Tauchen im Verzasca-Tal

21. August 2007 um 00:48 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, hier nun also die versprochene Auflösung, was denn mein letztes Wochenende mit dem Trailer zu James Bond zu tun hatte. Ganz einfach: Frau Bü und ich hatten unseren ersten Freiwassertauchgang (ihr erinnert euch: Wir lernen gerade fleißig Tauchen, um dann auf den Malediven viel Spaß zu haben…). Und den hatten wir nicht in irgendeinem Drecksbaggersee in der Nähe von Ulm (da dürften wir wohl morgen reinspringen), sondern in einem Bergfluss in  Verzasca in der Schweiz (ich Depp hätte mich vorher auch mal genauer informieren können, wo das denn nun liegt (nämlich genau  hier), dann wäre ich auch nicht so verwundert gewesen, dass da alles auf italienisch und nicht auf deutsch ist…). Aber bevor ich nun vollends vom Kurzurlaub anfange, schnell nochmal die Kurve zurück zu James Bond. Denn eben dieser sprang in besagtem Trailer nämlich von der  Staumauer am Ende vom Verzasca-Tal:

Staumauer

Wie man sieht, kann man da für reichlich Geld (über 200 Franken, also etwa einen Franken pro Meter) auch heute noch einen auf Bond machen, aber das überlasse ich dann doch anderen (siehe auch  YouTube). Mir hat der  Blick runter vollkommen gereicht…

Gleich hinter dem Staudamm ist dann natürlich auch ein Stausee (in dem die Flaschen schwammen), in dem es sogar ein versunkenes Dorf gibt. Augenscheinlich ein Paradies für Taucher, nur eben leider verboten. Darum waren wir dann da auch nicht drin, sondern im  Fluss, der im Stausee endet. Fluss? Tauchen? Ja, denn der Fluss hat sich tief in die Felsen eingegraben (richtig schöne Canyons) und so kamen Frau Bü und ich dann auch auf eine Tiefe von 8m (geht wohl noch etwas tiefer). Der Artenreichtum im Fluss konnte uns zwar nicht überzeugen (ich hab einen einzigen Fisch entdeckt, Frau Bü gleich dreimal so viele), dafür waren die Felsformationen aber unglaublich schön. Hier mal ein Panorama von unserem Tauchplatz, ein Klick aus Bild führt zur  Großansicht:

Verzasca Panorama

Leider blieb es an dem Wochenende aber bei einem einzigen Tauchgang, da das Wetter nicht wirklich mitgespielt hat. Auf einmal fing es an aus allen erdenklichen Himmelsöffnungen zu schütten. Sollte an sich kein Problem fürs Tauchen sein, aber der Fluss hatte sowieso schon eine recht starke Strömung (gegen die wir erst angeschwommen sind, um uns dann ganz bequem wieder zurück zum Ein- und Ausstiegsplatz treiben zu lassen um dort rechtzeitig vor dem “Wildwasserteil” des Flusses wieder an Land zu gehen), die sich durch die neuen Wassermassen immer weiter verstärkte. War dann auch für Profis nicht mehr schön. Die beiden Bilder unten links verdeutlichen mal, was der Regen so angerichtet hat. Die Bilder zeigen unsere Einstiegsstelle, die anfangs noch schön ruhig war…

Regen

Außerdem sieht man oben auch noch Dimi, unseren Tauchlehrer vom  “Auqarius Dive In” (uneingeschränkt empfehlenswert, sehr spaßig) in Neu-Ulm und die “Regenrinne” unseres provisorisch aufgestellten Unterschlupfes. Schließlich wollten wir ja noch grillen und sowas lässt man sich auch vom Dauerregen nicht vermiesen.

Eindrücke aus Verzasca

Unter den Fotos der obigen Sammlung werdet ihr übrigens vergebens Fotos von mir oder Frau Bü in Tauchermontur finden, davon hab ich keine Bilder hier, irgendwer sollte aber welche gemacht haben, könnten also evtl. nachgereicht werden. Hab da in der Aufregung nicht dran gedacht, selber welche zu machen…
Mittig übrigens der Berg-Grappa, von dem ich vorher schon viele Geschichten hören durfte und der tatsächlich überhaupt nicht geschmeckt hat seine Wirkung nicht verfehlt hat und so ab dem dritten Glas sogar einigermaßen erträglich war. Aber was sollte man bei dem Wetter denn auch anderes machen? Zumal in meinem Heimatort ja gerade Kirmes war und mein Körper daher ganz natürlich seine jährliche Überdosis Alkohol einforderte…

Wobei ich die “Was soll man denn auch anderes machen?”-Frage auch tatsächlich beantworten kann: Man kann sich die Gegend anschauen, denn die Art, wie dort die Häuser gebaut waren war einfach richtig urig, romantisch und wunderschön (nur halt nicht unbedingt vertrauenerweckend):

Gasse

Mehr Architekturfotos gibt es in  diesem Flickr-Set, in dem auch einige der obigen Bilder (und mehr) noch in höherer Auflösung zu finden sind.

 
Oliver Muenk:

Wow, das nenne ich mal einen gelungen Kurzurlaub! Erlebnis pur!

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S1ic3r:

Hey, dort war ich auch. Wollte eigentlich diesen Sprung wagen, nur leider war da niemand ^^.

Toller Bericht und schöne Bilder!

Und wenn du dich einmal in der deutschsprachigen Schweiz aufhältst, kannst gleich noch bei mir vorbei kommen…

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Alke:

Im Valle Varsasca war ich auch mal, ist auch geologisch sehr interessant dort.

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Bastian:

Da war ich doch Anfang des Jahres noch, auch die restliche Gegend lohnt sich zu begutachten mein Lieber.

Wenn du Tipps brauchst: ich bin quasi Einheimischer dort :>

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Fluffi:

Uiuiui, sehr schicke Fotos! Wenn da mal nicht mindestens ein Kalenderkandidat dabei ist…

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John:

die wasserfälle und die klippen sind schon auf den fotos sehr beeindruckend und schön, hoffentlich kann ich sie auch einmal live bewundern :-)

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