Wir erklären Sohnvanone, wie man eine Ziege enthauptet

15. August 2010 um 20:08 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

gesamtansicht

Manchmal, da ergibt eine Sache die andere und schwupps, landet man in Durlesbach.
Das war nämlich so: Frau Bü und ich haben mit Sohnvanone ja einen echten Schwaben erschaffen. Nur sind wir beide eben keine Schwaben, d.h. wir müssen auch erstmal lernen, wie so ein Schwabe überhaupt funktioniert und was wir Sohnvanone dementsprechend beibringen müssen.
Und so kamen wir darauf, dass wir beide den Text von “Auf de Schwäb’sche Eisenbahne” nur zu ca. 2% kannten (also nicht viel mehr als “Auf de Schwäb’sche Eisenbahne” und “Trula, trula, trula la, trula, trula, la”). Was macht man also: Genau: YouTube anwerfen und nach den Lied suchen:

Bis einem auffällt, dass man ja gar kein schwäbisch kann und daher nicht wirklich den kompletten Text versteht. Also rüber zu Wikipedia und von da dann auf Wikisource, wo es eine Variante des Textes (nicht die, aus dem obigen Video) gibt (Wikibooks hat eine andere, zusätzlich mit Akkorden angereichert).
Und dann erstaunt feststellen, um was es in dem Lied eigentlich geht, nämlich um einen Bauern, der fahrlässigerweise seinen Ziegenbock enthauptet.
Das sind ja tolle Lehren, die wir unserem Minischwaben beibringen sollen…

Egal, dann aber doch nochmal zurück zum Wikipedia-Artikel, um auch die Hintergründe zu dem Lied zu erfahren.
Da erfährt man dann nicht nur, dass Meckenbeuren und Durlesbach wegen des besseren Reimes vertauscht wurden und nicht der Route der Bahn entsprechen, sondern auch, dass Durlesbach (welches irgendwie nur aus 2 Straßen besteht) keinen Bahnhof mehr hat, dafür aber ein schickes Denkmal zu eben jenem Lied.

Was liegt also näher, als Sohnvanone genau dort hinzubringen und ihn vor Ort seinen inneren Schwaben erkennen zu lassen? Nichts, eben. Und so ging es dann gleich am nächsten Tag (das wäre dann heute gewesen) nach Durlach.

Anbei eine kleine Fotostory, passend zum (gekürzten) Liedtext

 

Auf de schwäbsche Eisebahne gibt’s gar viele Haltstatione,
Schtuegart, Ulm und Biberach, Mekkebeure, Durlesbach!
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
Schtuegart, Ulm und Biberach, Mekkebeure, Durlesbach!

durlesbach

 

Auf de schwäbsche Eisebahne wollt amal a Bäurle fahre,
geht am Schalter, lüpft de Hut. “Oi Bilettle, seid so gut !”
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
geht am Schalter, lüpft de Hut. “Oi Bilettle, seid so gut !”

bauer

 

Eine Geiß hat er sich kaufet und daß sie ihm nit entlaufet,
bindet sie de guete Ma hinte an de Wage a.
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
bindet sie de guete Ma hinte an de Wage na.

bauer_und_ziege

 

“Böcklie, tu nuer woidle springe, ‘s Futter werd i dir scho bringe’.
Setzt si zu seim Weible na und brennt’s Tabakspfeifle a.
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
Setzt si zu seim Weible na und brennt’s Tabakspfeifle a.

bauer_ziege_und_weib

 

Auf de nächste Statione, wo er will sei Böckle hole,
findt er nur no Kopf und Soil an dem hintre Wagetoil.
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
findt er nur no Kopf und Soil an dem hintre Wagetoil.

eisenbahne

 

Do kriegt er en große Zorne, nimmt de Kopf mitsamt dem Horne,
schmeißt en, was er schmeiße ka, d’m Konduktör an Schädel na
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
schmeißt en, was er schmeiße ka, dem Konduktör an Schädel na

kondukteur

 

“O, du kannst de Schade zahle, warum bist d’so schnell gefahre!
du alloin bist schuld dara, daß i d’Geiß verlaure ha!”
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
“Du alloin bist schuld dara, daß i d’Geiß verlaure ha!”

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Sohnvanone anhand von Tiervideos erklärt

14. August 2010 um 23:37 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Wie berichte ich euch hier von Sohnvanone, ohne zu sehr in seine Privatsphäre einzudringen? Ganz einfach: Ich behelfe mich mit Tiervideos!

Was Sohnvanone z.B. schon ganz früh gekonnt hat: Schluckauf haben und gleichzeitig pupsen, so wie diese Katze:

Geht aber auch in anderen Kombinationen, also z.B. Schluckauf und Rülpsen, oder Pupsen und Spucken. Alles schon dagewesen, immer sehr lustig…

Was Sohnvanone gerade lernt: Sich selber umdrehen, wie dieser Seestern:

Was Sohnvanone noch nicht kann: Einen Keks essen, also anders, als dieses Murmeltier:

Und wo wir schon bei Tieren sind: Ich hatte ja mal herausgearbeitet, warum der Hund das perfekte Haustier in Kombination mit einem Baby ist. Nun bin ich aber für meinen Schildkrötencontent bekannt und das folgende Video hat mich dann auch zum Grübeln gebracht, ob nicht doch die afrikanische Leopardenschildkröte der bessere Begleiter ist:

PS: Man kann natürlich auch meine Vaterrolle mit der Tierwelt erklären. Dazu einfach mal hier vorbeischauen, wo die tollsten Väter raus der Tierwelt vorgestellt werden

PPS: Bei der Hunde-Ausarbeitung hatte ich auch schon wiedergegeben, warum eine Katze nicht das Wahre ist. Hier noch ein Grund: Ich find doch kleine Kinder/Babys mit Mützen so schick. Katzen offenbar nicht:

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Warum der HSV in der neuen Saison erfolgreich sein wird

05. August 2010 um 13:35 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, vergesst Kraken-Paul, ich erklär euch jetzt erstmal, warum die deutsche Mannschaft bei der WM wirklich so gespielt hat, wie sie gespielt hat.
Das hatte nämlich alles nur mit der Bekleidung von Sohnvanone zu tun.
Der trug nämlich zu den Spielen immer dieses schicke Hemd:

deutschland_trikot

“Immer”? Nein, nicht immer. Das obige Foto ist einen Tag vor dem Spiel gegen Serbien aufgenommen worden. Dummerweise hat er kurz danach ordentlich seinen Mageninhalt darüber verteilt, so dass es bis zum Serbien-Spiel nicht mehr sauber wurde. Das haben wir dann natürlich sofort verloren.

Natürlich haben wir daraus unsere Lehren gezogen. Ab sofort wurde das Hemd nur noch pünktlich zum Anpfiff übergezogen, nach dem Abpfiff dann schnell wieder in Sicherheit gebracht. Ging auch alles gut. Auch beim Halbfinale, das wir dann ja doch verloren haben. Warum? Ich kann es nicht 100%ig erklären, aber ich denke mal, dass es damit zusammenhängt, dass es sich bei dem Shirt nicht um einen Original-DFB-Artikel handelt (die gab es auch, in sehr schick, aber leider auch in zu teuer und zu groß).

Und darum, hat Sohnvanone nun das hier in seinem Kleiderschrank liegen:

hsv-body

Ein original HSV-Body im Stil des aktuellen Auswärtstrikots, welcher dann zu den Spielen getragen wird, wodurch wir ja nur noch gewinnen können. Wächst Sohnvanone aber in dem Tempo weiter, das er bisher an den Tag legt, passt der Body vermutlich nur die Hinrunde. Aber wenn wir bis dahin nur Siege eingefahren haben, wird es sicher den ein oder anderen geben, der ihm einen größeren Rückrunden-Body spendiert, oder?

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Oh du schöne Elternzeit

29. Juni 2010 um 23:53 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Über 7 Wochen bin ich nun also Vater und ziemlich genau diese Zeit (den Klinikaufenthalt am Anfang muss man natürlich abziehen) habe ich auch mit Frau Dr. Bü und Sohnvanone nun daheim verbracht. Eltermzeit (für mich) und Mutterschutz (für Frau Dr. Bü) sei Dank.
Zeit, ein kleines Résumé zu ziehen.

Und zur Feier des Tages, auch erstmal einen kleines Häppchen Sohnvanone, quasi sein Highlight, dass gleich von allen als erstes bestaunt wird: Seine schon seit Geburt vorhandene Mähne, hier im donvanone-Style:

sohnvanone_frisur

Aber nun nur Elternzeit und gleich der Kernaussage: Wer auch immer die Chance hat, die Elternzeit zu nutzen, sollte das unbedingt tun!! Die letzten 7 Wochen im trauter Dreisamkeit waren mit die schönsten Wochen in meinem Leben.
Nicht nur, weil da auf einmal auf wundersame Art und Weise ein neuer Mensch in unserem Leben ist, sondern weil diese drei Wochen auch nochmal noch enger zusammengeschweißt haben. Gemeinsam diese neue Aufgabe zu meistern, gemeinsam den neuen Lebensrhythmus zu lernen und sich gemeinsam voll uns ganz dem Kleinen hingeben zu können, ist etwas, das mit Geld nicht aufzuwiegen ist.
Und da man dank des Elterngeldes diese unglaubliche Zeit vom Staat auch noch finanziert bekommt (grob 2/3 des bisherigen Netto-Gehaltes), sollte das für die meisten auch finanzierbar sein. Dann gibt es halt mal in nächster Zeit keinen Urlaub, der kommt eh nicht an das ran, was sonst in dieser Zeit verpassen würde.

Und überhaupt: Die letzten 7 Wochen haben sich eh wie ein sehr langer, sehr schöner Urlaub angefühlt. Ich glaube nicht, dass ich mit Frau Dr. Bü vorher (in so einem kurzen Zeitraum) je so oft Essen war und so viel spazieren gegangen bin.
Das mit dem “Essen gehen” hat dann auch noch so halb was mit einem Gutscheinheft zu tun, dass Frau Dr. Bü von meinen Eltern geschenkt bekommen hat. Irgendwie dachten wir, dass wir da mit Kind wohl nicht mehr so viel einlösen könnten. Wie sehr wir uns doch getäuscht hatten…

Aber auch die eigene Küche blieb nicht ungenutzt. Da wir ja immer zu zweit waren (“wir sind einer mehr als er”) und uns die ganzen Arbeiten schön geteilt haben, hatte der andere auch immer mal wieder Zeit, um irgendwas zu machen. Zum Beispiel lecker Essen.
Und das Highlight kam da dann wieder aus einem Geschenk meiner Eltern zustande, nämlich dem Buch Tartelettes – Kleine Kuchen pikant & süß, aus dem auch schon diese Leckereien hier stammten.

Diesmal sollten es aber keine süßen Tartelettes sein, sondern (da zu einem Brunch) deftige.

spargel_tartelette_und_gedeckter_tisch

Waren die Spargel-Tartelettes (siehe oben) noch “lecker, aber nichts Besonderess”, so vermochten die “Avocado-Tartelletes mit Chorizo Garnelen” (mit einem Boden aus Tacco-Chips) mehr als zu überzeugen. Ein echter Traum:

avocadotartelettes

Müssen unbedingt noch einmal gemacht werden. Und noch viel mehr aus dem Buch, da sieht echt ein Tartelette leckerer aus als das Andere. Absolute Empfehlung!

Und da das Wetter ja stellenweise auch mitzuspielen wusste, gab es auch ein paar erfrischendere Sachen. Zum Beispiel Spaghetti mit Zitronen-Sahne-Sauce und Scampis, oder (und jetzt kommts… wieder unglaublich lecker!) Rosmarin-Zitronen-Sorbet (wir haben noch noch zwei Eiweiß reingeschlagen, übrigens ohne Eismaschine, unsere war kaputt, haben jetzt aber wieder eine neue gekauft, um eine neue Ladung dieser süchtigmachenden Geschmackskombi zu produzieren).

Apropos Geschmackkombi. Aufgrund dieses Blogeintrages von Jorge Garcia (Hurley aus Lost) hab ich dann auch mal einen Fluffernutter-Milchshake (Marshmallowcreme und Erdnussbutter, zwei Sachen, die wir eigentlich immer im Haus haben) nach diesem Rezept ausprobiert. Kann sich trinken lassen ;-)

Und um nochmal kurz zu den Spaziergängen zurückzukommen: Mit so einem Kinderwagen und dem ziellosen Umherziehen, auf der Suche nach immer neuen Wegen, entdeckt man seine Stadt noch einmal komplett neu. Ich hab jetzt schon so viele Ecken von Ulm (und Umgebung) gesehen, die ich zuvor noch gar nicht kannte, dass da bald nicht mehr viel kommen kann…
Meist wird das dann gleich mit einem Einkauf oder eben einem der auswärtigen Essen (egal ob Eis, Kaffee oder richtige Mahlzeit) kombiniert.

Hier mal eine Auswahl verschiedener Spaziergänge:

spaziergaenge1

Oben gibts lecker Grillzeug (und mehr) zu kaufen, da drunter wohnen wir, ganz unten gibts die Pampers und links unten gabs nen Geocache…

Aber auch die entferntere Umgebung wird erkundet. Bad Urach war z.B. sehr nett, leider hatte ich da keinen Fotoapparat dabei, sonst hätte ich hier sicher ein paar schöne Bilder präsentieren können…

Naja, diese Woche haben wir dann also noch zu dritt, ab dann muss ich schauen, wie ich mit Sohnvanone alleine klarkomme, Frau Dr. Bü kümmert sich dann um die Haushaltskasse. Mal gespannt, ob ich dann in zwei Monaten immer noch so von der Elternzeit schwärme, bisher glaube ich aber fest dran. Sohnvanone gibt sich auch alle Mühe, das ganze so angenehm wir nur möglich zu gestalten.

So, jetzt muss ich aber schnell ins Bett, hab schließlich heute Nachtschicht und morgen steht schon wieder Auswärts-Frühstücken auf dem Programm…

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Vaterlektion Nr.2: Wann ein Baby schläft

22. Juni 2010 um 13:53 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Eigentlich ist es ganz einfach, vorauszusagen, wann ein Baby Hunger hat oder schlafen will:

1. Wenn ein Baby unglaublichen Hunger hat und die ganze Wohnung zusammenbrüllt, wird es einschlafen, sobald es die ersten Schlücke genommen hat.

2. Legt man ein schlafendes Baby aus dem Arm (weil man es. z.B gerade gefüttert hat und es dabei eingeschlafen ist) in sein Bettchen, wird es augenblicklich wach werden und unglaublichen Hunger verspüren.

3. Schläft ein Baby, wird es wach, sobald für die Eltern etwas warmes zu Essen auf dem Tisch steht und verspürt selber auch unglaublichen Hunger, so dass nur eines der Elternteile in den Genuss des warmen Essens kommt.

4. Schläft ein Baby seit einiger Zeit und sollte laut seinem "Rhythmus" demnächst wieder Hunger bekommen, gibt es zwei Möglichkeiten:
4.a Man hofft, dass das noch eine Weile gut gehen wird und widmet sich einer wichtigen Tätigkeit (z.B. Einkaufen). Folge: Das Baby wird sofort wach und fordert vollste Aufmerksamkeit.
4.b Man denkt: "Ach, dann warten wir halt mit der wichtigen Tätigkeit (z.B. Einkaufen) und gucken eine Folge 'Modern Family', dann wird er schon wach werden". Folge: Nach 4-5 Folgen 'Modern Family' wird das Baby dann endlich auch mal wach. Wenn man Glück hat, haben die Geschäfte nach der Fütterung dann noch geöffnet...

5. Morgens um halb 6 ist das Baby prinzipiell wach, egal wie die Nacht war.

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Vaterlektion Nr.1: Ersatzkleidung

11. Juni 2010 um 10:35 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Als Vater lernt man auf einmal ganz neue Sachen. Ein paar dieser Lektionen möchte ich euch nicht vorenthalten, schließlich könnt ihr sie vielleicht auch mal gebrauchen.
Heute also: Lektion Nr.1:

Ein Baby bespuckt nicht nur zwangsläufig seine eigene Kleidung, darum ist es zwar toll, wenn man in der Wickeltasche 2-3 Ersatzteile für es parat hat, man sollte auch an sich denken, wenn man nicht voller vorverdauter Milch auf dem Hemd durch die Stadt laufen will.

vollgespuckt

Dazu gehört dann auch Noch Lektion Nr.1a:

Im Sommer ist es egal. Babymilchspucke trocknet bei Sonneneinstrahlung sehr schnell und hinterlässt kaum Rückstände.

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