Heute endete die Konferenz nach einer recht interessanten Session. Den eingeladenen Vortrag und die abschließende Session ersparten wir uns allerdings (vor allem weil unsere Session vorzeitig beendet war und es langsam „dünn“ wurde). Dadurch starteten wir überraschend früh zur Sagrada Familia.



(Extra für Madonha habe ich auch diese scheinbare Eule fotografiert ;)
Ich muss gestehen, dass mir die nicht von Gaudi gestaltete Seite mit den kanten Gestalten deutlich besser gefallen hat. Ich fand diese Fassade mit den vier schrägen Stützpfeilern viel emotionaler. Vielleicht ist es aber auch das sortierte und geradlinig, aufgeräumte gewesen. Mit dem organischen Mischmasch von Figuren und Formen, die irgendwie aussahen als hätten sie lange zeit unter einer Tropfkerze ausharren müssen (auch die Türme erwecken auf mich diesen Topfkerzen-Flaschen-Eindruck) auf der von Gaudi gestalteten Fassade gefielen mir nicht wirklich. Außerdem fand ich, dass die andere Fassade besser zum Inneren der Sagrada Familia gepasst hat.


Anschließend ging es mit dem schnelleren Lift (da versteckter und die Schlage hier bei 30 Minuten endete und nicht bei 120!!!) nach oben in einen der Türme. Wie sich dann zu meinem Leidwesen herausstellte, musste man über die Treppe wieder nach unten! Da oben war es eng und windig und überhaupt, hab ich es bisher ja noch nicht mal auf die oberste Etage des Münsters geschafft… aber ich war ja nicht alleine und zu zwei leidet man ja nur halb so sehr. Auf jeden Fall waren wir hinterher sehr stolz als wir mit zittrigen Beinen und dadurch total durchgeschüttelt durch ein kleines, heimliches Tor wieder in den Innenraum des Tempels kamen. Da ich mich nicht auf jede „Plattform“ (nennen wir diese kleinen Kerker mal so) hinaustraute, hab ich manchmal nur die Kamera rausgestreckt *g*. Außerdem habe ich sie beim Treppenabgang hin und wieder laufen lassen um gegebenenfalls standesgemäß meinen „Abgang“ (jetzt mit der anderen Bedeutung) dokumentieren zu können. Die Videos möchte ich euch allerdings nicht zumuten. Ich finde die darauf zu hörenden Angstschreie sind doch nichts für schwache Bloglesernerven ;)


Anschließend aßen wir bei den Rambles eine sehr leckere Paella und spazierten zum Strand. Den wir nach einiger links rechts Diskussionen tatsächlich noch fanden. Nur leider fanden wir keine normale Strandbar oder irgendwas in dieser Richtung, wo wir uns mit einem großen Schluck Kaffee hätten reaktivieren können. Irgendwie waren alle Restaurants an der Promenade ein bisschen zu fein für uns. Schade.


Touri-müde ging es dann schon früh für eine kleine Siesta zurück ins Hotel und nach einem kleinen Abendessen (das ich mir in mehreren Bäckereien Stück für Stück zusammen gebaut habe) genieße ich den letzten Abend mit meinen zusammengeklaubten Sünden, schaue ein bisschen Fußball (um Himmelswillen, das ist doch kein Fußball?! Nicht auszuhalten…) und werde dann gleich mal mein Köfferchen packen, denn morgen ist schon der allerletzte Tag hier in Barcelona!! Aber ich muss sagen…
*ich freu mich*




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