Molekulare Cocktails

02. Januar 2009 um 18:32 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Molekulare Cocktails -  Blick hinter die Kulissen

Wie schon im Silvesterbeitrag erwähnt, haben RoKe mir zum Geburtstag ein Set geschenkt, mit dem man molekulare Cocktails herstellen kann. In diesem Set sind 7 Pülverchen (siehe  hier) sowie ein Buch mit Rezepten enthalten. Zu kaufen gibt es das zum Beispiel  bei Amazon (Partnerlink, wie auch die nachfolgenden Links zu Amazon). Dort kann man auch  nur das Buch kaufen, was aber jetzt eigentlich nur darum von mir besonders erwähnt wird, mal man  hier einen Blick ins Buch werfen kann. Da findet man dann neben einem Überblick der Rezepte auch eine Einführung, die auch etwas näher (der Detail-Teil fehlt hier, ist aber vorhanden) auf die Zutaten eingegangen wird:

 

Die Texturgeber sind auch keine gesundheitsgefährdenden Chemikalien, vielmehr handelt es sich um neu entwickelte Gelier- und Verdickungsmittel, die aus Algen, Seegräsern, Pflanzenfasern oder Samen gewonnen werden. Es sind alles natürliche Produkte ohne chemische Zusatzstoffe, die zudem geschmacksneutral und farblos sind.

Und diese “Texturgeber” können mit den sonst flüssigen Cocktails ne ganze Menge anstellen, wovon ich bisher auch noch nicht alles (z.B. unter UV-Licht leuchtende Cocktails) ausprobiert habe. Genauer gesagt hab ich erst zweimal mit dem Zeug experimentiert und mir da dann Ideen für die Silvesterparty gesucht (das Buch diente meist nur als Anregung, nur der Martini mit Olivenchip stammt (allerdings auch nicht 1:1) aus dem Buch).

Fangen wir mal mit der meiner Meinung nach lustigsten Sache an: Cocktail-Kaviartröpfchen:

Molekulare Cocktaildrops

Hier gibt man zunächst eines der Pulver in den Cocktail, ein anderes gibt man in Wasser. Tropft man nun den Cocktail ins Wasser, bekommt er da eine feste Schale und behält so seine Tropfenform. Mit etwas Geschick (mir ist es nicht so sonderlich gelungen) kann man auch größere Tropfen machen, die dann im Mund aufplatzen und den flüssigen Cocktail freigeben.
Da mir das aber zu unsicher war, hab ich an Silvester nur auf Kaviarhäppchen (Bild ganz unten, darüber sieht man die blauen Tropen auch mal in O-Saft schwimmen) gesetzt. Neben den Blue Curacao-, Orangensaft- und Pfefferminzschnaps-Kügelchen, waren eigentlich noch rote geplant. Die von meiner Oma angesetzten schwarzen Johannisbeeren haben sich aber mit dem Pulver nicht wirklich vertragen und hat sich schon vor dem Tropfen in eine geleeartige Masse verwandelt. Geht halt nicht mit jeder Flüssigkeit (wird im Buch auch näher drauf eingegangen).

Hab euch auch mal ein Video vom Entstehungsprozess vorbereitet:

Allerdings hab ich hier noch ein wenig das Problem, dass die Kügelchen mit der Zeit Flüssigkeit abgeben und dann nicht mehr so schön kugelig aussehen. Irgendwas stimmt da noch nicht. Hat aber keinen gestört…

Zu diesen Häppchen gab es dann noch etwas Obst:

Molekulare Cocktails

Ganz oben die Orangenscheiben, die sich erst auf den zweiten Blick als Orangenschale mit geliertem Wodka-O zu erkennen geben. Darunter dann meine Probe-Mandarine, gefüllt mit Wodka-O-Schaum. Zwecks Abwechslung hab ich die Mandarinen an Silvester (unteres Bild) dann mit Planters-Punch-Schaum gefüllt. Der war auch leckerer, auch wenn er farblich nicht ganz so erfrischend aussieht…

Und dann gab es zu späterer Stunde noch einen Martini, der geliert und in dünne Scheiben geschnitten war. Dazu hätte es noch einen Wodka-Schaum geben sollen, den hab ich aber dann nach Absprache mit meinen Gästen weggelassen. Die dazugehörige Olive gab es dann aber natürlich auch nicht in normaler Form, sondern als Olivenchip, der ganz ohne die Pülverchen hergestellt wird, sondern (nach meiner Abwandlung) nur mit Zutaten, die es bei uns eh im Haus gab. Und obwohl mir Oliven eigentlich nicht schmecken, kann ich diese Chips nur empfehlen (mein Vater ist da übrigens anderer Meinung, aber der hat die auch zu dick gemacht, so dass sie nicht knackig wurden, sondern noch weich waren. SO haben sie der Frau Bü auch nicht geschmeckt…)

Molekularer Martini

Alles in Allem wirklich eine sehr witzige Sache, nochmal vielen Dank an RoKe für das super Geschenk. Und wer weiß, vielleicht probiere ich ja irgendwann auch mal die  molekularen Nachspeisen oder  Hauptgerichte aus…

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15 Kommentare »

Vermischtes (II)

23. November 2006 um 01:11 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Muss mal wieder ein paar gesammelte Links abarbeiten:

  • Daniel,  Fluffi und ich hatten ja vor etwa einem Jahr so Tropfenfotos gemacht (was erklär ich groß:  angucken!). Die sahen (sagen zumindest alle anderen, ich kann mich hier ja nicht selber loben, oder?) schon ziemlich cool aus. Was ich aber jetzt im  Photoshop-Weblog (übrigens ein  geographischer Blognachbar) gesehen habe ist noch ne Ecke toller, wenn auch gefaket:

    Feuer-Wasser

  • Ganz schnell muss ich noch  das hier verlinken, da es ab Samstag ja endlich aufwärts geht (die Bayern sind doch ein klasse Aufbaugegner) und der Link damit seine Gültigkeit verliert.
  •  Beim Steel, dem momentanen Lieblingsblog von irgendwie allen Leuten hab ich dann einen Link zu einem  Artikel im Kölner Stadtanzeiger gefunden. Hier ein kleines Zitat:
     

    Was, wenn Steel nicht echt ist - wie dieser bloggende Amtsrichter, der keiner war und rausflog aus der erbosten Blogosphäre? Dabei wäre die Empörung über Unechtes in der Welt persönlicher Protokolle so lächerlich wie der Ärger über Märchen.

    Äh bitte? Die Empörung über unechtes in der Welt der Blogs ist also lächerlich? Ja? Gut, dann sind wir uns ja einig, denn anders kann man das wirklich nicht bezeichnen, was ihr damals über mich  in eurem Blatt stehen hattet…

  • Hier eine kleiner Hinweis an alle, die ihren Flur rot streichen wollen, oder rot streichen lassen wollen sollen, oder das schon haben machen lassen (wer so jemanden kennt: bitte weitersagen): “Wie langweilig!”. Viel cooler ist da die  Idee, die ganze Wand mit Postit-Blöcken zu bekleben, wobei die Zettel je nah Lage im Block eine andere Farbe haben. So ändert sich bei jedem Abreißen eines Zettels (und die kann man ja immer gebrauchen) die Farbe an dieser Stelle und es ergibt quasi ein Wärmebild, wo am meisten zugegriffen wird.

    Pixelnotes

    Sieht verdammt cool aus finde ich. Und am Ende ist dann auch die ganze Wand rot… (via  Gizmodo)

  • Und abschließen noch ganz schnell das Spiel  “Guess the Logo”, eine  Animation die zeigt, wie Flaggen aussehen, wenn die Kunden mitreden dürfen, eine  geniale Idee und einen  echten Bierbauch.
  • So, wenn ich das jetzt noch 10-20 mal durchziehe, hab ich endlich meine ganzen Links abgearbeitet…

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    Wassertropfen sind was feines

    08. August 2006 um 21:57 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    DropographyIch erwähne hier ja immer wieder mal ganz beiläufig die  Dropography-Bilder, die  Fluffi, Daniel (wohoo, endlich kann ich den auch verlinken…) und ich im letzten Jahr geschossen haben. Auf mich wirken diese Bilder eine ähnliche Faszination wie Lagerfeuer (oder Feuer allgemein) aus: Man kann ewig drauf gucken. Toller wäre es natürlich noch, wenn man nicht nur so eine Momentaufnahme hätte, sondern so einen Zeitlupenfilm von so nem Wassertropfen. Aber ein Film ist wieder sowas entferntes. Lagerfeuer im Fernsehen funktioniert ja auch nur bedingt (ich gestehe, dass ich früher mal das Feuer auf Super RTL (oder wo das kam) laufen hatte). Besser wär es, wenn das Wasser einfach live in Zeitlupe fallen würde und man mit dem Zeitlupentropfen auch noch interagieren könnte. Hach, wär das schön…
    Und ihr könnt euch denken, worauf dieses Gelaber hinausläuft (zumal ihr aus dem Augenwinkel da unten ja schon so ein Video erhascht habt): Sowas gibt es! Wohoo! Die Idee ist natürlich ganz simpel (Stroboskop) und auch überhaupt nicht neu, aber bisher kam halt noch nie einer auf die Idee, mir sowas zu bauen. Darum stell ich das hier doch mal ins Blog und lass mich überraschen ;-)

    (via  OhGizmo!)

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