal für ziemlich dumm gehalten, nach einem Blick in Wikipedia aber dann die Schuld bei mir gesucht… Schwerdonnerstag ist also (um das jetzt mal klar zu stellen) der Donnerstag vor Rosenmontag und wohl unter dem Begriff “Weiberfastnacht” geläufiger. Das ist der Tag im Jahr, in dem die Frauen mal das Sagen haben (…) und den Männern auf der Arbeit die Krawatte abgschnitten wird. Bei uns im Dorf gibt es da auch extra einen Umzug nur für die Möhne (siehe Bild, das ist die Obermöhn von 2005). Jetzt aber noch zu erklären, was denn eine Möhne ist geht wirklich zu weit… Irgendwie war ich der Meinung, dass “Schwerdonnerstag” wir “Rosenmontag” ein gängiger Begriff wäre, okay, “Weiberfastnacht” hätte wahrscheinlich mehr Leute angesprochen, aber “Schwerdonnerstag” hielt ich für nur minimal unbekannter und mir persönlich gefällt der Name einfach besser. Jetzt muss ich aber folgendes lesen: Teilweise ist der Tag auch als Schwerdonnerstag bekannt, beispielsweise in Mülheim-Kärlich und Weitersburg, wo er der Haupttag der Fastnachtszeit ist. [...]

 
 
rod:

Schöner Text, richtig lieb geschrieben.
Und schön fleissig sein beim Daimler, dass
mer emmer d bessre Audos fhret ! Gelle !

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Roke:

schickes Kostüm :-)

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