Vor längerer Zeit hatte ich mal das folgende Video gesehen, in dem die Modelle der Fußballstadien präsentiert werden, die es geben würde, wenn Katar 2022 die WM austragen würde (das in der Video-Vorschau ist übrigens doof, lasst euch davon nicht abhalten, euch die anderen 4 anzugucken).
Und ich dachte mir so: Hey, wow! Das sind ja echt mal krasse Teile. Aber Katar wird es eh nicht, da können die ja ruhig so krasse Designstudien einreichen.
Und nun wird es also tatsächlich Katar…
Da bin ich ja mal sehr gespannt, auch wenn ich denke, dass ich das bis dahin eh alles wieder vergessen habe und gar nicht merken werde, wenn da auf einmal ganz andere Stadien stehe. Und dann ist 2022 ja eh noch so weit hin, bis dahin fliegen wir dann alle mit unseren Jetpacks durch die Gegend und machen sonstiges Zukunftszeug, dass uns die Stadien dann schon wieder wie antike Bauwerke vorkommen werden.
Echt mal.. 2022… da ist Sohnvanone dann schon 12 Jahre alt und sitzt neben mir im Deutschlandtrikot, während ich nur panisch darauf achte, dass er mit der Fahne nichts umschmeisst.
Krass unvorstellbar. Katar. Soso…
PS: Das wären übrigens die Stadien gewesen, wenn Australien die WM bekommen hätte:
Gähn…
(und das nicht nur, wegen der viel schlimmeren Zeitverschiebung. Katar ist da schon ganz angenehm)
So, vergesst Kraken-Paul, ich erklär euch jetzt erstmal, warum die deutsche Mannschaft bei der WM wirklich so gespielt hat, wie sie gespielt hat.
Das hatte nämlich alles nur mit der Bekleidung von Sohnvanone zu tun.
Der trug nämlich zu den Spielen immer dieses schicke Hemd:
“Immer”? Nein, nicht immer. Das obige Foto ist einen Tag vor dem Spiel gegen Serbien aufgenommen worden. Dummerweise hat er kurz danach ordentlich seinen Mageninhalt darüber verteilt, so dass es bis zum Serbien-Spiel nicht mehr sauber wurde. Das haben wir dann natürlich sofort verloren.
Natürlich haben wir daraus unsere Lehren gezogen. Ab sofort wurde das Hemd nur noch pünktlich zum Anpfiff übergezogen, nach dem Abpfiff dann schnell wieder in Sicherheit gebracht. Ging auch alles gut. Auch beim Halbfinale, das wir dann ja doch verloren haben. Warum? Ich kann es nicht 100%ig erklären, aber ich denke mal, dass es damit zusammenhängt, dass es sich bei dem Shirt nicht um einen Original-DFB-Artikel handelt (die gab es auch, in sehr schick, aber leider auch in zu teuer und zu groß).
Und darum, hat Sohnvanone nun das hier in seinem Kleiderschrank liegen:
Ein original HSV-Body im Stil des aktuellen Auswärtstrikots, welcher dann zu den Spielen getragen wird, wodurch wir ja nur noch gewinnen können. Wächst Sohnvanone aber in dem Tempo weiter, das er bisher an den Tag legt, passt der Body vermutlich nur die Hinrunde. Aber wenn wir bis dahin nur Siege eingefahren haben, wird es sicher den ein oder anderen geben, der ihm einen größeren Rückrunden-Body spendiert, oder?
Geht es eigentlich nur mir so, oder hört man bei der zweiten Tonspur der ARD (Digital) keinen Unterschied, obwohl da der Vuvuzela-Filter eigentlich stärker sein soll?
… sind ja extrem nervig. Was aber noch viel schlimmer ist: Man kann ein Spiel nicht mehr “hören”. Ich konnte die erste Hälfte des Eröffnungsspiels nur aus dem Nebenraum hören, da ich dort mit Sohnvanone beschäftigt war und es war mir unmöglich, herauszuhören, ob es gerade spannend ist, oder nicht. Ecke? Torchance? Knapp vorbei? Tor? Bei “normalen Zuschauern” kann man das alles sehr gut an der Geräuschkulisse ausmachen, aber mit den Vuvuzelas klingt das alles exakt gleich.
Oder muss ich mein Ohr da nur mehr schulen? Gibt es da leichte Vuvuzela-Nuancen?
Weitere kurze Gedanken zum WM-Start:
Bei der Eröffnungsfeier hätte man ruhig den Ton von den Mikros der Sänger abgreifen dürfen, statt zu hoffen, dass man davon auch irgendwas über die Stadionmikrofone mitbekommt. Vuvuzelas sei dank, geht das nämlich nicht. So hat man irgendwie kaum was akustisch mitbekommen…
Auch lustig: Wenn Delling und Netzer (ich dachte, der würde durch Scholl ersetzt. Nicht?) mal gerade nichts auf dem Monitor zu zeigen haben, wird auf diesem, der dann die Sicht in Stadion verdeckt, eine andere Sicht in das Stadion angezeigt. Sehr verwirrend…
So ein Kind ist schon was komisches. Auf einmal steckt man in einer Kapsel und kriegt von der Welt drumherum kaum noch was mit. Horst Köhler ist zurückgetreten? Heute ist Feiertag? Oder Sonntag? Morgen geht schon die WM los?
Ja, morgen geht schon die WM los. Und noch nie war ich so “unvorbereitet” wie jetzt. Gruppengegner, “deutsche Termine”, teilnehmende Mannschaften… von allem keinen Plan. Aber drüber bloggen kann ich ja trotzdem, das hat mich noch nie von irgendwas abgehalten. Dabei werde ich sicher kein unkompetentes Gelaber zu den einzelnen Spielen abgeben (das kann eh keiner so gut, wie Inishmore auf seinem “unfassbar kompetenzfreien WM-Tagebuch”, absoluter Lesebefehl), sondern euch nur Zeug hier hin schaufeln, das thematisch vage passt und mir irgendwann mal vor die Füße gefallen ist.
Und zwar mach ich das jetzt alles in einem Wusch, also macht mal etwas Platz…
Gleich mal ein Spoiler vorweg, für alle, die keine Zeit für die WM haben: Brasilien wird Serbien im Finale besiegen, Deutschland scheidet gegen Frankreich im Viertelfinale aus. Zumindest, wenn man den Berechnungen von Simon Kuper und Stefan Szymanski glauben darf. Die komplette WM-Verlaufs-Prognose kann man sich hier in hübsch visualisiert anschauen. Mehr Infos und weiterführende Links gibts bei Spreeblick.
Ein wichtiger Helfer, um mir einige der oben genannten Fragen zu beantworten, ist natürlich Google. Und die haben nicht nur eine schicke Übersicht über die nächsten Spiele und die einzelnen Gruppen, wenn man nach “Weltmeisterschaft” sucht, sondern auch das “Gooooooogle” am unteren Rand (zum Durchblättern der Suchergebnisseiten) durch ein “Gooooooooal” ersetzt. Sehr witzig…
Und jetzt unterbreche ich das ganze mal für eine unglaublich tolle Werbung:
Ok, zurück zum Programm, zurück zur WM. Und die ist voll mit Vuvuzelas. Die hatte ich ja in dem sagenhaft schlechtesten Spiel des HSV in der letzten Saison live im Stadion erleben dürfen und mittlerweile sind sie auch bei uns in der Nachbarschaft ankgekommen und tröten uns den Nachmittag voll. Was also tun, wenn ein Tor fällt? Schnell das Hemd über die Ohren ziehen, damit man den Lärm nicht hört.
Und damit das nicht zu dämlich aussieht, muss man natürlich das richtige Hemd anziehen. So wie dieses hier, nur eben nicht unbedingt in der Oranje-Variante:
Ok, die Idee ist nicht neu (hab es zum ersten Mal glaub in der Zombie-Variante gesehen), aber trotzdem lustig.
“Nicht neu” ist auch das folgende Video, welches ich eigentlich bringen wollte, als der HSV im Europa-League-Endspiel gestanden hätte, wenn da nicht.. ach… reden wir nicht drüber.
Also: Stell dir vor, es ist der Tag des großen Finales (z.B. das WM-Finale Deutschland-England oder so, im folgenden handelt es sich aber nicht wirklich um ein Finale, sondern “nur” ein Championsleauge-Spiel zwischen dem AC Mailand und Real Madrid) und deine Frau schleppt dich aber genau zu dieser Zeit zu einem Poesie-und-klassische-Musik-Event. Natürlich gehst du mit ihr hin, aber dein Leben ist runiniert. Bis dann auf einmal… diese Musik… die kennst du doch… das ist doch…
Aber seht selbst, was Heineken da veranstaltet hat:
So, nachdem ich jetzt leicht abgeschweift bin, wieder zur WM 2010. Und dem wichtigsten Utensil: Dem Ball. Doch wie wird der hergestellt? Bestimmt in hochtechnisierten
Fabrikanlagen, wo am Anfang ein Klumpen Rohstoff auf das Fließband fällt und dann am Ende ein fertiger Ball rauskommt, oder? Nicht wirklich, das ganze ist überwiegend Handarbeit (Kinderhände konnte ich keine entdecken…):
Und das soll es dann auch für heute gewesen sein. Jetzt sollten wir alle auf die WM vorbereitet sein (nein, bin ich nicht, ich weiß nichtmal, wie unsere WM-Hmnye heißt, wer unsere TV-Experten sind und wann morgen eigentlich die Eröffnungsfeier ist. Die ist doch morgen, oder?). Und nun ziehet durch die Straßen und stimmet alle mit ein:
Kurzkritik: Interessante Dokumentation über Künstliche Intelligenz, die vor allem durch die sympathische Art des ehemaligen MIT-Professorn Joseph Weizenbaum getragen wird, der den ganzen Entwicklungen sehr kritisch gegenüber steht.
Und das in meinen Augen vollkommen zu Recht. Relativ oft hab ich mir im Laufe der 90 Minuten die Frage gestellt: "Und warum genau sollte man das wollen?"
Ich hatte (auch aufgrund des Untertitels "Von Computern und anderen Menschen") eher ein breiteres Spektrum erwartet als nur die KI und musste dann bald Erfahrungen aus meinem Studium wiederholen: KI ist zwar ein Thema, für das ich mich gerne interessieren würde, aber dann wird mir doch relativ schnell langweilig. Im Studium hab ich zweimal versucht (bei verschiedenen Dozenten) die KI-Vorlesung durchzuhalten, hab es aber nie über 3 Wochen geschafft.
Und auch der Film verlor im hinteren Teil einen Teil meiner Aufmerksamkeit...