In der Schule hätte ich einen Schüleraustausch mit Australien machen können. Da mein Englisch zu der Zeit aber wirklich mehr als schlecht war, hab ich mich nicht getraut (ist ja nicht so, als hätte das meinem Englisch helfen können…) und bereue das seit dem immer wieder mal. Australien! Mensch, war ich dumm!
Und solche Vorwürfe will ich mir von meinem zukünftigen Ich nicht mehr machen lassen, darum versuche ich, weniger eingerostet und ängstlich zu sein. Ab und zu muss man auch mal was wagen, bevor man dass dann noch Jahrzehnte später bereut.
Und so haben Frau Bü und ich beschlossen, dass es jetzt wohl der beste Zeitpunkt ist, Deutschland zu verlassen und einmal in einem fremden Land ein neues Leben aufzubauen. Sohnvanone ist dann etwa zwei Jahre alt, da kriegt er davon noch kaum etwas mit und wird aus keinem festen Freundeskreis gerissen. Nur wenige Jahre später und das wäre vor allem für ihn deutlich komplizierter geworden.
Also jetzt! Mut beweisen! Auch, wenn wir die Sprache der neu gewählten Heimat weder verstehen noch sprechen können (aber wie oben erwähnt: Da darf man keine Angst haben, man lernt neue Sprachen am besten genau so), wir die sonderbare Kultur nicht mal in Ansätzen verstehen und auch eher skeptisch gegenüber Staaten sind, wo eine Regierung seit über 50 Jahren am Stück regiert und man sich nicht wirklich sicher sein kann, ob da wirklich “freie Wahlen” abgehalten werden.
Eigentlich hab ich in Ulm auch meine Heimat für die nächsten Jahrzehnte (bzw. für immer) gesehen und hatte ganz sicher nie geplant, irgendwann einmal in einem solchen Land zu landen. Und nicht nur nicht “in einem solchen”, sondern ganz sicher auch nicht “in eben diesem”.
Aber Ulm hat sich für junge Familien als nicht wirklich bezahlbar herausgestellt (dazu ein anderes Mal mehr), da musste also eh ein Umdenken her, warum also nicht ein radikaler Schritt? Zumal dieser Staat wohl Interesse an Leuten wie uns hat und uns ein paar Geldbündel versprochen hat, wenn wir bei Ihnen ein Grundstück kaufen.
Klar war das keine leichte Entscheidung. Wir, zwei Akademiker in einem Land, dessen Fläche zu 84,5% land- und forstwirtschaftlich genutzt wird und deren Einwohner sich zu zeremoniellen Anlässen in gegerbter Tierhaut kleiden und sich dann (begleitet von Musik, die für unsere Kulturkreise doch recht gewöhnungsbedürftig ist) selber geißeln, indem sie sich in die Hände und auf die Schenkel und Füße schlagen.
Und natürlich ist es für Sohnvanone Schade, dass wir jetzt noch weiter von seinen Großeltern wegziehen (bisher waren es bis zu 400km), aber das wird er sicher verstehen. Dafür wächst er dann zweisprachig auf, was noch keinem geschadet hat. Und so viel weiter weg ist es jetzt ja nun auch nicht. Gerade mal auf die andere Seite der Donau nach Neu-Ulm. Hallo Bayern, wie kommen!
Heute, pünktlich zu meinem Geburtstag, haben wir einen weiteren großen Schritt getan und uns ein Grundstück gekauft, auf dem dann schon im nächsten Jahr unser Haus stehen soll (toi, toi, toi). Ich bin sehr gespannt und freu mich ;-)



So, damit wäre dann schonmal das “Bohnen” im Titel erklärt. Aber Sinn macht es immer noch nicht, oder? Ok, dann gehts weiter (wobei die ganze Sache nicht viel mehr Sinn bekommen wird, also erwartet nicht zu viel): Ich hab mir dann abends natürlich sofort die Frau Bü geschnappt, um die Neuheit gleich mal anzuspielen. Kurzfazit: Sehr glückslastig und taktikfern, aber auch kurzweilig und nett für zwischendurch. Darum hab ich der Frau Bü auch gleich vorgeschlagen, dass wir das jetzt jede Woche spielen und so schon einmal die Ergebnisse des HSV ermitteln (sie hat zwar nicht reagiert, aber ich deute das einfach mal als ein “Ja”). Ich spiele natürlich den HSV und heute ging es dann also um das Top-Spiel am Samstag: HSV gegen Bayern.
Heute kamen die Eltern Bü zu Besuch, um der Diplomabschlussfeier der Frau Bü beizuwohnen (morgen gehts mit denen vor dem Deutschlandspiel noch auf die Landesgartenschau, ich hoffe mal, dass ich hier dann bald ein paar tolle Bilder präsentieren kann). War auch ne ziemlich lustige Sache (Video zum “Schieberegister” wird nachgereicht) und endlich hab ich auch mal dem
Zum einen hätten wir da das “
Und mit der hoffentlich noch freien Hand (da ich eh kein 10-Finger-System beherrsche ist das ja nicht so schlimm, wenn ich mich nur mit einer Hand der DA hingebe) bediene ich noch den formschicken “
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