So, nun habe ich also endlich die Zeit gefunden, mich mal ein bisserl intensiver mit meinem Wochenendausflug zu beschäftigen (keine Ahnung worum es geht? Evtl. hilft das hier). Ich werde mich dabei allerdings nicht so mit den Details auseinandersetzen, wie es andere schon getan haben, sondern sehr unchronologisch zu bestimmten Themen meinen Senf dazugeben. Wer gerne wissen würde, wie denn meine beiden Tage so verlaufen sind, der ist mit der Berichterstattung von Bastian wohl am Besten bedient. Nicht nur, weil er beim Ride Nr. 4 dabei war, sondern weil wir auch sonst (soweit ich mich richtig erinnere) immer zusammen waren (Infos vom Flug müsst ihr euch aber dann bei Rozana abholen, falls sie denn noch drüber berichtet). Auch die Geschichte mit der Sonne und dem Vorhang passt und auch ein solches Bild mit exakt der gleichen Unterschrift wollte ich posten. Das ist das Problem, wenn man sich zu viel Zeit läßt (und es wird sicher auch in diesem Beitrag einiges doppelt sein, denn die Kritiken der anderen Blogger lese ich erst nachher, ich will mich da nicht unbewusst beeinflussen lassen..).
Aber egal, jetzt gehts los:
Die Blogger
Zum ersten Mal in meiner kurzen Bloggerkarriere (bin ja erst seit ziemlich genau 9 Monaten dabei) habe ich mich mit anderen Bloggern (also solche, die ich vorher nicht kannte) getroffen und ausgiebig unterhalten (ok, den Cowboy Jim hab ich auch mal getroffen, aber viel mehr als ein Händedruck war da nicht, da war keine Zeit für).
Und ich muss sagen: Ich war echt beeindruckt. Wir haben uns alle sofort sehr gut verstanden und ich habe einige interessante Gespräche geführt. Was da teilweise an geballtem Wissen und Erfahrung in so einem Blogger drinsteckt ist faszinierend und solchen Leuten (einem ganz speziell, aber das bleibt geheim…) würde ich den Titel Alphablogger unabhängig von irgendwelchen Links oder Besucherzahlen geben, wenn ich dieses Wort denn mal in ernstem Zusammenhang über meine Lippen brächte. Aber meine Definition von Alphabloggern ist hier fehl am Platze, die kommt in den nächsten Tagen, wenn das neue Projekt startet (sorry Jeriko One, aber danach wirst du mich vielleicht besser verstehen).
Auf jeden Fall hoffe ich, dass ich den ein oder anderen Blogger irgendwann nochmal wiedertreffe, so eine Art Nachtreffen (am Besten wieder gezahlt von T-Mobile…) wäre spitze.
Die pure Lobhudelei
Und neben den ersten anderen Bloggern habe ich auch zum ersten Mal fremde Menschen getroffen, die meinen Blog lesen. War ein sehr komisches Gefühl, aber auch verdammt wohltuend. Dank des Bildes oben rechts brauchte ich mich bei keinem vorstellen, selbst die “ominöse Frau C.” von T-Mobile hat mich trotz meiner temporären Verkleidung (nein, so ein komisches Halsdingens trage ich normalerweise nicht) erkannt und mich und meine Blogarbeit gelobt (von “Hätte nicht gedacht, dass du ein ‘normaler Mensch’ bist” bis zu “ich hab sogar schon von donvanone geträumt” (letzteres nicht von einem anderen Blogger, sondern einer der ausführenden Personen) war alles dabei). Und das ging nicht nur mir so, ständig sah man diverse Blogger auf Wolke 7 schweben, weil es überaus positive Reaktionen von “echten Menschen” gegeben hat. Das gibt doch Motivation, so weiterzumachen wie bisher.
Die langen Gesichter
Aber es gab nicht nur Wolke 7, sondern auch teilweise etwas längere Gesichter, weil die zu hohen Erwartungen (Werbegeschenke!!!) nicht erfüllt wurden. Ich für meinen Teil bin ja nie von einer wirklichen Belohnung ausgegangen und war darum von der Reise nach Berlin schon mehr als begeistert. Die Fahrt dahin habe ich dann auch mehr als Bloggertreffen angesehen, wo halt das Shuffle Shuttle nebenbei noch beta-getestet wird. Von daher waren meine Erwartungen mehr als erfüllt, wie glaube ich auch bei den meisten anderen Bloggern. Aber wenn ich mir jetzt z.B. die entsprechende Passage bei Henning durchlese, scheint mir der SpOn-Artikel über die “enttäuschten Blogger” doch nicht ganz so falsch zu sein. Aber ich denke ich les da nur irgendwas falsch, denn in Berlin hat er irgendwie einen anderen Eindruck gemacht…
Die Organisation
Eher nicht vorhanden, bzw. ganz dem übergeordneten Motto “Zufall” untergeordnet. Das hat mit den Flugtickets angefangen, die dann doch nicht per Post, sondern per Mail kamen. Dann ging es weiter mit der Überraschung im Hotelzimmer, die unter anderem aus 2 Einzelfahrscheinen bestand. Hätte man das vorher gewußt (und wären es Tagestickets gewesen, was nur minimal teurer, aber sehr viel praktischer gewesen wäre), hätten wir uns am Bahnhof wohl nicht das 48-Stunden-Ticket gekauft. Und auch beim Shuffle-Shuttle war es (diesmal aber projektbedingt) nicht wirklich klar, ob wir nun vor der Fahrt etwas essen sollten (haben wir getan), oder ob es bei dem Fahrtziel was zu Essen geben würde (gab es bei manchen).
Das Shuffle Shuttle
Und da wären wir auch schon bei dem offiziellen Hauptpunkt (wie gesagt: mir ging es vorrangig um das Bloggertreffen). Von dem Auto an sich war ich etwas enttäuscht (bitte nicht zusammenhanglos zitieren, liebe Schundblätter), ist man doch von diversen “Pimp my…”-Sendungen sehr viel gewohnt. Und vor allem die anvisierte Zielgruppe guckt sich solche Sendungen wohl häufiger an und ist da mindestens so anspruchsvoll wie wir Blogger. UMTS ist schonmal toll, Videos hochladen auch (muss aber für mehr Licht im Auto gesorgt werden), aber es fehlt doch noch einiges an Pepp (und damit meine ich nicht den leeren Kühlschrank). Außerdem sollte der Shuttle-Fahrer die Gäste vorher ein wenig aufklären, was es denn in dem Auto gibt und was man alles machen kann, sonst ist die Fahrt schon vorbei, wenn man das alles mühsam selbst herausgefunden hat (oder auch nicht: Uns ist zum Beispiel nicht aufgefallen, dass der Monitor ein Touch-Screen ist…). Auch die Aufgaben während der Fahrt reißen das sicher nicht raus. Luftgitarre spielen oder einen fremdem Menschen mit ins Auto bringen mögen da noch spannend sein, aber ein Lied singen, ein Geschicklichkeitsspiel lösen oder Passanten fotografieren ist da eher dröge.
Und was mit der Zielgruppe sicher auch nicht geht ist, dass das Event dann “Minigolf” heißt (während andere Leute zu nem Konzert von “The Rifles” fahren oder so). Das gibt sicher keine gute Mund-zu-Mund-Propaganda. Sicher, es wird immer wen geben, der mit dem Ziel der Fahrt nichts anfangen kann, aber es gibt ja eine Zielgruppe und da sollte man sich schon nach richten.
Mein Ziel war übrigens das “white trash”, das wohl für seine abgefahrene Kundschaft (darum der angeklebte Bart) bekannt ist und wo noch ein paar Liveauftritte zur Popcom zu hören waren (also nach etlichen Cocktails dann…). War eine der guten Aktionen, zumal auch Marie und die “ominöse Frau C.” dabei waren und später auch noch einige andere Gruppen eintrudelten.
Die Menschen dahinter
Am Samstag waren schon diverse Mitarbeiter von T-Mobile und den vm-peoplen bei den jeweiligen Aktionen der einzelnen Gruppen dabei und haben sich sowohl bei den Gesprächen, als auch beim Alkoholkonsum gut eingebracht. Dabei drehten sich die Gespräche (zumindest bei uns) eher weniger um die Marketingsaktion (da wurde immer auf die große Feedbackrunde am nächsten Tag verwiesen), sondern es lief eher auf eine Fragestunde raus, in der wir Blogger die Antworten geben mussten. Ist auch irgendwie logisch, waren wir doch in den letzten Tagen ein sehr wichtiger Teil ihrer Arbeit und da wird dann doch Interesse für die Personen geweckt.
Überhaupt ging es sehr menschlich und familiär zu. Um Firmen oder Marken ging es keine Sekunde, die Menschen hinter dem Projekt (auf beiden Seiten) waren das wichtige und interessante.
Leider war dann die große Aussprache am nächsten Tag nicht so, wie ich mir das vorgestellt hätte. Vielmehr hat man sich halt während dem Brunch mit deinen Tischnachbarn unterhalten, eine gemeinsame Fragerunde, bzw. Erklärung der Macher gab es aber nicht, was ich sehr schade fand.
Die Frage nach dem “Spacken”, der bei Gernot den falschen Timestamp genannt hatte wurde übrigens auch geklärt ;-)
Das Essen
Diesen Schwan habe ich im “Speicher” am Stadt-Strand (?) (eigentlich wollten wir zum Oststrand, aber der war es nicht wirklich) bekommen. Die merkwürdigste Ofenkartoffel, die ich je gesehen habe. Aber hat sehr gut zu der merkwürdigen Bedienung gepasst, die wohl erst seit 3 Tagen dort arbeitete und darum wohl noch keine Zeit hatte, das kleine Einmaleins zu lernen (wobei er das ja nicht einmal gebraucht hätte, es war ja nur Addition möglich). So musste er sich dann (nachdem wir uns weigerten, das Geld irgendwie selbst zusammenzulegen) doch aufopfern (hat vorher noch einige Zeit mit seinen Kollegen beratschlagt, aber da konnte wohl auch keiner rechnen) und mit seinem Handy dann mühsamm je zwei Zahlen addieren. Besonders schwer war der Fall Rozana, hatte die doch gleich 3 Sachen bestellt. Aber irgendwie ging es dann doch und der arme Kerl hat sich unter dem Blitzlichtgewitter sicher nicht ganz so wohl gefühlt…
Der Brunch in der kleinen Orangerie neben dem Schloß Charlottenburg war (der Vollständigkeit halber) auch nicht schlecht.
Das Trinken
Lecker, meistens umsonst und alkoholisierend ;-)
Die Stadt
Am Sonntag wollten wir uns noch zu einer kleinen Sightseeing-Tour aufmachen, gaben dann aber nach dem Reichstag und dem Brandenburger Tor auf, da es einfach viel zu voll war (warum? später mehr). Und so setzten wir uns (nach einem Random Walk, der uns eigentlich auf die andere Straßenseite hätte bringen sollen, aber dann durch den Wald immer weiter vom Ziel weg und zurück zum Ausgangsort hin führte) dann einfach ans Ufer und genossen den Spreeblick.
Übrigens hat Berlin in meiner Gunst nun wieder ein paar Punkte gewonnen, da es sich ganz anders gezeigt hat, also vor 1,5 Jahren. Damals war es sowas von arschkalt und windig, das war echt kein Spaß da lang zu laufen. Und dieses mal (ich hatte extra eine Jacke dabei) hätte ich gerne meine Hose gegen eine kürzere eingetauscht…
Der Schuh, den wir uns nicht anziehen
Wir haben uns nicht von T-Mobile kaufen lassen und sind auch nicht in eine Marketingfalle getappt, sondern haben ganz bewusst mitgemacht, weil es einfach Spaß gemacht hat. Und wäre dann am Ende rausgekommen, dass die al-Qaida dahinter steckt, dann hätten wir einfach schlecht über die gebloggt und schon hätten die einen derben Imageverlust bekommen ;-)
Die Hauptbeschäftigung
Was machen Blogger, wenn sie nicht gerade bloggen? Klar: Fotos. Andauernd und von jeder noch so belanglosen Belanglosigkeit. Und am Besten nicht nur einer, sondern gleich alle. Oder man fotografiert einen Blogger, wie er gerade einen anderen Blogger beim fotografieren fotografiert. Flickr wird sich freuen, so langsam muss ich echt mal über einen Pro-Account nachdenken die 200-Bilder-Grenze schon überschritten…
Die Fotos vom Don
Und wo sind nun meine ganzen Fotos? Nun, die kommen später (morgen oder übermorgen). Jetzt musste ich erstmal meine Gedanken festhalten, bevor sie weg sind und dann wird erst noch das Projekt fertig gemacht (morgen sollte es soweit sein). Aber keine Bange: meine Fotos kommen noch!
Der Zufall
Der Zufall war ja Thema der Aktion und so war es nicht verwunderlich, dass z.B. ein Blogger in dem selben Club wie jemand saß, mit dem er wenige Tage später einen Termin hat. Oder dass der bravste aller Teilnehmer (jawohl, das war der Don) die Zimmernummer 666 bekommt. Oder aber auch, dass ich mit der Fahrt nach Berlin nun auch den zweiten (von zwei) Einstein-Marathon in Ulm verpasst habe (als Zuschauer wohlgemerkt), nur um dann in Berlin in ein riesiges Marathon-Chaos zu geraten.
Das Fazit
Ich halte es da so wie der HSV: Unentschieden.
Das Wochenende an sich war einfach klasse. Das Wetter hat mitgespielt und wir waren eine wirklich spaßige Truppe. Aber das Shuffle Shuttle war noch nicht das Wahre. Ich denke aber, dass man aus der Idee was machen kann und die “ominöse Frau C.” meinte auch, dass bei den richtigen Autos dann das Budget wohl höher gesetzt würde, so dass man da auch mehr machen könnte.
Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, ob sich das Shuffle-Shuttle durchsetzen kann und mach jetzt hier dann doch mal Schluß. Eigentlich sollte es nicht so ein langer Text werden, wie bei den anderen. Und das sie das auch fast alle geschrieben haben hätte mich stutzig werden lassen sollen, aber nun isses halt mal so. Werden wohl eh nur die betroffenen Personen lesen, ein breiteres Interesse ist nach der Auflösung wohl eher nicht mehr vorhanden. Oder doch?
Abschließend noch einen Gruß an alle, die das Wochenende so toll gemacht haben. War echt klasse und ich hoffe, man bleibt noch in Kontakt (und wenn es nur über die Kommentare ist).

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