News aus Ulm

17. Januar 2010 um 23:40 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback
  • Letztens hat Co angerufen und gefragt, ob es uns denn gut gehen würde, ihr Vater hätte da so Nachrichten aus Ulm gehört. Für alle, die sich auch Sorgen machen: Ja, es geht uns gut. Wir waren zwischen Weihnachten und Silvester auch fast gar nicht in Ulm und erst Recht nicht am Bahnhof (gut, dass wir das Auto gekauft haben, sonst wären wir in der Zeit sicher am Bahnhof gewesen), wo vermutlich eventuell der Auslöser der Legionärskrankeitswelle herkommt. Mehr Infos hier und hier.
  • Letztes Jahr hatte ich mich über den Mittelalter-Markt in Ulm beschwert. Die Hauptmängel waren die schlechte, unpassende Lage und der überteuerte Preis.
    Am Freitag hatte ich dann eine Dame von den Organisatoren am Telefon (da sie gerne Fotos von mir auf ihrer Webseite (die wohl gerade neu gestaltet wird) und evtl. auch im Flyer nutzen will), die mir dann mitteilte, dass man aus den Fehlern gelernt habe und in diesem Jahr alles besser wird. Der Ort wird dann (7.-9. Mai, ein Zeitraum, in dem ich wohl verhindert sein werde) das schöne Kloster Wiblingen (ich berichtete, zudem auch das aktuelle Digitalender-Blatt) sein, was von der Atmosphäre ein riesen Sprung ist. Und da man da den Markt (im Kloster-Innenhof) vom Turnier (auf der Wiese) trennt, gibt es auch separate Eintrittskarten, wodurch es billiger wird, wenn man nur auf den Markt will und am Turnier eh kein Interesse hat.
    Und da die Einnahmen an den “Förderkreis für tumor – und leukämiekranke Kinder Ulm e.V.” gehen, will ich wegen leicht überteuerter Preise auch nicht meckern (letztes Jahr haben die wohl dank des Sturms nicht wirklich was rausholen können), hab denen im Gegenteil meine Fotos umsonst überlassen.
  • Heute hats gewaltig getaut, die Sonne hat sich sogar mal kurz zeigen lassen (aber nur sehr kurz, leider nicht heute Nachmittag, sonst hätte ich euch ein paar Fotos vom Narrensprung (alemannischer Fastnets-Umzug) mitgebracht, so hatte ich dann aber doch keine Motivation hinzugehen…) und das Thermometer auf 10 Grad (ja, plus!) steigen lassen (ok, es hing nicht im Schatten, aber egal).
    Passend dazu mal ein paar ältere Bilder von einer Outdoor-Kerze, die auf unserem Balkon steht (ja, hätte ich auch reinholen können, genau wie die Balkon-Möbel, aber das passt schon…). Hier hatte sie auf irgendeine Art, die mir unbekannt ist, einen Eiszapfen abbekommen:
  • eiszapfen_in_kerze

    Und hier dann ein paar Tage später, unter einer dicken (die wurde noch dicker, ist jetzt aber wieder komplett weg) Schneedecke:

    schnee_auf_kerze

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    Bei den Württemberger Rittern in Stetten ob Lontal

    22. Juni 2009 um 23:45 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Vor etwas über einem Monat war ich ja von dem Ulmer Mittelaltermarkt etwas enttäuscht und so hat mir Ormus dringendst zum Turnier der Württemberger Ritter (die damals auch in Ulm waren) in deren Heimat, nämlich in Stetten ob Lontal, geraten. Und weil ich ja will, dass ihr auch immer das tut, was ich euch rate, muss ich natürlich mit gutem Beispiel voran gehen und auch auf meine hoch geschätzten Leser hören.
    Allerdings konnte ich den Tipp nicht zu 100% erfüllen, da ich die äußerst schick gewandeten RoKe begleiten durfte und die den kleinen (ebenfalls schick gewandeten) Lu dabei hatten, der Abends halt zeitig wieder heim musste. Die brennenden Strohballen durften wir dann aber trotzdem erleben (wie ihr auf dem Foto gestern schon sehen konntet), dazu aber später mehr…

    1_ritter

    Das Hauptaugenmerk lag hier (anders als in Ulm) auf dem Ritterturnier, welches zweimal täglich ausgetragen wurde und über das gesamte Wochenende eine durchgehende Geschichte erzählte (man hätte sich also quasi alle sechs Turniere angucken müssen, um alles gesehen zu haben). Daneben gabs dann noch ein (bzw zwei?) große Zeltlager, so dass in Kombination mit dem wunderschön aufgebauten Rittergut eine wirklich klasse Atmosphäre entstand. An dieser Stelle dann also nochmal ein ausdrückliches Dankeschön an Ormus für den Tipp.

    2_ambiente

    In Ulm hatten Frau Bü und ich vom Turnier ja nicht viel mitbekommen, da wir nur noch einen Platz in der dritten Reihe bekamen. In Stetten hatte ich nur kleine Kinder vor mir, so dass das alles gar kein Problem war (ok, die Helium-Ballons hätten sie dann nicht unbedingt verteilen können, da hab ich mir ab und an doch mal ne Nadel gewünscht…).
    Und so bekam ich dann alles schön mit. Die einzelnen Spiele wurden immer mal wieder durch kleine Auseinandersetzungen unterbrochen (in denen dann auch mal ordentlich aufeinander eingeprügelt wurde) und blieben so ständig unterhaltsam.

    3_turnier

    Am Ende wurde dann der Sieger gekürt und einvernehmlich durchs Feuer geritten:

    4_feuer

    Aber damit war das ganze dann noch nicht vorbei, denn der Sieger (Andreas le Haziel von Flandern) wollte nicht wirklich ohne die Prinzessin gehen und stahl die sich daher geschwind vom Pferd. Das konnten sich die Hausherren natürlich nicht gefallen lassen und so kamen dann die brennenden Strohballen ins Spiel, die mit zwei Katapulten quer über den Turnierplatz geschleudert wurden.
    Irgendwann konnte ich mit meinem Tele-Objektiv nicht mehr viel erkennen, alles war nur noch hell und dann machte sich auf einmal auch eine wohlige Wärme breit. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass um mich rum alle Zuschauer panisch die Flucht ergriffen hatten, da der Strohballen doch bedrohlich nah kam (der wollte einfach nicht aufhören zu rollen).
    Kurz vor der Absperrung (man beachte auf dem untersten Foto die schwarze Rollspur auf dem Boden, von da wurden die Dinger dann von den Rittern schnell wieder in die Feldmitte geschafft) ließ er es dann aber doch gut sein, so dass ich hier unversehrt berichten kann…

    5_katapult

    Fazit: Wieder ein Grund mehr, den Ulmer Mittelaltermarkt nicht zu beachten…

    Mehr Fotos wie immer im zugehörigen Flickr-Album.

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    Viereinhalb Taler

    14. Mai 2008 um 22:11 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Schattenspiele

    Ja, Roke hatte mit “ Sit willekommen – uf eyner Reise in vergangene Tag…” sicher die tollere Überschrift, aber die war ja nun schon vergeben und so musste ich mir was neues überlegen. Und so mache ich mal gleich den Preis meines unglaublich leckeren Met-Bieres zum Einleitungsthema (und eben der Überschrift): Viereinhalb Taler (oder doch “Thaler”?).
    Kurz ein kleiner Einschub in meine vollkommen falsch angefangene Einleitung, die euch irgendwie im Regen stehen lässt, weil ihr gar nicht wisst, worum es denn geht. Um Regen geht es auf jeden Fall nicht, denn das Wetter war am Wochenende einfach fantastisch. So fantastisch, dass ich mit Roke eine Zeitreise ins Mittelalter unternommen habe. Genauer gesagt eine Reise zum Ritterturnier der  Armati Equites. Und wie man  hier lesen kann, haben die sich nicht lumpen lassen, und uns Besuchern auch einiges geboten: Um die 450 mittelalterliche Darsteller, über 110 mittelalterliche Zelte und 41 Marktstände. Und an mindestens einem davon (um die Einleitung endlich abschließen zu können) gab es Met-Bier. Also Bier mit Met. Hab ich noch nie getrunken und war auch erst etwas skeptisch, so dass ich zunächst mal ein Radler vorgezogen habe (war ja auch so heiß und man hatte Durst). Dann aber das erste Met-Bier: Ganz schön süß und irgendwie wirkkungsvoller als ein Radler. Und mit jedem Schluck leckerer. Also blieb es nicht bei einem…

    RitterGanz am Ende wollte ich dann doch wieder etwas langsamer machen (die arme Ke sollte ja nicht zu sehr mit zwei lustigen Kerlen belastet werden) und so kam dann nochmal ein Radler obendrauf. Das war dann irgendwie gar nicht mehr so lecker, so ein Met-Bier legt die Latte doch schon was höher.
    So, jetzt dachte ich, die Einleitung wäre fertig, aber irgendwie bin ich noch gar nicht auf die “Viereinhalb Taler” eingegangen. Also: Eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich es deutlich merkwürdiger fand, dass jemand “viereinhalb” vor einer Währungseinheit gesagt hat, als dass jemand “Taler” statt “Euro” haben wollte (hat natürlich trotzdem nur Euro gekriegt, aber das würde jetzt die Einleitung wirklich sprengen…). Ich meine, wie klingt denn bitte “viereinhalb Euro”. Genau. Komisch. Aber “Vier Taler fuffzisch” klingt auch merkwürdig. Ro hat dann mit “Vier Taler und der Silberlinge Fünfzig” einen Vorschlag gemacht, mit dem ich mich sehr gut anfreunden konnte…

    So, die Einleitung wäre geschafft und jetzt weiß ich irgendwie kaum noch was, was in den Hauptteil könnte. Außer vielleicht: Roke haben nicht übertrieben, als sie immer wieder von dem Event in Waldreichenbach geschwärmt haben und ich bin ihnen dankbar, dass sie mich mitgenommen haben. Ich hab noch nie so einen perfekten Mittelaltermarkt gesehen. Eine überragende Mehrheit der Besucher war in den tollsten Kostümen verkleidet, es gab an allen Ecken immer mal wieder Live-Musik, einen witzigen Straßenzauberer und auch sonst hat die Stimmung einfach gepasst. Sehr sehr toll.
    Mehr bauch ich auch gar nicht sagen, denn zum Glück hab ich ein paar Fotos gemacht, die ja viel besser für sich sprechen können. Man beachte Gefatter Tod und das ultimative Highlight: Den Bettler! (der hat (danke an Roke für den Tipp) sogar ne  eigene Website. Lange Haare  standen ihm besser…)

    Mittelalter

    Abschließend noch: Geröstete Kokosnussraspel sind mal total lecker (Frau Büs Einwand, dass Kokosnüsse ja wohl nichts mit Mittelalter zu tun hätten konnte ich mit einem Verweis auf die Ritter der Kokosnuss elegant abwenden) und falls einem zu kalt werden sollte und das Auto viel zu weit weg steht (krass, was da los war, so viele Autos findet man ja normalerweise nur Samstags auf einem IKEA-Parkplatz), kann man auf dem Markt auch noch schicke Mäntel kaufen. Wenn man aber ein echter Rittersmann ohne Furcht und Tadel ist, dann wird einem einfach nicht kalt. Hätte ja sonst niemand mehr mein super Drachenbändiger-T-Shirt gesehen…

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