
Die Landschaft ist in schön fluffigen Pulverschnee gehüllt, während die Sonne munter vom blauen Himmel scheint. Was macht man da? Ganz klar: Man geht spazieren. Und da wir ja auch mal was neues sehen wollen, haben Frau Bü uns ich uns erstmal in den Bus gesetzt und sind nach Wiblingen gefahren, um da das Kloster und Umgebung mal genauer zu inspizieren. Und wieder mal muss ich sagen: Die Ulmer Umgebung hat echt so einige schicke Plätzchen zu bieten, ich bin immer wieder aufs neue erfreut.
Und das war unsere Route:
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Zuerst ging es also durch den klösterlichen Lustgarten und dann in die eigentliche Klosteranlage. Sah schonmal ziemlich beeindruckend aus, wie das folgende Panorama-Foto (unbedingt in groß angucken) zeigen will:

Um da hin zu kommen, überquerten wir übrigens die Schloßstraße, was Frau Bü zu der berechtigten Frage brachte, wo denn hier ein Schloss sei. Nun, hätten wir einen Blick in das Museum geworfen, dass sich im Kloster befindet, hätten wir auf diese Frage eine Antwort bekommen, denn da gibt es momentan eine Ausstellung genau zu diesem Thema: “1808: Ein Kloster als Schloss? Das Leben Herzog Heinrichs von Württemberg in Wiblingen”.
Ich zitiere aus dem Flyer:
Vor 200 Jahren wurde das säkularisierte Benediktinerkloster Wiblingen zur herzoglichen Residenz: Heinrich von Württemberg bezog mit seiner Familie und der Dienerschaft eine standesgemäß eingerichtete Wohnung in der „Beletage“. Von da an war es streng untersagt, “Kloster Wiblingen” zu sagen, es musste “Schloss Wiblingen” heißen!
Das war aber nicht das einzige, was wir verpasst haben (sollte ja nur ein kurzer Spaziergang werden, kein Tagesausflug), denn auch der zum Museum gehörige Bibliothekssaal blieb von uns noch ungesehen. Müssen also dringend nochmal hingehen…
Was wir aber gesehen haben, war der Innenraum der Kirche (hier leider ohne die ober Galerie, die verschlossen war). Und der sah sehr opulent aus, kein Vergleich zur kargen Inneneinrichtung des Ulmer Münsters:

Dann ging der eigentliche Spaziergang auch wirklich irgendwann los und wir konnten so das Kloster von hinten aus allen möglichen Richtungen bewundern. Viel faszinierender fand ich aber den grünen Schilf (??), der in großen Mengen am Wegesrand wuchs. Sah sehr künstlich aus, war es aber natürlich nicht. Aber so ein sattes Grün in der weiß-grauen Umgebung ist schon merkwürdig…

Wenn man sich die Route oben mal genauer anschaut, stellt man fest, dass wir scheinbar über die Iller gelaufen sind. Dem war natürlich nicht so, hier scheinen nur mein GPS-Gerät und Google Maps unterschiedliche Auffassungen zu haben. Wie auch immer, wir waren auf jedem Fall am Rand der Iller und haben das klare Wasser, die Sonne und die vielen schönen Steine (darf man da eigentlich welche als Dekoration mit nach Hause nehmen? Wenn nicht: Haben wir natürlich nicht gemacht!) genossen.

War mal wieder ein sehr schöner Ausflug, der uns da spontan eingefallen ist. Das Wetter hat uns aber auch gerade zu dazu gezwungen…
Auf Flickr gibts im zugehörigen Album natürlich wieder ausgewählte Bilder in höherer Auflösung (diesmal sogar wirklich in ganz hoher, da ich vergessen hatte, die Bilder erst noch ein wenig runter zu skalieren), auch in der Kartenansicht, falls jemand genauer wissen will, wo denn welches Foto nun entstanden ist…