Urlaub im Bayerischen Wald

14. Mai 2011 um 11:59 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

[Trigami-Review]

So, endlich ist es geschafft, das hier ist vermutlich der längste Beitrag, den DonsTag je gesehen hat. Normalerweise gibts meine Urlaubsberichte ja immer in kleinen Häppchen auf einen längeren Zeitraum verteilt, aber bei Auftragsarbeiten wie diesem hier, kommt das alles in einen Beitrag rein. Was euch aber nicht davon abhalten soll, das einfach häppchenweise über mehrere Tage verteilt zu lesen, es gibt einiges zu lesen und noch mehr tolle Fotos zu sehen. Hier als Warm-Up einfach mal alle geschossenen (und noch unbearbeiteten) Fotos (exklusive fast aller Sohnvanone-Fotos, also nur noch 721 statt 820) im Schnelldurchlauf:

Und ja, bei den Wasserrad-Aufnahmen hatte ich genau das schon im Hinterkopf, so viele Bilder hätte ich da sonst nicht von gemacht…

Etwa 160 dieser Fotos werdet ihr hier in diesem Artikel dann in schön aufbereitet wiederfinden, die 36 schönsten gibts außerdem noch in höherer Auflösung in diesem Flickr-Album zu bewundern.

Wie die Überschrift schon verraten hat, ging es in den Bayerischen Wald. Als ich den Auftrag das erste Mal gelesen hatte, dachte ich noch “Hui, da war ich ja noch nie”, als dann ich dann aber erfuhr, dass mein Hotel in “Sankt Englmar” sei, konnte mein Gedächtnis sich einfach nicht mehr dumm stellen und verriet mir, dass ich doch schon da war. Hier eine Postkarte, die meine Familie 1989 aus eben diesem Urlaub verschickt hat:

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Unser gewonnenes Wellness-Wochenende und mehr

05. Januar 2011 um 19:15 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

aussicht2

Wie ihr euch vielleicht erinnert, hatten Frau Bü und ich vor einiger Zeit mit unserem Beitrag zur Flip-Koch-Challenge ein Wellness-Wochenende gewonnen.
Sohnvanone war da gerade unterwegs und da es zeitlich nicht mehr vor der Geburt geklappt hatte, hatten wir mit dem Einlösen etwas gewartet, bis er von dem Urlaub auch was hat.

Und so ging es dann am Wochenende vor Weihachten nach Tirol ins Babymio, von dem Roke so geschwärmt hatten .
Und wie der Name schon sagt, gibt es da nicht nur Wellness (von der wir aber einiges hatten), sondern auch viel “Baby”.
Es handelt sich beim Babymio nämlich um ein Babyhotel, was man nicht nur an der Wickelstation auf dem Zimmer erkennt:

babyzimmer

Denn dazu gab es auch noch ein großes Babykost-Buffet, eine Hebamme im Haus, Babyschwimmen, Babymassage (Sohnvanone war da aber nicht so von zu überzeugen und hampelte und laberte lieber rum), Babywippen am Esstisch, Spielzeug auf dem Zimmer etc.
Eigentlich also alles da, was man so braucht, was den Kofferraum dann schön übersichtlich bleiben lässt.

aussicht1

Aber das ganze hat auch seinen Preis. Und der ist ordentlich. Ziemlich ordentlich. Für unser Gefühl zu ordentlich. Da pack ich mir lieber den Kofferraum mit allem voll, was wir brauchen (sind wir eh gewohnt) und zahlen nur die Hälfte. So viel kann der Kleine dann gar nicht essen, dass sich das lohnen würde.
Auch das Babyphone-System fanden wir etwas eigenartig. Dazu muss man nämlich beim Zimmertelefon die “Babyphone”-Nummer wählen und den Hörer offen hin legen. Nach einer Minute ist das Teil dann scharf. Gibt Sohnvanone nun einen Laut, läutet in der Rezeption das Telefon, irgendwer nimmt ab, hört sich an, was er zu sagen hat und gibt uns dann Bescheid (“Ja, also, da kam jetzt ein paarmal was und jetzt weint er ein wenig”). Alternativ konnte man sich das auch direkt auf sein Handy umleiten, aber das hätte dann natürlich Roaming-Gebühren gekostet. Unser eigenes Babyphone konnten wir nicht verwenden, da der Weg vom 4. Stock zum Speisesaal dann doch zu weit war. Aber ok, hat ja funktioniert…

Dafür war das Schwimmbad dann super (wenn auch für Nicht-Hotelgäste ziemlich teuer) und mit sehr viel Babyspielzeug ausgestattet.

schwimmbad

Unser größter Kritikpunkt war dann aber einer, der weniger mit dem Hotel, sondern mehr mit den Gästen zu tun hatte. Ok, in einem Babyhotel muss man damit rechnen, dass ständig irgendwo ein Baby brüllt (was dann gerne auch eine Kettenreaktion auslöst), das ist aber auch nicht unser Problem gewesen. Da halten wir es mit den WiseGuys, die im Lied “Kinder” (ab 1:20 gehts etwa los) singen:

 

Kinder find ich nicht so toll,
tut mir wirklich Leid.
Eins schmiert dir die Wände voll
und ein Andres schreit,
eins schmeißt wild mit Lego rum
aus Hartplastikbehältern,
doch was ich am schlimmsten find’,
sind die stolzen Eltern.
Was mir auf die Nerven geht,
sind die stolzen Eltern.

Stolze Eltern können nicht normal kommunizier’n:
Mitten im Gespräch krabbeln sie auf allen Vier’n.
Und sie reden so lang über Farbe und Gewicht
des Inhalts in der Windel ihres Babys, bis man bricht.
“Letzten Sonntag schlief die Anna durch bis kurz vor acht!”
“Is’ ja kaum zu glauben. Und was habt ihr sonst gemacht?”
“Unser Flori isst nicht viel. Das ist nicht gesund!”:
“Willst du jemand fressen sehn, dann kauf dir doch ‘nen Hund!”.

Und genau so war es dann auch im Speisesaal. Um uns rum saßen 4-5 Familien, die alle wohl schon die ganze Woche da waren und sich daher kennengelernt hatten. Und so ging es dann Abends immer quer durch den ganzen Raum. Jeder wusste über jedes Kind eine Geschichte zu erzählen, sprach überzogen laut mit dem eigenen Kind, damit auch jeder mitbekommt, wie toll er als Vater ist und versuchte auch alle anderen Kinder zu bespaßen.
Örks… Von “Entspannung” war da nicht viel zu spüren und mal vom Elterndasein abschalten war auch nicht möglich.

Unser Fazit also: Die Idee, in einem Hotel alles da zu haben, was man für einen Babyurlaub braucht, ist super toll und praktisch, für einen solchen Preis und die damit verbundenen Nebenwirkungen fällt das aber für uns flach. Da haben wir in “normalen” Hotels schon entspannendere Urlaube mit Sohnvanone unternommen.

aussicht3

So dann auch direkt im Anschluss an dieses gewonnene Wochenende.

Bevor es damit aber weitergeht, verweise ich aber noch schnell auf dieses Flickr-Set, in dem einige der hier gezeigten Fotos auch in höherer Auflösung zu sehen sind. Vor allem bei diesen Panoramabilden (ja, irgendwann sollte ich mir mal angewöhnen, bei Panoramaaufnahmen die Belichtung bei allen Bildern gleich zu halten…) könnte das ganz nützlich sein:

panoramen

Während die oberen beiden Panoramen (wie auch die drei Landschaftsbilder, die ich hier schon immer mal eingeflochten habe) unseren traumhaften Ausblick aus unserem Babymio-Hotelzimmer zeigen, gibts darunter dann eine Skipiste, die auch schon direkt zum Anschlussurlaub überleitet.

Für den ging es dann nämlich in ein bezahlbareres “normales” Hotel (mit Babybett) in den Nachbarort (St. Johann), wo schon mein Bruder mit seiner Frau einquartiert waren (das waren dann auch die “Nicht-Gäste”, die den stolzen Preis für das Babymio-Schwimmbad gezahlt haben) und wo wir dann noch für 4 Tage abseits der stolzen Eltern ein wenig Ruhe genossen.
Dadurch hatten wir dann natürlich doch alles Zeug im Kofferraum mitschleppen müssen, aber wie gesagt: So schlimm ist das auch nicht. Und Sohnvanone hatte in dem “Familienzimmer” dann auch deutlich mehr Platz, als in dem Doppelzimmer im Babyhotel (da hätte es natürlich auch größere Zimmer gegeben, hatten wir aber nicht).

Und während Frau Bü und meine Schwägerin mit Sohnvanone das Hotel und die Umgebung unsicher machten, genossen mein Bruder und ich die herrlichen Bedingungen auf den ziemlich leeren Pisten (die Vorweihnachtszeit sollte man sich für Skiurlaube echt merken. Ab Weihnachten gehts da wohl erst richtig los).

piste

Und nachdem wir dann mit 5- (Babymio) bzw. 4-Gänge-Abendessen unsere Mägen vorgedehnt hatten, stand der weihnachtlichen Völlerei auch nichts mehr im Wege (außer der Haufen Wäsche, der gewaschen werden musste, bevor es zwei Tage später direkt auf Weihnachtstour ging…).

Alles in allem ein sehr schöner Urlaub, den ich glatt in unsere zu festigende Weihnachtstradition aufnehmen könnte…

Vaterlektion Nr.7: Babynahrung im Ausland

08. November 2010 um 20:00 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Letzte Woche ging es nach Holland in den Urlaub. Da wir ein wenig Gepäck sparen wollten, haben wir nicht für jeden Tag Breigläschen mitgenommen, sondern wollten dort welchen kaufen.
Und dabei wurde uns die folgende Lektion gelehrt:

Die Freude, die kulinarischen Genüsse eines fremden Landes zu erleben, müsen von einem Baby nicht unbedingt geteilt werden. Bevor man also ohne ausreichenden Vorrat in ein solches Land fährt, sollte man sich informieren, was die Kinder dieses Landes überhaupt zu Essen bekommen und ob dies mit den Essgewohnheiten des eigenen Kindes kompatibel ist.

In Holland sahen die Regale so aus:

babynahrung_holland
(Braune Bohnen mit Apfel, Risotto mit Tomaten, Gartengemüse mit Rindfleisch)

Auf den ersten Blick verwundern einen nur die braunen Bohnen (die in etlichen Babygerichten vorkamen, genau wie Kidneybohnen oder weiße Bohnen), die anderen beiden Gerichte sehen “normal” aus. Studiert man aber die Zutaten, so stellt man fest, dass auch dort gerne Knoblauch, Zwiebeln und andere ungewohnte Sachen (Weizenmehl, Haferextrakt etc.) drin sind.
Wir suchten eine Weile nach dem geringsten Übel und so musste Sohnvanone dann nicht in den “sauren Apfel” mit Bohnen beißen, kam aber um die Zwiebeln nicht drumrum (was er uns dann auch spüren ließ).

Auch gelernt:

Wenn man die Zutaten studiert, sollte man der Sprache einigermaßen mächtig sein. Auch wenn man Saft kauft. Und nicht einfach davon ausgehen, dass "dikke sap" nicht etwa "Direktsaft" bedeutet, sondern dort tatsächlich Dicksaft (0,5l) bei den Kindersäften steht, der im Verhältnis 1:10 verdünnt werden soll, sich aber nur einen Tag im Kühlschrank hält.

Dass Sohnvanone dann auch noch dachte, dass er mal wieder spontan aus den Windeln rauswachsen müsse (von denen hatten wir uns im Gegensatz zu den Gläaschen extra einen großen Vorrat für den Urlaub gekauft) und wir da auch auf merkwürdige Holland-Produkte zurückgreifen mussten (und die mitgebrachte Pampers-Kiste eben nicht bei der Rückfahrt wieder leer war und so Platz im Kofferraum schaffen würde…) erwähne ich jetzt mal gar nicht weiter…

Sternenhimmel, Sternenhimmel, oho!

22. September 2009 um 22:35 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Irgendwann kommt man ja in das Alter, in dem man nicht mehr mit seinen Eltern in den Urlaub fahren will, weil das ja total doof ist. Glücklicherweise hab ich mich da erst relativ spät abgesondert, so dass ich im Alter von 14, 16 und 18 drei wunderschöne Urlaube (je 4 Wochen) in Amerika machen konnte.
Manche Erinnerungen sind leider etwas verblasst (ich sollte mir die Videos mal besorgen), was ich aber nie vergessen werde, ist der unglaubliche Sternenhimmel, denn wir auf unseren langen Fahrten über die ewig langen Highways ohne irgendeine Lichtquelle weit und breit vom Auto aus beobachten konnten. Das Spiel “Wer zuerst eine Sternschnuppe sieht” war schneller vorbei, als man die Regeln erklärt hat und irgendwie hatte man das Gefühl, dass der Himmel prozentual mehr Weiß- als Schwarzanteile hat.
Und eben dieses unglaubliche Gefühl, dass einem der Nachthimmel hier in Deutschland wohl nur an ganz ausgesuchten Plätzen bieten kann (wenn überhaupt), bringt das Video “Mountain Light” von Tom Malick perfekt rüber. Zu sehen ist der Himmel über dem Yosemite-Nationalpark und den White Mountians, beides Orte, an denen ich damals auch war (würde ich behaupten, bei den White Mountains bin ich mir nur zu 60% sicher).

Hier nun das Video, ihr schaut es euch aber am Besten direkt auf Vimeo an, da es hier ja viel zu schmal ist. Ich sollte echt mal mein Layout anpassen und mir mehr Content-Breite spendieren…

UPDATE: Hab mal ca. 20% mehr Inhalt Breite rausgeholt, ich nenne es “Postkarten-Look” (bei Problemen in irgendeinem (wichtigen) Browser bitte Bescheid geben):

Timescapes Timelapse: Mountain Light from Tom @ Timescapes on Vimeo.

PS: Ich geh mal davon aus, dass das hier nicht der letzte “Sternenhimmel” auf DonsTag bleibt, ihr dürft gespannt sein…

[via Feingut]

Wien – Tag 5: Schönbrunn, “Mozart-Friedhof” und abenteuerliche Heimfahrt

15. Juni 2009 um 23:07 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, die Wien-Urlaubs-Nachbearbeitung neigt dich dem Ende und somit gibt es hier dann bald wieder Content, der euch auch vielleicht mehr interessiert ;-)

Zuerst wie üblich die Übersichtskarte:


Wien – Tag 5 auf einer größeren Karte anzeigen

Sofort ersichtlich: Diesmal blieb die Innenstadt (bis auf einen kurzen Tortenaufenthalt zwischendurch) von uns verschont und wir widmeten uns den Randbereichen.
Zunächst einmal Schloss Schönbrunn, welches bei einem Wien-Urlaub ja nicht ausgelassen werden darf.
Warum dem so ist, weiß ich nicht genau, denn Belvedere war eigentlich viel schöner und die Führung im Inneren erinnerte sehr stark an die Führung im Sissi-Museum. Eigentlich könnte man sich Schönbrunn also sparen, aber dann käme man ja nicht auf so viel Wegstrecke, schließlich ist das Schönbrunner Areal nochmal riesig und lädt zum Wandern ein.

Am Anfang wird es aber erst einmal kompliziert, wenn man sich aus den zig verschiedenen Eintrittskarten-Kombipaketen (Imperial Tour, Grand Tour, Class Pass, Classic Pass light, Gold Pass, Sissi Ticket, teilweise um Einzelpakete erweiterbar) eins aussuchen muss. Glücklicherweise war die Schlange lang genug. Wobei wir am Ende dann doch ein eigenes Süppchen haben wollten (Classic Pass light, aber mit Führung statt Audio Guide), was dann überraschenderweise kein Problem war.

Da in diesem Paket der Irrgarten mit dabei war, ging es da dann (nachdem die Führung mitgemacht wurde) auch gleich rein:

1_schoenbrunn

Aber kaum drin, waren wir auch (ich nach einer, Frau Bü nach zwei Sackgassen) auf der Plattform angekommen. Ein Pups von einem Labyrinth, vor allem im Vergleich mit dem Maislabyrinth hier in Ulm. Der Einzelpreis von 2,90 Euro ist da mal ganz schöner Wucher, aber ok, wenn da auch mal Sissi durchgelaufen ist…

Weiter gings an dem Brunnen vorbei (ab jetzt also nur noch unterbelichtete Bilder, bzw. was ich davon noch einigermaßen retten konnte) und hoch zur Gloriette. Und gleich das System erkannt: So flach Wien auch ist, Schlösser werden immer an Bergen gebaut. Örks…

Hat natürlich auch seinen Sinn, denn so hat man dann von ganz oben (auf der Gloriette) einen super Blick über die Schloßanlage und die gesamte Stadt:

2_gloriette

Das Panorama gibts hier in groß.

Runter gings dann an der römischen Ruine (“Fake!”) vorbei und durch den Kronprinzengarten, der schließlich auch im Paket mit drin war (und der den Einzelpreis von 2 Euro auch nicht wirklich wert ist).

3_brunen_kronprinzgarten

Nun gabs die schon angemerkte Tortenverstärkung und dann war die Urlaubszeit auch schon fast vorbei. Auf dem Weg zum Flughafen machten wir schnell nochmal einen Stop beim St. Marxer Friedhof, der ab und an auch “Mozart-Friedhof” genannt wird, weil dort eben (irgendwo) Mozart liegt.
Eigentlich müsste hier ja der Zentralfriedhof auf dem Plan gestanden haben, aber Fluffi und Caro hatten uns vor unserem Abflug noch erzählt, dass der nicht so toll war, wie sie sich erhofft hatten (halt nur “groß”) und die lieber einen romantisch verfallenen Biedermeier-Friedhof, wie eben St. Marx gesehen hätten. Und das wollte ich dann auch lieber sehen.

4_friedhof

Für den Zentralfriedhof hätte die Zeit auch nie gereicht, denn wir hatten gerade einmal 30 Minuten, was effektiv 10 Minuten Friedhofszeit entsprach. Beim nächsten Mal gucken wir uns den wohl nochmal in Ruhe an, das war schon etwas merkwürdig, mit dem Reisezeug bepackt über Teile des Friedhofs zu hechten und schnell mal ein paar Blicke zu erhaschen (zum Mozartgrab haben wir es gar nicht erst geschafft).

Mal kurz noch zum Zentralfriedhof: Man liest und hört ja gerne, wie groß der doch ist. Und wenn man so auf den Stadtplan guckt, sieht der auch schon groß aus, aber wie groß der wirklich ist, kann man da auch nur grob abschätzen, weil man halt Wien und seine Größe auch nicht kennt und daher keinen guten Vergleich hat.
Ich hab daher mal den Friedhof im gleichen Maßstab (auch wenn es nicht so aussieht) neben mein Heimatdorf (knapp über 3000 Einwohner) gelegt und begann dann langsam zu begreifen, wie groß der ist. Das rot umrahmte ist unser Dorffriedhof:

7_vergleich

Da muss man dann doch etwas mehr Zeit für einplanen.

Apropos “Zeit einplanen”, handeln wir schnell den Rückflug an und kommen dann zu der abenteuerlichen Fahrt von München nach Ulm.

5_rueckflug

Beim Rückflug gabs diesmal keine Probleme mit der Erfüllung unseres Sitzplatzwunsches, obwohl die Maschine diesmal sogar ziemlich voll war. Dekorativ neben dem Speibsackerl übrigens der “schwarz-auf-weiß”-Beweis, dass der HSV es in meiner Abwesenheit tatsächlich noch auf Platz 5 geschafft hatte (hatte das bis dahin nur über SMS erfahren). Lustig auch, dass die überall dabei schreiben, welcher Österreicher wie lange mitgespielt hat…

Aber nun zur Rückfahrt. Zunächst mal sei angemerkt, dass wir von Wien nach München ungefähr so lange brauchten, wie vom Münchner Flughafen zu unserem Auto am anderen Ende von München. Preislich hat es sich auch nicht so viel gegeben (ok, das ist etwas übertrieben, aber dann doch traurig nahe an der Wirklichkeit). Und von München nach Ulm, also das hat dann nochmal eine halbe Ewigkeit gedauert (das nächste Mal fliegen wir definitiv wieder von Stuttgart, auch wenn wir da nette Übernachtungsgastgeber verpassen).

Aber von vorne: Schon bei der Abfahrt war klar, dass der Sprit nicht bis nach Ulm reichen würde, aber man tankt jetzt ja nicht an der erstbesten Haltestelle, sondern fährt halt auch mal ne Weile mit nem halb- bis viertel-leeren Tank, spart schließlich Sprit.
Irgendwie führten dann diverse Autobahnwechsler aber dazu, dass keine Tankstelle mehr kam (oder haben wir doch eine übersehen) und als die Restkilometeranzeige der 50 immer näher kam, hielt ich es doch mal für eine gute Idee, das Navi zu befragen, wann denn die nächste Tankstelle kommen würde. Direkt an der Autobahn war dann auch nix mehr erreichbar, aber Odelzhausen war keine 10 Kilometer entfernt und der Umweg war auch Minimal. Perfekt.

Also in der Theorie. In der Praxis durchbrach dann dummerweise ein LKW kurz hinter Odelzhausen die Autobahn, so dass die beidspurig zwischen Odelz- und Adelzhausen gesperrt werden musste. Und so ging es dann Meter für Meter im Schritttempo Richtung rettende Tankstelle. Trotz spritsparender Maßnahmen, ließ es sich die Restkilometeranzeige allerdings nicht nehmen, immer weiter zu sinken und uns dann bei “10km” endgültig den Angstschweiß auf die Stirn treiben zu lassen. Irgendwie haben wir es dann aber doch noch geschafft (bei der Abfahrt war dann noch der Kreisel der direkt zur Tankstelle führte halb gesperrt, glücklicherweise wurde der Autobahnverkehr dann einfach gegen den Uhrzeigersinn durch den Kreisel geschickt. Ich glaube wenn wir da stehen geblieben wären, hätten wir uns wenig Freunde gemacht…) und jetzt war uns jeder Preis Recht, die Kiste mal wieder so richtig voll zu tanken (55 Liter passen wohl rein).

6_tankstelle

Da “fuhr” es sich die restliche Umgehungsstrecke doch gleich viel entspannter (schneller ging es dadurch aber trotzdem nicht).

Irgendwann kamen wir dann auch in Ulm an und somit endet die Wien-Geschichte hier…

Wien – Tag 4: Das mittelalterliche Wien + Wien bei Nacht

11. Juni 2009 um 21:19 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Puh, so eine Urlaubs-Aufbereitung kostet echt mal Zeit. Heute den kompletten Feiertag damit verbracht die Fotos des vierten Tages zu sichten, auszusortieren (50:50), die Raw-Daten zu bearbeiten, alles zu verschlagworten, auf Flickr und Google-Maps zu stellen und dann diesen Blogbeitrag zu schreiben. So hat man dann quasi doppelt so lange vom Urlaub…

Und so sah der vierte Tag dann aus:


Wien – Tag 4 auf einer größeren Karte anzeigen

Los ging es auf der Freyung, hier sind wir vorher schon jeden Tag mehrfach auf dem Weg vom Hotel zur Stadt und zurück vorbeigelaufen, daher war uns der Platz ans ich schon bekannt (und die paar Marktstände da drauf waren jetzt auch nicht so berauschend). Aber wenn man sich das dann mal planmäßig anschaut, fallen einem dann doch noch ein paar tolle Sachen auf, wie der “bis auf Widerruf gestatteter Durchgang”, der uns in die wunderschöne Freyung Passage brachte, die gegen Ende dann mit dem sechseckigen Hof aufwartete. Sehr schön!

freyung

Danach dann noch über den Markt “Am Hof” geschlendert (das ist der Markt auf dem zweiten Foto von oben in der rechten Spalte), der dann schon deutlich interessanter war. Vor allem einen Stand mit lauter altem Metallspielzeug hätte ich fast leer kaufen können, wenn das ganze Geld nicht schon für Torten drauf gegangen wäre. So hat es nur noch für einen praktischen Multiplizier-Affen gereicht, den wir RoKe als Dank fürs Meerschweinsitten mitbrachten.

Danach gings dann zum Stephansdom um dort eine Führung durch die Katakomben mitzumachen. Neben einigen Särgen, unglaublich großen Mengen an aufeinandergeschütteten oder fein säuberlich geputzten und gestapelten Knochen gabs dann auch die Metallbehälter mit den konservierten Innereien der Habsburger zu sehen. Da das Ende der Führung dann außerhalb des “Steffls” war und uns das kurz gesehene Innere des Doms auch nicht so überzeugte (da hatten wir schon deutlich eindrucksvolleres gesehen (vermutlich, weil der gotische Stil zu ähnlich mit dem Ulmer Münster ist), gings dann auch nicht mehr zurück, sondern weiter zur Ankeruhr.

stephansdom

Die funktioniert so, dass jede Stunde eine andere Figur vor dem Zeitstrahl langläuft und mit ihrem Schild (auf dem die Stunde steht) auf die Minutenzahl zeigt.
Und um Punkt 12 gibts dann zur Feier der Tagesmitte eine Parade, in der alle Figuren in passender Musik zu sehen sind.
Klingt erstmal super, aber da die Figuren es überhaupt nicht eilig haben, dauert das ganze eine ganze Weile und kann den Spannungsbogen nicht wirklich lange aufrecht erhalten.
Wie haben uns dann vorzeitig verabschiedet…

akeruhr

Nächstes Ziel war die älteste Kirche Wiens (11 Jh.): Die Rupertskirche. Leider war die Samstags nicht zugänglich (außer Abends zur Messe, aber das musste ja nicht wirklich sein), so dass wir sie nur von außen zu Gesicht bekamen. Aber auch das hat sich schon gelohnt, da sie durch die Efeuumrankung sehr gemütlich aussah:

rupertskirche

Und obwohl wir jetzt schon unendlich viele Kirchen gesehen hatten, gab es immer noch mehr, die besucht werden wollten. Da hätten wir (die beiden oberen in der linken Spalte) die griechische Kirche beim Grichenbeisl und dann (die mittleren beiden rechts und das untere links) die Jesuitenkirche. Rechts oben gehts durch die Seitenstettengasse, die von zwei maschinengewehrbewaffneten Polizisten überwacht wurde. Warum dies so ist, kann man in diesem Wikipedia-Artikel nachlesen. Dort steht dann auch, dass dieses Viertel “Bermudadreieck” genannt wird, was Frau Bü sicher bestätigen kann ;-)

mehr_kirchen

Unten rechts dann noch das Mozart-Haus (das einzige noch erhaltene der 11 Häuser, in denen Mozart mal gelebt hat).
Und nachdem jetzt fast alles in der Wiener Innenstadt abgearbeitet war (der letzte Tag war für entferntere Ziele eingeplant), durften wir unseren Füßen mal eine längere Pause gönnen, was wir im Stadtpark dann auch taten.

pause_im_stadtpark

Danach ging es dann zurück zum Hotel, wo wir aber vorher noch schnell die Votivkirche direkt gegenüber mitnahmen, an der wir jetzt Tag für Tag vorbeigelaufen waren, ohne mal einen Blick ins Innere zu werfen (stand halt nicht auf dem Plan…). Dank der tiefstehenden Sonne gabs dann auch sehr nette Spielereien mit den bunten Fenstern:

votivkirche

Unten rechts der Mann mit dem fehlenden Kopf gehört allerdings nicht zur Votivkirche. Den fanden wir nach einer kurzen Pause im Hotel (ja, wir hatten schon die Pause im Park, aber der Abend sollte diesmal etwas länger werden, darum war das erlaubt…) an der Kirche “Maria am Gestade”. Für die Innenansicht blieb aber keine Zeit, denn Frau Bü musste uns nochmal mehr oder weniger souverän durch das Bermudadreieck führen, da wir uns da am morgen nicht nur ein Kino ausgesucht hatten, in dem wir uns die Zeit mit “Illuminati” (meinen Kommentar dazu gibts bei Bullion) vertrieben, sondern auch noch ein lecker Mongolian-Barbecue Restaurant gleich in der Nähe, in dem wir danach dann ganz alleine die verschiedensten Fleischsorten grillen ließen.

Warum das ganze Zeitspiel? Na um dann nach Sonnenuntergang noch in der Innenstadt zu sein und (fast) alles bisher gesehene nochmal im Dunkeln zu sehen.

wien_bei_nacht

Fazit: Mit einer optisch ansprechenden Beleuchtung haben es die Wiener nicht so, die machen einfach nur hell. Ausnahme ist das Rathaus, das wirklich sehr schön beleuchtet ist.

Danach dann die letzte Nacht im Hotel verbringen. Bei dem handelte es sich übrigens um die Hotel Pension Franz, die einen sehr gemütlichen Empfangs- und auch Frühstücksraum hatte.

hotel_pension_franz

Die Zimmer waren dann Standard, aber gut. Und auch Preis und Lage passten. Würde ich also nochmal hin.

Mehr Bilder in hoher Auflösung wie immer im zugehörigen Flickr-Set.

Wien – Tag 3: Hofburg und viele Kirchen

10. Juni 2009 um 11:49 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, nach kurzer Pause gehts nun mit dem Wien-Urlaub weiter. Zunächst wie immer unsere Tour:


Wien – Tag 3 auf einer größeren Karte anzeigen

Los ging es in der Hofburg, bei der wir eigentlich die “Morgenarbeit” (also das Training) der spanischen Hofreitschule anschauen wollten. Das “öffentlich” hatten wir irgendwie als “kostenlos” interpretiert, dem war aber nicht so, was wir erst bemerkten, als wie in der immer länger werdenden Schlange fast ganz vorne standen und 12 Euro für Dehnübungen war uns dann doch zu viel.
Also gleich weiter ins Sissi-Museum in der Hofburg. Dazu muss man anmerken, dass ich mich nicht erinnern kann, jemals einen Sissi-Film gesehen zu haben, was ich bisher auch nie bereut hatte. Aber die Führung (lohnt sich auf jeden Fall) war dann so nett (ich war übrigens der einzige Mann in der Gruppe, mal vom Führer abgesehen), dass ich das jetzt doch mal nachholen will. Allein, um die Kulissen wiederzuerkennen, ist ja schon was anderes, wenn Filme an Orten spielen, wo man schon war (deswegen will ich auch noch “Der Dritte Mann” sehen, obwohl wir uns die Kanalbesichtigung gespart haben, vielleicht ja das nächste Mal…).
Nach dem Sissi-Museum ging es dann noch in die Silberkammer (war halt im Preis mit drin), durch die wir dann am Ende nur noch zielstrebig zum Ausgang gespurtet sind, da Silberteller, Besteck und Porzellangeschirr jetzt nicht wirklich so lange einen Spannungsbogen aufrecht erhalten kann (ok, bei mir war schon nach der zweiten Gabel Schluss…).

Zeit also, sich den großen Hofburgkomplex mal von Außen anzusehen:

hofburg

Weiter ging es dann mit der Tour “Das Herz der Kaiserstadt” aus unserem Reiseführer (zu der natürlich die Hofburg schon gehörte) und so ging es für uns dann in einige Kirchen:

kirchen

Da hätten wir oben links die Michaelerkirche, daneben die Dreifaltigkeitssäule. Dann links (und rechts dieser schmale Platzhalter) die Peterskirche und auf den beiden unteren Bildern in der rechten Spalte die Augustinerkirche mit einer Gesamtansicht des Grabmals, das ich euch hier ja schon gezeigt hatte.

In der Augustinerkirche gibt es übrigens die Herzgruft, in der die herzen der Habsburger liegen. Die haben wir aber nicht besucht, wir haben uns mit den eingelegten Gedärmen in der Gruft unter dem Stephansdom zufrieden gegeben (dazu an einem anderen Tag mehr). Auch die Kapuzinergruft, in der dann die restlichen Teile liegen, haben wir nur bis zum Kassenhäuschen gesehen. Eine Gruft reicht…
Weiter ging es dann durch den Burggarten (bei dem wir dann doch mal eine Bank nutzten, um unseren Füßen eine Erholung zu geben) zum Naschmarkt, von dem wir dann aber ziemlich enttäuscht waren.
Vielfalt wurde uns versprochen, aber irgendwie hatte jeder Stand das gleiche: Wasabi-Nüsse und Trockenobst. Ok, das haben wir dann auch gleich beides gekauft (aber nicht bei einem der aggressiven Stände, die die penetranten Straßenverkäufer in Sri Lanka oder Ägypten erinnerten), aber irgendwie hatten wir da deutlich mehr erwartet.

Nunja, weiter ging es zur Karlskirche, die am vorherigen Tag ja dummerweise zu war, als wir davor standen. Nun war sie offen und nach einem nicht direkt günstigen Eintritt erwartete uns folgender Anblick des Decken-Fresko:

decke_karlskirche

Unser etwas älterer Reiseführer sagte dazu:

 

Während der Restaurierungsarbeiten (voraussichtliches Ende 2006) bringt ein Lift Besucher bis zu den Fresken in die Kuppel

Wikipedia meint zu dem “2006″:

 

Derzeit (bis etwa 2010) sind die Fresken in der Kuppel der Karlskirche über einen Panoramaaufzug zugänglich, der Besucher gut 32 Meter über Bodenniveau hebt; von dort aus ist auch der Zugang zur Laterne möglich.

Nun gut. Zum Einen ist es natürlich schade, dass man die Fresken nun nicht mit einem Blick sehen kann, sondern immer was im Weg ist, zum Anderen hat man natürlich selten die Gelegenheit, so ein Kunstwerk mal direkt aus der Nähe zu betrachten. Ok, das kommt jetzt nicht wirklich gegen die Höhenangst der Frau Bü an, die es auf der Plattform auch wegen der dort angebrachten Warnschilder nicht lange aushielt.
Aber auch mir wurde es auf dem letzten Abschnitt hoch in die Laterne etwas mulmig. Das Schild am Aufgang sagte etwas von “nicht mehr als 10 Personen gleichzeitig”, was aber von unten nicht wirklich abzählbar war. Die dort genannte Aufsichtsperson war auch nicht vorhanden, so dass man es halt einfach drauf ankommen lassen musste. Wohliger wurde mir dann auch nicht wirklich, als mir eine Gruppe von fülligeren Frauen entgegen kam, die das Gerüst doch ganz schön in Bewegung brachten. Naja, also schnell Fotos geschossen (die Aussicht über Wien von ganz oben ist übrigens aufgrund der Gitterfenster nicht wirklich berauschend, da hab ich deutlich besseres gesehen. Hab darum auch nur ein Bild von den Geldhaufen gemacht, die ganz oben auf den Fenstersimsem liegen) und dann nix wie runter auf den sicheren Boden.
Aber als Fazit fand ich es dann doch mal was besonderes, vor allem dieser Taube gang ganz oben (die mich in der Peterskriche schon faszinierte, oben bei den Bildern sieht man sie da auch ganz klein) mal so richtig Nahe zu kommen. Wer also vor 2006 2012 noch nach Wien kommt und mit Höhenangst kein Problem hat, sollte sich das mal angucken.

karlskirche

Enttäuscht vom Nachmarkt, verärgert über den viel zu kleinen und viel zu teuren Topfen-Strudel direkt daneben und verängstigt von der Höhe, musste Frau Bü jetzt erstmal aufgebaut werden. Und wie könnte man das besser machen, als mit einem Besuch der Geschäfte in den Ringstraßen-Galerien? Schließlich musste ja eh eine neue Handtasche her.
Die war dann auch bald zur großen Freude gefunden, nur leider nur noch in braun (statt schwarz) auf Lager. Naja, egal, braun tuts auch, dann muss halt irgendwann nochmal eine schwarze gekauft werden, Handtaschen kann man ja nie genug haben. Nach abgewickeltem Kauf, sollte es dann wieder raus aus den Gallerien gehen, doch als wir am Schaufenster eben “unseres” Ladens vorbeikamen, fiel Frau Bü dann gleich eine Schaufensterpuppe ins Auge, die “ihre” Handatsche trug. In schwarz! Also schnell wieder rein in den Laden und nett gefragt, ob die Puppe nicht auch ohne die Handtasche glücklich ist. Nach kurzer Bedenkzeit wurde dem dann zugestimmt und wir konnten die Taschen tauschen. Doch hui, beim Blick auf den Kassenzettel der braunen Tasche guckte die Verkäuferin ungläubig und fragte, ob wir die heute gekauft hätten. Ja, hatten wir, vor wenigen Minuten, ein Stock höher. Ja huch, da ist wohl was falsch gelaufen, denn eigentlich hätte es da 20% drauf geben sollen.
Und so kam es dann, dass wir wieder aus dem Laden gingen, diesmal aber mit der Handtasche in der richtigen Farbe und mehr Geld im Geldbeutel. Und schon war Frau Bü kuriert.
Da konnte ihr auch die “Mozart-Mafia” nichts mehr antun: Überall lauerten Männer in Mozart-Kostümen, die einem Tickets für eine Musik-Veranstaltung aufdrücken wollten. Schon etwas nervig…

innenstadt

Nach einem sehr leckeren türkischen Abendesssen direkt neben unserem Hotel wartete ich dann noch die “blaue Stunde” ab, um mich mit der Kamera mal der Votivkirche (auch direkt beim Hotel) anzunehmen. Von da sah ich dann in der Ferne eine andere schön beleuchtete “Kirche”, die sich aus der Nähe dann (die blaue Stunde war mittlerweile schon vorbei, ohne gescheites Stativ (hatte nur ein Miniteil dabei, gelegentlich musste dann mein Schuh aushelfen) dauerte das alles doch etwas länger) als Rathaus entpuppte. Trotzdem schön…

nachts_in_wien

(Das “Hotel Regina” war übrigens nicht unser Hotel (zu dem dann am letzten Tag mehr), war einfach nur nett beleuchtet)

Mehr Bilder in hoher Auflösung wie immer im zugehörigen Flickr-Set.

uxori_optimae

UXORI OPTIMAE

04. Juni 2009 um 22:24 von donvanone

uxori_optimae

Der dritte Wien-Tag ist fototechnisch endlich auch durchgearbeitet (Blogbeitrag kommt dann hoffentlich morgen) und so gibt es heute das traditionelle Extra-Foto im Bilderrahmen (Hier auch in Groß). Heute: Das Grabmal von Erzherzogin Marie Christine in der Augustinerkirche (mehr Infos und Fotos)

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wie_alte_postkarte

Wie(n) eine alte Postkarte

01. Juni 2009 um 17:52 von donvanone

wie_alte_postkarte

Blick vom Donauturm. Hab bei der Nachbearbeitung ein wenig zu stark an den Reglern gedreht und jetzt sieht es irgendwie genauso aus, wie die Postkarten aus den 70er Jahren (oder so), die man bei der Oma auf dem Speicher findet.
Hier fällt mir jetzt auch erst die unterschiedliche Färbung der beiden Donau-Kanäle auf…

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Wien – Tag 2: Staatsoper, Wiental, Donau und Prater

01. Juni 2009 um 17:48 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, weiter gehts mit Tag 2 des Wien-Urlaubes, hier zunächst die Tour mit wichtigen Etappen als Bildern:


Wien – Tag 2 auf einer größeren Karte anzeigen

Los ging es in der Wiener Staatsoper, die nur an diesem Tag bei der “10 Uhr”-Führung auch einen Gang auf die Bühne versprach. Und diese Führung kann ich nur jedem empfehlen, das sah da nicht nur alles äußert riesig und prunkvoll aus, es gab auch noch etliche unglaubliche Informationen. Z.B., dass dort wegen der täglich wechselnden Vorstellungen und der Proben für Stücke weiter vorausliegender Tage zweimal am Tag die Kulisse komplett ab- und aufgebaut wird, wobei die in schöne kleine Teile zerlegt werden muss, da sie nicht in der Oper, sondern 3km entfernt gelagert werden muss. Oder aber, dass die Oper im Jahr so viel Strom wie eine 30.000-Einwohner-Stadt verbraucht und daher 2 eigene Kraftwerke hat.
Aber allein für den imposanten Eindruck, den der Zuschauerraum bietet, hat sich das schon gelohnt. Ok, das hätte man auch billiger haben können, denn täglich werden da Stehplatzkarten für 3 Euro verkauft. Dabei muss man dann aber nicht nur während der mehrstündigen Oper Stehvermögen beweisen, sondern auch davor beim mehrstündigen Anstehen an der Kasse. Das war dann irgendwie nichts für uns, aber irgendwann kommen wir sicher mit einer Sitzplatzkarte wieder…

staatsoper

Jeder Sitz hat übrigens (sieht man unten rechts) ein kleines Display, auf dem man sich den gerade gesungenen Text in verschiedenen Sprachen anzeigen lassen kann.

Weiter ging es dann mit einem kurzen Abstecher zum Nachmarkt, um zu prüfen, ob der am Feiertag wohl zu hat (hatte er) und dann zur Karlskirche, die zu der Zeit aber auch zu hatte. Das Wien-Museum hatte dann immerhin offen, hat uns aber nicht interessiert.
Also direkt weiter zum Stadtpark, in dem man dann endlich auch mal den Fluss sieht, der der Stadt Wien den Namen gegeben hat:

stadtpark

Von da ging es dann ausnahmsweise mit der U-Bahn weiter, was aber nicht verhindern konnte, dass dieser Tag mit fast 20km Laufweg der längste Marsch des Urlaubs wurde. Neben schmerzenden Füßen kamen da dann immer mehr auch Rückenschmerzen dazu. Man wird alt..
Naja, mit der U-Bahn ging es dann auf jeden Fall zur alten Donau, wo sich der gesamte obere Strandbereich (über 1km) als abgesperrtes Strandbad herausstellte, so dass wir da außer einen grünen Hecke nicht wirklich viel zu sehen bekamen. Ich kann daher Nachahmern nur empfehlen, durch den Donaupark zum Donauturm zu gehen, da wird dem Auge (wir wir dann von oben vorm Turm aus sehen konnten) mehr geboten.
Das Café am Fuße des Turmes kann ich übrigens nur empfehlen, das ist preislich tatsächlich in Ordnung und die Torten waren sehr sehr lecker (ich glaub die besten des Urlaubs, Frau Bü sieht es aber nur auf Platz 2). Hier hab ich dann auch in einer herumliegenden Zeitung von der UEFA-CUp-FInal-Niederlage von Bremen erfahren. Da läuft es sich dich gleich viel beschwingter weiter…
Vom Turm aus planten wir dann auch die weitere Route, kurz hinter dem Turm ging es über die Brücke auf die Donauinsel, die eine gigantische Grünanlage mit Strand auf beiden Seiten darstellt und (wie auch schon das Strandbad und sicher auch die in der Nähe gelegene Schwimmbad-Insel “Gänsehäufel“) von Menschen rege befüllt war (Feiertag und gutes Wetter, klar).

donau

Von da dann die Skyline der UNO-City bewundern und über die Reichsbrücke weiter zum Prater, wo wir und die Fahrt auf dem Riesenrad natürlich nicht haben nehmen lassen, von den restlichen Achterbahnen und so hielten wir uns aber fern, es musste ja weitergehen.

prater

Hinter dem kleinen “Volksprater” liegt der große “eigentliche” Prater, der sich wieder als riesige Grünfläche mit unendlich vielen Menschen (meist leicht bekleidet und auf Handtüchern liegend) herausstellte. An mangelnden Naherholungsgebieten kann sich ein Wiener ganz sicher nicht beklagen, das ist echt mehr als vorbildlich. Untermalt wurde das ganze dann noch von rhythmischen Samba-Trommelern. Sehr schön.

Aber dann irgendwann auch wieder vorbei und schwups, standen wir auch schon vor dem Hundertwasserhaus. Gegenüber in der “Hundertwasser Village” konnte man dann auch eine Toilette im Hundertwasser-Stil bewundern, was jetzt aber nicht der Riesenbrüller ist. Da lohnt sich das KunstHausWien dann mehr, welches auch im Hundertwasser-Stil gehalten ist und eben auch seine Bilder ausstellt. Sehr schick, auch wenn der Typ mit in dem dort gezeigten Video doch irgendwie sehr strange vorkam…

hundertwasser

So, in der “restliche Bilder”-Collage gibts dann jetzt auch noch ein paar Bilder von der Karlskirche, mehr dazu aber an einem anderen Tag, als die dann auch mal offen hatte als wir da waren. Außerdem ein Blick in das Schaufenster der Hofzuckerbäckerei Demel und das vom Seifenladen Lush, der sicher auch was für Ke wäre…

rest

Abens gab es im Hinterholz (sehr netter Biergarten) dann nochmal ein kulinarisches Highlight. Und damit meine ich nicht mein Wiener Schnitzel (musste einmal im Urlaub ja sein), sondern Frau Büs “Alt Wiener Tafelspitz” mit Cremespinat, Rösti und Apfelkren. Für alle Nicht-Bayern und Nicht-Österreicher: “Kren” ist Meerrettich. Und Apfelkren dann eben Apfelkompott mit Meerrettich (Hier gibts Rezepte). Die Kimbo klingt irgendwie gewagt, aber geschmacklich war es echt perfekt, eine sehr empfehlenswerte Kombination, wird von uns sicher noch nachgekocht. Lecker, lecker, lecker

abendessen

Mehr Bilder in hoher Auflösung wie immer im zugehörigen Flickr-Set.
(Dazu mal kurz meine Strategie: Die Fotos auf der Google-Karte sind mehr ortsbeschreibende Fotos, also “da waren wir”, die Fotos hier im Blog sind dann dazu da, das im Text beschriebene zu bebildern und auf Flickr gibts dann nur die “schönsten” Bilder, also nicht die typischen Urlaubsschnappschüsse, sondern besonderere Aufnahmen. Es kann also Fotos geben, die nur in einem der drei Orte zu finden sind, es gint aber auch Überschneidungen)