Ulmer Zelt (I): Les Tambours du Bronx

01. Juni 2006 um 00:40 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Les Tambours du BronxHeute war also die erste meiner 5 (oder doch nur 4? Bukowski werde ich wahrscheinlich abgeben) Besuche im Ulmer Zelt.
Die Percussion-Franzosen haben das Zelt mächtig eingeheizt und wie wild auf den Fässern rumgeschlagen. Ganz schön laut, aber auch ziemlich cool. Irgendwann haben die Schläge den ganzen Körper zum Vibrieren gebracht und der Herzschlag hat sich dem Rhythmus der Trommeln angepasst, krasses Gefühl. Zum Glück hat es nicht aufgehört, als die Trommler dann auch fertig waren. Wobei sie wohl noch nicht wirklich fertig waren, aber trotzdem aufgehört haben. Und das kam so: Nach einer Stunde haben sie sich schon verabschiedet (klar ist das anstrengend, aber für über 20 Euro Eintritt erwartet man doch mehr, oder nicht?), haben dann aber doch noch 20 Minuten Zugabe gegeben. Als dann zum zweiten Mal das Licht ausfiel (und der Ton wohl auch), haben sie sich (trotz 10 Minuten Dauerapplaus) nicht mehr blicken lassen (stimmt nicht ganz, zwei von den 17 Männern (größtenteils oben ohne, fast immer tätowiert und teilweise auch etwas bäuchig. Trommeln macht wohl nur muskulöse Oberarme, der Bauch bleibt auf der Strecke…) waren nochmal kurz da, um die aufgebrachte Meute zu beruhigen und Trommelstöcke zu verschenken.).
Kurze Einordnung: Stomp ist deutlich einfallsreicher (hier gab es nur Metallfässer) und ruhiger, Blue Man Group kommt von der Musikrichtung eher hin (mehr Techno, die Tambours gehen dann aber auch mehr in Richtung Hard Rock, also unverständliches (zumal noch französisch…) Geschreie zur Musik. Dazu fiese Grimassen (gegen Ende konnten manche den “ich bin so böse”-Blick nicht mehr halten und man sah, wie viel Spaß ihnen das Trommeln doch macht…). Den Song Contest könnten sie gewinnen…), bietet aber eine bedeutend bessere Show (und macht auch bessere Musik).
Trotzdem hat es sich gelohnt und der Titel ihres neuen Albums (“Silence”) hat sich voll bewahrheitet: Danach hört man nichts mehr… (stimmt nicht wirklich, aber gefiepst hat es schon. Vielleicht hätten wir die Karten doch erst an der Abendkasse kaufen sollen, denn da gab es wohl Ohrstöpsel dazu…)

 
karin:

servus don – ich gebe zu, ich kenne stomp nicht, aber von wegen langweilig – also i weiß net – ich finde tbdb sind schon ne coole sache und laut – tja wenn’s leise sein soll, kauf dir ‘ne cd, die kannste ja ab- oder aufdrehen ein “richtiges” live-konzert wird wohl immer eher laut sein … spät aber doch ein kommentar aus den bergen, die die franzosen schon etliche male live erleben durften und bei denen das gehör schon noch funktioniert. tschüss, baba karin und freunde

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donvanone:

Naja, das Wort “langweilig” kommt in meinem Text ja auch nicht vor. Es war halt nur nicht so abwechselungsreich, da eben “immer nur” Fässer genutzt wurden. Ich fand tbtb ja auch nicht schlecht, empfehle dir aber zur Abwechslung mal Stomp (touren öfters mal durch Deutschland) oder eben die Blue Man Group. Und dann kommst du hier wieder vorbei und gibst auch nen Vergleich ab…
mfg
donvanone

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