Der obligatorische “Schwerdonnerstags”-Rant

19. Februar 2009 um 19:32 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Was ist Schwerdonnerstag? Hab ich hier erklärt.

Und sowohl 2006 (“Doch da: Eine gelbe Luftschlange schlängelt sich über die Straße und wird von einem blauen Renault platt gefahren… Juchu! Karneval Fasnet in Ulm!”) als auch 2007 (“aber zumindest kölsche Karnevalsmusik hab ich hier auf der Arbeit dank eines Mitarbeiters schon hören können”) beschwerte ich mich hier über fehlende Karnevalsstimmung in meinem Körper (2008 war der Umzug, da hatte ich ganz andere Sorgen). Und daher behaupte ich nun mal, dass der Name “Schwerdonnerstag” vor allem in Ulm (und dem ganzen restlichen Nicht-Rheinland) die absolut passende Bezeichnung für Weiberfastnacht ist, denn man hat es richtig schwer, hier an diesem Tag eine gewisse karnevalistische Grundstimmung aufzubauen, die einen dann vor allem am Montag und Dienstag (wenn man natürlich wieder im Rheinland ist) erreicht haben soll.
Geht hier einfach nicht!

Bin heute nach der Arbeit durch die Stadt gelaufen und hab nur unter großer Anstrengung einen Funken Karneval entdecken können. Ein kleiner Junge mit aufgeschminktem Katzengesicht und ein Jugendlicher in Frauenkleidern (das muss jetzt nicht unbedingt was mit dem heutigen Tag zu tun haben, ich hab es aber einfach mal so aufgefasst).

Aber dann passierte es: Ich ging in die Hauptpostfiliale in Ulm, da ich ein paar Briefmarken brauchte. Die Post ist für mich ja die bürokratischste, trockenste, langweiligste und humorloseste Institution, die es überhaupt in Deutschland gibt. Bis zum heutigen Tag. Denn da wurde ich von einer Ente bedient. Komplett in gelbem Ganzkörperkostüm (mit Ärmeln, die beim Briefmarken-Abreißen gestört haben) und 1a geschminktem Gesicht. Am Schalter daneben bediente eine alte Nonne (das ideale Kostüm für die Dame, hat richtig gut gepasst), daneben ein Riesenbaby und dann war da noch (der einzige Mann in der Schalter-Reihe, ich glaube er konnte sich nicht wehren) ein Pseudo-Teufel (nur zwei Hörner auf dem Kopf, das wars). Hallo? Hallo? Da bricht ja eine Welt in mir zusammen.

Okay, in Karnevalsstimmung bin ich immer noch nicht, aber das war immerhin ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Hoch lebe die deutsche Post!

Und jetzt: Ausmarsch bitte!

PS: Ja, das ist der Mainzer Narhalla-Marsch und die Mainzer haben keine Ahnung von gutem Karneval, aber das ist halt die Musik, die für mich immer der Ausmarsch sein wird (dieser Satz steht hier nur für meinen kleinen Bruder, der sonst wieder mit mir schimpfen würde…)

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Fernsehbefehle

15. Februar 2007 um 19:02 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, der Don meldet sich mal wieder zu Wort. Wie ihr gemerkt habt, hat sich das Blogverbot verlängert, wobei das nicht unbedingt ganz freiwillig passiert ist. Grund ist mal wieder ein defektes DSL-Modem, Ersatz kommt erst nächste Woche. Aber eigentlich war das in der Endphase der Diplomarbeit (es stehen jetzt nur noch kleinere Korrekturen und Rechtschreibfehlerauffindungen an) ganz praktisch. Und da jetzt ja auch noch Karneval ist (heute ist “Schwerdonnerstag”, den ich letztes Jahr schonmal erklärt hatte. Auch in diesem Jahr ist bei mir noch keine Karnevalsstimmung da (hab alles um die DA ausgeblendet), aber zumindest kölsche karnevalsmusik hab ich hier auf der Arbeit dank eines Mitarbeiters schon hören können, zudem gab es noch leicht kostümierte und krawattenzerstümmelte Menschen auf dem Daimler-Gelände), (na, wie ging der Satz los) wird die Pause sowieso noch etwas andauern. Aber am Mittwoch oder Donnerstag bin ich dann wieder verstärkt für euch da.

Für alle Karnevalsmuffel und solche, die gerne gute Filme sehen (speziell für Roland, der sich bei mir schon beschwert hat, dass ich keine Kinotipps mehr gebe, aber die ganzen Kinobesuche wurden eben aufgeschoben, da kann ich auch nix empfehlen. Außer  “Schräger als Fiktion”, den hab ich vorgestern gesehen und fand ihn sehr nett. Colle Idee, gute Umsetzung, schöne Stimmung), hab ich hier dann noch ein paar Tipps für die nächsten Tage (bzw. auch etwas mehr). Die Karnevalsmenschen (so wie ich) nutzen eben Festplatten- bzw. Videorekorder, haben die Filme schon gesehen oder leihen sie sich einfach aus.

Aber jetzt mal Tacheles: Der dringendste Anguckbefehl betrifft den Film “Muxmäuschenstill”, der am kommenden Samstag (18.2.) um 23.30 im Ersten läuft. Wer will darf sich auf der  offiziellen Seite, oder auch bei der designtechnisch neuerdings verunstalteten (aber die Livesuche oben ist sehr cool)  Filmstarts-Seite Informationen holen. Müsst ihr aber nicht, ihr guckt ihn euch ja eh an. Schließlich befiehlt der Don das! Lohnt sich wirklich. Und ich wette, dass ihr bei einer bestimmten Stelle im Film denken werdet, dass ich diese Stelle in diesem komischen Satz hier wohl gemeint habe. Sehr krasse Szene, sehr direkt und unvorbereitet. Die Reaktionen im Kino waren lustig…

Desweiteren gibt es dann am Freitag, den 23.2. auf Pro7 noch  “Mystic River”. Auch ein sehr sehr guter Film, mit Topbesetzung. Und  “Was das herz begehrt” ist auch immer wieder nett (den hab ich bestimmt schon vier mal gesehen). Kommt am Samstag, 17.2. um 20:15 auf Sat.1. Und für die mehr als gepflegte Unterhaltung gibt es dann ab dem 25.2. wieder neue Folgen von  Dittsche und ab dem 5.3. ist auch der gute alte  Stromberg wieder da. Passender kann die Diplomarbeit ja gar nicht zu Ende gehen…

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Don, was ist eigentlich “Schwerdonnerstag”

24. Februar 2006 um 16:54 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Obermöhn 2005Fluffi hat mich eben im ICQ gefragt, was denn eigentlich “Schwerdonnerstag” sein soll? Ob man da “schwer arbeitet”?
Ich hab ihn dann erstmal für ziemlich dumm gehalten, nach einem Blick in Wikipedia aber dann die Schuld bei mir gesucht…
Schwerdonnerstag ist also (um das jetzt mal klar zu stellen) der Donnerstag vor Rosenmontag und wohl unter dem Begriff “Weiberfastnacht” geläufiger. Das ist der Tag im Jahr, in dem die Frauen mal das Sagen haben (…) und den Männern auf der Arbeit die Krawatte abgeschnitten wird. Bei uns im Dorf gibt es da auch extra einen Umzug nur für die Möhne (siehe Bild, das ist die Obermöhn von 2005). Jetzt aber noch zu erklären, was denn eine Möhne ist geht wirklich zu weit…
Irgendwie war ich der Meinung, dass “Schwerdonnerstag” wir “Rosenmontag” ein gängiger Begriff wäre, okay, “Weiberfastnacht” hätte wahrscheinlich mehr Leute angesprochen, aber “Schwerdonnerstag” hielt ich für nur minimal unbekannter und mir persönlich gefällt der Name einfach besser.
Jetzt muss ich aber folgendes lesen:

 

Teilweise ist der Tag auch als Schwerdonnerstag bekannt, beispielsweise in Mülheim-Kärlich und Weitersburg, wo er der Haupttag der Fastnachtszeit ist.

Hallo? Mülheim-Kärlich und Weitersburg liegen nur einen Katzensprung von meinem Heimatdorf entfernt (das (längst wegen formeller Unstimmigkeiten abgeschaltete) Kernkraftwerk in Mülheim-Kärlich ziert unsere Aussicht ins Neuwieder Becken), sollte es sich bei “Schwerdonnerstag” wirklich nur um einen ganz ganz regional begrenzten Ausdruck handeln? Hab ich jetzt alle Leser meines Blogs vergrault, weil ich unverständlich schreibe? Gibt es irgendwen hier, der dieses Wort schon einmal gehört hat und weiter als 15km von Gladbach (Neuwied) wegwohnt? Daniel? Sonst wer?

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Viel zu thun am Schwerdonnerstag

24. Februar 2006 um 01:15 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Cowboy in Gladbach 2005Herrje, wie konnte das nur passieren?
Dies ist mein letzter Monat als Werkstudent bei Daimler, Montag und Dienstag hab ich natürlich frei, denn da ist ja Karneval und wer will das bitte hier bei den komischen Alemannen erleben, wenn man doch aus dem schönen Rheinland kommt?
Heute musste ich dann aber doch noch arbeiten, da mein erarbeiteter Code noch ziemlich unkommentiert war (okay, “ziemlich” ist arg untertrieben) und damit ja später noch Leute weiter arbeiten wollen. Das ganze geht dann auch noch auf meine Kosten, denn das sind jetzt alles unbezahlte Überstunden und der halbe Urlaub verfällt auch ungenutzt. Aber wie soll man den bei einer 10 Stunden Woche auch nehmen? Da hat man eh immer zu viele Stunden, da man ja auch was schaffen will… Naja, ich schweife ab. Auf jeden Fall kommentiere ich heute lustig vor mich hin (und bemerke gar nicht, das ja Schwerdonnerstag ist, dass kann einen im Rheinland nicht passieren), bis ich auf einmal auf die Uhr schaue und die mir doch glatt 18:30 anzeigt (Vielleicht hätte während der minutenlangen compilierzeiten doch besser auf die Uhr als auf die Suche nach ganz vielen ganz tollen WordPress Plugins gemacht, die ich nach Karneval mal testen werde). Und? Klar… da spielt doch der HSV gegen Thun. Verdammt.. Also schnell alles runtergefahren und ab in den Bus (wo ich übrigens immer noch nichts vom Karneval bemerkt habe). Doch da: Eine gelbe Luftschlange schlängelt sich über die Straße und wird von einem blauen Renault platt gefahren… Juchu! Karneval Fasnet in Ulm!
DonHuhn auf SkiernZuhause dann mit gemischten Gefühlen registriert, dass das erste Tor ohne mich gefallen ist und eine super erste Halbzeit geschaut. Danach die zweite mit Müh und Not auch noch überstanden (aber wenigstens ist Van der Vaart wieder fit) und dann nervlich zu fertig um zu jubeln. Von Karnevalsstimmung ganz zu schweigen…
Wenn ich da an letztes Jahr denke, als ich in Ischgl im Huhnkostüm die Skipiste runtergedüst bin (und wir leider den im Hasenkostüm nie auf der Piste für ein Foto getroffen haben, sondern immer nur vom Lift aus entwischen sehen)… Das war Karnevalstimmung!

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