Vaterlektion Nr.7: Babynahrung im Ausland

08. November 2010 um 20:00 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Letzte Woche ging es nach Holland in den Urlaub. Da wir ein wenig Gepäck sparen wollten, haben wir nicht für jeden Tag Breigläschen mitgenommen, sondern wollten dort welchen kaufen.
Und dabei wurde uns die folgende Lektion gelehrt:

Die Freude, die kulinarischen Genüsse eines fremden Landes zu erleben, müsen von einem Baby nicht unbedingt geteilt werden. Bevor man also ohne ausreichenden Vorrat in ein solches Land fährt, sollte man sich informieren, was die Kinder dieses Landes überhaupt zu Essen bekommen und ob dies mit den Essgewohnheiten des eigenen Kindes kompatibel ist.

In Holland sahen die Regale so aus:

babynahrung_holland
(Braune Bohnen mit Apfel, Risotto mit Tomaten, Gartengemüse mit Rindfleisch)

Auf den ersten Blick verwundern einen nur die braunen Bohnen (die in etlichen Babygerichten vorkamen, genau wie Kidneybohnen oder weiße Bohnen), die anderen beiden Gerichte sehen “normal” aus. Studiert man aber die Zutaten, so stellt man fest, dass auch dort gerne Knoblauch, Zwiebeln und andere ungewohnte Sachen (Weizenmehl, Haferextrakt etc.) drin sind.
Wir suchten eine Weile nach dem geringsten Übel und so musste Sohnvanone dann nicht in den “sauren Apfel” mit Bohnen beißen, kam aber um die Zwiebeln nicht drumrum (was er uns dann auch spüren ließ).

Auch gelernt:

Wenn man die Zutaten studiert, sollte man der Sprache einigermaßen mächtig sein. Auch wenn man Saft kauft. Und nicht einfach davon ausgehen, dass "dikke sap" nicht etwa "Direktsaft" bedeutet, sondern dort tatsächlich Dicksaft (0,5l) bei den Kindersäften steht, der im Verhältnis 1:10 verdünnt werden soll, sich aber nur einen Tag im Kühlschrank hält.

Dass Sohnvanone dann auch noch dachte, dass er mal wieder spontan aus den Windeln rauswachsen müsse (von denen hatten wir uns im Gegensatz zu den Gläaschen extra einen großen Vorrat für den Urlaub gekauft) und wir da auch auf merkwürdige Holland-Produkte zurückgreifen mussten (und die mitgebrachte Pampers-Kiste eben nicht bei der Rückfahrt wieder leer war und so Platz im Kofferraum schaffen würde…) erwähne ich jetzt mal gar nicht weiter…

 
bullion:

Gut zu wissen! Wir waren mit unserer Kleinen zwar noch nicht im Urlaub, nun weiß ich aber zumindest, dass wir lieber weniger Elternklamotten einpacken und mehr Babyfutter… ;)

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Babba:

Muss aber dazu sagen, dass die Kinder unserer holländischen Gäste niemals Mangel- oder Überflusserscheinungen zeigten.
Und wenn ich mich recht erinnere hat Sohnvanone diese Kost ganz gerne gemocht.

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