Vaterlektion Nr.8: Ferien

04. August 2014 um 07:40 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Am Freitag war bei uns im Kindergarten der erste Ferientag und so habe ich gleich gelernt, dass “Ferien” sich nicht anders verhalten als “Wochenende”. Nämlich:

Ferien und Wochenende sind die Zeit, in der die Kinder von sich aus 1-2 Stunden früher aufstehen als sie es während der Kindergartenzeit tun (wo man sie unter lautstarkem Protest wecken muss, um überhaupt rechtzeitig dort anzukommen)

Das versprechen also 3 erholsame Wochen zu werden, da Ferien und Wochenende bei mir die Zeit ist, in der man nochmal 1-2 Stunden später ins Bett geht, da man ja endlich auch mal ein paar Sachen geschafft bekommen will.
Eine selten dämliche Kombination…

[Hmpf, das Serien-Plugin ist jetzt endgültig veraltet, hier mal eine manuelle Auflistung der vorherigen Lektionen (dort fehlt dann diese Lektion in der Auflistung), bis ich mir ein neues Plugin gesucht und die bestehenden Listen migriert habe. Nachts irgendwann, ich hab ja Ferien, da kann ich ja ausschlafen...]

Vaterlektion Nr.7: Babynahrung im Ausland

08. November 2010 um 20:00 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Letzte Woche ging es nach Holland in den Urlaub. Da wir ein wenig Gepäck sparen wollten, haben wir nicht für jeden Tag Breigläschen mitgenommen, sondern wollten dort welchen kaufen.
Und dabei wurde uns die folgende Lektion gelehrt:

Die Freude, die kulinarischen Genüsse eines fremden Landes zu erleben, müsen von einem Baby nicht unbedingt geteilt werden. Bevor man also ohne ausreichenden Vorrat in ein solches Land fährt, sollte man sich informieren, was die Kinder dieses Landes überhaupt zu Essen bekommen und ob dies mit den Essgewohnheiten des eigenen Kindes kompatibel ist.

In Holland sahen die Regale so aus:

babynahrung_holland
(Braune Bohnen mit Apfel, Risotto mit Tomaten, Gartengemüse mit Rindfleisch)

Auf den ersten Blick verwundern einen nur die braunen Bohnen (die in etlichen Babygerichten vorkamen, genau wie Kidneybohnen oder weiße Bohnen), die anderen beiden Gerichte sehen “normal” aus. Studiert man aber die Zutaten, so stellt man fest, dass auch dort gerne Knoblauch, Zwiebeln und andere ungewohnte Sachen (Weizenmehl, Haferextrakt etc.) drin sind.
Wir suchten eine Weile nach dem geringsten Übel und so musste Sohnvanone dann nicht in den “sauren Apfel” mit Bohnen beißen, kam aber um die Zwiebeln nicht drumrum (was er uns dann auch spüren ließ).

Auch gelernt:

Wenn man die Zutaten studiert, sollte man der Sprache einigermaßen mächtig sein. Auch wenn man Saft kauft. Und nicht einfach davon ausgehen, dass "dikke sap" nicht etwa "Direktsaft" bedeutet, sondern dort tatsächlich Dicksaft (0,5l) bei den Kindersäften steht, der im Verhältnis 1:10 verdünnt werden soll, sich aber nur einen Tag im Kühlschrank hält.

Dass Sohnvanone dann auch noch dachte, dass er mal wieder spontan aus den Windeln rauswachsen müsse (von denen hatten wir uns im Gegensatz zu den Gläaschen extra einen großen Vorrat für den Urlaub gekauft) und wir da auch auf merkwürdige Holland-Produkte zurückgreifen mussten (und die mitgebrachte Pampers-Kiste eben nicht bei der Rückfahrt wieder leer war und so Platz im Kofferraum schaffen würde…) erwähne ich jetzt mal gar nicht weiter…

Vaterlektion Nr.6: Windelgrößen

15. Juli 2010 um 22:52 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Und wieder was gelernt:

Will man mal ausprobieren, ob dem Baby auch schon die Windeln in einer größeren Größe passen, so sollte man das Baby in der Probezeit vom Sofa fernhalten.

Wobei es bei uns glücklicherweise nur nass wurde, hatten von der Lektion eigentlich vorher schon erzählt bekommen (da aber in der Form “nicht auf eine größere Größe umsteigen, ohne von der kleineren noch welche übrig zu haben”), da war es eine größere Sauerei.

Vaterlektion Nr.5: Babykleidung

05. Juli 2010 um 11:28 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

hemd_buegeln

Babys in Hemden sehen schick aus. Man sollte aber beachten: Wer es schon zeitraubend findet, seine eigenen Hemden zu bügeln, der wird an diesen kleinen Teilen seine wahre Freude haben. Denn weniger Stoff bedeutet nicht zwangsläufig auch weniger Arbeit...
Es fördert auch nicht zwangsläufig die Motivation, wenn man im Hinterkopf hat, dass so ein in mühevoller Kleinstarbeit gebügeltes Hemd, gerne auch mal 2 Sekunden nach dem Anziehen bespuckt wird und dann gleich wieder in der Wäsche landet, von wo es zwangsläufig wieder aufs Bügelbrett wandert...

Aber er sieht darin halt sooo süß aus…

Und an alle, die uns (bzw. Sohnvanone) ein Hemd geschenkt haben und nun ein ganz schlechtes Gewissen haben: Braucht ihr nicht! Obiges Hemd haben wir uns z.B. selber gekauft. Und zwar nachdem ich obige Lektion gelernt habe. Wer einen schönen Sohn haben will, muss eben leiden…

Vaterlektion Nr.4: Griffbereitschaft

02. Juli 2010 um 07:59 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Da ich bisher nie jemand war, der Nachts was zu Trinken brauchte (auch nicht nach alkoholreichen Partys), kam die folgende Lektion ziemlich unvorbereitet:

1. Dem Baby (vor allem Nachts) ca. eine halbe Stunde beim Trinken zusehen, macht unglaublichen Durst. Man sollte sich vorher also unbedingt ein Glas Wasser in Armlänge bereitstellen.

Aber das ist nicht alles…

2. Will man diese Momente für die Nachwelt festhalten, ist es hilfreich, den Fotoapparat schon vorher in Reichweite zu legen, denn oft ist Aufstehen dann unmöglich, ohne den Moment zu verlieren.

3. Auch ein Spucktuch sollte wirklich immer griffbereit sein. Immer. Überall.

Letzteres klappt bei uns sehr gut, manchmal komme ich mir vor, als führe Christo gerade in unserer Wohnung seine neueste Verhüllungsaktion durch. Wobei dann aber oft noch genau da das Tuch fehlt, wo man gerade sitzt…

Vaterlektion Nr.3: Newsletter

28. Juni 2010 um 11:30 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Die Rollen sind klar verteilt, wie die nächste Lektion einen lehrt:

Ein Vater hat keinen Baby-Newsletter zu bestellen, diese sind einzig für die Mutter bestimmt, auch wenn bei der Anmeldung ein Feld für "Herr" bei der Anrede existiert.

Als Beleg ein Ausschnitt aus dem aktuellen “Elternbrief” eines Babynahrungsherstellers:

elternbrief

Wenn de schon dynamisch den Namen meines Sohnes einbauen können, können die doch auch sicher zwischen meiner Brust und der von Frau Dr. Bü unterscheiden, oder ist das zu viel verlangt? Von einer Version für die Eltern, die gar nicht stillen, fange ich ja gar nicht erst an…

Vaterlektion Nr.2: Wann ein Baby schläft

22. Juni 2010 um 13:53 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Eigentlich ist es ganz einfach, vorauszusagen, wann ein Baby Hunger hat oder schlafen will:

1. Wenn ein Baby unglaublichen Hunger hat und die ganze Wohnung zusammenbrüllt, wird es einschlafen, sobald es die ersten Schlücke genommen hat.

2. Legt man ein schlafendes Baby aus dem Arm (weil man es. z.B gerade gefüttert hat und es dabei eingeschlafen ist) in sein Bettchen, wird es augenblicklich wach werden und unglaublichen Hunger verspüren.

3. Schläft ein Baby, wird es wach, sobald für die Eltern etwas warmes zu Essen auf dem Tisch steht und verspürt selber auch unglaublichen Hunger, so dass nur eines der Elternteile in den Genuss des warmen Essens kommt.

4. Schläft ein Baby seit einiger Zeit und sollte laut seinem "Rhythmus" demnächst wieder Hunger bekommen, gibt es zwei Möglichkeiten:
4.a Man hofft, dass das noch eine Weile gut gehen wird und widmet sich einer wichtigen Tätigkeit (z.B. Einkaufen). Folge: Das Baby wird sofort wach und fordert vollste Aufmerksamkeit.
4.b Man denkt: "Ach, dann warten wir halt mit der wichtigen Tätigkeit (z.B. Einkaufen) und gucken eine Folge 'Modern Family', dann wird er schon wach werden". Folge: Nach 4-5 Folgen 'Modern Family' wird das Baby dann endlich auch mal wach. Wenn man Glück hat, haben die Geschäfte nach der Fütterung dann noch geöffnet...

5. Morgens um halb 6 ist das Baby prinzipiell wach, egal wie die Nacht war.

Vaterlektion Nr.1: Ersatzkleidung

11. Juni 2010 um 10:35 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Als Vater lernt man auf einmal ganz neue Sachen. Ein paar dieser Lektionen möchte ich euch nicht vorenthalten, schließlich könnt ihr sie vielleicht auch mal gebrauchen.
Heute also: Lektion Nr.1:

Ein Baby bespuckt nicht nur zwangsläufig seine eigene Kleidung, darum ist es zwar toll, wenn man in der Wickeltasche 2-3 Ersatzteile für es parat hat, man sollte auch an sich denken, wenn man nicht voller vorverdauter Milch auf dem Hemd durch die Stadt laufen will.

vollgespuckt

Dazu gehört dann auch Noch Lektion Nr.1a:

Im Sommer ist es egal. Babymilchspucke trocknet bei Sonneneinstrahlung sehr schnell und hinterlässt kaum Rückstände.