Dons Junggesellenabschied

11. September 2007 um 00:32 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Fahrt ins Ungewisse

Am Samstag war es also so weit. Während Frau Bü daheim ausnüchterte, durfte ich meinen Junggesellenabschied feiern. Der Termin war mir durch eine Verkettung diverser Umstände bekannt, wer denn alles kommen würde und was wir dann machen wurden, wusste ich aber nicht (okay, dass Alkohol eine nicht geringe Rolle spielen würde war natürlich klar…). Und so ging es dann auch gleich mal mit verbundenen Augen (schicke Augenbinde, oder nicht?) auf einen kleinen Roadtrip. Als das Navigationsgerät dann endlich ruhig gestellt werden konnte (jeder weiß, wie schwer es ist, einer Frau das Wort zu verbieten), hatte ich dann auch wirklich keine Ahnung mehr, wo wir denn nun waren (außer “auf der Straße”).

Und nachdem ich dann aus dem Auto navigiert wurde, um dann diverse Schranken und Schilder mitzunehmen, waren wir endlich am Ziel. Augenbinde ab und das erste was ich sehe war ein See und Leute in Badebekleidung. Hallo? bei dem Wetter schwimmen gehen, was ist das denn für ein Quatsch!?!? Dann erblickte ich die Neoprenanzüge an den Wänden und musste gleich mal an meinen Tauchkurs denken. Aber keiner der anderen taucht (meines Wissens), das kann es also eigentlich auch nicht sein. Und dann sind mir diese komischen blauen Dinger im See aufgefallen: Sprungschanzen…
So langsam wurde die Sache also klarer und mein Blick blieb glaube eine ziemlich lange Zeit so skeptisch, wie auf dem folgenden Bild oben rechts..

Wasserski

Denn eins war schnell klar: Ich bin natürlich der Erste von uns, der sich von diesem Ding ins Wasser befördern sollte. Und wer nur ein winziges Mal so eine ulkige Clip-Show im Fernsehen gesehen hat (oder auch YouTube, ist mir egal), der weiß, was Wasserski so alles zu bieten hat. Ich sollte den anderen also zu ihrer ersten Gaudi am Tag verhelfen, aber da haben die die Rechnung ohne den Don gemacht. Denn allein aus Protest hab ich gleich beim ersten Versuch eine komplette Runde geschafft, worauf ich dann doch ein wenig Stolz war…
Und natürlich gibts da auch nen Videobeweis (O-Ton Fluffi: “Willst du lieber ein Video oder Fotos von deinem ersten Sturz?”):

Das ganze haben wir dann 2 Stunden gemacht und hatten eine riesen Gaudi. Kann ich echt nur jedem empfehlen und ich war da sicher nicht das letzte Mal. War übrigens die  Wasserki- und Wakeboardseilbahn in Gundelfingen. Praktischerweise ist da gleich ein Kraftwerk nebendran, welches sein Kühlwasser in den See fließen lässt, wodurch wir eine Wassertemperatur von geschätzten 19 Grad hatten. Aber vor allem an den Füßen wurde es irgendwann dann doch ziemlich kalt und nach den zwei Stunden hat man dann auch deutlich gemerkt, dass die kräfte nachlassen und es ließ sich erahnen, dass der Muskelkater kommen würde. Dass er aber wirklich in jedem Körperteil spürbar sein wird, hätte ich nicht gedacht…

Klotz am Bein

Bevor es dann weiterging, wurde mir noch schnell ein Klotz ans bein gebunden, der zufälligerweise den gleichen Namen trug wie Frau Bü. Sachen gibts…
Dieser Klotz baute dann im Laufe des Abends eine ganz besondere Beziehung zu mir (und vor allem meinen Fersen) auf. Er half mir aber auch sehr gut bei der nachfolgenden (das lecker lecker lecker Steak-Essen lasse ich hier einfach mal aus, auch wenn es wirklich sehr sehr lecker war) Aufgabe: In Ulm Schnaps an durstige Passanten verkaufen und munter mit ihnen mittrinken (ich durfte mich dabei dankenswerterweise auf Ouzo beschränken, mit sauren Äpfeln, Pfläumlis und Waldmeister-Wodka-Plörre hätte ich das sicher nicht überstanden). Und so ein Block hilft da ganz schön, die Mitleidsnummer zu fahren. BurgerKing-Krone und DonsTag-Style-Junggesellen-T-Shirt (ohne Scherz in MS Paint zusammengebastelt, ich konnts kaum glauben…) haben dann ihr übriges getan.

Junggesellenabschied

Je später der Abend wurde, desto ausgedehnter wurden die Gespräche mit den Passanten. Da waren sehr spendable Schweizer, ein Radiomoderator, gefühlte 7 weitere Junggesellenabschiede und genau die richtige Frau für meinen kleinen Bruder…
Zur Belustigung meiner (inzwischen von 7 auf 8 Personen angewachsenen) Gruppe wurde ich von etwa 90% aller Passanten gefragt, ob ich denn nicht viel zu jung wäre. Auf die Frage, wie alt ich denn wäre kamen dann auch nur die unverschämtesten Antworten. Selbst mein auch nicht gerade alt-wirkende kleiner Bruder (3 Jahre jünger als ich) wurde von einer unabhängigen Supermarktverkäuferin (ich hatte den Schnaps zu gut verkauft, wir brauchten Nachschub) als älter eingeschätzt. Immerhin bestätigte sie, dass ich größer wäre, alles andere wäre auch ein Desaster gewesen.

Und was ich auch gelernt habe: Wenn deine “Freunde” frech werden und erzählen, ich würde nicht nur Schnaps verkaufen, sondern würde auch gerne ein Lied vorsingen, dann ist es nicht unbedingt die beste Idee, den Leuten zu erzählen, dass man noch zu nüchtern wäre und man diese Leistung erst in 2 Stunden erbringen könnte. Denn in Ulm nimmt man das wohl sehr genau. Und so haben die uns dann tatsächlich nach zwei Stunden wieder ganz woanders getroffen (ich wette da hat jemand heimlich Handy-Nummern ausgetauscht, das kann kein Zufall gewesen sein) und ich musste tatsächlich singen. Zum Glück war gerade einer der anderen Junggesellengruppen auch bei uns, so dass wir im Duett “We are the champions” trällern konnten. Davon gibts natürlich auch ein Video, aber das wollt ihr gar nicht hören und ohne den anderen Künstler zu fragen, darf ich das ja auch gar nicht veröffentlichen…
Ihr könnt oben auf dem Bild (ziemlich in der Mitte) aber einen Schnappsschuss bewundern. Den Gesang könnt ihr euch ja einfach vorstellen.

beinahe ein Gruppenfoto

Und so ging das dann immer weiter, irgendwann durfte ich dann auch endlich mal erleben, wie es im Irish aussieht, wenn dort keiner rauchen darf (sehr cool). Und dann verlassen mich irgendwann die Erinnerungen, daher endet hier auch mein Erfahrungsbericht…
Alles in allem ein sehr gelungener Abschied, der nicht besser hätte verlaufen können. Vielen Dank an alle beteiligten, hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht. Und mittlerweile bin ich glaub auch wieder 100%ig nüchtern…

Eine belgische Kartoffel – Das Surrealistische Wurfholz

08. Juli 2007 um 11:38 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Liliana hat mich mit einem sehr interessanten Stöckchen beworfen (und schleimt sich somit  mal wieder richtig beim Lehrer ein, um an Ende ja eine gute Note zu bekommen):

1 – Nehmen wir an du stehst auf einem Feld. Links neben dir eine Kuh, rechts ein kleiner grüner Außerirdischer mit einer Todesstrahlenkanone. Welche der beiden Plagen würdest du lieber reiten wollen?

Nicht wirklich schwer, oder? Gehen wir doch mal die beiden Möglichkeiten durch: Entweder ich setze mich auf diese lahme, störrische und stinkende Kuh und versuche mit ihr vor dem todesstrahlschwingenden Außerirdischen zu fliehen. Oder aber, ich setze mich auf den Außerirdischen und gehe mit ihm auf Kuhjagd bis die Steaks nur so durch die Luft fliegen. Ganz klar: Ich will Steaks!

2 – Wir schnitzen zwei Schlüssel aus guatemaltesischen Hartholz, welche anschließend von taubstummen Maori unter Wasser zu Gold geklöppelt werden. Würdest du damit lieber eine Tür zu unermesslichen Reichtümern, oder eine Tür zum ewigen Glück aufschließen?

Na wenn das “ewige Glück” hält was es verspricht, dann muss ich nach dem Öffnen dieser Tür doch nur jede Woche Lotto spielen und schon hab ich beides, oder nicht? Von dem Geld würde ich dann natürlich den armen Maori angemessen entlohnen. Und so lange Konzerte geben, bis der Hunger in der dritten Welt und die Klimakatastrophe gestoppt sind. Und dann kann ich mich langsam den Konzerten gegen Todesstrahlenkanonen widmen.

3 – Treffen sich zwei Kosmonauten. Beide Grün. In Bezug zur aktuellen quantenmechanischen Gegebenheit, welche Farbe hat deine Unterhose?

Da kann ich mit etwa 90%iger Sicherheit “blau” als Antwort geben (zumindest als eine Farbkomponente), ich bin da sehr festgefahren in meinem Stil…

4 – Rem Ten Gnu Go

[] Ebenso.

[] Könnte besser sein.

[] Es ist schon Abend, werter Herr.

[X] Schau doch, all die schönen Kamele Schildkröten!

5 – Zwei Schweine sitzen auf einer Bank. Das eine trägt ein rosa Kleidchen, das andere hält eine Atombombe in der Hand. Was würdest du sie fragen?

Ob sie irgendwo eine Kuh gesehen haben, da mein Steak-Vorrat schon wieder erschöpft ist. Sollten sie nicht antworten wollen, wird mein kleiner außerirdischer Freund (er nennt sich übrigens selbst Hrrrrrrtsch) ihnen kurz demonstrieren, wie das Kräfteverhältnis zwischen Todesstrahlenkanone und Atombombe aussieht. Und dann gibts eben erstmal ne Zeit lang Schnitzel…

6 – Du sitzt an einer Bushaltestelle. Ein Bus mit der Nummer 42 hält und ein Radfahrer mit zwei Playboy-Models steigt aus. Was tust du?

[x] – Ich werde die Gesetzte der Physik außerkraftsetzen und einen Cheeseburger erschaffen, von dem selbst Gott Magenschmerzen bekommen wird.

[] – Nichts, denn ich träume nur.

[] – Den Radfahrer mit Tampons bewerfen, bis er blutet.

7 – Es ist Zeit. Wofür?

Zeit für Frage Nummer 8.

8 – Wenn 1×1 39 ist, dann ist 37 x 1,5 wieviel?

Tja, da hilft mir jetzt mein Mathe-Leistungskurs und mein supidupi Mathe-Vordiplom. Die Antwort ist natürlich 12. Wer anderer Meinung ist, soll das mit Hrrrrrrtsch klären. Wir haben nämlich wieder Hunger…

9 – Salvador Dalí ist

[] Ein Genie!

[] Ein Wahnsinniger!

[x] Beides!

[] Ein Ei, das sich in die Morgensonne verwandelt und glücklich auf uns hernieder lächelt.

[x] … (selber was schreiben): Schon seit Ewigkeiten einer meiner Lieblingskünstler und hat mit seinen Bildern schon öfter meine Zimmer und Taschenkalender bereichert.

10 – 38 wild gewordene Spartaner rennen, wie vom Ochsen gejagt, durch deinen Vorgarten und werfen hierbei mit Blindschleichen um sich. Auf welchen deiner Blogposts würde diese Beschreibung am besten zutreffen?

Viel zu einfach: Der hier.
(Anmerkung: 10-38 = -28. Wovor habe ich also Angst?)

11 – Ich, derjenige der diesen Stock erhalten hat, bin … ähm …

[] war

[] sein

[] Kreuzschlitzschraubenzieher

[] Endoplasmatisches Retikulum

[] ohne weitere Umschweife gebe ich zu, dass ich (selber was schreiben)

[X] etwas das …. (selber was schreiben) Hrrrrrrtsch auf seiner Heimreise im Handgepäck verstauen wird.

— belasten mit diesen seltsamen Wurfholz möchte ich —

 René (mal wieder),  Ghost Dog,  Schnitzel (ich erwarte eine zeichnerische Umsetzung),  Kittyluka und  Rozana.