Wieder da – Messerückblick Spiel 06 in Essen

22. Oktober 2006 um 22:55 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, da bin ich wieder, allerdings viel zu geschafft um viel über die gespielten Spiele zu schreiben, darum nur ein kurzer Gesamtüberblick für den Anfang. Den einzelnen Spielen widme ich mich dann später.
Gespielt habe ich in diesem Jahr 33 neue Spiele (genau so viele wie auch im letzten Jahr, davor waren es mit 38 ein wenig mehr), aber gekauft haben wir deutlich weniger. Das lag daran, dass in diesem Jahr kaum ein Spiel dabei war, dass uns wirklich begeistert hat, deutlich mehr haben uns hingegen enttäuscht.
Die wenigen positiven Ausnahmen bildeten  Linq von BeWitched Spiele (leider noch ein Prototyp),  Fiji von Friedemann Friese (dessen andere Spiele ( Fürchterliche Feinde und  Megastar) mich als  2F-Fan extrem enttäuscht haben ( Monstermaler habe ich hier jetzt unterschlagen, das war nett, aber eben nur nett)),  Gangster von LudoArt und die Amgo-Spiele  Siting Ducks und  Der Elefant im Porzellanladen.

Negativerlebnisse waren (diesmal ohne Links, die folgen dann in den detaillierteren Besprechungen) “Nacht der Magier” (hätte ich nicht gedacht), Kakerlakenpoker (auch dieses Spiel hätte ich mir vor einiger Zeit fast ungespielt gekauft, da ich sicher war, dass es gut sein müsse) und “Das Geheimnis von Mount Daint Michel” von Drei Magier, das “Alhambra Würfelspiel” (in Kombination mit dem Originalspiel ging es dann, aber nur für sich ist es Schrott) von Queen Games und “Ten” von The Game Masters. Auch “California” von Abacus hat bei weitem nicht das gehalten, was ich von dem Spiel erhofft hatte.

Zu meiner angekündigten Signierstunde kamen übrigens insgesamt ganze Null Personen (zwischendurch durfte ich aber dem Spieleautor, zwei anderen “Illustratoren” und einem echten Gast (glaube ich zumindest) meine Karten signieren. Grund für diese Nullnummer dürfte unter anderem auch der Umstand gewesen sein, dass in NRW am Donnerstag (wo die Signierstunde stattfand) und Freitag noch keine Ferien waren, was die Messehallen ungewöhnlich wenig füllte. Hatte natürlich sonst für mich als Besucher nur angenehme Nebeneffekte, da es viel leichter war, an Spieltische zu kommen.

Aber zurück zum Drachenbändiger: Auch dieses Spiel konnte mich (nach einer Proberunde) noch nicht wirklich überzeugen, würde es also nur ins Mittelfeld einordnen (Details dann auch in Kürze in einem eigenen Beitrag, dann auch mit Fotos und wahrscheinlich nach einer zweiten Partie). Aber allein die Grafiken lohnen den Kauf.
Und wem es nur um die Grafik und nicht um das Spiel geht, der kann sich auch T-Shirts mit dem Drachenbändiger (bzw. Drachenbändigerin) Aufdruck kaufen. Und zu meiner Freude hab ich dann auf der Messe auch tatsächlich jemanden mit einem Shirt gesehen, auf dem mein Drache aufgedruckt war:

Drachenbändiger T-Shirt

Ein fast genauso tolles T-Shirt habe ich übrigens ab und an gefunden und bin von der Idee immer noch begeistert:

Nein, dieser Tisch wird nach dem Spiel nicht frei

Das soll es von mir jetzt erst einmal gewesen sein, bevor es dann die Messedetails gibt, werde ich mich erst noch einmal den Halloween-Partys zuwenden, da die ja zeitkritischer sind.
Abschließend noch eine kurze Anmerkung in eigener Sache: Die heutige Selbsthilfegruppenstunde ist  glücklicherweise ausgefallen, auch wenn Sanogo Atouba-Kirchstein und der handspielblinde aber abseitskorrekte Schiedsrichter in meinem Gehirn nach der ersten Halbzeit schon nach passenden Sätzen für die erste Sitzung haben suchen lassen…

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Spiel des Jahres 2006 und 2007

17. Juli 2006 um 22:53 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

UPDATE: Spiel des Jahres 2007 ist Zooloretto, die Brettspielvariante von Coloretto. Die Auszeichnung “Kinderspiel des Jahres 2007″ geht an Beppo der Bock.

Spiel des Jahres-PöppelHeute Mittag wurde das  Spiel des Jahres 2006 erkoren. Es handelt sich um  “Thurn und Taxis”, welches ich leider noch nicht spielen konnte. Die Kritiken sind ziemlich unterschiedlich und des öfteren wird erwähnt, dass es Ähnlichkeiten zu  “Zug um Zug” (Spiel des Jahres 2004, die Europa-Version ist aber noch besser. Märklin soll wohl dazwischen liegen) aufweisen würde. Naja,  spätestens im Oktober werde ich es dann ja spielen. Das Spiel des Jahres 2005 (Niagara) hatte mir ja gar nicht gefallen, ich muss mich wohl mehr an dem  Deutschen Spielepreis (jetzt noch  abstimmen!) orientieren, da werden eher die Vielspieler-Spiele statt der Familienspiele ausgezeichnet. Das Kinderspiel des Jahres ging für mich völlig überraschend an  “Der Schwarze Pirat”. Ich hätte all mein Geld auf  “Die Nacht der Magier” gesetzt, welches ich zwar auch noch nicht gespielt hatte, aber eigentlich überall nur in den höchsten Tönen gelobt wurde.
Zur Vollständigkeit noch die beiden Sonderpreise:
Der  “Sonderpreis Fantastisches Spiel” ging an  “Schatten über Camelot”, welches mich etwas enttäuscht hat. Letztes Jahr war ich mir vor dem Messebesuch in Essen 100%ig sicher, dass ich mit eben diesem Spiel die Messe verlassen würde, dann hat mich das Spiel aber doch nicht so sehr begeistert, wie die wirklich fantastische Aufmachung versprochen hat.
Der  “Sonderpreis Komplexes Spiel” ging an  “Caylus”, welches auch ein heißer Kandidat für den Deutschen Spielepreis ist. Ist auch wirklich ein sehr gutes Spiel, braucht halt seine 2-3 Stunden und davor noch eine dreiviertel Stunde zum erklären, aber es lohnt sich. Und bei der zweiten Partie braucht man dann ja auch nicht mehr erklären. Eigentlich sind die Regeln auch nicht schwer, es ist nur schwer, diese kurz und einfach zu erklären…
Ich weiß übrigens auch schon, welches Spiel im nächsten Jahr den roten Pöppel auf seiner Schachtel tragen kann. Den Namen kann ich leider noch nicht nennen, da das Spiel noch in Produktion ist, aber sicher ist schonmal, dass es bei dem Spiel des Jahres 2007 um Drachen gehen wird. Und auch der Herausgeber ist schon bekannt:  Lookout Games (bekannt und beliebt geworden durch unzählige  Bohnanza-Erweiterungen).
Woher ich das weiß? Na weil das Spiel einfach die beste Grafik hat, die je gesehen wurde. Zu verdanken ist das einer Vielzahl von Normalsterblichen, die an dem ausgeschriebenen Drachenmalwettbewerb teilgenommen haben. So hat zum Beispiel mein  Animationsbetreuer der Uni Ulm (der wirklich verdammt gut malen kann, wie man  auf seiner Seite sehen kann) zwei Drachen erfolgreich eingereicht. Und auch der Don (das bin ich) hat es doch  tatsächlich geschafft, dass in dem Spiel (erscheint im Herbst) zwei Drachen aus seiner Feder (naja, aus Photoshop) stammen. Wohoo!
Da ich nicht weiß, ob ich die Bilder hier veröffentlichen darf, oder ob die Rechte jetzt allein bei dem Verlag liegen (das  “Kleingedruckte” sagt darüber nichts aus, hab mal ne Mail geschrieben, da kam aber noch nichts zurück…), vertröste ich euch einfach mal. Spätestens im Herbst bekommt ihr was zu sehen, versprochen!
PS: Huiuiui, ich glaub so ne fette Linkdichte hatte ich schon lange nicht mehr…

UPDATE: Jetzt zuschlagen und das Spiel mit Grafiken von donvanone und anderen zum unschlagbaren Preis bei Amazon kaufen:

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