Expedition Zukunft: Der Science Express

26. Juli 2009 um 19:30 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

science_express

Conny fragte in den Kommentaren:

 

Hallo Don!
Gehst du eigentlich zum Science Express? Der ist nämlich vom 24. bis 27. in Ulm. Ein paar Fotos hier auf dem Blog wären super, würde mich nämlich mal interessieren, ob der in echt auch so super aussieht wie im Film

Und da ich ja alle Wünsche meiner Leser erfülle, war ich dann auch heute mit Ro da. Dank prallem Sonnenschein (den wir vorher auch genutzt haben) und der sonntäglichen Schulausflugsfreiheit war dann im Zug dann nicht so viel los, wie ich befürchtet hatte, so dass ich doch immer mal wieder eine Gelegenheit nutzen konnte, ein Foto ohne Menschen zu machen. Ging aber auch nicht immer.
Hier also die gewünschten Bilder, in größerer Auflösung auch im zugehörigen Flickr-Album:

science_express_collage

Als Antwort: Ja, der Zug sieht in echt auch so super aus wie im Film, zudem war er sehr informativ und spaßig (viele Multi-Touch-Screens, an denen man sich austoben konnte und andere lustige Experimente). Lohnt sich also. Bis morgen noch in Ulm, weitere Tourdaten auf der Homepage.

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Run, Forrest, Run!

03. Juli 2008 um 13:13 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Schnecke vor Zug

Tierfreunde brauchen sich keine Sorgen machen, ich hab eben nur mal eben an  diesem Bild ein wenig “gefeilt”. Der Zug ist da nicht wirklich und die Schnecke dreht sich eigentlich in die andere Richtung, also weg von den Schienen…

[via Reddit, dir mir letztens über den  Umweg Nerdcore massig Leser geschickt haben. Uiuiui, was müssen da erst für Massen bei René angekommen sein...]

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Bitte hier klicken

23. Januar 2008 um 23:59 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

[Achtung: Wer mit dem Dschungelcamp nichts anfangen kann, überspringt einfach den ersten Absatz und liest beim "Eigentlich" weiter] Gerade mit Bedauern mit angeguckt, wie Barbara aus dem Dschungelcamp gewählt wurde. Ja, ich gucke das sehr sehr gerne und kann nur allen beipflichten, die sich vor allem über die erstklassige Musikwahl mit passendem Schnitt auslassen. Echt gut gemacht die Sendung und mal grad gar kein Unterschichtenfernsehen. So.
Und Barbara war eine meiner beiden Lieblings-Camper, weil sie genau die Art Mensch ist, die ich gerne als Mitbewohner hätte, wenn ich irgendwann mal in der Klapse landen sollte. Total durchgedreht, aber doch irgendwie sympathisch und lustig. Der andere Favorit kam für mich selber übrigens total überraschend und ist die Person, von der ich am Anfang dachte, dass sie gar nicht schnell genug aus dem Camp fliegen kann: Ross. Hätte nicht gedacht, dass der so lustig und unterhalsam ist. Positiv-Überraschung hoch drei. Ganz im Gegensatz zu Björn Hergen Schimpf, der hat das Bild, dass ich von ihm hatte total zerstört und ist einfach nur ein Unsympath.
So, das musste mal raus, hab mich lange genug zurückgehalten, hier übers Dschungelcamp zu schreiben (machen die beim Fernsehlexikon eh viel besser, da kann ich jeden Beitrag nur unterschreiben, also  den (ok, das sind nur Zitate, da brauch ich nicht unterschreiben, je später der Artikel, desto besser und desto dicker die Unterschrift…),  den,  den,  den,  den,  den,  den und auch  den). Will ja keinen vergraulen…

Eigentlich wollte ich hier aber auch was ganz anderes schreiben.
Nämlich, dass ich grad nicht viel zu schreiben hab, sondern euch nur gerne ein paar Links in die Hand drücken würde, die ich euch nicht vorenthalten will, aber auch nicht groß unterbringen kann. Trotzdem alle anklicken und erfreut sein:

  • Inishmore:  Indische & thailändische Züge im Wandel der Geschwindigkeit.
    Krass! Beide…
  • ghost dog:  Österreich darf das Kugelstoßen nicht revolutionieren
    Hab ich vorher auch noch nie gesehen: Da kombinierten tatsächlich Menschen die beiden Dinge, die ich im Sportunterricht am schlechtesten konnte: Kugelstoßen und Radschlagen. Eieiei…
  • Henning:  Besser spät als nie!
    Und da beschweren sich doch glatt Leute, wenn ich mal 1-3 Wochen brauche, um eine Mail zu beantworten…
  • Wii Insider: Hier kommt die “Vii”. Der  Trailer zum Billig-Plagiat und der  Blick ins Gehäuse (gibt auch schon ein  neues Modell, das ist aber nicht mehr so spannend)
  •  via Endl:  Sehr coole Hochgeschwindigkeitsbilder, deutlich zerstörerischer als unsere  Dropography-Bilder…
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    Mini-Onlinespiel passend zur Urlaubszeit

    27. Juli 2007 um 00:55 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Hinweis: Dies ist eine von trigami vermittelte Auftragsarbeit, für welche ich ein Honorar erhalte. Konkret heisst das: Ich werde dafür honoriert, dass ich über ein Produkt oder eine Dienstleistung schreibe (und nicht dafür, dass ich positiv darüber schreibe). (Mehr Informationen)

    Nachdem ich bei Trigami jetzt 5 Anfragen (insgesamt ca. 450 Euro) abgelehnt habe, kam endlich mal wieder eine Anfrage, die hier ins Blog pass, denn vor allem in letzter Zeit hab ich euch hier ja ein paar kleine Online-Spiele mit Suchtfaktor vorgestellt (z.B. dieses und jenes). Und genau darum geht es hier auch: Ein kleines  Online-Spiel, leider ganz ohne Suchtfaktor (es lohnt sich aber trotzdem weiterzulesen)…

    Aber fangen wir mal ganz vorne an: Inspiration über drei Ecken war wohl Matt von “Where the hell ist Matt”. Wer es nicht kennt:

    Dieses Video nahmen sich wohl (unter anderem) ein paar Freunde zum Vorbild, die mit dem Zug quer durch Europa reisten. Und  dieses Video hat dann wiederum  InterRailNet.com dazu bewegt, das Spiel  “Raildance Express” zu entwickeln. Ziel des Spieles ist es, mit dem Zug möglichst weit durch Europa zu reisen und dabei mit möglichst vielen anderen Reisenden zu tanzen. Aktive Aufgabe des Spielers ist es dabei, von einem Punkt aus durch die Stadt zu laufen und im Bahnhof dann in den Zug zu steigen. Je eher man am Bahnhof ankommt, desto höher ist die Auswahl an Zügen, die einen zu verschiedenen Orten bringen (man sollte sich vorher auf der Europakarte angeschaut haben, wo man denn eigentlich hin will, denn doppelte Zielorte bringen nicht so viele Punkte und nicht überall warten viele Tänzer). Das ganze macht man dann 15 Runden (Tage) und schon ist das Spiel vorbei und man kann sich in die Highscore eintragen. Bis Ende September gibt es es wöchentlich für den Erstplatzierten ein InterRail-Ticket zu gewinnen, monatlich werden auch nochmal 4 verlost.

    Raildance Express

    Und genau dieser Gewinn wird wohl der einzige Anreiz sein, das Spiel zu spielen, denn süchtig macht es nicht, Spaß auch nicht wirklich. Hauptproblem ist, dass es wirklich 15 Runden lang exakt das gleiche ist: Erst Pfeiltaste nach rechts um “Gas” zu geben und dann auf mit der Pfeiltaste nach oben auf Koffer springen um schneller zu werden (logisch, oder?). Am Bahnhof dann noch ducken, wenn man nicht in den Zug will und fertig. Klingt viel zu einfach, ist es auch. Und die Schwierigkeit nimmt auch nicht zu, es ist wirklich 15 Runden _exakt_ das gleiche. Einzige Ausnahme ist die Kulisse, die sich minimal dem Ort anpasst, an dem man sich gerade befindet, aber Bahnhof und Musik sind immer die gleichen. Hier hätte man meiner Meinung nach viel individueller die einzelnen Städte und Kulturen herausarbeiten müssen, denn schließlich will man doch die Spieler dazu bringen, gefälligst mit dem Zug durch Europa zu fahren. Also muss ich ihm auch zeigen, was es da denn so gibt. Durch das Spiel gewinnt man den Eindruck, dass es eh überall relativ gleich aussieht…

    Hier springt nun aber glücklicherweise das  zugehörige Blog ein, welches mich viel besser unterhalten hat als das eintönige Spiel. Denn hier werden z.B. YouTube-Videos von Reisegruppen gezeigt, die ihre Europa-mit-der-Bahn-Erlebnisse dokumentieren, oder nur zeigen, wie man sich während der Fahrt  bei Laune hält. Auch Tipps zur Reservierung oder Hotelbuchungen kann man auf dem Blog finden. Und dadurch hab ich jetzt Lust gewonnen, auch mal so einen Urlaub zu machen (mein bisher einziges Erlebnis in diese Richtung war eine Zugfahrt zu einem zufällig bestimmten Ort, der mit nem Ferienticket angefahren werden konnte. Wir waren da noch nie und hatten keine Ahnung, was uns erwarten würde. Und das Schicksal meinte es verdammt gut mit uns, denn just an dem Wochenende hatte es da ein fettes Weinfest…).

    Somit das Fazit am Ende: Das Spiel mag gut gemeint sein, ist aber ziemlich lasch und schafft bei weitem nicht die Reiselust so zu wecken, wie es das Blog tut. Und wer jetzt traurig ist, dass es gar kein Sucht-Spiel gab, der kann ja einfach mal  hier klicken…

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    Man lernt ja nie aus

    03. Juli 2007 um 22:31 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    So langsam ist ja wieder Sommerferienzeit und schon hört man die Schüler brüllen: “Nie wieder Schule!”. Stimmt natürlich für die meisten nicht, denn für die gehts ja nach den Ferien weiter. Für die, die mit der Schule fertig sind heißt es dann aber oft: “Nie wieder Lernen!!!!!!!”
    Fand ich auch ganz toll, bis ich dann gemerkt hab, dass man im Studium ja auch lernen muss…
    Und als das dann auch irgendwann vorbei war (lang, lang ists her) war ich dann so schlau, dass mir klar war “Nie wieder Lernen!” gibts nicht, denn ohne Lernen steht man im Beruf (vor allem als Informatiker) irgendwann ganz schön dumm da. Aber immerhin konnte ich “Nie wieder Prüfungen!!!!!” brüllen.

    Nur ob das mal nicht gelogen war? Ab nächster Woche geht für Frau Bü und mich der Tauchkurs los, damit wir auf den Malediven in aller Ruhe die Schildkröten (und evtl. noch ein paar Fische und Korallen) begucken können. Und so sitze ich jetzt also wieder über einem Buch und lerne fleißig, um dann im Test alle (okay, 75% sind gefordert, aber wo bleibt da der Ehrgeiz?) Fragen richtig zu beantworten.
    Und nebenher wird dann noch Spring, Hibernate, JSP und VoIP-Protokolle gelernt, alles noch nicht wirklich meine Fachgebiete…

    Aber in den letzten Tagen hab ich dann noch ein paar Sachen gelernt:

    • Auch in Zeiten vor dem Streik (genauer gesagt am Freitag) darf man der Bahn NIE NIE NIE trauen. Mein Zug von Ulm nach Neuwied hatte mal wieder Verspätung, so dass meine Umsteigaktion in Koblenz mal wieder sehr gefährdet war. Dies wurde dann auch durch die freundliche Durchsage im Zug bestätigt: “Leider konnte der Zug BLABLA nicht warten, Fahrgäste in Richtung Neuwied, Köln nehmen bitte den BLABLA um 22:18). Der erste Schock: 22:18! Schließlich war es gerade mal 20:18. Ein Blick in den Reiseplan hat dann aber schnell bestätigt, dass ich nur bis 20:48 warten müsste. Aber auch das musste ich nicht, denn der Zug, der angeblich “leider” nicht mehr warten konnte war noch gar nicht da. Der hatte nämlich auch Verspätung. Erst 5, dann 10 und schließlich 15 Minuten, so dass ich nach meinem Spurt zum Gleich dort erstmal ewig verschnaufen durfte..
    • Der Support von Technorati ist klasse. Irgendwie dachte ich immer gelesen zu haben, dass die eh nie antworten und hab darum auch nie versucht die darauf hinzuweisen, dass die zwei meiner Beiträge als eigenständige Blogs führen, die bei jedem meiner Artikel in einen gegenseitigen Verlinkungswahn stürzen (Tag-Wolke sei Dank). Heute hab ich es dann doch mal probiert und 8 Stunden später wars dann korrigiert (zumindest einer der beiden, der hier ist noch da, aber ich mach da einfach nochmal Stress…). Wohoo!
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    Kurzfassung

    21. Mai 2007 um 00:16 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Sitze gerade (stimmt natürlich nicht mehr, wenn ihr das hier lest) im Zug und habe mal etwas Zeit um (dank des neuen Arbeits-Laptops, ich selber hab ja nur nen “richtigen” PC, was alleine schon ein Grund ist, um den Alphabloggerstatus verwehrt zu bekommen) mal wieder ein paar Wörter für DonsTag auf den Bildschirm zu bringen.
    Denn wenn ich mal daheim daheim bin (also bei den Eltern), hab ich besseres zu tun, als mich ums Blog zu kümmern. Aber das kennt ihr ja…
    Aber es war auch sonst viel zu viel los. So haben Frau Bü und ich das lange Wochenende mal dazu genutzt, um wieder einen großen Teil der Hochzeitsvorbereitungen in Angriff zu nehmen und jetzt sieht das alles schon ganz passabel aus, das wichtigste ist geregelt, ab jetzt kommt nur noch die Kür (ok, mal abgesehen von den Getränken, die sind nicht Pflicht, aber das sollte ja kein Problem darstellen).
    Die Einladung waren dann auch am Samstag pünktlich um 15:20 fertig gedruckt, so dass wir uns ganz entspannt dem (von den Ergebnissen) besten Bundesligafinale hingeben könnte, dass es seit langem gab. Ok, das ganze wäre noch durch ein Mainzer Wunder untopbar geworden, aber da war das Wunder einfach zu groß für…
    Nur die Spannung hätte ein wenig höher sein können, mir waren das zu wenig Schalker Tränen. Das ganze hätte man doch auch in die Nachspielzeit legen können, oder nicht?
    Naja, gut gelaunt ob des aufgrund des Saisonverlaufes mehr als schmeichelhaften siebten Platzes für den HSV (aber wenn alle anderen auch zu doof sind: Warum sollen wir nicht einmal am letzten Spieltag auch mit einem Lächeln im Gesicht abschließen?) ging es dann weiter auf eine Doppelgeburtstagsparty mit kombinierter Babybauchbetrachtung.
    Und jetzt ist eben mal kurz Entspannung im Zug angesagt, bevor das Programm dann heute Abend in Ulm weitergeht. Da steht nämlich endlich  “Caveman” auf dem Programm. Ich hab das Gefühl, dass wir die letzten Ulmer sein werden, die sich das ansehen, so lange, so lange, wie mich diese Plakate in Ulm schon begleitet haben. Mal sehen, ob ich dran denke, daheim das Startdatum zu recherchieren und hier einzufügen. Falls nicht: erinnert mich dran. EDIT: Hab dran gedacht und tippe mal auf 2002, sicher ist das aber nicht. Scheint zudem so, als wäre jetzt auch erstmal Schluss mit Caveman, aber auch da bin ich nicht ganz sicher…). Ist mir auf jeden Fall schon empfohlen werden und wird bestimmt lustig, dazu aber dann später vermutlich mehr (EDIT: Oder auch nicht, so überragend fanden wir es jetzt nicht (ein paar Lacher waren aber schon dabei), das kann man hier einfach mal ignorieren, muss meine Energien ja gezielt einsetzen…).

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    Tach, Post! 2.0: Bloginterpretation: Richard Oehm und der Stuhl

    24. März 2007 um 13:10 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    In der Koch-Werkstatt gab es vor einiger Zeit  diesen Beitrag. Im Zuge der “Tach, Post! 2.0″-Aktion habe ich mich mal an eine Interpretation des Textes gewagt.

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    Szenen einer Zugfahrt

    19. April 2006 um 23:07 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Am Freitag ging es (wie schon berichtet) nach Hause, um dort mit der Familie Ostern zu feiern (und kaum zu schlafen…).
    Und da (bei der Hinfahrt zumindest) kein Zug Verspätung hatte, können es nur meine Beifahrer gewesen sein, die mich amüsiert haben.
    Die Rollen im einzelnen:
    Vater: Ein älterer Mann, tendenziell Sozialpädagoge, Lehrer oder sowas. Birkenstockschuhe, braun-rosa-Cord-Kleidung und so einen streberhaften hellen Lederschulranzen auf dem Schoß. Dazu dieser merkwürdige Geruch nach altem Mann, den ich nicht wirklich genau definieren kann. Kein Alkohol, kein penetrantes Deo, sondern “alter Mann”-pur. Natürlich saß er direkt neben mir…
    Sohn: Schätzungsweise 15 Jahre alt (wahrscheinlich hat der Mann nur so alt gerochen…), ziemlich verpickelt und unsportliche Figur. Saß mir gegenüber (so ein Vierer-Platz mit Tisch), daneben der Platz wurde mit seiner Tasche gefüllt.

    Vater holt ein Buch mit englischen Vokabeln raus und lernt. “front”, “back”, “turn left” und andere Wegbeschreibungsangaben. Wenige Minuten später ist er in einen ruhigen Schlaf verfallen.
    Sohn kramt ebenfalls in seinem Rucksack und holt ein P.M.-Logik-Heft raus. Die Dinger hab ich früher auch mal gemacht, muss ich zu seiner Verteidigung beichten. Sohn versucht sich an einer Aufgabe, kommt aber nicht wirklich voran. Nach 15 Minuten wacht der Vater auf.

    Vater: Aufwachschnarcher mit verschrecktem Blick in alle RichtungenUnd? Schaffst du es nicht?
    Sohn: Hm…
    Vater: Ist zu schwer, gell?
    Sohn: Hmm… willst du mal?
    Vater: Ne lass, ich kann das nicht.
    Kaum sind diese Worte über die Lippen gegangen, schläft Vater auch schon wieder. Ab und an macht er seltsame Geräusche, nach denen sich Sohn peinlich berührt umschaut. Sohn hat erst einmal genug und schiebt den Stift, mit dem er das Rätsel zu lösen versuchte in die Hand des Eigentümers: Vater. Dieser lässt sich davon aber nicht von seinem Schlaf abhalten. Auch als dem Sohn nach ein paar Minuten langweilig wird und er sich den Stift wieder aus der fest geschlossenen, väterlichen Hand entreißen kann, schläft er genussvoll weiter. Sohn hat sich an eine neue Aufgabe gemacht, kommt aber auch hier nicht sonderlich weit. Als der Zug aber eine kleine Holperstrecke fährt, wacht er auf und tut wieder sehr interessiert
    Vater: Und, schwer?
    Sohn: Hm… willst du mal?
    Vater: Nein danke, ich kann das nicht.
    Sohn: schiebt wortlos das Heft und den Stift zum Vater
    Vater: schiebt es wieder zurück, ohne nur einen Blick drauf zu werfenNein, nein…
    Also verfällt Vater wieder in einen gesunden Schlaf (wie sich später herausstellt, hat er die Nacht zuvor wohl wenig geschlafen, also ist das mal gestattet), das Vokabelheft ist immer noch in seiner Hand. Als er das nächste Mal aufwacht ist es also am Sohn, interessiert zu fragen.
    Sohn: Und, kannst du alle Vokabeln?
    Vater: (verlegen) Äh, nein.. aber ich hab auch heute Nacht kaum geschlafen (sag ich doch…)
    Beschämt schauen beide aus dem Fenster. Da entdeckt der Vater etwas, was schon seit einer knappen Stunde unseren Zug begleitet
    Vater: Ach, da ist ja schon der Rhein…
    Sohn: Schon länger
    Vater: (überrascht)Ach ja?
    Sohn: (leicht irritiert)Schon. Oder? Doch, wir sind doch schon durch Mainz gefahren. Da ist doch schon der Rhein, oder ist das die Donau?
    Vater: (will seine Unwissenheit verbergen und täuscht einen Sekundenschlaf vor) Hm?
    Sohn: Welcher Fluss fließt durch Mainz: Der Rhein oder die Donau?
    Vater: (überlegen, wie es nur ein Vater sein kann) Der Main!
    Sohn: Ach so.
    Beide schauen weiter aus dem Fenster und bewundern den Rhein
    Vater: Ganz schön groß der Rhein, oder?
    Sohn: Nö…
    Beide schauen weiter aus dem Fenster und bewundern den Rhein
    Sohn: Muss nicht bald auch die Loreley kommen?
    Vater: (dem Sohn schon wieder überlegen und scheinbar seinem liebsten Hobby nachgehend) Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin; Ein Märchen aus alten Zeiten, das kommt mir nicht aus dem Sinn.
    Sohn: Die Überlegenheit des Vaters anzweifelnd Und weiter?
    Vater: (ertappt) Weiß ich nicht. Willst du es wissen?
    Sohn: Ja
    Der Vater grübelt, kommt aber zu keinem Nenner, was dem Sohn zu gefallen scheint. Plötzlich ein Geistesblitz
    Vater: Ich kann es nachgucken, soll ich?
    Sohn: Nein.
    Vater: Ach, du willst es also gar nicht wissen…
    Also starren beide einfach nochmal ein paar Minuten auf den Rhein und der Sohn fragt bei jedem größeren Berg, ob das denn nun die Loreley sei. Irgendwann kommt dann endlich besagter Felsen (zum Glück steht es dick und fett drauf) und man atmet erleichtert durch (also ich jetzt…)
    Vater: Beeindrucken, oder?
    Sohn: Nö, geh mal in die Alpen, da sehen die Berge alle so aus. Nur viel größer!
    Vater: (unbeeindruckt von der Ignoranz des Sohnes Jetzt les ich es dir aber doch mal vor.
    Sohn: (weiß nicht, wie er sich davor retten soll) Ne ne, lass nur
    Aber der Vater hat schon seinen Streberrucksack geöffnet und zückt ein kleines gelbes Reclam-Heftchen. Und so wird “Die Loreley” von vorne bis hinten rezitiert, ein Strahlen erfüllt das Gesicht des alten Mannes. Der Sohn kann sich vor Langeweile kaum halten.
    Vater (das Gedicht beendend) Und das hat mit ihrem Singen, Die Loreley getan. Schön.
    Sohn: Naja…
    Wieder vergehen ein paar Minuten mit starrem Blick aus dem Fenster
    Vater: Ganz schön hoch das Wasser, oder?
    Sohn: Ja, wegen des Tauwetters. (Er hat hier sicher nicht den Genitiv verwendet, aber was tu ich nicht alles für Daniel…) Aber hier wohnen will ich nicht.
    Vater: Aber warum denn nicht, ist doch schön!?
    Sohn: Na bis man da mal über den Berg ist, und hier unten hat man das Hochwasser. Schön ist es auch nicht.
    Vater: Naja, aber stimmt, es gibt ja nicht viel hier am Rhein. Der Rhein hat ja auch keine größere Stadt an sich, oder?
    Sohn: Ne, da ist nix.
    Vater: Düsseldorf vielleicht noch. Oder Köln?

    Und dann war meine Fahrt hier zu Ende und ich konnte das Schauspiel leider nicht bis zum Schluss genießen. Schade eigentlich…
    Bei der Rückfahrt hatte der Zug dann übrigens wieder Verspätung, dafür waren die Mitfahrer dann nicht so interessant. Irgendwas ist ja immer…

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