Als ich gestern bei Henning den kompletten Namen unseres neuen Bundesministers für Wirtschaft und Technologie gelesen hatte, hatte ich gleich die zugehörige Frage bei “Wer wird Millionär” vor Augen und konnte nicht anders, als mal schnell noch was zusammenzubasteln:
UPDATE: Die 1.000.000Euro-Frage ist dann: Welcher dieser Vornamen gehört gar nicht zu Herrn Freiherr von und zu Guttenberg, sondern wurde nur durch einen Wikipedia-Scherzbold in die breite Medienwelt getragen? Hier die Lösung.
Klingt doch nach einem spannenden Thema, oder?
Aber gibt es wirklich Auswirkungen? Merkt man an den Wikipedia-Artikeln genauso, welche Frage gerade bei WWM gestellt wurde, wie man am Wasserverbrauch der Amerikaner merkt, wann Pause im Superbowl ist?
Ich behaupte einfach mal: Ja. Ich kann auf jeden Fall von mir behaupten, dass ich öfters mal während WWM an den Rechner gehe und Wikipedia zu den Fakten befrage, um auch an ein paar mehr Hintergrundinfos zu bekommen. Allerdings bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich das wirklich während der Sendung machen sollte, oder erst so einen Tag später.
Warum? Nun, das soll das folgende Beispiel zeigen:
Am 1. Februar wurde bei Günther Jauch die Frage um 500.000 Euro gestellt: In welcher Stadt hat das Generalsekretariat von Interpol seinen Sitz?
Bis zu diesem Zeitpunkt war das im zugehörigen Artikel auf Wikipedia nicht explizit genannt, nur der allgemeine Sitz von Interpol wurde mit Lyon angegeben. Aber das wurde dann um 20:52 schnell eingefügt:
Da blieb es dann auch ganze 8 Minuten stehen, während die Kandidatin drei ihrer Joker verspielte (führte übrigens alles nicht zur richtigen Lösung, beim Publikumsjoker lag die richtige Antwort bei 9%, aber da wurde vorher auch schon wild diskutiert…). Irgendwann gabs dann Werbung und die Frage wurde an die Zuschauer vor dem Bildschirm weitergegeben, die dann anrufen und 5.000 Euro gewinnen konnten. Schlaue Zuschauer nutzen Wikipedia und füllen somit ihre Bildungslücke. Andere Zuschauer machen das gleiche, ändern aber schnell noch den Wikipedia-Eintrag um, so dass all die Wikipediagucker für eine falsche Antwort anrufen. Und so kam es dann zwischen 21:00 und 21:17 Uhr zu 18 Änderungen am Eintrag (zum Vergleich: im ganzen Jahr davor gab es 45 Änderungen). Heraus kam unter anderem das hier:
Utrecht schien der Favorit zu sein, Berlin (und natürlich auch die lustige Stadt mit “P”) standen übrigens nicht zur Wahl.
Sehr witzig auch die Erzählungen im Wikimedia-Blog dazu, nach denen bei Wikimedia wohl einige Mail von erbosten WWM-Zuschauern eingingen und wilde Verschwörungstheorien aufstellten (RTL hat das absichtlich geändert, um den Publikumsjoker zu verwirren. Äh… ja…)
Ich gucke WWM eigentlich nur, wenn ich mal bei meinen Eltern zu Besuch bin, dann aber ziemlich gerne. Warum ich das daheim nicht gucke weiß ich nicht, vermutlich fehlt einfach die Zeit, gibt ja so viele andere Serien zu gucken.
Und da bin ich jetzt mal richtig froh, dass die deutschen Sender immer mehr ihrer Sendungen ins Internet stellen, wo man sie sich dann kostenlos wieder angucken kann. Denn sonst hätte ich mich ganz schön geärgert, dass ich am Montag nicht bei meinen Eltern zu Besuch war, denn das war doch eine sehr ungewöhnliche Folge.
Die Kandidatin setzt sich versehentlich auf den Platz von Günther Jauch und merkt dies erst nach ganz schön langer Zeit, in der das Publikum und Günther Jauch ihren Spaß (“Frau Schlämmer”) haben. Aber dann ist es noch nicht vorbei, denn nun möchte Jauch auch spielen und die Kandidatin (der man die ganze Sendung lang noch anmerkt, wie peinlich ihr der Fehler ist) darf bis zur 500-Euro-Frage Moderator spielen, wobei sie immer weiter auftaut.
Sehr amüsante Geschichte, die man sich hier (wohl nur noch diese Woche) ansehen kann (ab Minute 17 gehts los).
Der Robert hat nicht nur eine klasse Idee, die ihn vielleicht reich (wenn es nach ihm geht ja wohl eher nicht) aber zumindest noch unerreichbarer machen wird (und ich sitze hier auf meiner popeligen Blog-(Er)kenner-Idee, die irgendwie niemanden interessiert…). Nein, er schreibt auf seinem Blog auch immer wieder tolle Sachen (okay, seinen Nachtvideos kann ich nicht so viel abgewinnen, aber das ist eine andere Geschichte). Und manchmal sind diese Sachen dann so toll, dass ich vor Freude wild im Zimmer rumhüpfe. Und das, obwohl er etwas gebloggt hat, was ich schon lange kannte, nur leider noch nicht in der Form.
Worum gehts? Um eine Folge der amerikanischen Ausgabe von “Wer wird Millionär”. Ich hatte da vor Jahren mal gelesen, was da unglaubliches passiert ist und dann immer wieder nach einem Video gesucht, aber nie was gefunden. Es gab wohl mal eine Seite von dem Sender mit den tollsten Videos, wo das auch dabei war, aber der Link ging nicht mehr. Auch auf archive.org nicht. Und auch als dann YouTube aufkam und sich immer weiter mit Videos füllte konnte ich es nicht finden (und das, obwohl ich ja alle Daten hatte. Namen des Teilnehmers, Datum der Ausstrahlung etc. Dummerweise hatten halt die Video-Einsteller keine Ahnung davon und so hat das Video einen eher wenig aussagekräftigen Namen). Und jetzt hat der Basic es doch einfach so gebloggt. Ohne großes Trara, als wär das das normalste der Welt…
Und weil ja nicht alle den Basic lesen (z.B. meine Eltern, die große WWM-Fans sind), gibts das Video jetzt auch hier auf DonsTag:
Und als Bonusmaterial noch den Text, den ich vor langer Zeit mal auf meinen Rechner kopiert hatte, und der als Suchmaterial diente:
Who Wants to Be a Millionaire? – 1999
On November 19, 1999, a tax collector from Connecticut walked onto the circular set of Who Wants to be a Millionaire, unaware that his life – and the genre – were about to be changed forever.
IRS agent John Carpenter, with wire-rimmed glasses and a cocky demeanor, sat in the hot seat of the quiz phenomenon having already answered two of the 15 necessary questions to reach the million-dollar grand prize. He fantasized about going to Paris with his wife if he managed to win it all. Carpenter breezed through the lower and middle tiers of questions without even considering a Lifeline. As the upper-tier questions fell in turn, viewers began to marvel at the man’s range of knowledge, not to mention his rapid-fire responses. When he answered the $500,000 question correctly while leaving all of his Lifelines untouched – becoming the first player to reach that level without use of a Lifeline – Regis was almost flabbergasted. One player had seen the million-dollar question already, but had already used their Lifelines. Could John be the one to finally cross the finish line victorious?
The final question asked about the president that appeared on the variety show Laugh-In. After looking at the questions, he giggled, and opted to finally use a Lifeline. Activating his Phone-a-Friend, he called upon his father to discuss the question. But rather than read the question and its choices, Carpenter merely remarked, “Hi Dad. I don’t really need your help – I just wanted to let you know that I’m going to win the million dollars.” Needless to say, the crowd ate it up, applauding wildly. Regis was speechless. As the phone call expired, John ended the teasing and locked in Richard Nixon as his final answer. With no need to string anyone along, Reege announced, “This is the final answer heard all around the world – He’s won a million dollars!”
Music blared. Lights flashed. Confetti fell from the ceiling. The audience cheered. Carpenter got up from his seat, took his million-dollar check, hugged his wife, and exited the stage as the first person in prime time television history to win a seven-digit prize.
Almost instantly, John became a celebrity, appearing the very next day to open up Saturday Night Live. And just as quickly, controversy flared up around John’s win. Many onlookers complained that the stack of questions he had been given were significantly easier than those of contestants past. Some cried foul, claiming that the producers dumbed down the material to ensure a winner during the show’s 18-episode run. But in May of 2000, Carpenter was brought back during a special week of the show where previous winners could return for another crack at the game. He silenced his critics again by reaching the $250,000 level the second time around – the other two millionaires at the time never got past the middle tier.
Since then, Carpenter has made a handful of appearances on the show as a panelist for one of its more recent Lifelines. His space on the panel has been very well earned.
Travis’ Take: “Who was the fifth person to walk on the moon? Go ahead, ask anyone in the room. I’ll still be here when you come back.
Done? Good. In all likelihood, no one remembered. I had to look it up myself. Eleven people have answered their 15 question stacks and won the million dollars, but John was the first. It would have been spectacular enough for John to just give his final answer, take his check and leave, secure in the knowledge that he made the production company pay for having an easy stack. Mere mortals might have done that, but this is John Carpenter we’re talking about. He did the equivalent of the Deion Sanders high-step, the Ickey Woods shuffle and the Merton Hanks chicken-dance all rolled into one, and made his triumphant phone call one of the all-time great quiz show moments. Was his packet easier than normal? Yeah, I was running a 102 fever that night and was able to answer them all. But that’s no matter, because he did it, and he outlasted the other grand prize winners in the Champions of Millionaire special in 2000. John’s was a job well done, and I’m glad he had the gumption to make it a great moment, even if others critized him for it.”
Mal gespannt, ob Robert auch so eiskalt reagiert, wenn er mit seiner Idee die Million zusammen hat…
Kurzkritik: Interessante Dokumentation über Künstliche Intelligenz, die vor allem durch die sympathische Art des ehemaligen MIT-Professorn Joseph Weizenbaum getragen wird, der den ganzen Entwicklungen sehr kritisch gegenüber steht.
Und das in meinen Augen vollkommen zu Recht. Relativ oft hab ich mir im Laufe der 90 Minuten die Frage gestellt: "Und warum genau sollte man das wollen?"
Ich hatte (auch aufgrund des Untertitels "Von Computern und anderen Menschen") eher ein breiteres Spektrum erwartet als nur die KI und musste dann bald Erfahrungen aus meinem Studium wiederholen: KI ist zwar ein Thema, für das ich mich gerne interessieren würde, aber dann wird mir doch relativ schnell langweilig. Im Studium hab ich zweimal versucht (bei verschiedenen Dozenten) die KI-Vorlesung durchzuhalten, hab es aber nie über 3 Wochen geschafft.
Und auch der Film verlor im hinteren Teil einen Teil meiner Aufmerksamkeit...