Wien – Tag 5: Schönbrunn, “Mozart-Friedhof” und abenteuerliche Heimfahrt

15. Juni 2009 um 23:07 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, die Wien-Urlaubs-Nachbearbeitung neigt dich dem Ende und somit gibt es hier dann bald wieder Content, der euch auch vielleicht mehr interessiert ;-)

Zuerst wie üblich die Übersichtskarte:


Wien – Tag 5 auf einer größeren Karte anzeigen

Sofort ersichtlich: Diesmal blieb die Innenstadt (bis auf einen kurzen Tortenaufenthalt zwischendurch) von uns verschont und wir widmeten uns den Randbereichen.
Zunächst einmal Schloss Schönbrunn, welches bei einem Wien-Urlaub ja nicht ausgelassen werden darf.
Warum dem so ist, weiß ich nicht genau, denn Belvedere war eigentlich viel schöner und die Führung im Inneren erinnerte sehr stark an die Führung im Sissi-Museum. Eigentlich könnte man sich Schönbrunn also sparen, aber dann käme man ja nicht auf so viel Wegstrecke, schließlich ist das Schönbrunner Areal nochmal riesig und lädt zum Wandern ein.

Am Anfang wird es aber erst einmal kompliziert, wenn man sich aus den zig verschiedenen Eintrittskarten-Kombipaketen (Imperial Tour, Grand Tour, Class Pass, Classic Pass light, Gold Pass, Sissi Ticket, teilweise um Einzelpakete erweiterbar) eins aussuchen muss. Glücklicherweise war die Schlange lang genug. Wobei wir am Ende dann doch ein eigenes Süppchen haben wollten (Classic Pass light, aber mit Führung statt Audio Guide), was dann überraschenderweise kein Problem war.

Da in diesem Paket der Irrgarten mit dabei war, ging es da dann (nachdem die Führung mitgemacht wurde) auch gleich rein:

1_schoenbrunn

Aber kaum drin, waren wir auch (ich nach einer, Frau Bü nach zwei Sackgassen) auf der Plattform angekommen. Ein Pups von einem Labyrinth, vor allem im Vergleich mit dem Maislabyrinth hier in Ulm. Der Einzelpreis von 2,90 Euro ist da mal ganz schöner Wucher, aber ok, wenn da auch mal Sissi durchgelaufen ist…

Weiter gings an dem Brunnen vorbei (ab jetzt also nur noch unterbelichtete Bilder, bzw. was ich davon noch einigermaßen retten konnte) und hoch zur Gloriette. Und gleich das System erkannt: So flach Wien auch ist, Schlösser werden immer an Bergen gebaut. Örks…

Hat natürlich auch seinen Sinn, denn so hat man dann von ganz oben (auf der Gloriette) einen super Blick über die Schloßanlage und die gesamte Stadt:

2_gloriette

Das Panorama gibts hier in groß.

Runter gings dann an der römischen Ruine (“Fake!”) vorbei und durch den Kronprinzengarten, der schließlich auch im Paket mit drin war (und der den Einzelpreis von 2 Euro auch nicht wirklich wert ist).

3_brunen_kronprinzgarten

Nun gabs die schon angemerkte Tortenverstärkung und dann war die Urlaubszeit auch schon fast vorbei. Auf dem Weg zum Flughafen machten wir schnell nochmal einen Stop beim St. Marxer Friedhof, der ab und an auch “Mozart-Friedhof” genannt wird, weil dort eben (irgendwo) Mozart liegt.
Eigentlich müsste hier ja der Zentralfriedhof auf dem Plan gestanden haben, aber Fluffi und Caro hatten uns vor unserem Abflug noch erzählt, dass der nicht so toll war, wie sie sich erhofft hatten (halt nur “groß”) und die lieber einen romantisch verfallenen Biedermeier-Friedhof, wie eben St. Marx gesehen hätten. Und das wollte ich dann auch lieber sehen.

4_friedhof

Für den Zentralfriedhof hätte die Zeit auch nie gereicht, denn wir hatten gerade einmal 30 Minuten, was effektiv 10 Minuten Friedhofszeit entsprach. Beim nächsten Mal gucken wir uns den wohl nochmal in Ruhe an, das war schon etwas merkwürdig, mit dem Reisezeug bepackt über Teile des Friedhofs zu hechten und schnell mal ein paar Blicke zu erhaschen (zum Mozartgrab haben wir es gar nicht erst geschafft).

Mal kurz noch zum Zentralfriedhof: Man liest und hört ja gerne, wie groß der doch ist. Und wenn man so auf den Stadtplan guckt, sieht der auch schon groß aus, aber wie groß der wirklich ist, kann man da auch nur grob abschätzen, weil man halt Wien und seine Größe auch nicht kennt und daher keinen guten Vergleich hat.
Ich hab daher mal den Friedhof im gleichen Maßstab (auch wenn es nicht so aussieht) neben mein Heimatdorf (knapp über 3000 Einwohner) gelegt und begann dann langsam zu begreifen, wie groß der ist. Das rot umrahmte ist unser Dorffriedhof:

7_vergleich

Da muss man dann doch etwas mehr Zeit für einplanen.

Apropos “Zeit einplanen”, handeln wir schnell den Rückflug an und kommen dann zu der abenteuerlichen Fahrt von München nach Ulm.

5_rueckflug

Beim Rückflug gabs diesmal keine Probleme mit der Erfüllung unseres Sitzplatzwunsches, obwohl die Maschine diesmal sogar ziemlich voll war. Dekorativ neben dem Speibsackerl übrigens der “schwarz-auf-weiß”-Beweis, dass der HSV es in meiner Abwesenheit tatsächlich noch auf Platz 5 geschafft hatte (hatte das bis dahin nur über SMS erfahren). Lustig auch, dass die überall dabei schreiben, welcher Österreicher wie lange mitgespielt hat…

Aber nun zur Rückfahrt. Zunächst mal sei angemerkt, dass wir von Wien nach München ungefähr so lange brauchten, wie vom Münchner Flughafen zu unserem Auto am anderen Ende von München. Preislich hat es sich auch nicht so viel gegeben (ok, das ist etwas übertrieben, aber dann doch traurig nahe an der Wirklichkeit). Und von München nach Ulm, also das hat dann nochmal eine halbe Ewigkeit gedauert (das nächste Mal fliegen wir definitiv wieder von Stuttgart, auch wenn wir da nette Übernachtungsgastgeber verpassen).

Aber von vorne: Schon bei der Abfahrt war klar, dass der Sprit nicht bis nach Ulm reichen würde, aber man tankt jetzt ja nicht an der erstbesten Haltestelle, sondern fährt halt auch mal ne Weile mit nem halb- bis viertel-leeren Tank, spart schließlich Sprit.
Irgendwie führten dann diverse Autobahnwechsler aber dazu, dass keine Tankstelle mehr kam (oder haben wir doch eine übersehen) und als die Restkilometeranzeige der 50 immer näher kam, hielt ich es doch mal für eine gute Idee, das Navi zu befragen, wann denn die nächste Tankstelle kommen würde. Direkt an der Autobahn war dann auch nix mehr erreichbar, aber Odelzhausen war keine 10 Kilometer entfernt und der Umweg war auch Minimal. Perfekt.

Also in der Theorie. In der Praxis durchbrach dann dummerweise ein LKW kurz hinter Odelzhausen die Autobahn, so dass die beidspurig zwischen Odelz- und Adelzhausen gesperrt werden musste. Und so ging es dann Meter für Meter im Schritttempo Richtung rettende Tankstelle. Trotz spritsparender Maßnahmen, ließ es sich die Restkilometeranzeige allerdings nicht nehmen, immer weiter zu sinken und uns dann bei “10km” endgültig den Angstschweiß auf die Stirn treiben zu lassen. Irgendwie haben wir es dann aber doch noch geschafft (bei der Abfahrt war dann noch der Kreisel der direkt zur Tankstelle führte halb gesperrt, glücklicherweise wurde der Autobahnverkehr dann einfach gegen den Uhrzeigersinn durch den Kreisel geschickt. Ich glaube wenn wir da stehen geblieben wären, hätten wir uns wenig Freunde gemacht…) und jetzt war uns jeder Preis Recht, die Kiste mal wieder so richtig voll zu tanken (55 Liter passen wohl rein).

6_tankstelle

Da “fuhr” es sich die restliche Umgehungsstrecke doch gleich viel entspannter (schneller ging es dadurch aber trotzdem nicht).

Irgendwann kamen wir dann auch in Ulm an und somit endet die Wien-Geschichte hier…

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Wien – Tag 4: Das mittelalterliche Wien + Wien bei Nacht

11. Juni 2009 um 21:19 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Puh, so eine Urlaubs-Aufbereitung kostet echt mal Zeit. Heute den kompletten Feiertag damit verbracht die Fotos des vierten Tages zu sichten, auszusortieren (50:50), die Raw-Daten zu bearbeiten, alles zu verschlagworten, auf Flickr und Google-Maps zu stellen und dann diesen Blogbeitrag zu schreiben. So hat man dann quasi doppelt so lange vom Urlaub…

Und so sah der vierte Tag dann aus:


Wien – Tag 4 auf einer größeren Karte anzeigen

Los ging es auf der Freyung, hier sind wir vorher schon jeden Tag mehrfach auf dem Weg vom Hotel zur Stadt und zurück vorbeigelaufen, daher war uns der Platz ans ich schon bekannt (und die paar Marktstände da drauf waren jetzt auch nicht so berauschend). Aber wenn man sich das dann mal planmäßig anschaut, fallen einem dann doch noch ein paar tolle Sachen auf, wie der “bis auf Widerruf gestatteter Durchgang”, der uns in die wunderschöne Freyung Passage brachte, die gegen Ende dann mit dem sechseckigen Hof aufwartete. Sehr schön!

freyung

Danach dann noch über den Markt “Am Hof” geschlendert (das ist der Markt auf dem zweiten Foto von oben in der rechten Spalte), der dann schon deutlich interessanter war. Vor allem einen Stand mit lauter altem Metallspielzeug hätte ich fast leer kaufen können, wenn das ganze Geld nicht schon für Torten drauf gegangen wäre. So hat es nur noch für einen praktischen Multiplizier-Affen gereicht, den wir RoKe als Dank fürs Meerschweinsitten mitbrachten.

Danach gings dann zum Stephansdom um dort eine Führung durch die Katakomben mitzumachen. Neben einigen Särgen, unglaublich großen Mengen an aufeinandergeschütteten oder fein säuberlich geputzten und gestapelten Knochen gabs dann auch die Metallbehälter mit den konservierten Innereien der Habsburger zu sehen. Da das Ende der Führung dann außerhalb des “Steffls” war und uns das kurz gesehene Innere des Doms auch nicht so überzeugte (da hatten wir schon deutlich eindrucksvolleres gesehen (vermutlich, weil der gotische Stil zu ähnlich mit dem Ulmer Münster ist), gings dann auch nicht mehr zurück, sondern weiter zur Ankeruhr.

stephansdom

Die funktioniert so, dass jede Stunde eine andere Figur vor dem Zeitstrahl langläuft und mit ihrem Schild (auf dem die Stunde steht) auf die Minutenzahl zeigt.
Und um Punkt 12 gibts dann zur Feier der Tagesmitte eine Parade, in der alle Figuren in passender Musik zu sehen sind.
Klingt erstmal super, aber da die Figuren es überhaupt nicht eilig haben, dauert das ganze eine ganze Weile und kann den Spannungsbogen nicht wirklich lange aufrecht erhalten.
Wie haben uns dann vorzeitig verabschiedet…

akeruhr

Nächstes Ziel war die älteste Kirche Wiens (11 Jh.): Die Rupertskirche. Leider war die Samstags nicht zugänglich (außer Abends zur Messe, aber das musste ja nicht wirklich sein), so dass wir sie nur von außen zu Gesicht bekamen. Aber auch das hat sich schon gelohnt, da sie durch die Efeuumrankung sehr gemütlich aussah:

rupertskirche

Und obwohl wir jetzt schon unendlich viele Kirchen gesehen hatten, gab es immer noch mehr, die besucht werden wollten. Da hätten wir (die beiden oberen in der linken Spalte) die griechische Kirche beim Grichenbeisl und dann (die mittleren beiden rechts und das untere links) die Jesuitenkirche. Rechts oben gehts durch die Seitenstettengasse, die von zwei maschinengewehrbewaffneten Polizisten überwacht wurde. Warum dies so ist, kann man in diesem Wikipedia-Artikel nachlesen. Dort steht dann auch, dass dieses Viertel “Bermudadreieck” genannt wird, was Frau Bü sicher bestätigen kann ;-)

mehr_kirchen

Unten rechts dann noch das Mozart-Haus (das einzige noch erhaltene der 11 Häuser, in denen Mozart mal gelebt hat).
Und nachdem jetzt fast alles in der Wiener Innenstadt abgearbeitet war (der letzte Tag war für entferntere Ziele eingeplant), durften wir unseren Füßen mal eine längere Pause gönnen, was wir im Stadtpark dann auch taten.

pause_im_stadtpark

Danach ging es dann zurück zum Hotel, wo wir aber vorher noch schnell die Votivkirche direkt gegenüber mitnahmen, an der wir jetzt Tag für Tag vorbeigelaufen waren, ohne mal einen Blick ins Innere zu werfen (stand halt nicht auf dem Plan…). Dank der tiefstehenden Sonne gabs dann auch sehr nette Spielereien mit den bunten Fenstern:

votivkirche

Unten rechts der Mann mit dem fehlenden Kopf gehört allerdings nicht zur Votivkirche. Den fanden wir nach einer kurzen Pause im Hotel (ja, wir hatten schon die Pause im Park, aber der Abend sollte diesmal etwas länger werden, darum war das erlaubt…) an der Kirche “Maria am Gestade”. Für die Innenansicht blieb aber keine Zeit, denn Frau Bü musste uns nochmal mehr oder weniger souverän durch das Bermudadreieck führen, da wir uns da am morgen nicht nur ein Kino ausgesucht hatten, in dem wir uns die Zeit mit “Illuminati” (meinen Kommentar dazu gibts bei Bullion) vertrieben, sondern auch noch ein lecker Mongolian-Barbecue Restaurant gleich in der Nähe, in dem wir danach dann ganz alleine die verschiedensten Fleischsorten grillen ließen.

Warum das ganze Zeitspiel? Na um dann nach Sonnenuntergang noch in der Innenstadt zu sein und (fast) alles bisher gesehene nochmal im Dunkeln zu sehen.

wien_bei_nacht

Fazit: Mit einer optisch ansprechenden Beleuchtung haben es die Wiener nicht so, die machen einfach nur hell. Ausnahme ist das Rathaus, das wirklich sehr schön beleuchtet ist.

Danach dann die letzte Nacht im Hotel verbringen. Bei dem handelte es sich übrigens um die Hotel Pension Franz, die einen sehr gemütlichen Empfangs- und auch Frühstücksraum hatte.

hotel_pension_franz

Die Zimmer waren dann Standard, aber gut. Und auch Preis und Lage passten. Würde ich also nochmal hin.

Mehr Bilder in hoher Auflösung wie immer im zugehörigen Flickr-Set.

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Wien – Tag 3: Hofburg und viele Kirchen

10. Juni 2009 um 11:49 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, nach kurzer Pause gehts nun mit dem Wien-Urlaub weiter. Zunächst wie immer unsere Tour:


Wien – Tag 3 auf einer größeren Karte anzeigen

Los ging es in der Hofburg, bei der wir eigentlich die “Morgenarbeit” (also das Training) der spanischen Hofreitschule anschauen wollten. Das “öffentlich” hatten wir irgendwie als “kostenlos” interpretiert, dem war aber nicht so, was wir erst bemerkten, als wie in der immer länger werdenden Schlange fast ganz vorne standen und 12 Euro für Dehnübungen war uns dann doch zu viel.
Also gleich weiter ins Sissi-Museum in der Hofburg. Dazu muss man anmerken, dass ich mich nicht erinnern kann, jemals einen Sissi-Film gesehen zu haben, was ich bisher auch nie bereut hatte. Aber die Führung (lohnt sich auf jeden Fall) war dann so nett (ich war übrigens der einzige Mann in der Gruppe, mal vom Führer abgesehen), dass ich das jetzt doch mal nachholen will. Allein, um die Kulissen wiederzuerkennen, ist ja schon was anderes, wenn Filme an Orten spielen, wo man schon war (deswegen will ich auch noch “Der Dritte Mann” sehen, obwohl wir uns die Kanalbesichtigung gespart haben, vielleicht ja das nächste Mal…).
Nach dem Sissi-Museum ging es dann noch in die Silberkammer (war halt im Preis mit drin), durch die wir dann am Ende nur noch zielstrebig zum Ausgang gespurtet sind, da Silberteller, Besteck und Porzellangeschirr jetzt nicht wirklich so lange einen Spannungsbogen aufrecht erhalten kann (ok, bei mir war schon nach der zweiten Gabel Schluss…).

Zeit also, sich den großen Hofburgkomplex mal von Außen anzusehen:

hofburg

Weiter ging es dann mit der Tour “Das Herz der Kaiserstadt” aus unserem Reiseführer (zu der natürlich die Hofburg schon gehörte) und so ging es für uns dann in einige Kirchen:

kirchen

Da hätten wir oben links die Michaelerkirche, daneben die Dreifaltigkeitssäule. Dann links (und rechts dieser schmale Platzhalter) die Peterskirche und auf den beiden unteren Bildern in der rechten Spalte die Augustinerkirche mit einer Gesamtansicht des Grabmals, das ich euch hier ja schon gezeigt hatte.

In der Augustinerkirche gibt es übrigens die Herzgruft, in der die herzen der Habsburger liegen. Die haben wir aber nicht besucht, wir haben uns mit den eingelegten Gedärmen in der Gruft unter dem Stephansdom zufrieden gegeben (dazu an einem anderen Tag mehr). Auch die Kapuzinergruft, in der dann die restlichen Teile liegen, haben wir nur bis zum Kassenhäuschen gesehen. Eine Gruft reicht…
Weiter ging es dann durch den Burggarten (bei dem wir dann doch mal eine Bank nutzten, um unseren Füßen eine Erholung zu geben) zum Naschmarkt, von dem wir dann aber ziemlich enttäuscht waren.
Vielfalt wurde uns versprochen, aber irgendwie hatte jeder Stand das gleiche: Wasabi-Nüsse und Trockenobst. Ok, das haben wir dann auch gleich beides gekauft (aber nicht bei einem der aggressiven Stände, die die penetranten Straßenverkäufer in Sri Lanka oder Ägypten erinnerten), aber irgendwie hatten wir da deutlich mehr erwartet.

Nunja, weiter ging es zur Karlskirche, die am vorherigen Tag ja dummerweise zu war, als wir davor standen. Nun war sie offen und nach einem nicht direkt günstigen Eintritt erwartete uns folgender Anblick des Decken-Fresko:

decke_karlskirche

Unser etwas älterer Reiseführer sagte dazu:

 

Während der Restaurierungsarbeiten (voraussichtliches Ende 2006) bringt ein Lift Besucher bis zu den Fresken in die Kuppel

Wikipedia meint zu dem “2006″:

 

Derzeit (bis etwa 2010) sind die Fresken in der Kuppel der Karlskirche über einen Panoramaaufzug zugänglich, der Besucher gut 32 Meter über Bodenniveau hebt; von dort aus ist auch der Zugang zur Laterne möglich.

Nun gut. Zum Einen ist es natürlich schade, dass man die Fresken nun nicht mit einem Blick sehen kann, sondern immer was im Weg ist, zum Anderen hat man natürlich selten die Gelegenheit, so ein Kunstwerk mal direkt aus der Nähe zu betrachten. Ok, das kommt jetzt nicht wirklich gegen die Höhenangst der Frau Bü an, die es auf der Plattform auch wegen der dort angebrachten Warnschilder nicht lange aushielt.
Aber auch mir wurde es auf dem letzten Abschnitt hoch in die Laterne etwas mulmig. Das Schild am Aufgang sagte etwas von “nicht mehr als 10 Personen gleichzeitig”, was aber von unten nicht wirklich abzählbar war. Die dort genannte Aufsichtsperson war auch nicht vorhanden, so dass man es halt einfach drauf ankommen lassen musste. Wohliger wurde mir dann auch nicht wirklich, als mir eine Gruppe von fülligeren Frauen entgegen kam, die das Gerüst doch ganz schön in Bewegung brachten. Naja, also schnell Fotos geschossen (die Aussicht über Wien von ganz oben ist übrigens aufgrund der Gitterfenster nicht wirklich berauschend, da hab ich deutlich besseres gesehen. Hab darum auch nur ein Bild von den Geldhaufen gemacht, die ganz oben auf den Fenstersimsem liegen) und dann nix wie runter auf den sicheren Boden.
Aber als Fazit fand ich es dann doch mal was besonderes, vor allem dieser Taube gang ganz oben (die mich in der Peterskriche schon faszinierte, oben bei den Bildern sieht man sie da auch ganz klein) mal so richtig Nahe zu kommen. Wer also vor 2006 2012 noch nach Wien kommt und mit Höhenangst kein Problem hat, sollte sich das mal angucken.

karlskirche

Enttäuscht vom Nachmarkt, verärgert über den viel zu kleinen und viel zu teuren Topfen-Strudel direkt daneben und verängstigt von der Höhe, musste Frau Bü jetzt erstmal aufgebaut werden. Und wie könnte man das besser machen, als mit einem Besuch der Geschäfte in den Ringstraßen-Galerien? Schließlich musste ja eh eine neue Handtasche her.
Die war dann auch bald zur großen Freude gefunden, nur leider nur noch in braun (statt schwarz) auf Lager. Naja, egal, braun tuts auch, dann muss halt irgendwann nochmal eine schwarze gekauft werden, Handtaschen kann man ja nie genug haben. Nach abgewickeltem Kauf, sollte es dann wieder raus aus den Gallerien gehen, doch als wir am Schaufenster eben “unseres” Ladens vorbeikamen, fiel Frau Bü dann gleich eine Schaufensterpuppe ins Auge, die “ihre” Handatsche trug. In schwarz! Also schnell wieder rein in den Laden und nett gefragt, ob die Puppe nicht auch ohne die Handtasche glücklich ist. Nach kurzer Bedenkzeit wurde dem dann zugestimmt und wir konnten die Taschen tauschen. Doch hui, beim Blick auf den Kassenzettel der braunen Tasche guckte die Verkäuferin ungläubig und fragte, ob wir die heute gekauft hätten. Ja, hatten wir, vor wenigen Minuten, ein Stock höher. Ja huch, da ist wohl was falsch gelaufen, denn eigentlich hätte es da 20% drauf geben sollen.
Und so kam es dann, dass wir wieder aus dem Laden gingen, diesmal aber mit der Handtasche in der richtigen Farbe und mehr Geld im Geldbeutel. Und schon war Frau Bü kuriert.
Da konnte ihr auch die “Mozart-Mafia” nichts mehr antun: Überall lauerten Männer in Mozart-Kostümen, die einem Tickets für eine Musik-Veranstaltung aufdrücken wollten. Schon etwas nervig…

innenstadt

Nach einem sehr leckeren türkischen Abendesssen direkt neben unserem Hotel wartete ich dann noch die “blaue Stunde” ab, um mich mit der Kamera mal der Votivkirche (auch direkt beim Hotel) anzunehmen. Von da sah ich dann in der Ferne eine andere schön beleuchtete “Kirche”, die sich aus der Nähe dann (die blaue Stunde war mittlerweile schon vorbei, ohne gescheites Stativ (hatte nur ein Miniteil dabei, gelegentlich musste dann mein Schuh aushelfen) dauerte das alles doch etwas länger) als Rathaus entpuppte. Trotzdem schön…

nachts_in_wien

(Das “Hotel Regina” war übrigens nicht unser Hotel (zu dem dann am letzten Tag mehr), war einfach nur nett beleuchtet)

Mehr Bilder in hoher Auflösung wie immer im zugehörigen Flickr-Set.

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uxori_optimae

UXORI OPTIMAE

04. Juni 2009 um 22:24 von donvanone

uxori_optimae

Der dritte Wien-Tag ist fototechnisch endlich auch durchgearbeitet (Blogbeitrag kommt dann hoffentlich morgen) und so gibt es heute das traditionelle Extra-Foto im Bilderrahmen (Hier auch in Groß). Heute: Das Grabmal von Erzherzogin Marie Christine in der Augustinerkirche (mehr Infos und Fotos)

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wie_alte_postkarte

Wie(n) eine alte Postkarte

01. Juni 2009 um 17:52 von donvanone

wie_alte_postkarte

Blick vom Donauturm. Hab bei der Nachbearbeitung ein wenig zu stark an den Reglern gedreht und jetzt sieht es irgendwie genauso aus, wie die Postkarten aus den 70er Jahren (oder so), die man bei der Oma auf dem Speicher findet.
Hier fällt mir jetzt auch erst die unterschiedliche Färbung der beiden Donau-Kanäle auf…

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Wien – Tag 2: Staatsoper, Wiental, Donau und Prater

01. Juni 2009 um 17:48 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, weiter gehts mit Tag 2 des Wien-Urlaubes, hier zunächst die Tour mit wichtigen Etappen als Bildern:


Wien – Tag 2 auf einer größeren Karte anzeigen

Los ging es in der Wiener Staatsoper, die nur an diesem Tag bei der “10 Uhr”-Führung auch einen Gang auf die Bühne versprach. Und diese Führung kann ich nur jedem empfehlen, das sah da nicht nur alles äußert riesig und prunkvoll aus, es gab auch noch etliche unglaubliche Informationen. Z.B., dass dort wegen der täglich wechselnden Vorstellungen und der Proben für Stücke weiter vorausliegender Tage zweimal am Tag die Kulisse komplett ab- und aufgebaut wird, wobei die in schöne kleine Teile zerlegt werden muss, da sie nicht in der Oper, sondern 3km entfernt gelagert werden muss. Oder aber, dass die Oper im Jahr so viel Strom wie eine 30.000-Einwohner-Stadt verbraucht und daher 2 eigene Kraftwerke hat.
Aber allein für den imposanten Eindruck, den der Zuschauerraum bietet, hat sich das schon gelohnt. Ok, das hätte man auch billiger haben können, denn täglich werden da Stehplatzkarten für 3 Euro verkauft. Dabei muss man dann aber nicht nur während der mehrstündigen Oper Stehvermögen beweisen, sondern auch davor beim mehrstündigen Anstehen an der Kasse. Das war dann irgendwie nichts für uns, aber irgendwann kommen wir sicher mit einer Sitzplatzkarte wieder…

staatsoper

Jeder Sitz hat übrigens (sieht man unten rechts) ein kleines Display, auf dem man sich den gerade gesungenen Text in verschiedenen Sprachen anzeigen lassen kann.

Weiter ging es dann mit einem kurzen Abstecher zum Nachmarkt, um zu prüfen, ob der am Feiertag wohl zu hat (hatte er) und dann zur Karlskirche, die zu der Zeit aber auch zu hatte. Das Wien-Museum hatte dann immerhin offen, hat uns aber nicht interessiert.
Also direkt weiter zum Stadtpark, in dem man dann endlich auch mal den Fluss sieht, der der Stadt Wien den Namen gegeben hat:

stadtpark

Von da ging es dann ausnahmsweise mit der U-Bahn weiter, was aber nicht verhindern konnte, dass dieser Tag mit fast 20km Laufweg der längste Marsch des Urlaubs wurde. Neben schmerzenden Füßen kamen da dann immer mehr auch Rückenschmerzen dazu. Man wird alt..
Naja, mit der U-Bahn ging es dann auf jeden Fall zur alten Donau, wo sich der gesamte obere Strandbereich (über 1km) als abgesperrtes Strandbad herausstellte, so dass wir da außer einen grünen Hecke nicht wirklich viel zu sehen bekamen. Ich kann daher Nachahmern nur empfehlen, durch den Donaupark zum Donauturm zu gehen, da wird dem Auge (wir wir dann von oben vorm Turm aus sehen konnten) mehr geboten.
Das Café am Fuße des Turmes kann ich übrigens nur empfehlen, das ist preislich tatsächlich in Ordnung und die Torten waren sehr sehr lecker (ich glaub die besten des Urlaubs, Frau Bü sieht es aber nur auf Platz 2). Hier hab ich dann auch in einer herumliegenden Zeitung von der UEFA-CUp-FInal-Niederlage von Bremen erfahren. Da läuft es sich dich gleich viel beschwingter weiter…
Vom Turm aus planten wir dann auch die weitere Route, kurz hinter dem Turm ging es über die Brücke auf die Donauinsel, die eine gigantische Grünanlage mit Strand auf beiden Seiten darstellt und (wie auch schon das Strandbad und sicher auch die in der Nähe gelegene Schwimmbad-Insel “Gänsehäufel“) von Menschen rege befüllt war (Feiertag und gutes Wetter, klar).

donau

Von da dann die Skyline der UNO-City bewundern und über die Reichsbrücke weiter zum Prater, wo wir und die Fahrt auf dem Riesenrad natürlich nicht haben nehmen lassen, von den restlichen Achterbahnen und so hielten wir uns aber fern, es musste ja weitergehen.

prater

Hinter dem kleinen “Volksprater” liegt der große “eigentliche” Prater, der sich wieder als riesige Grünfläche mit unendlich vielen Menschen (meist leicht bekleidet und auf Handtüchern liegend) herausstellte. An mangelnden Naherholungsgebieten kann sich ein Wiener ganz sicher nicht beklagen, das ist echt mehr als vorbildlich. Untermalt wurde das ganze dann noch von rhythmischen Samba-Trommelern. Sehr schön.

Aber dann irgendwann auch wieder vorbei und schwups, standen wir auch schon vor dem Hundertwasserhaus. Gegenüber in der “Hundertwasser Village” konnte man dann auch eine Toilette im Hundertwasser-Stil bewundern, was jetzt aber nicht der Riesenbrüller ist. Da lohnt sich das KunstHausWien dann mehr, welches auch im Hundertwasser-Stil gehalten ist und eben auch seine Bilder ausstellt. Sehr schick, auch wenn der Typ mit in dem dort gezeigten Video doch irgendwie sehr strange vorkam…

hundertwasser

So, in der “restliche Bilder”-Collage gibts dann jetzt auch noch ein paar Bilder von der Karlskirche, mehr dazu aber an einem anderen Tag, als die dann auch mal offen hatte als wir da waren. Außerdem ein Blick in das Schaufenster der Hofzuckerbäckerei Demel und das vom Seifenladen Lush, der sicher auch was für Ke wäre…

rest

Abens gab es im Hinterholz (sehr netter Biergarten) dann nochmal ein kulinarisches Highlight. Und damit meine ich nicht mein Wiener Schnitzel (musste einmal im Urlaub ja sein), sondern Frau Büs “Alt Wiener Tafelspitz” mit Cremespinat, Rösti und Apfelkren. Für alle Nicht-Bayern und Nicht-Österreicher: “Kren” ist Meerrettich. Und Apfelkren dann eben Apfelkompott mit Meerrettich (Hier gibts Rezepte). Die Kimbo klingt irgendwie gewagt, aber geschmacklich war es echt perfekt, eine sehr empfehlenswerte Kombination, wird von uns sicher noch nachgekocht. Lecker, lecker, lecker

abendessen

Mehr Bilder in hoher Auflösung wie immer im zugehörigen Flickr-Set.
(Dazu mal kurz meine Strategie: Die Fotos auf der Google-Karte sind mehr ortsbeschreibende Fotos, also “da waren wir”, die Fotos hier im Blog sind dann dazu da, das im Text beschriebene zu bebildern und auf Flickr gibts dann nur die “schönsten” Bilder, also nicht die typischen Urlaubsschnappschüsse, sondern besonderere Aufnahmen. Es kann also Fotos geben, die nur in einem der drei Orte zu finden sind, es gint aber auch Überschneidungen)

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Wien – Tag 1: Westlicher Ring und Belvedere

29. Mai 2009 um 11:05 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

wien

Nachdem wir am Tag zuvor schon nach München gefahren waren, um dort bei Fluffi und Caro zu übernachten, ging es um 5:20 dann schon wieder von der bequemen Couch runter, zack in die Straßenbahn (18 Euro für zwei Personen zum Flughafen, unglaublich…) und husch husch zum Schalter von AirBerlin. Geflogen sind wir nämlich (wie Fluffi und Caro vor kurzem übrigens auch) mit Niki, der zweiten von Niki Lauda gegründeten Fluglinie (die erste heißt Lauda Air, was aber nicht die letzte gewesen sein muss, denn schließlich hat Niki mehr als einen Vornamen, da geht also noch was).

An den Check-In wurden wir dann freundlich gefragt, ob wir lieber “Gangplatz und den daneben” oder “Fensterplatz und den daneben” hätten. Wir entschieden uns dann für “Fenster und den daneben” um dann im Flieger festzustellen, dass wir die einzigen Personen in der 6-Sitz-Reihe waren (Reihe 13, ich dachte sowas gibt es in Flugzeugen nicht?) und von diesen 6 Plätzen genau die “Fenster und die daneben”-Plätze nicht vergeben waren. Ja, wir hatten die beiden Gangplätze bekommen. Sehr sehr merkwürdig. Aber da ja ringsum alles frei war, war das nicht wirklich tragisch, konnten uns so dann auch noch aussuchen, an welchem Fenster wir denn sitzen wollen…

Während dem Flug (Wir starten, bitte angeschnellt bleiben – Hier, lecker Essen – Oh, Landeanflug: Bitte wieder anschnallen) hab ich Frau Bü dann mal schnell instruiert, was wir in Wien eigentlich alles so erleben werden. Dafür hatte ich alle Sehenswürdigkeiten aus dem schon erwähnten Reiseführer schon auf einer Karte in Google Maps zusammengestellt und das ganze mit weiteren Excel-Tabellen ergänzt, auf denen Öffnungszeiten, Eintrittspreise und sonstige besondere Vorkommnisse vermerkt waren. Da war der Reiseführer allein zu unübersichtlich, unaktuell und taktisch unklug (z.B. lag die Ankeruhr eher am Ende der Tagestour, aber nur um 12 Uhr passiert da was besonderes. Ok, so toll ist das dann auch nicht, wie wir feststellen durften, aber ausgeklügelt war die Originaltour halt nicht…).
Und da ich fürs Fotografieren zuständig war, ging das Amt des Kartenlesers und Richtungsvorgebers an Frau Bü, die sich da erst noch einarbeiten musste. Ein Zettel ging für immer verloren, das Verschwinden eines anderen haben wir gerade so noch rechtzeitig bemerkt und ihn dann noch in Sichtweite auf dem Boden ausmachen können. Aber ok, hat ja alles gut geklappt und wir haben und auch fast nie verlaufen (nein, eigentlich nie, das waren ja nur immer noch unvermerkte Extratouren, die Frau Bü speziell für mich entwickelt hat oder so…)

der_stadtplan

Und so sah unsere Tagestour dann aus (die kleinen Bilder lassen sich anklicken und sind dann etwas größer zu sehen, ein Link führt da dann weiter zu einer noch größeren Version):


Wien – Tag 1 auf einer größeren Karte anzeigen

Eigentlich sollte es nur die Tour “Die westliche Ringstraße” aus dem Reiseführer werden, ein entspannter Einstieg, der auch noch direkt vor dem Hiotel anfing (ok, eigentlich endete er da eher, aber wir sind ja flexibel).

An der Börse wurde uns gleich bewusst, wie schlimm die Banken. und Wirtschaftskrise hier zugeschlagen hat. Da müssen die sich glatt mit einer direkt an das schöne Haus gebauten Tankstelle ein Zubrot verdienen und trotzdem noch Räume vermieten. Huiuiui

boerse

Weiter ging es an der Universität vorbei, dann das Rathaus (an dem gerade auf dem Vorplatz irgendwas für die Wiener Festwochen aufgebaut wurde und wo wir deswegen nicht ganz so dicht ran konnten), das Hoftheater gegenüber, durch den Volksgarten zum Parlament (mit komischem Bauhäuschen (?) auf dem Dach) und dann eine kurze Pause zwischen dem Kunst- und dem Naturhistorischen Museum (die bis auf die Statue auf der Kuppel identisch aussehen). Hier hatten wir uns dann beim “Mann der verwöhnt” lecker Zeug gekauft, später stellten wir dann fest, dass das eigentlich eine ganze Armee ist, die verwöhnt, denn “Der Mann” (Achtung: Hier geht sofort Musik los, wenn man die Seite besucht…) ist über ganz Wien verteilt an jeder zweiten Ecke aufzufinden. War trotzdem sehr elcker, darum haben wir uns an irgendeinem Tag später auch nochmal verwöhnen lassen…

ostring

Dann noch schnell durch das Museumsquartier gehuscht (auch hier waren wir nirgends drin, dazu war das Wetter viel zu gut, die Lust zu klein (war nichts dabei, was mich wirklich gereizt hätte) und die Zeit zu knapp) und immer wieder erstaunt festgestellt, wie viele Überwachungskameras in Wien doch rumhängen. Ich glaub ich hätte mein Tracking-Gerät gar nicht gebraucht, sondern hätte einfach bei den Überwachungsgesellschaften nachfragen brauchen, wann ich wo war. Wäre bestimmt ein ausgefallenes Urlaubsvideo, wenn ich so drüber nachdenke. Das sollten die sich echt mal überlegen…

Nach der “Akademie der bildenden Künste” gabs dann die erste Torten-Pause dieses Urlaubs. Da de Audiowalk (ein iPod-Führer, den wir in unsere Touren integrierten) so vom “Café Museum” schwärmte, wo selbst das Besteck und die Aschenbecher durchdesignt sein sollten (können wir nicht bestätigen, zumal es gar keine Aschenbecher gab…), war dies also die Anlaufstelle unserer Wahl. Hier gabs dann auch das einzige Stück Sachertorte für den Urlaub. So richtig spektakulär ist die ja nicht (und die kann man auch leicht und lecker selber machen, wie Frau Bü im letzten Jahr schon bewies), aber lecker wars trotzdem.
Und dann war die “gelbe Tour” auch schon für diesen Tag abgehakt (die Staatsoper hatten wir uns für denn nächsten tag aufgehoben, da da eine Führung mit garantierter Bühnenbesichtigung auf dem Plan stand). Ging irgendwie ganz schön schnell, was denn jetzt noch den Rest des Tages tun? Also gut: Brechen wir auch noch die “Wiental”-Tour an.
So gings also an der Secession vorbei (die mich bei Bullions Foto direkt an Alias erinnerte, im Original war die Kugel dann aber doch viel zu klein…), ebenso am Künstlerhaus und dem Musikverein. Am (abgeschalteten) Hochstrahlbrunnen (das ist übrigens jetzt die Stelle, wo die Fotos vom verlorenen Zettel gemacht wurden) entschieden wir uns dann (weil immer noch so viel Zeit übrig war), auch noch das Belvedere mitzunehmen (eine dritte Tour, die damit angebrochen wird).
Hier hatte ich auf meinem Ausdruck ein wenig Platz gespart und nur die obere Ecke noch ausgedruckt, so dass wir dann doch etwas überrascht waren, wie lange wir doch außen rum gehen mussten, bis endlich mal ein Eingang kam. So hatten wir dann aber wenigstens noch einige Botschaften und etliche Parkverbotsschilder in Reihe gesehen…

teil2

Immerhin kamen wir dann direkt beim oberen Belvedere raus (bzw. rein) und hatten direkt einen wunderschönen Blick auf die Stadt (und natürlich das untere Belvedere mit Gärten). Praktischerweise war dann auch noch Mittwoch, an dem das untere Belvedere bis 21 Uhr offen hat (was ich dem Kartenverkäufer dann schnell nochmal erklären musste), denn mittlerweile war es dann doch schon etwas später geworden. So hatten wir dann aber genug Zeit, uns in beiden Schlossteilen in Ruhe die Räume und die Kunstausstellungen anzusehen. Ja, so kommt man dann also doch zu seinen Museumsbesuchen, es muss halt nur mit anderen Sachen kombiniert sein. Und das hat sich auch wirklich gelohnt. Rein von der Optik ist das Beldevere wirklich hübsch (viel schöner als Schloss Schönbrunn) und auch die ausgestellten Bilder waren schick (haben sogar Frau Bü gefallen, die bei Kunst sehr wählerisch ist). So gabs da z.B. den berühmten Kuss von Klimt und , oder das ebenso berühmte Bild, auf dem Napoleon die Alpen überquert.
Im unteren Beldvedere gabs dann sehr interessante Bilder (die teilweise Richtung Comic gingen) von Alfons Mucha.

belvedere

Und war dieser lange Tag schon fast vorbei, es ging nochmal quer durch die Stadt zurück zum Hotel (auf dem Weg noch beim Albertina vorbei, das damit dann auch abgehakt war), wo dann die stark beanspruchten Füße erstmal etwas Ruhe und Luft bekamen. Puh…

der_rest

Aber da man ja nicht ungestärkt ins Bett gehen kann, wurde die nähere Umgebung nochmal schnell nach einem Restaurant abgesucht (an sowas hatte ich bei meiner Planung natürlich nicht gedacht). Gefunden hatten wir dann mit dem “Safran” einen sehr sehr leckeren Inder (ist eigentlich nicht so mein Fall, hab da in Restaurants in Deutschland selten was gekriegt, was ich mir nochmal bestellt hätte, auf Sri Lanka wars aber meistens lecker), bei dem wir im Hinterhof dann erstmal über die Gesetze in Österreich aufgeklärt wurden (eigentlich darf man nur bis 21 Uhr draußen sitzen, das nahm man da aber dann doch nicht so genau. Hat sich auch kein “Anrainer” beschwert…)
Und ohne nur einen Funken vom in diesem Moment laufendem UEFA-Cup-Finale mitbekommen zu haben, war der Tag dann endgültig vorbei.
Und wie es weiterging, erfahrt ihr nächste Woche…

Mehr Bilder in hoher Auflösung wie immer im zugehörigen Flickr-Set.

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volksgarten

Pause im Volksgarten

27. Mai 2009 um 00:19 von donvanone

volksgarten

So, der erste Wien-Tag ist durchforstet (93 von 207 Bildern haben überlebt), bearbeitet (nur ganz selten so stark wie das Bild oben) und verschlagwortet. Kann also bald verbloggt werden. Heute aber erst mal nur ein Bild aus dem Volksgarten, wo zur Abwechslung mal nicht die ganzen Wegrände mit Parkbänken, sondern mit Parkstühlen gepflastert waren. Neben dem Hundeverbot in den meisten Parks eine der Hauptvorteile gegenüber deutschen Parks.
In Groß gibts das Bild natürlich auch.
(Eine Pause haben wir da übrigens nicht wirklich gemacht…)

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Die Gegenmaßnahme

26. Mai 2009 um 23:58 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ihr habt euch sicher gefragt, wie wir den 70km-Marsch durch Wien bei sommerlichen Temperaturen denn körperlich durchgestanden haben und ob wir am Ende dann alles Fett vom Körper verbrannt hatten und als totales Knochengerüst wieder nach Hause kamen. Ich kann euch beruhigen: Wir haben da direkt gegen gesteuert und sicherheitshalber täglich die passenden Mittel dagegen genommen. Die einen sprechen von Doping. wir sprechen von mjam-mjam-lecker-lecker:

torten_in_wien

(Nein, das sind jetzt nicht nur Frau Büs Torten, wir haben das alles ganz friedlich geteilt und auf der anderen Kamera gibts auch ein Foto von mir mit Torten, aber das ist mir jetzt zu spät eingefallen und außerdem macht Frau Bü ja auch viel mehr her…
Die Sachertorte ist übrigens auf dem ersten Bild mit Frau Bü die Vordere)

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Etwa 70km später…

25. Mai 2009 um 23:08 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Falls sich jemand gefragt hat, warum es hier die letzten Tage so still war und ich nichtmal den unerwarteten, doch noch einigermaßen zufriedenstellenden Saisonabschluss des HSV bejubelt habe: Ich war einfach nicht da. Wie schonmal angedeutet war ich mit Frau Bü 5 Tage in Wien und hab da weder die Bremer im UEFA-Cup-Finale verlieren sehen (muahahahaha), noch den glücklichen Abseits-Last-Minute-Sieg der Hamburger (die Sportschau ist aufgenommen, aber noch fehlt die Zeit).

Auf die Frage “Was macht man in Wien?” kamen von euch ja einige Vorschläge, die wir uns auch größtenteils zu Herzen genommen haben. Aber da wir genau 5 Tage Zeit hatten und der Falk-Spirallo-Wien-Reiseführer (Danke an Roke fürs Ausleihen, danke auch an den Anspi fürs Ausleihen zweier anderer Reiseführer) genau 5 Tagestouren zusammengestellt hatte, orientierten wir uns grob an diesem Programm und klapperten jede dort vorgestellte Sehenswürdigkeit ab (in etwa auch entsprechend der Touren, aber da waren wir auch mal flexibel…).

Nach dem ersten Tag hatten wir dann nicht nur einen Sonnenbrand (ich hab meine Frisur dann gleich von “so wie oben auf dem Foto mit freiliegenden Geheimratsrecken” auf “ungestylt, so dass die Haare möglichst viel Stirn verdecken, da grad kein Hut parat war” umgestellt), sondern auch schmerzende Füße. Und das wurde im Laufe der Zeit irgendwie nicht besser (also das mit dem Sonnenbrand schon, da wir Gebrauch von der Sonnencreme machten, das Wetter war alle 5 Tage druchgehend spitze, so dass wir nur in den wichtigsten Museen waren und möglichst viel Zeit im Freien verbracht haben) und wenn ich heute nochmal zur Musterung gehen müsste, müsste der das mit den “Senk-Spreizfüßen” vom letzten Mal wohl abmildern, denn nun sind die wirklich komplett platt gelaufen).

Da ich die ganze Zeit meinen GPS-Aufzeichner mitlaufen hatte (um die hoffentlich nicht zu große Fotoauswahl der etwas über 1000 geschossenen Fotos (der Kauf der 16GB-Karte hat sich schon gelohnt…) dann später mit Koordinaten versehen zu können), kann ich mir nun auch erklären, warum das so auf Füße, Rücken und Wirbelsäule (danke nochmal an Frau Bü für die Wunderheilungs-Sekunden-Massage) ging: Insgesamt sind wir laut dem Teil nämlich 72,3km (das ist die Strecke Ulm-Augsburg…) gelaufen. So richtig genau ist das natürlich nicht, da da immer mal wieder messfehlerbedingte Schwankungen drin sind, aber dafür fehlen dem Teil ja auch alle Irrungen und Wirrungen, die wir in den Museen gemacht haben. Wird also ungefähr hinkommen.

Sieht dann so aus:

_alle_wege_durch_wien

Die Farben stehen für die einzelnen Tage und gibt es als separate Karten auf Google Maps (bisher nur mit der Strecke, irgendwann kommen dann vermutlich noch Fotos dazu):
Mittwoch: blau, 15 km
Donnerstag: rot, 19,5 km
Freitag: grün, 14 km
Samstag: grau, 15,5 km
Sonntag: rosa, 8,2 km (der U-Bahn-Tag)

Ihr merkt, alles noch sehr vage und lauter Klammersätze. Ich bin noch nicht wirklich zu irgendwas gekommen (das nächste Mal gibts nach nem Urlaub nochmal 2-3 Tage Urlaub nur um die Fotos zu sichten, auszusortieren, nachzubearbeiten und so weiter), ihr dürft also auf Details (angefangen beim Hinflug (“Wo möchten Sie sitzen?”) bis zur Adrenalin-steigernden Autofahrt von München nach Ulm gibt es doch einiges zu erzählen), Fotos und sonstige Sachen gespannt sein.
Jetzt guck ich erstmal die Sportschau, während die 1000 Fotos immer noch am rüberkopieren sind…

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