Nach Plänen der HSV-Geschäftsführung soll die HSH Nordbank Arena noch in diesem Jahr erstes rauchfreies Stadion Deutschlands werden. Im Sommer will der Vorstand des Bundesligisten das Thema angehen.
Der “Rock’n'Roll-Trainer” [Slaven Bilic], der auch in Fußballstadien nicht auf seine geliebten Zigaretten verzichtet, will den Erfolg um jeden Preis.
Oder aber das Rauchverbot geht nicht durch.
Ich persönlich bin übrigens für ein Rauchverbot in Stadien. Klar, das ist unter freiem Himmel, aber jedes Mal, wenn ich in einem Stadion bin, sitzt oder steht vor mir jemand und qualmt vor sich hin (meist sind es übrigens Pfeifen oder Zigarren, keine normalen Zigaretten) und der Wind geht immer so, dass ich die volle Ladung abbekomme. Bäh!
Gibts eigentlich irgendwelche Meinungen zu Bilic? Soll ich mich freuen, oder ärgern, wenn der neuer HSV-Trainer wird?
Hat jemand gelacht, als er die Überschrift gelesen hat? Dem sei gesagt: Das ist kein Scherz, das ist (zumindest in BaWü) bittere Realität.
Aber fangen wir doch vorne an: Nachdem ich mit Frau Bü heute ziemlich produktiv Hochzeitsvorbereitungen getroffen habe (Basteltag…) und wir uns den Braten (ihr erinnert euch…) haben munden lassen (nachdem er doch “ein wenig” länger brauchte, als auf der Packung stand), wollten wir den Abend mit einem netten Film ausklingen lassen. Nachdem die ersten Pläne, die hauseigenen Filmvorräte auszunutzen nicht wirklich aufgingen (Film verliehen oder doch nicht der, den man meinte), entschlossen wir uns dann doch für einen Besuch in der Automatenvideothek um die Ecke (über Fingerabdruck und Karte, ganz ohne Personal, 7 Tage 24 Stunden geöffnet, sehr sehr bequem). Zum Glück hatte es auch endlich aufgehört zu regnen und so musste man sich nur noch auf einen Film einigen.
Frau Bü brachte wieder ein “Ab wann gibts nochmal den ‘Mitten ins Herz’?” heraus, wie sie es immer tut, seit der Film nicht mehr im Kino läuft, wo wir ihn eigentlich sehen wollten. Also wurde der Rechner hochgefahren und Google angeworfen: 17. August. Schade… Dann eben doch mal auf der Online.Seite der Videothek gucken, was die momentan so haben. Kurz gestuzt… da gabs den Film doch schon (auch “Born to be wild” (den ich nie nie nie sehen will), der laut Videotheks-Zeitschrift erst ab dem 22.8. erhältlich sein soll, irgendwie komisch). Also schnell auf “Reservieren” geklickt (das erspart den Fingerabdruck und die umständliche Auswahl am Bildschirm und stellt sicher, dass die DVD auch noch da ist, wenn man die 5 Minuten Fußweg hinter sich hat) und los zur Videothek.
Dort angekommen fand ich dann diesen Zettel neben einem abgeschalteten Monitor vor:
Nach § 6 Abs. 1 des baden-württembergischen Sonn- und Feiertagsgesetzes sind an Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen öffentlich bemerkbare Arbeiten verboten, die geeignet sind, die Ruhe des Tages zu beeinträchtigen. Eine solche öffentlich bemerkbare Arbeit liege bei der automatisierten gewerblichen Vermietung von Videokassetten und DVD’s nach der ständigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs, des Bundesverwaltungsgerichts und des Bundesverfassungsgerichts vor. Auch wenn der Mietvorgang ohne Mitwirkung von Personal im Inneren eines Ladengeschäft vorgenommen werde, handele es sich um einen typisch werktäglichen Lebensvorgang, der geeignet sei, die Sonntagsruhe zu beeinträchtigen. [..] Zwar dienten die von der Antragstellerin vermieteten DVD’s auch dem Freizeitvergnügen ihrer Kunden an Sonn- und Feiertagen. Sie müssten zu diesem Zweck aber nicht notwendigerweise auch an diesen Tagen entliehen werden.
Bitte wie bescheuert ist das denn? Müssen Geldautomaten an Banken jetzt Sonntags auch abgeschaltet werden? Die beeinträchtigen die Ruhe des Tages nämlich genauso stark wie Viedotheksautomaten. Was geht in so Gehirnen eigentlich vor, wenn solche Gesetze beschlossen werden?
Aber kommen wir zum kleinen Happy-End der Geschichte: Ich hatte ja oben meinen Klick auf den “Reservieren”-Button erwähnt, mit dem ich ohne Fingerabdruck und (heute abgeschaltete) Bildschirme an meine DVD kommen. Nun… das ging heute auch ganz gut. Sollte ich aber vermutlich nicht zu laut sagen, sonst wird das auch schnell behoben…
Als ich dann kurz vor 24 Uhr die DVD zurückbrachte, waren in der Videothek nicht nur ein paar Menschen versammelt, die alle (fast wie an Silvester) die Sekunden bis Mitternacht zählten, um sich endlich eine DVD ausleihen zu können, nein, ich traf unterwegs auch noch diesen netten Igel:
Und für alle, die heute keine DVD ausleihen durften, hier nochmal (hat wohl jeder schon gesehen) das fantastische Video zu “Pop goes my heart”:
Nachdem Trick 17 sich ja dann doch als gesetzeswidrig erwiesen hat, probieren wir einfach mal was neues aus: Das Bierzelt (Ausnahme vom Rauchverbot) einfach mal im Lokal aufbauen. Bin gespannt obs funktioniert und Schule macht…
[via Nur meine zwei Cent]
Mal wieder ein bewies dafür, dass die Menschen im Schwabenländle besonders clever sind (kennt ihr die Geschichte vom Ulmer Spatz?): Die haben nämlich in Geislingen den “1. Verein diskriminierter Raucher” gegründet und dann eine Kneipe als Vereinsheim ausgezeichnet. Und schwups: Darf da wieder geraucht werden (Mitgliedschaft ist wohl kostenlos und auch für Nichtraucher möglich). mehr Infos gibt im Gastgewerbe Gedankensplitter. Die dort verlinkten Zeitungsartikel sind aber genauso verschollen, wie der hier verlinkte Artikel in der Südwestpresse. Online-Archive sind überbewertet…
Heute trat in verschiedenen Bundesländern ein Rauchverbot Nichtraucherschutz (klingt doch viel netter) in Kraft, unter anderem auch in Baden-Württemberg:
Ab dem 1. August gilt im Land ein Rauchverbot in Behörden, Dienststellen und sonstigen Einrichtungen des Landes und der Kommunen, in Schulen, Tageseinrichtungen für Kinder, Jugendhäusern, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie in Gaststätten. Dieses Verbot gilt für alle Gaststätten. [..] Als einzige Ausnahme vom Rauchverbot besteht in Gaststätten die Möglichkeit, dass ein Gaststättenbetreiber das Rauchen in vollständig abgetrennten Nebenräumen erlauben kann, wenn diese Räume in deutlich erkennbarer Weise als Raucherräume gekennzeichnet sind.
Für mich als Nichtraucher, der es auch nicht unbedingt als Genuss empfindet, sich in dem Qualm anderer zu baden ist das eine gute Nachricht, für die ganzen Raucher wohl eher nicht. Und da ich ein Herz habe und ja auch selber als Betreiber betroffen bin (DonsTag ist ein BaWü-Blog und mein Gewerbe lautet ja auf “Werbliche Bewirtschaftung von eigenen Internetseiten”), habe ich für die armen Raucher auf DonsTag einen vollständig abgetrennten Raucherbereich geschaffen. Die Kommentierfunktion ist dort leider deaktiviert, da ich sonst die Nichtraucher benachteiligen würde, die an dieser Diskussion ja nur unter gesundheitsschädlichen Umständen teilhaben könnten.
Also: Habt Spaß und verschont den Rest des Blogs mit euren stinkenden tödlichen Abgasen. Vergilbte Tapeten und Kalenderzettel sind eh doof!
PS: Jetzt muss ich aber doch mal wieder in Ulm ins IrishPub gehen, kann mir das ohne Nebel gar nicht vorstellen. Da würde man dann ja mal quer durch den Raum gucken können…
Diese Ausgabe der “Tach, Post! 2.0″-Reihe ist nicht ganz so gelungen, das Thema war wohl doch zu ernst. Aber ich will es euch trotzdem nicht vorenthalten. Es ist die Mail eines besorgten Vaters, der aufgrund der Browser-History herausgefunden hat, dass sich die Tochter auf einem bestimmten Blog herumtreibt und hat nun Sorge, dass die Tochter da den total falschen Umgang hat.
Die Mail ging einmal an einen Blogger, bei dem ein Vater das vielleicht wirklich denken könnte (die Antwort gibts hier aber nicht zu lesen) und dann ging die Mail noch an Henning Schürig, der eigentlich (außer seinen grauen Haaren) kaum was vorzuweisen hat, was einen Vater verschrecken könnte. Und wie Henning reagierte, das gibts heute hier zu lesen. Mehr »
Kurzkritik: Interessante Dokumentation über Künstliche Intelligenz, die vor allem durch die sympathische Art des ehemaligen MIT-Professorn Joseph Weizenbaum getragen wird, der den ganzen Entwicklungen sehr kritisch gegenüber steht.
Und das in meinen Augen vollkommen zu Recht. Relativ oft hab ich mir im Laufe der 90 Minuten die Frage gestellt: "Und warum genau sollte man das wollen?"
Ich hatte (auch aufgrund des Untertitels "Von Computern und anderen Menschen") eher ein breiteres Spektrum erwartet als nur die KI und musste dann bald Erfahrungen aus meinem Studium wiederholen: KI ist zwar ein Thema, für das ich mich gerne interessieren würde, aber dann wird mir doch relativ schnell langweilig. Im Studium hab ich zweimal versucht (bei verschiedenen Dozenten) die KI-Vorlesung durchzuhalten, hab es aber nie über 3 Wochen geschafft.
Und auch der Film verlor im hinteren Teil einen Teil meiner Aufmerksamkeit...