Dons Spielecheck – Spiel 2017

13. November 2017 um 20:49 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Heidiho liebe gelangweilte DonsTags-”Leser”.
Es gibt hier zwei Traditionen, die das sonst sehr regungslose Blog nochmal kurz, dafür aber heftig aufzucken lassen. Einmal meine jahressanfängliche Auflistung der im Vorjahr gesehenen Filme und dann die jahresendliche Auflistung der auf der Spielemesse gespielten Spiele.

Setzt euch also nen Tee auf, holt euch die ersten Lebkuchen bei, denn wie auch schon in den Jahren zuvor (2016, 2015, 2014, 2011, 2000 (Teil 1, 2 und 3), 2008 oder 2006) wird das hier wieder eine längere Angelegenheit.

44 Spiele habe ich gespielt. Die meisten mindestens einmal komplett durch, bei wenigen haben wir aus Langeweile oder aus Zeitmangel abgebrochen. Und all die Spiele stell ich hier wie gehabt kurz vor und gebe meinen Senf zum ersten (nicht unbedingt aussagekräftigen) Eindruck ab.

Erstmal aber ein Blick in die Einkaufstasche:

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Da sind ein paar Spiele dabei, die ihr unten in der Auflistung nicht finden werdet, weil ich sie noch gar nicht gespielt habe.
Da hätten wir z.B. die zweite “Staffel” von Pandemic Legacy. Vom ersten Teil hatte ich hier ja schon ausführlich geschwärmt. Und selten hatte ich solch eine Vorfreude auf ein neues Spiel. Im Dezember gehts dann hoffentlich mit dem zweiten Teil los. Wohoo!

Die “Fast Forward”-Reihe mit Flucht und Festung (Furcht kommt dann noch, wenn sich die zwei bewährt haben) wurde auch blind gekauft. Auch hier verändert sich das Spiel im Laufe der Zeit, anders als bei Legacy ist das aber alles wieder umkehrbar und beliebig oft spielbar.
Kleiner Preis, von Friedemann Friese und gut bewertet: Da kann man auch mal so zugreifen (was ich eher zu vermeiden versuche).

Und dann wäre da mit der verbotenen Burg ein weiterer Teil der EXIT-Reihe von Kosmos. Wer es nicht kennt: Auch uneingeschränkt empfehlenswert (ich fand die Grabkammer des Pharao glaub am Originellsten)! Hier wird das “Escape Room”-Prinzip sehr schön in eine kleine Schachtel gepresst und man ist 60-90 Minuten sehr gut unterhalten und mit Rätseln beschäftigt.
Wir spielen es am liebsten zu zweit (da hat man mehr davon und es gibt weniger Rumgegrabsche nach dem Heft und den Karten) und haben es bisher immer geschafft, das Spiel unbeschadet zu lassen (indem nur auf Folien gemalt wurde, in die die Karten kommen oder das Heft kopiert wurde, wenn man was zerschneiden musste). So konnte man es auch immer noch verleihen. Bei den neuen Reihen soll das schwerer sein, daher haben wir die Burg auch zweimal gekauft.

Es gibt auch noch andere Escape-Room-Spielkonzepte. “Escape Room” find ich auch ganz nett, da braucht man halt das Grundpaket mit dem Decoder und kauft sich immer neue Rätselboxen, die man dann auch weitergeben kann (aber eben nur an Leute mit dem Grundpaket). “Unlock” (mit App-Nutzung) fand ich von der Rätsel-Logik (“Karten miteinander kombinieren” und vor allem “Nummern auf Karten suchen”) nicht ganz so befriedigend und die kostenlose Print&Play.Demoversion von Deckscape hat mir die lust darauf gänzlich genommen, da man beim “falsch raten” keine zweite Chance bekommt, sondern eben sofort die Lösung sieht

Startet also erstmal mit der EXIT-Reihe (hat mittlerweile ja auch schon 9 Teile), die sind super und preiswert. Danach dann meinetwegen noch “Escape Room” ;-)

Aber ich schweife ab…
Den Rest der obigen Spiele findet ihr dann auch gleich in der Liste wieder.

Kommen wir noch zu den Spielen, zu denen ich im letzten Jahr wegen “noch nicht gespielt” nix sagen konnte und da ein “liefere ich nach” versprochen hatte:

Captain Sonar ist ein ziemlich außergewöhnliches Spiel. Zwei Teams treten gegeneinander an, um das gegnerische U-Boot zu versenken. Jeder hat eine bestimmte Rolle (einer muss z.B. nur auf die Kommandos (“Nord”, “Süd”, “West” oder “Ost”) des gegnerischen Kapitäns hören und anhand dessen herausfinden, wo das U-Boot sich gerade befindet) und wenn man das ganze in Echtzeit spielt (also nicht rundenbasiert, was zur Einführung okay ist, dann aber eher doof), wird das ganze ein wunderschön hektisches Durcheinander.
Leider nur für 6-8 Spieler richtig gut, was dann bei uns eher die Ausnahme ist (und dann müssen alle Spieler auch noch Lust auf chaotische Hektik haben). In Amerika gibts aber wohl ne abgespeckte “Familen-Version”, wo die Rollen so eingestampft wurden, dass man gut zu viert spielen kann.
Muss ich bei Gelegenheit mal ausprobieren.

Goths save the queen hatte ich letztes Jahr gewonnen und kam bisher nur einmal auf den Tisch (da man es ausschließlich zu viert spielen kann). War ganz nett, aber eben doch nicht so gut, dass es öfter auf den Tisch kam.
Und Ulm war natürlich auch ein Pflichtkauf (daher auch blind möglich), wenn man aus Ulm kommt. Das Konzept, wie man seine Aktionen wählt ist sehr raffiniert und das Spiel nicht so kompliziert, wie es zunächst aussieht.
Ich hab aber einfach eine Allergie gegen Mittelalter-Grafiken bei Spielen. Sehen alle gleich aus…

Abschließend noch zum letzten Jahr: Orctoberfest war eins meiner Highlights und sollte kurz danach auf Kickstarter starten. Da hat sich bis heute aber leider nix getan. Auf Nachfrage hieß es, dass das aus gesundheitlichen Gründen erstmal auf Eis liegt und hoffentlich irgendwann wieder angegangen wird. Von hier nochmal alles Gute! Ich drück die Daumen, dass das noch was wird!

Wenden wir uns nun dem aktuellen Jahrgang und der diesjährigen Messe zu, über die man (falls einem das hier nicht reicht) z.B. auch bei der Spiele Akademie, der Spielbar oder der Brettspielbox lesen kann,

Letztere hat auch eine “Trendkarte”, wo dann auch das oft zu lesende Fazit gezogen wurde, dass es dieses Jahr keinen wirklich erkennbaren Trend gegeben hat.
Kann ich auch bestätigen, mir sind nur dieses Jahr relativ oft Eichhörnchen aufgefallen:

Die hier sind aus “Indian Summer”. In “Was ne Frage” und “Nutz!” hatten wir auch noch welche aktiv auf dem Spieltisch. Weitere wurden beim Vorbeigehen gesichtet.

Mein persönlicher Trend war dieses Jahr “Wortspiele”. Da wollte ich unbedingt meine Sammlung erweitern und bin auch viel zu fündig geworden. Sehr schön!

Ebenfalls oft erwähnt: Dieses Jahr war irgendwie ganz schön viel schon sehr sehr schnell ausverkauft. “Vorbestellen” heißt das neue Zauberwort, was meinem Konzept der Messe aber komplett entgegen geht, denn aus Erfahrung kaufe ich nur noch sehr selten Spiele ungetestet und nutze die Messe hauptsächlich, um meine persönlichen Favoriten vor dem Kauf anzuspielen.

Für einen Freund stand Coaster Park als Blindkauf auf dem Zettel. War aber auch schon am ersten Tag ausverkauft. Wenn ich aber nun den Tweet von Peer Sylvester lese ( “I am happy to say, that I just sold the worst game, I have ever bought in Essen.”) und parallel auf die unglaublich schlechten Bewertungen auf BGG schaue, scheint das mehr ein Segen als ein Fluch gewesen zu sein…
BTW: Peer ist selber auch Spieleautor. Sein “The Lost Expedition” schafft es bei mir unter die Top 3, war aber leider auch ausverkauft, als ich es dann haben wollte. Aber wofür hat man kurz danach Geburtstag bzw. Weihnachten…

Manche meiner Top-Spiele auf der vorher akribisch zusammengestellten Liste konnte ich dann erst gar nicht anspielen. Sei es, weil die SPiele wirklich restlos ausverkauft waren und es kein Probespiel mehr gab, oder weil der Andrang so groß war (ich sag nur Photosynthesis), dass man da ohne ne Stunde Wartezeit einfach nicht an nen Tisch kam.
Da halfen selbst die Aussteller-Eintrittskarten nicht, die ich vorher auf Twitter gewonnen hatte. Selbst ne Stunde vor dem eigentlichen Einlass waren alle Tische schon mit wartenden Menschen belegt. Hmpf…
Aber was man so liest, soll eben dieses Spiel auch gar nicht so toll sein, wie es aussieht. Dem trauer ich jetzt nicht mehr so nach.

Mit “Space Defenders”, “Lazer Ryderz” und “Pinball Showdown” gab es dann auch 3 Spiele, die entgegen meiner Quelle (BGG) gar nicht auf der Messe vertreten waren. Muss ich in Zukunft mal die Augen offen halten…
Auch Ex Libris will ich mal noch spielen. Und zum Thema “Buch”: Da hab ich mit Bring Your Own Book ein cooles “Meta-Spiel” für Buchfreunde gefunden. Einfach mal anschauen!

Aber nun die Beschreibungen und Kurzkritiken aller von mir gespielten Spiele, sortiert von “Wohoo!” bis “Öarks”. Nach meiner subjektiven Ansicht nach meist nur einem Probespiel! Und für die, die mir nur bedingt trauen, hab ich auch noch die Durchschnittsnote meiner 1-4 Begleiter ergänzt.

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