Zeitvertreib?

20. September 2006 um 23:10 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Mir ist gerade nicht wirklich langweilig, das letztens angekündigte Projekt macht Fortschritte und Gott sei Dank scheint die Idee genügend Alphabloggern zu gefallen, so dass die Aktion wohl Montag oder Dienstag starten kann. Bis dahin hab ich daran aber noch einiges zu basteln.
Was macht man aber, wenn man zum Beispiel während der Arbeit ständig kleinere Pausen hat, in denen man auf das Fertigcompilieren seines Codes warten muss? Ein nicht namentlich genannter Arbeitskollege von mir (hey, mein Diplomarbeitsbetreuer hat von diesem Blog Wind bekommen, ich muss mich jetzt benehmen…) vertreibt sich diese Zeit zum Beispiel mit Allgemeinwissensauffrischungen, oder kleinen YouTube-Videos, wo meistens irgendwas kaputt geht. Ob er dieses Video auch schon gesehen hat?

(via  pl0g.de)

Aber irgendwann wird das bestimmt auch langweilig und so müssen neue Ideen her. Also: Was macht ihr so, um kleiner Pausen zu überbrücken? Ich hab mir da gerade auch mal ein paar Gedanken zu gemacht und kam zu folgenden Punkten:

  • Schon etwas älter sehr alt, aber in einem Gespräch mit ihm ging es mal um etwas ähnliches und jetzt ist mir das wieder eingefallen, sollte ihm eigentlich gefallen:  not pr0n. Ein gigantisches Rätsel in schönen kleinen Häppchen, mit dem man sich gut und gerne 2-3 Monate beschäftigen kann. Es geht immer nur darum, die URL zum nächsten Rätsel rauszubekommen, dabei sind alle Regeln (außer der Komplettlösung) ausdrücklich erlaubt. Da heißt es dann mal Quelltext angucken, Sounddateien oder Bilder bearbeiten und seine Computer- (bzw. Internet)kenntnisse gezielt einsetzen. Man sollte damit definitiv nicht anfangen, wenn man die nächsten Wochen etwas vorhat, denn dieses Spiel fesselt ungemein! (Und nicht gleich abschrecken lassen, wenn es viel zu leicht anfängt, der Schwierigkeitsgrad nimmt rasant zu, genießt den Anfang)
  • Besonders schön für zwischendurch sind auch diese kleinen  Quizzes (?), die ich bei  Gizmodo DE gefunden habe. Das Prinzip ist einfach: Es werden Bilder gezeigt und man muss sagen, was denn auf dem Bild zu sehen ist:  “Kunst oder Krempel”,  “Kacke oder Kakao”,  “Pflanze, Tier oder Mineral” und  “jugendfrei oder nicht jugendfrei”. Hört sich leicht an, oder? Dann beweist es…
  •  Zwiebelfisch nebenher lesen kann nie schaden und ist denke ich sinnvoller, als die griechischen Götter zu lernen…
  • Und jetzt ihr: Was könnte man noch so nebenher machen?

    und wo wir gerade bei Arbeitskollegen sind:  Constantin schreibt gerade auch bei Daimler Diplomarbeit und freut sich irre über neue Freunde übers  studivz. Frauen sollten sich aber nur bedingt melden, das  könnte gefährlich werden… (Link übrigens von einer Arbeitskollegin, hier kommt bald die ganze Abteilung zu Wort)

    Passend dazu auch noch ein YouTube-Video (allerdings nicht zum nebenher angucken, denn da braucht man Sound für…)

    PS: Einen Arbeitskollegen hab ich noch vergessen, aber da der ja immer Segelurlaub macht kann das schomal passieren. Aber auch für den  hab ich was.

    PPS: Das große “ausgefallene Armbanduhren”-Special um mich bei meinem Betreuer einzuschleimen kommt demnächst auch noch. Soviel Zeit muss ein ;-)

    Dons Filmzeit: Wer früher stirbt ist länger Superman + alternatives Marmeladenbrot-Ende

    06. September 2006 um 00:22 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Wer früher stirbt ist länger tot

    Ich geb hier ja öfters mal Anguckbefehle, die alle meiner Leser zu befolgen haben, um in meiner Gunst nicht zu sinken. Und wenn ich so etwas von meinen Lesern verlange, dann muss ich da natürlich genauso handeln. Und davon handelt der erste Teil dieses Beitrages (was eine merkwürdige Einleitung…).

    Es geht um den Film  “Wer früher stirbt ist länger tot”, den ich schon aufgrund seines grottigen Titels meiden wollte. Klingt absolut nicht nach einem Film, der mir gefallen könnte und verdammt nach schlechtem deutschen Film. Aber als dann der  Cowboy Jim so von dem Film schwärmte und den Anschaubefehl aussprach, blieb mir ja keine andere Wahl und ich musste rein. Das mit dem “durchgezogenen Dialekt” hatte ich zwar gelesen, aber nicht so sehr beachtet. Was ist da schon so besonderes an nem Dialekt? Aber schon nach dem ersten Satz im Kino war dann klar, was uns bevorstand: waschechtes bayerisch. Frau Bü musste von uns nach eben diesem Satz aufgeklärt werden, dass es sich tatsächlich um die deutsche Sprache gehandelt hatte, was ihr dann beim weiteren Verständnis doch weiterhalf… Und ich muss sagen es ging dann sogar. Nach so 10-15 Minuten hatte man sich eingehört und dann ging es doch recht gut. Ab und an mal ein paar Verständnisschwierigkeiten, aber der Kontext konnte da schon helfen. Aber es hat sich wirklich gelohnt. Der Film ist tatsächlich wunderschön und öfter schwarzhumorig, ziemlich genau nach meinem Geschmack. Wenn Hasen in die Luft gesprengt werden, oder der junge Hauptdarsteller die Lehrerin fragt, ob sie mit ihm vögeln wolle, weil er nur so die gewünschte Unsterblichkeit erlangen kann (zumindest nach den Stammtischdeppen aus Vaters Kneipe), dann ist das einfach nur köstlich. Dazu noch der Blick des Jungen (ja, er hat nur einen drauf, aber der ist nicht schlecht)…
    Also auch von mir der Befehl: Angucken! (wer sich nur mit Worten nicht überzeugen lässt, der kann sich ja den  Trailer angucken, ich würde aber empfehlen einfach so ins Kino zu gehen. Also nur angucken, wenn unbedingt nötig…)

    Batman & Robin

    Heute war ich dann noch in dem neuen  “Superman”-Film. Und wenn ich jetzt schreibe, dass das auch das erste Mal war, dass ich mir irgendwas von Superman (Film, Serie, Comic) von Anfang bis Ende angeguckt habe, dann krieg ich bei  Jojo und  Malcolm wohl Blogverbot. Und dann hab ich nichtmal erwähnt, dass mich auch Spiderman nicht locken kann (wobei ich da den ersten Teil sogar gesehen habe), ich um X-Men, Daredevil und sonstige komische Gestalten einen weiten weiten Bogen mache und einzig und allein die  Batman & Robin-Fernsehserie (die mit dem “Bang” “Zoom” “Baff” und den der drehenden Zeitung. Das mit den  Gaststars ist mir übrigens total neu, war damals wohl zu jung…) als wichtigen Bestandteil meines Lebens ansehe (trotzdem habe ich auch von Batman nur einen einzigen Kinofilm gesehen und den fand ich dann sogar auch nicht schlecht, weil so schön düster (dürfte klar sein welcher,  oder?)). Und das  schwule Batman&Robin-Kinopärchen werde ich mir sicher niemals geben!

    Und aus genau diesem Grund erspar ich euch hier meinen unfachmännischen Kommentar zu dem Superman-Film, einzig und allein die Tatsache, dass die Bösewichte bei ihrer Flucht von der Insel einen Rollkoffer dabeihatten möchte ich nicht verschweigen. Und wer mir plausibel erklären kann, warum Superman von niemandem erkannt wird, der bekommt ein Eis von mir, wenn er mich in Ulm besuchen kommt. Allein aus diesem Grund fällt Superman ja sowas von unten durch. Batman hat ja immerhin den “Oberkopf” verhüllt…

    Ebenso wenig wie der Superman-Film können mich die Filme von meinem neuen Freund (so nennt es auf jeden Fall das grottig zu bedienende MySpace) Erik Pollard begeistern.  Marmeladenbrote, die auf den Boden fallen. Wohoo… Wenn doch schon die Katze danebensaß, warum dann nicht  dieses Experiment nachbauen? Nene, der soll mal lieber beim Briefe verschicken bleiben, das kann er besser…
    Oder halt mehr was sportliches aufnehmen, so wie dieses Video, welches mir ein Arbeitskollege letztens zeigte. Ist sicher schon uralt und allen bekannt, aber ich kannte es noch nicht und darum kriegt ihr es jetzt vorgesetzt. Klar?

    (ne Version mit weniger Artefakten gibts übrigens  hier)
    Und wenn in den Filmen wirklich nur irgendwas runterfallen darf oder so, warum dann nicht in dem  “Rube Goldberg”-Style? Und bitte den Gesang auch live einspielen…

    So, das war Dons Filmzeit, jetzt muss ich mal wieder ein paar Codes nachtragen (super, dass ihr alle so fleißig mitmacht) und dann geht es heute mal was früher ins Bett. Die gestrigen Recherchen hab ich heute morgen dann doch gemerkt… (UPDATE: Na prima, das hat ja geklappt… schon wieder 2 Uhr…)

    Ein Hoch auf Robert Basic!

    01. September 2006 um 00:12 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Der  Robert hat nicht nur eine  klasse Idee, die ihn vielleicht reich (wenn es nach ihm geht ja wohl eher nicht) aber zumindest noch unerreichbarer machen wird (und ich sitze hier auf meiner popeligen Blog-(Er)kenner-Idee, die irgendwie niemanden interessiert…). Nein, er schreibt auf seinem Blog auch immer wieder tolle Sachen (okay, seinen Nachtvideos kann ich nicht so viel abgewinnen, aber das ist eine andere Geschichte). Und manchmal sind diese Sachen dann so toll, dass ich vor Freude wild im Zimmer rumhüpfe. Und das, obwohl er etwas gebloggt hat, was ich schon lange kannte, nur leider noch nicht in der Form.

    Worum gehts? Um eine Folge der amerikanischen Ausgabe von “Wer wird Millionär”. Ich hatte da vor Jahren mal gelesen, was da unglaubliches passiert ist und dann immer wieder nach einem Video gesucht, aber nie was gefunden. Es gab wohl mal eine Seite von dem Sender mit den tollsten Videos, wo das auch dabei war, aber der Link ging nicht mehr. Auch auf archive.org nicht. Und auch als dann YouTube aufkam und sich immer weiter mit Videos füllte konnte ich es  nicht finden (und das, obwohl ich ja alle Daten hatte. Namen des Teilnehmers, Datum der Ausstrahlung etc. Dummerweise hatten halt die Video-Einsteller keine Ahnung davon und so hat das Video einen eher wenig aussagekräftigen Namen). Und jetzt  hat der Basic es doch einfach so gebloggt. Ohne großes Trara, als wär das das normalste der Welt…

    Und weil ja nicht alle den Basic lesen (z.B. meine Eltern, die große WWM-Fans sind), gibts das Video jetzt auch hier auf DonsTag:

    Und als Bonusmaterial noch den Text, den ich vor langer Zeit mal auf meinen Rechner kopiert hatte, und der als Suchmaterial diente:

     

    Who Wants to Be a Millionaire? – 1999

    On November 19, 1999, a tax collector from Connecticut walked onto the circular set of Who Wants to be a Millionaire, unaware that his life – and the genre – were about to be changed forever.

    IRS agent John Carpenter, with wire-rimmed glasses and a cocky demeanor, sat in the hot seat of the quiz phenomenon having already answered two of the 15 necessary questions to reach the million-dollar grand prize. He fantasized about going to Paris with his wife if he managed to win it all. Carpenter breezed through the lower and middle tiers of questions without even considering a Lifeline. As the upper-tier questions fell in turn, viewers began to marvel at the man’s range of knowledge, not to mention his rapid-fire responses. When he answered the $500,000 question correctly while leaving all of his Lifelines untouched – becoming the first player to reach that level without use of a Lifeline – Regis was almost flabbergasted. One player had seen the million-dollar question already, but had already used their Lifelines. Could John be the one to finally cross the finish line victorious?

    The final question asked about the president that appeared on the variety show Laugh-In. After looking at the questions, he giggled, and opted to finally use a Lifeline. Activating his Phone-a-Friend, he called upon his father to discuss the question. But rather than read the question and its choices, Carpenter merely remarked, “Hi Dad. I don’t really need your help – I just wanted to let you know that I’m going to win the million dollars.” Needless to say, the crowd ate it up, applauding wildly. Regis was speechless. As the phone call expired, John ended the teasing and locked in Richard Nixon as his final answer. With no need to string anyone along, Reege announced, “This is the final answer heard all around the world – He’s won a million dollars!”

    Music blared. Lights flashed. Confetti fell from the ceiling. The audience cheered. Carpenter got up from his seat, took his million-dollar check, hugged his wife, and exited the stage as the first person in prime time television history to win a seven-digit prize.

    Almost instantly, John became a celebrity, appearing the very next day to open up Saturday Night Live. And just as quickly, controversy flared up around John’s win. Many onlookers complained that the stack of questions he had been given were significantly easier than those of contestants past. Some cried foul, claiming that the producers dumbed down the material to ensure a winner during the show’s 18-episode run. But in May of 2000, Carpenter was brought back during a special week of the show where previous winners could return for another crack at the game. He silenced his critics again by reaching the $250,000 level the second time around – the other two millionaires at the time never got past the middle tier.

    Since then, Carpenter has made a handful of appearances on the show as a panelist for one of its more recent Lifelines. His space on the panel has been very well earned.

    Travis’ Take: “Who was the fifth person to walk on the moon? Go ahead, ask anyone in the room. I’ll still be here when you come back.

    Done? Good. In all likelihood, no one remembered. I had to look it up myself. Eleven people have answered their 15 question stacks and won the million dollars, but John was the first. It would have been spectacular enough for John to just give his final answer, take his check and leave, secure in the knowledge that he made the production company pay for having an easy stack. Mere mortals might have done that, but this is John Carpenter we’re talking about. He did the equivalent of the Deion Sanders high-step, the Ickey Woods shuffle and the Merton Hanks chicken-dance all rolled into one, and made his triumphant phone call one of the all-time great quiz show moments. Was his packet easier than normal? Yeah, I was running a 102 fever that night and was able to answer them all. But that’s no matter, because he did it, and he outlasted the other grand prize winners in the Champions of Millionaire special in 2000. John’s was a job well done, and I’m glad he had the gumption to make it a great moment, even if others critized him for it.”

    Mal gespannt, ob Robert auch so eiskalt reagiert, wenn er mit seiner Idee die Million zusammen hat…

    Chaplin-Spielberg-Mashup

    21. August 2006 um 15:54 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Da ich immer noch Keine Zeit habe, bleibt es auch heute nur bei einem Video. Charlie Chaplin stolpert von einem Steven Spielberg-Film in den anderen:

    (via  Fünf Filmfreunde)

    Wassertropfen sind was feines

    08. August 2006 um 21:57 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    DropographyIch erwähne hier ja immer wieder mal ganz beiläufig die  Dropography-Bilder, die  Fluffi, Daniel (wohoo, endlich kann ich den auch verlinken…) und ich im letzten Jahr geschossen haben. Auf mich wirken diese Bilder eine ähnliche Faszination wie Lagerfeuer (oder Feuer allgemein) aus: Man kann ewig drauf gucken. Toller wäre es natürlich noch, wenn man nicht nur so eine Momentaufnahme hätte, sondern so einen Zeitlupenfilm von so nem Wassertropfen. Aber ein Film ist wieder sowas entferntes. Lagerfeuer im Fernsehen funktioniert ja auch nur bedingt (ich gestehe, dass ich früher mal das Feuer auf Super RTL (oder wo das kam) laufen hatte). Besser wär es, wenn das Wasser einfach live in Zeitlupe fallen würde und man mit dem Zeitlupentropfen auch noch interagieren könnte. Hach, wär das schön…
    Und ihr könnt euch denken, worauf dieses Gelaber hinausläuft (zumal ihr aus dem Augenwinkel da unten ja schon so ein Video erhascht habt): Sowas gibt es! Wohoo! Die Idee ist natürlich ganz simpel (Stroboskop) und auch überhaupt nicht neu, aber bisher kam halt noch nie einer auf die Idee, mir sowas zu bauen. Darum stell ich das hier doch mal ins Blog und lass mich überraschen ;-)

    (via  OhGizmo!)

    15. internationales Gaukler- und Kleinkunst- festival

    07. August 2006 um 21:47 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Butterfahrt 5Gestern endete in Koblenz (Koblenz? Mehr dazu hier) das  15. internationale Gaukler- und Kleinkunstfestial (darum heißt der Beitrag auch so) und der Don war da, um jetzt ziemlich brandaktuell darüber zu berichten.
    Es war dieses Jahr mein drittes Gauklerfest und so langsam weiß man dann, wie man sich zu Verhalten hat. Am Sonntag abends um 20 Uhr gibt es nämlich das große Finale (dieses Jahr moderiert von  Knacki “Nightwash” Deuser), bei dem der Andrang natürlich entsprechend groß ist. Letztes Jahr kamen wir zu spät (19 Uhr) und mussten die Show im Stehen genießen. In diesem Jahr haben wir uns dann frühzeitig einen Platz gesichert (17:30) und hatten optimale Sicht. Da bei der Finalshow das beste Programm gezeigt wird, sollte man sich in den Stunden vor dem Finale etwas weniger auf die Bühnenshows konzentrieren (denn entweder ist es wirklich gut und man sieht es dann beim Finale, oder es ist eben nicht ganz so gut und dann nicht so schlimm, wenn man es verpasst), sondern mehr auf die ganzen “Walk Acts”, die durch Koblenz schlendern.
    Um mal einen kleinen Eindruck zu vermitteln:

    Walk Acts
    Der Mann oben links gehört übrigens zu Truppe “Theater Rue Piétonne”, die eine von zwei Auszeichnungen erhalten hat (die andere “Fußtruppen”-Auszeichnung ging an eine Truppe mit Hund, die mich stark an  Fluffis Ballonglühen-Hund erinnert haben, nur noch etwas besser). In der Hand hält er eine Papierblume, denn das Thema der Truppe ist Origami. Auf dem Boden lagen interessante Papierskulpturen, live gefaltet haben sie aber eher einfachere Sachen. Gefallen haben sie mir aber nicht, was an der Präsentation lag. Die  Website sagt: “die Schauspieler der “Rue Piétonne” [..] nutzen ihre Präsenz im öffentlichen Spielraum aus, um vor dem Publikum wichtige Umweltprobleme zu thematisieren.” Was in der Praxis dann so aussieht, dass der nette Herr mit dem französischen Akzent einen Kranich faltet und die Kinder munter applaudieren. Darauf meint er, dass er es schön fände, wie die Kinder sich freuen, die Erwachsenen aber nicht an die Kinder denke würden und er darum nicht weiß, wieviele Tiere und Pflanzen es denn noch geben würde, wenn die Kinder mal erwachsen sind. Daraufhin vernbrennt er dann das Papiertier und die Kinder klatschen wieder. Oder er verflucht die Menschen, weil sie soviel auf bestimmtes Papier geben (Geldscheine) und faltet dabei mit eben diesen rum.
    Viel besser haben mir da  “Les Champignos” (die wahren Killerpilze) gefallen, darum müssen die sich auch nicht oben zu den anderen quetschen, sondern bekommen ein eigenes Bild:

    Les Champignons
    “Les Champignons” hatten Kostüme, die nicht nur fantastisch aussahen, sondern auch noch voller Hightech steckten. Unter dem Kostüm waren nämlich lauter Knöpfe versteckt, die die Pilze drücken konnten und so verschiedene Geräusche (Hundebellen, Zugfahrt, Autohupe, Musik etc) von sich geben konnten. Sie konnten sogar Umgebungsgeräusche aufnehmen und diese dann wieder (in guter Qualität) abspielen. Außerdem hatten sie noch so elektronische Drumsticks dabei, mit denen sie zum Beispiel an der geriffelten Oberfläche einer Eiswaffel Musik machen konnten. An dieser Stelle mal noch ein kleines Video (Kopf drehen) dazu:

    Und bevor ich jetzt zur Finalshow komme, hier gleich noch ein Video (bitte nochmal den Kopf drehen) von  “Herrn Fröhlich”, wie er mit zwei Geigenbögen auf seinem mit Gläsern versehenen Anzug Musik spielt:

    “Herr Fröhlich” hatte aber auch noch andere Musikinstrumente dabei, wie die Arschgeige oder die Panflöte aus Tetra-Packs:

    Herr Fröhlich
    DachAber nun zum Finale, zur Creme de la Creme der Kleinkunst…
    Ersteinmal musste der “Arsch mit Ohren” verliehen werden, er ging an  “The Pops”, die ich leider verpasst habe. Hätte ich mir gerne mal angeguckt, hab von denen mal kurz im Fernsehen was gesehen, aber noch nix richtiges. Jemand Erfahrungen?
    Im letzten Jahr ging der “Arsch mit Ohren” übrigens an  Kay Ray, der damals auch durch das Finale geführt hat. In diesem Jahr durfte er während der Entscheidung der Jury nochmal sein Bestes geben und ich war mal wieder total begeistert. Kay Ray ist sehr sehr derbe, eigentlich ständig sehr weit unter der Gürtellinie (vor allem sehr viele Schwulenwitze, immer mit einem Gruß an die kleinen Kinder in der ersten Reihe…) und verdammt witzig. Da konnte Mr. Nightwash echt nicht mithalten, obwohl er auch recht gut war.

    Mein persönlicher Favorit im Finale waren (wenn ich mich denn festlegen müsste)  “Scott und Muriel”. Scott ist ein Zauberer, der sich bei IKEA die Assistentin Muriel bestellt hat. Diese ist allerdings total hohl und versaut jeden Trick, während sie munter vor sich herlacht und über alle Dinge staunt. Irgendwann wird ihr bei einem Trick so der Kopf verdreht, dass sie verrückt wird und in immer neue Kostüme schlüpft. Als sie dann in einem Cowgirl-mit-Pferd-Kostüm auf die Bühne kommt, verschwindet Scott entnervt, taucht allerdings ein paar Minuten später ebenfalls mit Pferd auf (das wär mal was für Karneval für mich, sieht nur extrem teuer aus) und das ganze wandelt sich in eine Westernshow, in der auch einer aus dem Publikum als Kaktee eingebunden wird. Der Lachfaktor war hier bei mir (abgesehen von Kay Ray) am höchsten.

    Scott und Muriel
    Leider gingen die beiden leer aus, ebenso wie  “Butterfahrt 5″ (das sind die auf dem Foto ganz oben, die auch nicht schlecht waren oder die  “Trigolos”, die beim Jonglieren nicht nur Keulen verwendetet, sondern auch alles aus einer Cocktailbar oder (und das hab ich so noch nicht gesehen) diese großen Gymnastikbälle.

    Trigolos
    Die Preisträger aber sollten andere sein. So ging der dritte Platz an  “Stenzel und Kivits”, die amüsante Geschichten mit einem Flügel und Operngesang aufführten. War ganz nett, aber meiner Meinung nach nicht unter den besten dreien.
    Ebenso ist meine Meinung bei den  “Farellos”, die den zweiten Platz belegten. Bei den beiden habe ich zwar zum ersten Mal jemanden auf einem Einrad seilspringend auf einem Trampolin hüpfen sehend, aber das reicht nicht. Zudem war die Einleitungscomedy sehr langatmig und nicht wirklich lustig, was einer der Ehrengäste auch lauthals in die Stille brüllen musste. (An dieser Stelle mal ein “Sorry” für die miese Bildqualität, aber es wurde immer später und immer dunkler, so dass meine Kamera etwas überfordert war…)

    zweiter und dritter Platz

    Den ersten Platz kann ich dann sogar wieder vertreten (neben Scott und Muriel wirklich das Highlight), er ging nämlich an  “Le Mime Daniel”, der zuerst als Strauß auf die Bühne kam (bzw. auf der Bühne als Strauß aus einem Ei schlüpfte). Nach einem gelungenen Strip (siehe rechts) kam er dann nochmal als “normaler Mensch” auf die Bühne und pantomimte noch lustig vor sich hin, unter anderem zeigte er auch  diesen Trick.

    Le Mime Daniel
    Zum Abschluss noch ein Foto von der kleinen Dachkonstruktion (das weiter oben ist das große Hauptdach). In diesem Jahr hat man es zum Glück (im Gegensatz zu 2005) nicht gebraucht…

    Dach

    kurz und (nicht immer) schmerzlos

    28. Juli 2006 um 00:46 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    So, hiermit beende ich meine Bolgleseaufholbedarfshandlung für heute. Natürlich nicht, ohne euch noch ein paar kleiner Schmankerl zu übergeben:

    es dreht sich
    Wenn man nur vorwärts ein- und ausparken kann, hat man frau in der Regel ein Problem, da man eben oft nur rückwärts rauskommt, wo man vorwärts reingefahren ist. Zum Glück ist es jetzt den (das?)  Turntable für das Auto. Einfach in die Einfahrt bauen und so kann man immer vorwärts ein- und ausparken. Wenn das jetzt noch bei den ganzen Frauenparklätzen eingebaut wird…

    es dreht sich schneller
    Nachdem man sich dieses Video angesehen hat, würde man es wohl wohl für vernünftig halten, Jugendliche entweder von Kinderspielplätzen oder von Mopeds/Motorrädern fern zu halten:

    Oder einfach von beidem. Sollen sie doch daheim Basketball spielen oder Trampolin hüpfen. Aber doch bitte nicht so einen Scheiß machen. Und dann auch noch die armen verletzlichen Mädchen mit reinziehen… Nene, das geht nun wirklich nicht…

    jetzt hüpft es…
    Bitte versteht mich nicht falsch. Ich habe eben ausdrücklich “Basketball spielen oder Trampolin hüpfen” geschrieben. Beides auf einmal ist wieder eine andere Sache…

    zum Abschluss noch was schönes
    Nämlich  diese Fotos (via DeineIP)

    ach was solls…
    ein Video geht noch (via  Gizmodo DE). Das ist so unglaublich dämlich, fantastisch und komisch, dass es als einziges embedded wird (UPDATE: Da nach drei Jahren die via Links zu anderen Blogs nicht mehr gingen, sind nun doch mehr Videos eingebunden…):

    Nachtrag: Schieberegister

    27. Juni 2006 um 02:25 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Ganz kurz und knapp:
    Hier das versprochene Schieberegister-Video (in kack Qualität, aber es war ja auch ein Fotoapparat und keine Videokamera ;-) ). Das Saftpäckchen neben dem fetten Play-Button gehört übrigens zu dem an eben diesem Platz sitzenden Cowboy-Jim.

    PS: Wer den Sinn des Videos nicht versteht hat wohl kein Diplom verdient…

    Ordnung ist das halbe Leben…

    21. Juni 2006 um 22:23 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Also muss Unordnung ja die andere Hälfte sein…
    Und diese Hälfte beherrsche ich dann doch schon ganz gut. Auch auf meinem Computer, so wird die Startleiste eigentlich nie gepflegt und der Desktop verwahrlost zwischen einer Neuinstallation und der nächsten doch ganz schön. Aber im Vergleich zu Manu (gut, dass der grad im Urlaub ist, da kann ich hier schön über ihn herziehen) ist mein Desktop echt superordentlich. Der scheint tatsächlich all seine Dokumente nur auf dem Desktop zu speichern, da man da ja so schnell drankommt. Irgendwann kommt dann auch die höchste Auflösung mit dem Datenansturm nicht mehr mit und so hat er sich jetzt einen zweiten Monitor angeschafft. Das kann aber auch nicht mehr lange gut gehen und außerdem findet sich Manu immer noch viel zu gut auf seinem Desktop zurecht. Das muss doch noch unübersichtlicher gehen, oder nicht?
    BumpTopUnd ihr könnt euch denken, dass die Antwort nur “Ja” lauten kann, sonst hätte ich den ganzen Einleitungstext ja umsonst geschrieben. Findige Kanadier haben da eine ganz tolle Oberfläche entwickelt, die sich an dem eigenen Schreibtisch orientiert. Alle Dateien liegen als Icons (in 3D) quer über die Oberfläche verteilt und können wild umhergeworfen und gestapelt werden. Den Stapel (der nicht unbedingt fein säublerich sein muss, man kann ihn auch schön unordentlich gestalten und manche Objekte rausschauen lassen, oder drehen oder oder) kann man dann durchblättern, auffächern, sortieren, umstoßen oder sonstiges machen. Alle Objekte haben auch eine schöne Physik, so dass man alles mit einem geschickten Wurf eines möglich großen Icons durcheinanderwirbeln kann. Die ersten 5 Minuten zeigen, wie schön unübersichtlich das alles doch ist (vor allem, da zu, Beispiel alle pdf-Dateien gleich aussehen), dann wird es etwas praktischer, wenn aus den Icons dann Vorschaubilder oder Internetseiten werden, die man auch gerne mit Eselsohren versehen oder zerknüllen kann. Die Website bietet verschiedene Videomöglichkeiten an, wobei ich gerade nur die Youtube-Versionen (in schlechterer aber ausreichender Qualität) anschauen konnte, alle anderen waren nicht erreichbar. Das “Hip Hop-Kurzvideo” würde ich an eurer Stelle einfach unbesehen ignorieren und sofort das 7 Minuten-Video angucken. (via OhGizmo!)

    Funkstille

    15. Juni 2006 um 00:08 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Ich wollte nur kurz Bescheid geben, dass hier bis Freitag Abend wohl nichts mehr passiert, da Morgen um 10:30 unser (privater) “Spielemarathon” losgeht, also 24 Stunden Gesellschaftsspielen ohne Pause (reicht aber lange nicht für alle unsere Spiele, da bräuchte man ca. 70 Stunden für…). Frau Bü und ich sind die einzigen Dauerspieler, Manu evtl. auch noch, wenn wir ihn davon überzeugt bekommen, dass es keinen Sinn macht, die letzten 2 Stunden für ne Vorlesung sausen zu lassen. Zwischendurch kommt natürlich immer Besuch vorbei und spielt mit. Wird bestimtm sehr lustig und anstrengend.
    Wem jetzt langweilig ist, dem empfehle ich mal auf dieser Seite vorbeizuschauen. Allerlei “alternative Enden” für bekannte Filme, schön animiert. Das wars auch schon. Bis Freitag…