Verspätungswochen bei DonsTag

07. November 2006 um 00:26 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, nach meinem Geburtstagswochenende (nochmal Danke für die Glückwünsche) daheim bei der Familie und einem Improtheater-Besuch gerade eben hab ich dann endlich mal wieder Zeit, euch hier in meinem Blog zu beehren. Momentan gehts hier ja eher ruhig zu und ab und an vergess ich dann auch noch irgendwas zu bloggen, was ja quasi unverzeihlich ist.
Aber dem habe ich nun diese Woche was entgegen zu setzen, bei DonsTag gibt es diese Woche nämlich die Verspätungswochen. Beginnen sollte diese Woche eigentlich in der Nacht von Sonntag auf Montag um 1:45, aber das hat sich jetzt etwas verspätet…

Verspätungswochen

Zuerst aber einmal die berechtigte Frage: Verspätungswochen? Wie kommt man denn auf sowas?
Die Antwort ist ganz leicht: Ich war an meinem Geburtstagswochenende (nochmal Danke für die Glückwünsche) daheim bei der Familie und da bin ich mit der  Deutschen Bahn hingekommen. Und auch wieder zurück. Immerhin.

Die Hinfahrt war schon ziemlich lustig, die Verspätung betrug lediglich 20 Minuten, was ja zu verkraften ist. Nicht allerdings für einen älteren Herren, der sich dann auch lautstark beim Schaffner beschwerte. Wie das denn sein könne, dass die Bahn immer und immer wieder irgendwelche Probleme hätte und alle Züge ständig zu spät seien. Man solle sich doch mal die Schweizer Bahn anschauen, die würde das auch wunderbar hinbekommen, das könne doch nicht sein. Der Schaffner hörte sich das ganze an, ohne allerdings irgendetwas dazu zu sagen. Auch die anderen Leute sagten nichts, nur der alte Mann stänkerte vor sich her (trifft es nicht ganz, er sprach nämlich so laut, dass das ganze Abteil ihn gut verstehen konnte).
Daraufhin kam dann der Knaller des Mannes. Er fände es erschreckend, dass die anderen Mitreisenden sich nicht beschweren würden, sondern alles einfach so hinnehmen würden, das wären ja Zustände wie damals bei den Nazis.

Ja, richtig gelesen. Wie bei den Nazis. Der Schaffner ließ sich nichts anmerken und ging einfach weiter, um andere Fahrkarten abzustempeln. Als der Mann dann seine gewagte Nazi-These wiederholte, mischten sich dann doch mal die Leute drumherum ein und meinten, dass das nun nicht wirklich zu vergleichen wäre, was der alte Mann (der die Nazis wahrscheinlich miterlebt hat) nicht einsehen wollte (Oder wollte er nur irgendwie geschickt das Gespräch auf  diese  beiden kulturellen Ereignisse lenken?).

Ich hätte ja mal gerne miterlebt, wie der Mann sich dann auf der Rückfahrt (ich weiß nie, welche der Fahrten ich “Heimfahrt” nennen soll, gehen sie doch beide heimwärts…) angestellt hätte. Mein Vater hatte uns extra nach Koblenz gefahren, da die Verbindung Neuwied-Koblenz regelmäßig 10-20 Minuten Verspätung hat und der Puffer in Koblenz nur etwa 6 Minuten beträgt (bitte nicht nachprüfen, so ungefähr passt es). Und das ist schon ziemlich frustrierend, wenn man gerade in den Bahnhof einfährt und auf dem Gleis direkt gegenüber der Zug abfährt. Aber das sollte uns also erspart bleiben, wir starteten direkt in Koblenz. Dort auf dem Gleis angekommen gabs dann eine Kleine Überraschung: “60 Minuten später” teilte uns die Anzeigetafel mit. Juchu! Aus den 60 Minuten wurden dann 80 Minuten (Grund war wohl ein Stromausfall irgendwo, hat aber wohl nix mit dem  Riesenausfall (von dem ich nix mitbekommen hab) zu tun, denn die Fahrt war am Sonntag) und bis Stuttgart pausierten wir die Pause dann immer mal wieder bis auf 90 Minuten hoch. Da hatten wir dann wieder einen mittelgroßen Aufenthalt (etwa ne halbe Stunde) und kamen dann schließlich mit so nem EuroNight-Orient-Express um 1:25 (statt 23:06) in Ulm an.

Schnell noch den Rest: Es gab einen Gutschein über 20% des Ticketpreises, dafür (wir hatten die Wahl) durften wir dann aber das Taxi nach Hause selbst bezahlen. Macht dann am Ende noch einen Reingewinn von etwa 5 Euro…

Und nun also diese Woche die “Verspätungswochen” bei DonsTag, in der ich nur Beiträge bringe, die etwas (oder auch etwas mehr) verspätet sind. Wenn ihr euch beschweren wollt:  Die sind Schuld…

 
Henning:

Mensch, das könnte ich bei mir auch für so einige Artikel gebrauchen. Verspätungswochen… hm…

Ich verspäte mich ja gerade schon wieder beim Ins-Bett-Gehen. Hmpf.

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Daniel:

Bin letzten Freitag von Köln nach Rostock gefahren… war zwei Stunden Verspätung; bis auf Selbstmörder war so ziemlich alles dabei. Ich liebe diesen Verein!

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Fluffis Blog » Blog Archiv » Verspätungswochen find ich gut:

[...] Ich finde die Verspätungswochen bei Andreas klasse. Ich nutze die Gelegenheit um endlich uralte Sachen zu schreiben und schließe mich – zumindest für diesen Eintrag – den Aktionswochen an. [...]