
In weniger als 24 Stunden ist es wieder so weit: Ich werde wieder ein Jahr älter. Einen Beweis für mein stetig steigendes Alter (herrjeh, nächstes Jahr verschwindet dann die führende “2″ für immer) bekomme ich auch immer öfter, wenn ich Fußball gucke.
Denn mittlerweile kommt es immer öfter vor (ja, ich hab erst recht spät angefangen, mich für Fußball zu interessieren), dass Stars meiner Jugend auf der Trainerbank Platz nehmen. Vorher waren Trainer immer nur Trainer und Spieler waren Spieler. Das war eine Trennung, an der nicht gerüttelt wurde. Da mögen die alten Leute von den fußballerischen Leistungen von Franz Beckenbauer oder Erich Ribbeck erzählt haben, für mich waren das immer nur Trainer.
Und jetzt (letzte Woche erst wieder durch Heiko Herrlich) diese jungen Spieler auf der Bank zu sehen find ich immer wieder komisch.
Das, gepaart mit Frau Büs Frage, was eigentlich Fußballspieler so nach ihrer Karriere machen würden, brachte mich dazu, einfach mal einen alten (1993-95) Stapel von Panini-Sammelkarten (nein, keine Aufkleber) durchzugehen und Namen für Namen in Google bzw. Wikipedia einzugeben um zu prüfen, was denn aus denen geworden ist.
Von den 57 zufällig gezogenen Spielern konnte ich von 7 nicht ermitteln, was sie bisher tun. Nur ein einziger spielt noch aktiv Profifußball (Wladimir Bestschastnich).
Der Rest verteilt sich so:
“nur” Fußball-Manager: 3
Manager und Trainer (gerne nacheinander): 8
“nur” Trainer: 24
Wer es da nicht reingeschafft hat, nahm halt den einfacheren Weg: Rumlabern.
TV-Experte, Spielerberater, Berater für Sportfirmen etc: 12
Wer nachzählt: Da fehlen noch 2. Und das sind genau die beiden, die nach ihrer Karriere nichts mehr mit Profi-Fußball zu tun hatten.
Der eine (Thomas Ritter) absolvierte eine Ausbildung zum Erzieher für verhaltensauffällige Kinder und der andere überraschte mich noch mehr. Es handelt sich nämlich um niemand anderen als den Ex-HSVer und Deutschland aus der WM-Köpfer Yordan Letschkov, der seit 2003 Bürgermeister von Sliwen ist.
Ich war doch ziemlich überrascht, wie viele Ex-Spieler nun andere Funktionen im Fußballgeschäft haben, irgendwie kommen da doch viel mehr nach als aufhören, oder nicht? Wobei die ja auch gerne mal Trainer für unterstklassige oder ausländische Mannschaften wurden.
Ein weiterer Kandidat für die “nix mehr mit Fußball”-Kategorie könnte übrigens Ze Roberto werden, der letztens im Sportstudio davon sprach, evtl. nach seiner Karriere (die er beim HSV hoffentlich mit einigen Titeln beenden wird) Priester zu werden.
PS: Was mich noch überrascht hat, war bei der Panini-Durchgehaktion auf “Trainer” wie Slaven Bilic oder Holger Fach zu stoßen. Die hab ich als Spieler überhaupt nicht in Erinnerung, bin also entweder noch viel älter als ich dachte, oder einfach nur zu vergesslich…




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