Leckeres aus Popcorn dank “Popcorn Royal”. Unbedingte Kochbuchempfehlung!

07. März 2016 um 10:30 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

leckeres_aus_popcorn

So, als ich euch ja meine neue Popcorn-Maschine vorgestellt hatte, hab ich versprochen, euch hier nun einige leckere Sachen zu zeigen, die ich damit (statt nur “normalen sauleckeren Popcorn”) bisher so gemacht habe.

Wie aufmerksame Leser sicher schon mitbekommen haben, wird bei uns im Haus nur eher selten gekocht (da wir unter der Woche alle “außer Haus” essen und am Wochenende dann häufig unterwegs sind). Wenn aber mal gekocht wird, dann darf es dann auch gerne mal aufwändiger und ausgefallener sein.
Ich hatte da hier ja auch schon einmal zwei wirklich tolle Kochbücher vorgestellt (dieses hier und jenes da), die schnell zu “Lieblingskochbüchern” deklariert wurden und aus denen dann sehr viel nachgekocht wurde (was sonst bei Kochbüchern eher selten ist, da findet man 2-3 gute Sachen und den Rest lässt man verstauben).

Und so ein Lieblingskochbuch habe ich jetzt nämlich wieder gefunden: Popcorn royal: Süße & herzhafte Snacks für die Party”

popcornmachine_mit_rezept

Dieses Buch enthält 100 Rezepte, bei denen Popcorn entweder eine Zutat ist, oder es um besondere Würzmischungen für Popcorn geht.
Und ich schätze mal, dass ich ca. 80% davon in den nächsten Jahren zwingend ausprobieren muss. 8 hab ich schon, 7 davon waren sehr sehr lecker.

Aber seht doch einfach selbst (Achtung, ich komme sehr ins schwärmen. Nein, ich werde dafür nicht bezahlt):

Fangen wir erst damit an, dass ich euch aufkläre, warum ich euch gezeigt habe, wie man ganz einfach leckeren Frühstücksspeck in der Mikrowelle zubereiten kann. Den brauchte ich nämlich für “Karamellisiertes Popcorn mit Bacon”:

karamellisiertes_popcorn_mit_bacon

Wobei der Titel irreführend ist, denn nicht nur das Popcorn ist karamellisiert, sondern auch der Bacon (yummie!). Und die Cashew-Kerne.
Das Popcorn wurde dann noch ne Weile im Backofen erhitzt, was die Konsistenz dann in ein schön trocken knackiges Erlebnis wandelte. Geht in Richtung “gebrannte Mandeln”, nur halt ohne Mandeln, dafür aber mit karamellisiertem Speck! Karamellisierter Speck!
Ein Traum!

Weiter gehts mit den “Schoko-Erdnuss-Riegeln”.
Wie jeder weiß, ist Popcorn ja ein ziemlich kalorienarmes Essen (wenn man auf Butter und Zucker verzichtet). Da kann man also ruhig mal ordentlich Schokolade, Erdnussbutter, Zucker und Marshmallows dazu geben und hat quasi immer noch eine Diät-Mahlzeit. Also fast zumindest.
Was man auf jeden Fall hat, sind diese schon wieder unglaublich leckeren Riegel:

popcorn_schoko_erdnuss_riegel

Und trotz Marshmallows kleben die irgendwie gar nicht (also von außen). Wie auch immer das funktioniert.

Wichtig war mir an dem Kochbuch (dazu am Ende nochmal mehr), dass auch “richtige” Mahlzeiten abgedeckt sind.

Und auch da hätte ich mit diesen “Knusprigen Hähnchensticks” in Popcprn-Panade was im Angebot:

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Hier hatte ich dann erstmals das Gefühl, dass die Gewürz-Industrie ihre Finger bei dem Buch im Spiel hat, denn was ich allein für dieses Rezept an Gewürzdöschen kaufen musste. Uiuiui…

popcorn_panade

Aber auch hier hat es sich gelohnt, denn eine so leckere Panade hab ich noch nie selber gemacht. Gabs bei uns inzwischen sogar schon zweimal, wobei wir beim zweiten Mal das Popcorn durch Quinoa und normale Semmelbrösel ersetzt hatten. Immer noch sehr sehr lecker. Wird es sicher öfter geben. Jetzt hab ich die Gewürze ja auch alle hier rum stehen…

Ebenfalls ein halbes Gewürzregal landete dann für das “karibische Popcorn” im Einkaufswagen.

karibisches_popcorn_gewuerze

Das wäre dann auch der erste Vertreter der “normalen Popcorn-Würz-Rezepte”, also wo man am Ende dann immer noch Popcorn hat, welches nur anders schmeckt.
Laut Rezeptbuch soll man dafür erst das Popcorn machen und dann die Gewürze mit Butter in eine Pfanne geben und das fertige Popcorn darin schwenken.
Dafür war ich aber zu faul und hab die Gewürze gleich mit in die Maschine geben (die rührt ja immer fleißig).
Hat allerdings nur so halb funktioniert, hier denke ich aber, dass ich einfach nur mehr Butter hätte reingeben müssen. Das ganze war dann schon ziemlich trocken und staubig…

karibisches_popcorn

Werde das nächste Mal auf jeden Fall nochmal den “faulen” Weg ausprobieren. Dann aber mit mehr Butter.
Das karibische Popcorn war dann auch nur “ok”. Zumal ich das Salz vergessen hatte, was wir dann einfach dadurch korrigierten, dass wir noch “salziges Popcorn” untermischten…

Weiter gehts mit den “Katzenpfötchen”, die von den Inhalten recht nahe an die “Schoko-Erdnuss-Riegeln” kommen, aber zumindest optisch was ganz anderes sind:

popcorn_katzenpfoetchen

Hier wurden dann auch gleich die letzten Schokoladen-Nikoläuse eingebracht, was dann das Rezept von “Zartbitter” zu “Vollmilch”-Schokolade änderte. Und das dürfte der Punkt sein, warum ich von dem Ergebnis nicht überzeugt bin. Alle anderen Verkoster (inkl. etlicher Kollegen von Frau Bü) waren schwer begeistert, ich hab davon immer nur wenige am Stück essen können. Ich bin aber auch absolut kein Vollmilch-Schokoladen-Fan. Das nächste Mal (dann in kleinerer Menge) dann nochmal in Zartbitter und ich wette, dass die bei mir dann auch schneller weg gehen…

Von den Kugeln zurück zu Riegeln, diesmal sind es “Brezel-Erdnuss-Riegel”.

popcorn_brezel_erdnuss_riegel

Mal wieder eine Kombination, die ich mir nie selber ausgedacht hätte, die aber wieder sehr gut harmoniert. Lecker salzige Brezeln, lecker salzige Erdnüsse. Und drumherum lecker süß. Mjam!

Und so langsam wird es Zeit, auch mal nicht nur in den höchsten Tönen zu loben. Kommen wir also zum “Rosmarin-Popcorn” (eigentlich “mit Pinienkernen”, aber die hab ich weg gelassen).
Hier wurde das Mais vor dem Poppen in Rosmarinöl ziehen gelassen. Und dann mit dem Öl gepoppt und noch überbacken.

rosmarinpopcorn

Heraus kam sehr öliges Popcorn, das zudem deutlich zu bitter war. Evtl. hätte man mit Zucker was retten können, aber das hier landete dann tatsächlich in der Mülltonne. Brrr….

Abschließend nochmal eine vollwertige Mahlzeit, nämlich ein “Popcorn-Hackbraten”. Der hat den Vorteil, dass er glutenfrei ist, da die Semmelbrösel durch kleingemahlenes Popcorn ersetzt wurde. Dazu noch allerlei leckere Gewürze (ich gestehe: Hackbraten wurde bei uns sonst immer mit Gewürzmischungen gemacht) und am Ende dann auch wieder sehr lecker.

popcorn_hackbraten_mit_popcorn_salat

Das Popcorn ist hier dann aber wirklich nur noch eine Zutat. Eine, die man nicht wirklich schmeckt.
Daher gab es dazu dann auch noch einen “Popcorn-Couscous-Salat mit Mango”:

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Das Rezept dazu werdet ihr aber nicht in “Popcorn Royal” finden, sondern in “Die fabelhafte Welt des Popcorns: Das etwas andere Gourmet-Kochbuch”. Ich hatte zwischen den beiden Büchern geschwankt und mir dann zuerst die “fabelhafte Welt” gekauft, da es optisch schöner war (vom anderen hat man auf Amazon nicht viel gesehen).
Dann war ich aber schnell enttäuscht, da es sich hier fast nur um Würzmischungen handelt, oder das Popcorn bei den “richtigen Mahlzeiten” nur als Streudeko, aber nicht als Zutat verwendet wurde. Daher kam dann “Popcorn Royal” ganz schnell hinterher und hat das erste Buch sofort aus der Küche verbannt. 2-3 Sachen werde ich aus der fabelhaften Welt dann doch irgendwann noch probieren (Popcorn in weißem Nougat zum Beispiel), aber erstmal habe ich noch einiges aus meinem neuen Lieblingsbuch auf der Liste.
Bald ist die Fastenzeit dann ja auch endlich vorbei, so dass ich auch mehr Abnehmer habe und ungehemmt ausprobieren darf…

Frühstücksspeck aus der Mikrowelle

24. Februar 2016 um 00:11 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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So, bevor ich euch von den vielen leckeren Sachen vorschwärme, die ich dank der Popcornmaschine in den letzten Wochen so gegessen habe, gibts hier noch einen megapraktischen Küchentipp (den ich mal vor Jahren von Ro und Ke überliefert bekommen habe).

Und zwar geht es um den allseits beliebten Frühstücksspeck:

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Eins der Highlight eines ausgiebigen Wochenendfrühstücks. Aber eben auch mit Aufwand verbunden, den ich mir Morgens ungerne mache (erst Recht, wenn die Kinder mal wieder viel früher wach waren, als sie es unter der Woche tun). Und dann riecht auch noch das ganze Haus tagelang nach Speck (ok, das ist jetzt nicht unbedingt was schlechtes), von den Klamotten, die mit feinen Fettspritzern übersät sind ganz zu schweigen.

Aber hey, da kommt nun der Tipp ins Spiel. Denn mit diesem, verkürzt sich der Aufwand auf etwa eine halbe Minute, es gibt kein spritzendes Fett und die Geruchsbelästigung hält sich auch in Grenzen.

Das einzige was man braucht: Einen Teller, zwei Blätter Küchenpapier und eine Mikrowelle.

Ein Küchenpapier auf den Teller legen, da den Speck drauf verteilen, dann das zweite Küchenpapier obendrauf (ich lass die beiden immer zusammen und klappe dann zu) und ab damit für 2-3 Minuten (je nach Speck, muss man am Anfang halt immer mal wieder schauen, bis man die perfekte Zeit raus hat) bei 600-800 Watt in die Mikrowelle.
Schon fertig!

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Wie man an dem plötzlich transparenten Küchenpapier sieht, geht da auch ordentlich Fett raus, so dass man sich einreden kann, einen Diät-Speck zu essen ;-)

Und was der Speck nun mit der Popcornmaschine zu tun hat, erzähl ich euch dann nach der nächsten Maus im nächsten Beitrag!

“Sweet Treat Sunday”: Erdbeereis-Biskuit-Rolle

31. August 2014 um 01:13 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, macht euch auf eine abstruse und immer wieder abschweifende Einleitung gefasst. Schließlich habe ich seit etlichen Jahren nicht mehr bei einer “Linkparty” mitgemacht, da muss ich mich erst eingrooven…

Die auf diesem Blog als “Ke” bekannte elf19-Dame (elf19 könnte den Stammlesern noch ein Begriff sein, denn ursprünglich war das mal ein Blog von Ro und Ke, was ich denen durch ein “Woosh” mal mal noch paralleler gemacht habe (inzwischen “woosht” es dort aber nicht mehr und Ke hat das Blog unter alleine Kontrolle genommen und in ein Hausfrau-Bastel-Näh-Koch-Reise-Blog verwandelt)) (ohoh, noch im ersten Satz und schon zwei schließende Klammern hintereinander, das kann ja noch heiter werden… Ich fange einfach nochmal von vorne an:)

Die auf diesem Blog als “Ke” bekannte elf19-Dame hat nun endlich einmal (nachdem sie es mir schon lange angekündigt hatte und ich auch ein paar Namensvorschläge in den Raum geworfen habe, die sich aber gegen “Sweet Treat Sunday” nicht durchsetzen konnten) (verdammt, der Satz will einfach nicht zu Ende gehen) zu ihrer “Sweet Treat Sunday”-Linkparade aufgerufen, wo man sonntäglich eben seine süßen Wochend-Köstlichkeiten präsentieren soll.

Und weil das ganze dann auch Pinterest nach Monaten sortiert gesammelt werden soll, tue ich mal so, als hätten wir jetzt wirklich noch August und nicht schon Spätherbst und präsentiere ich euch hier eine etwas ältere Köstlichkeit, die ich aber extra aufgehoben habe, da ich eben von der geplanten Linkparade schon länger wusste (und da ich nicht wöchentlich was sweetes mache, kann man da ja mal ein wenig vorrätig halten).

Jetzt spült das dann vermutlich hunderte bis tausende verrückte andere Hausfrauen auf meinen Blog (hallo zusammen!) und ich muss mal ganz kurz darauf verweisen, dass ich trotz meiner breiten Themenfächerung durchaus auch schon im Küchenumfeld mein Unwesen getrieben habe. Da gibt es zum Beispiel meine Reihe “Küchentipps von Don und Frau Bü” in der Ke auch zweimal höchstpersönlich einen Auftritt hatte (Kochduell Nr. 1 und Kochduell Nr. 2 (wo ich die von Ke und mir erfundenen “Des Puffers Kern”-Kreation nur wärmstens empfehlen kann, das hat sich bei uns im Haus zu einem immer mal wieder gemachtem Stammgericht entwickelt) und wo auch der Beitrag “Rezepte, die das Leben schreibt: Marshmallows selber machen” zu finden ist, der zu einem meiner Lieblingsbeiträge auf diesem Blog zählt und erfreulicherweise gleichzeitig auch der meistgelesene ist (über 35.000 Leser und auch nach 6 Jahren immer noch immer wieder Kommentare). Und das, obwohl (bzw. weil) einfach alles schief gehen wollte, bzw. einfach nur chaotisch war.

Und so wird dann auch mein erster “Sweet Treat Sunday”-Eintrag einer, bei dem ich mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden war und wo es noch einiges an Optimierungspotential gibt. Klassischer “Pinterest Fail” (die ja bekanntlich sehr erheiternd sein können, hier einmal eine beispielhafte Pinnwand, bei der ich mich teilweise wegschmeißen könnte (z.B bei diesen beiden Weihnachtsfotos), aber auch an eigene Fails erinnert werde (diese Schneemänner habe ich auch mal komplett versemmelt, Bilder gibt es glücklicherweise keine) oder meine Zukunft sehe (diese Karottenchips wollte ich auch immer mal ausprobieren)), wobei das bei mir diesmal noch einigermaßen harmlos ist.

Was es werden sollte: Eine Biskuit-Rolle, mit selbst gemachtem Eis (Erdbeer-Minz mit Schokostückchen) gefüllt und den Teig von außen dazu noch mit Erdbeeren bemalt.

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So ein Rezept findet man natürlich nirgends (nur Inspirationen an diversen Stellen), so dass ich den Biskuit-Teig von der einen Stelle, das Erdbeer-Eis von einer anderen (die Schokolade habe ich dann einfach selber ergänzt) und die Anleitung zum Biskuit-Teig-vor-dem-backen-bemalen von woanders geholt habe. Dabei hätte ich doch seit der Marshmallow-Geschichte wissen müssen, dass das nie eine gute Idee ist…

Hinzu kam dann noch, dass die Kinder (ja, liebe Hausfrauen, ich bin auch noch Vater, auch da kann ich euch gleich noch nen Link anbieten, nämlich meine Vaterlektionen. Hier mal wahllos auf Lektion Nr.3 verlinkt, die zeigt, dass Männer es in dem Geschäft gar nicht so leicht haben) zu der Zeit nicht sonderlich kooperativ waren und ich so nicht unbedingt die notwendige Konzentration und Geduld hatte.
Das wirkte sich vor allem auf die Biskuit-Bemalung aus, denn die sollte immer mal ne Weile im Gefrierfach fest werden. Da ließ ich die “Weile” aber immer kürzer werden und die tropischen Temperaturen (es war Mitte Juni, da war es hier tatsächlich einmal Sommer) arbeiteten dann eh noch gegen mich.

Darum war am Ende von der schön filigranen Arbeit nicht mehr all zu viel zu sehen, erkennen konnte man die Erdbeeren aber glücklicherweise doch noch:

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Ich hätte da auch noch die Vogelperspektive im Angebot:

04_erdbeereisrolle_von_oben

Und dann war das Eis-Rezept auch noch eher für den Sofort-Verzehr gedacht, was wiederum nicht meinem Plan entsprach (Frau Bü war gerade ein paar Tage auf Geschäftsreise und dies sollte eine Überraschung für die Heimkehr werden). Und so wurde die Rolle dann zu einem steinharten Eisblock:

02_erdbeereisrolle_eisblock

Zusammen mit dem schön weichen Biskuit (interessant, dass der gar nicht hart wird, wenn er gefroren ist), war dann dann doch eher eine merkwürdige Konsistenz-Kombination…

Naja, ein wenig lecker war es trotzdem und dem bemalten Biskuit-Boden gebe ich sicher nochmal eine zweite Chance. Dann aber ohne Kinder und ohne direkte Sonneneinstrahlung. Und vielleicht habe ich ja auch den ein oder anderen inspiriert, es einfach besser nachzumachen. Sollte durchaus möglich sein ;-)

PS: Inzwischen ist mir dann auch eingefallen, dass ich ja seit Weihnachten das Buch “Ben and Jerry’s Homemade Ice Cream and Dessert” besitze (da ich eben mal verstärkt selber Eis machen wollte (erst Recht, wo der Garten doch jetzt genug Material hergibt) und ich seit meinem USA-Besuch in der Kindheit ein Fan der beiden bin (“ich hätte gerne ein Schokoladeneis” – “Welches denn unserer dreitausend verschiedenen Sorten?” – “Äh… keine Ahnung, seit wann gibt es da Unterschiede?” – “Hier, probier doch mal so 200 verschiedene Sorten, bis du dich dann entschieden hast” . “…”) (oder so in der Art, ist ja jetzt auch schon wieder fast 20 Jahre her). Und dieses Buch kann ich euch jetzt nur wärmstens ans Herz legen (huch, gerade sehe ich, dass es das ja auch in der deutschen Fassung gibt. Warum seh ich das erst jetzt und ärgere mich mit dämlichen Cup-Umrechnungen rum und googele komische Zusaten!? Ich empfehle also dann wohl lieber doch die deutsche Ausgabe), denn da stehen nicht nur tolle Rezepte drin (mit 3 verschiedenen Basismassen, wovon ich bisher nur dir cremigste probiert habe, die dann auch noch nach einer Woche im Gefrierfach die richtige Eis-Konsistenz hatte und weder zu einem Eisblock wurde, noch Eiskristalle bildete), sondern auch lustige Anekdoten der beiden Eisladengründer (erst mal als langer Einleitungsblock, dann aber auch zu ausgewählten Rezepten bzw. Eissorten).

Hier ein Banane-Erdbeer-Eis (ist nicht ganz geglückt, da hätte mehr Zucker reingemusst, falsche Cup-Umrechnung, wie ich später merkte) und das absolut unbedingt dringenst zu empfehlende “Oreo Mint”, welches wirklich wie aus der Eisdiele schmeckt und für mich als Minz-Fan einfach nur ein Traum ist:

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Anders als beim obigen Minz-Eis-Rezept kommt der Geschmack hier übrigens per Minzöl ins Eis, wobei ich da eine Mischung aus 1/3 japanischen Minzöl (dachte bisher, das sei nur dazu gut, sich bei Erkältungen damit einzureiben) und 2/3 Pfefferminzöl (jenes, welches man in die DUftöl-Lämpchen gibt) als perfekt ausgemacht habe. Pur schmecken übrigens beide Minzöle nicht, falls es euch interessiert…

Und da Ke dieses Eis auch schon bei mir verköstigen durfte, kann sie ja kurz bestätigen, dass es wirklich lecker ist ;-)

PPS: Bei “Pinterest-Fails” und “Ke” fällt mir noch Ke’s Waffelmuffins ein, die bei mir dann nicht wirklich so gelingen wollten, aber auch “gefailed” noch sehr lustig waren. Zum Glück gibt es in dem Beitrag von mir dann aber auch noch geglückte Nachahmungen (und Eigenkreationen). Nicht, dass ich hier am Ende als vollkommen unfähig dastehe…
Und apropos: Eben dieser Beitrag ist vom 3. Geburtstag von Sohnvanone. Der vierte ist nun schon einige Monate her und auch Tochtanones Geburtstag wurde hier nicht gewürdigt (und der ist nun bald schon ein Jahr her). Ihr dürft euch also bei den nächsten “Sweet Treat Sundays” ein wenig auf Geburtstagskuchen und sonstige Geburtstags-Ess-Dinge (inkl. geglückten Pinterest-Nachahmungen) einstellen.

Und nun alle bei Ke vorbeischauen, die passenderweise (total unabgesprochen, ich schwöre) in ihrem “Sweet Treat Sunday”-Beitrag ein Rezept vorstellt in dem sie Marshmallows selber macht.
Da tauchen dann im Laufe der Zeit auch die Beiträge der weiteren Teilnehmer auf.

PPPS: Mit Marshmallows hab ich da ja auch noch was rumliegen, was total lecker ist (aber auch nicht 100%ig geklappt hat):

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Es handelt sich um die “Bananen nach Forster-Art” aus “Weber’s Grill Bibel”, die ja wohl jeder daheim haben sollte. Einfach mal einen einigermaßen warmen Tag abwarten, Seite 270 aufschlagen und nachgrillen. Sehr sehr lecker, auch wenn man den Teigboden ignorieren muss, weil er komplett verbrannt ist…

PPPPS: Puh, schon wieder viel zu spät, warum kann ich mich auch nicht einfach mal kürzer fassen? Auf Gegenlesen wird zugunsten von Schlaf verzichtet (man denke nur an die Löcher im Gehirn), ich hoffe, ihr könnt mir das nachsehen und habt trotzdem einigermaßen verstanden, was ich euch sagen wollte…

Unbedingte Kochbuchempfehlung: Tartelettes – Kleine Kuchen pikant & süß

03. Oktober 2010 um 23:18 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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Mit Kochbüchern ist das ja so eine Sache: Irgendwie stehen da unzählige im Regal rum, in 4-5 von denen guckt man (und mit “man” meine ich im folgenden mich, ich schließe aber gerne von mir auf andere) auch wirklich ab und zu von rein und aus denen hat man dann auch mal 2-3 Rezepte ausprobiert.
Wenn man ein Rezept braucht, ist es eh viel leichter, schnell im Internet nachzugucken, da werden einem die Zutatenmengen dann auch noch direkt für die richtige Personenanzahl umgerechnet und man kann sich schnell das Rezept aussuchen, zu dem man auch die passenden Zutaten hat und wo es ein schickes Bild gibt (ja, ich brauche ein Bild beim Rezept, sonst kann ich das nicht kochen).

Wozu also Kochbücher?

Noch größer ist meine Skepsis dann bei Büchern, die nur mit einem Haushaltsgerät kombiniert verkauft werden (Backform, Nudelholz, Plätzchenausstecher und was weiß ich noch alles). Da frag ich mich immer: Sind die Rezepte so schlecht, dass man da noch ein Gimmick dabei legen muss, damit das Buch überhaupt verkauft wird. Reine “Geschenk-Bücher”, oder nicht? Wer kauft sich sowas selbst? Meist sind die ja auch schön eingeschweißt (wegen des Gimmicks), so dass man nicht mal einen Blick reinwerfen kann, was die Skepsis dann nur noch größer werden lässt.

Und so komme ich nun zu einer unbedingten Kochbuch-Kaufempfehlung. Ein Kochbuch, mit Gimmick. Ein Geschenk-Buch (Frau Dr. Bü hats geschenkt bekommen). Ein wirklich fantastisches Buch: Tartelettes – Kleine Kuchen pikant & süß

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Das Gimmick ist klar: 4 Backformen (mit rausnehmbarem Boden, was ein echter Segen ist, denn so kriegt man wirklich jedes Tartelette unbeschadet aus der Form). Insgesamt gibt es 34 Rezepte (Gemüsetartelettes, Tartelettes mit Fisch & Fleisch und süße Tarteletets), von denen wir inzwischen schon 5 ausprobiert haben (und es werden sicher noch einige folgen, vermutlich sogar solche, die nicht bebildert sind…). Und 4 von den 5 waren unglaublich lecker, das eine war “nur” lecker.

Unglaublich unglaublich lecker sind z.B. die “Avocado-Tartelletes mit Chorizo Garnelen” (alle Fotos zeigen unsere Ergebnisse, im Buch sehen die natürlich noch einen Ticken besser aus).

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Ehrlich: Allein wegen diese Rezept lohnt sich der Kauf des Buches. Ein Traum! Gabs bei und daher auch nicht nur einmal…
(Und ja, von denen habe ich euch hier schon vorgeschwärmt, aber da ich gestern wieder so von dem Buch überzeugt wurde, muss ich das einfach nochmal gesammelt loswerden)

Anderes Tartelette aus der “pikant”-Richtung: Die “Spargel-Blätterteig-Tartelettes mit Ziegenkäse”

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(das waren die, die “nur” lecker waren. War aber auch gemein, dass die im direkter Konkurrenz zu dem Garnelen-Tartelettes standen, da zieht jeder den Kürzeren…)

Gestern (und heute, da mir das Internet ja nicht die Menge für 2 Personen ausrechnen kann und ich darum immer gleich 4 Tartelettes machen “muss”) gabs dann “Maracuja-Créme-brûlé-Tartelettes” (da kriegt man ja nen Krampf in den Fingern), die mir zwar die erschreckend hohen Preise für Maracujas aufgezeigt haben, aber davon jeden Cent wert waren. Mjam mjam mjam!

maracuja_creme_brulee_tartelettes

Und dann gabs bei uns auch noch vor Längerem (Frau Dr. Bü berichtete) diese beiden Vertreter der süßen Sorte:

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Da hätten wir links die “warmen Schokoladentartelettes mit Macadamianüssen” und rechts “Kirschtartelettes mit Baiserhaube”. Beide lecker, links aber leckererer.

Und wie man hier schon sieht: Die Vielfalt ist sehr groß, allein hier haben wir schon die verschiedensten Teigarten (Mürbeteig (die Grundlage der meisten Rezepte), Blätterteig und Tortilla-Chips), womit das volle Spektrum aber noch nicht abgedeckt ist. Und apropos “abgedeckt”: “Pies” (also “Pasteten”, aber wie klingt das denn…) gibt es auch in dem Buch, z.B. “Steak-Pies mit Brunnenkressesalat”. Muss ich unbedingt auch noch probieren…

So, zum Abschluss noch die Anmerkung: Nein, ich wurde für diesen Beitrag nicht bezahlt, ich bin tatsächlich so begeistert von dem Buch. Aber ja: Wenn ihr das Buch über meinen Link kauft (was ich euch nur empfehlen kann), krieg ich da eine kleine Provision ab.
Aber das ist nicht so wichtig. Viel wichtiger ist, was auf den Tisch kommt. Und das ist LECKER!!!

PS: Dieses war der erste Streich. Unser zweitbestes Kochbuch stell ich euch dann demnächst auch noch vor. Aufmerksame DonsTag-Leser dürften es aber auch schon kennen, hab ich letztens erst in einem Klammersatz empfohlen, verdient aber auch eine größere Plattform.

The Yippity Yo Cooking Show

08. April 2010 um 09:57 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ich glaube werdende Väter sollten sich von YouTube fern halten (bis das Kind dann aus dem Haus ist), da man da ja nur auf dumme Ideen gebracht wird.

Z.B. mit der dreijährigen Tochter eine Kochshow aufzunehmen. So wie in dem folgenden Video, wo Zaylee Jean uns zeigt, wie man Cookies backt. Dauert stolze 10 Minuten, ich hab mich aber durchgehend köstlich amüsiert:

“Who’s (going to) clean this place? I’m not. Mommy will clean it. She’s good with that.”

Hier noch ein kleiner Outtake von der Schokoladenfress-Attacke

Ich bräuchte da mal eure Hilfe – oder: Aus dem Inneren einer Zuckerwatte-Maschine

23. Februar 2010 um 11:34 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Das ist nämlich so: Frau Dr. Bü wird ja immer schwangerer und schwangerer und bevor unser Leben dann bald endgültig vorbei ist, wäre es doch genau der richtige Zeitpunkt, nochmal ein kleines Wellness-Wochenende in trauter Zweisamkeit zu verbringen, oder nicht?
Ja, wäre es. Doch wie an dieses Wochenende kommen, wenn das ganze Geld (ok, das ist jetzt übertrieben) für Babyzeug draufgeht? Ganz einfach: Gewinnen!

Und das ist jetzt der Punkt, wo meine lieben Leser ins Spiel kommen: Ich hab bei der Flip-Koch-Challenge mitgemacht und da in der ersten Phase (ein Rezept einschicken) eine Flip MinoHD (Amazon Partnerlink) gewonnen. Mit der habe ich dann das folgende Video von der Gerichtzubereitung (die lecker “Bratspieße aus Hühnchen-Teriyaki in Zuckerwatte” vom Silvester-Menü) aufgenommen:

Dieses Video steht nun auf dieser Seite mit vier anderen Videos zum Voting bereit und da bräuchte ich nun ganz viele eurer Stimmen (und die eurer Familie, Freunde, Haustiere, Blogleser und so weiter), damit ich mir und Frau Dr. Bü die letzten Züge der Schwangerschaft noch versüßen kann.

Ja, ich weiß, dass ich kein guter Schauspieler wäre und ich meine Augen in der ersten Szene wohl ruhig etwas mehr unter Kontrolle haben könnte (was hat mich Frau Dr. Bü schon beschimpft…), aber ich hab mein bestes gegeben.
Und wer sich fragt, warum das Video denn ein Stummfilm ist, den verweise ich auf die Teilnahmebedingungen (pdf), die die Nutzung von Musik ausdrücklich verboten haben. Scheine ich aber als einziger wirklich ernst genommen zu haben ;-)
Es liegt also in eurer Hand, das ganze mit passender Musik zu untermalen. Durchsucht einfach so lange eure Musiksammlung, bis ihr ein Musikstück gefunden hat, durch das mein Video besser wird, als die anderen vier. Denn schließlich sollt ihr ja nur für mein Video stimmen, wenn es euch auch wirklich am besten gefällt…

Aber jetzt los: Abstimmen! (und weitersagen…)

Und als weiteren Ansporn: Sollte ich gewinnen, schneide ich auch noch die paar wenigen Making-Of-Videos zusammen, in denen man sieht, wie ich die MinoHD in Klarsichtfolie (darum liegt die da einmal im Bild rum) einpacke und in Zuckerwatte einspinne oder mit Fleisch belege.

2010: 2samkeit, 0 Gäste und 10 Gänge

01. Januar 2010 um 16:41 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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Silvester 2009, das letzte Silvester, das Frau Bü und ich noch zu zweit erleben können, das nächste mal ist dann (toc toc toc) ein kleiner Schreihals mit dabei.
Grund genug, das Jahr mal ganz anders ausklingen zu lassen als die Jahre zuvor und nur mal in gemütlicher Zweisamkeit zu feiern. Wobei das “gemütlich” leicht gestrichen werden muss, da wir die Idee hatten, das ganze noch (muss ja was besonderes sein) mit einem 10-Gänge-Menü zu verbinden. Selbstgekocht versteht sich.
Und so wurde es ein Silvester, das im Wechsel in Küche, am Esstisch und auf der Couch gefeiert wurde.
Sehr sehr schön, sehr lecker und sehr empfehlenswert.

Und da wir ja nicht so sind, bekommt ihr auch was davon ab, wenn auch nur in Fotoform und Rezepten.

Gang 1: Spargel Sushi

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Das Menü startete direkt mal mit einem kleinen Desaster, denn die gelierte Sauce Hollandaise wollte einfach nicht in der Strudelteig-Rolle bleiben, so dass um den Teig einfach nochmal eine Schicht Sauce kam, ehe diese mit dem Schinken ummantelt wurde. In der Mitte dann natürlich noch der Spargel.
Hat nicht so ganz geliert wie es sollte, darum auch nicht so wirklich hübsch anzurichten. Muss nicht nochmal sein…
Hier das Rezept.

Gang 2: Blattsalat mit knusprigem Ziegenkäsebonbon

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Das Bonbon (aus Frühlingsrollenteig) ist mit Ziegenkäse und Zwiebelconfit gefüllt (Memo an mich: Das nächste Mal mehr Käse und weniger Confit) und sehr sehr lecker. Das Salatdressing etwas gewöhnungsbedürftig und das nächste Mal sicher nicht mehr mit dabei.
Hier das Rezept.

Gang 3: Melonenkaviar

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Kann man die gelierte Hollandaise schon als molekular einstufen, so ist es hier eindeutig: Mein Molekular-Cocktail-Kasten kam auch in diesem Jahr wieder zum Einsatz. Die Kaviar-Kügelchen sind dabei etwas, was sehr schick aussieht, mir nie wirklich gelungen sind (sie werden einfach zu klein und sehen immer leicht glibberig aus) und im Geschmack leider oft etwas arm daherkommen.
Dafür war der Schinken umso stärker, was jetzt auch nicht unbedingt so ideal war…
Naja, hauptsache es sah gut aus.
Hier das Rezept.

Gang 4: Blutwurst unterm lila Nest

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Eigentlich sollte das hier ja ein “Wachtelei im Nest” (Rezept) werden, nur dass die Garnele durch Bluwurst aus diesem “Himmel und Erde”-Rezept ausgetauscht werden sollte. Dann waren die Wachteleier aber dummerweise überall ausverkauft.
Also ohne Ei. Statt dessen hatten wir (wieder angeregt durch ein anderes Rezept) die Idee, für den Kartoffelpüree einfach mal violette Kartoffeln zu nehmen. Hatte ich vorher noch nie gesehen, was bei dieser krassen Farbe echt erstaunlich ist. Vom Geschmack ist es nicht weit weg von der normalen Kartoffel, bei der Konsistenz schien das violette Püree aber irgendwie klebriger oder so. Auf jeden Fall mal interessant und auch ohne Ei lecker.

Gang 5: Bratspieße aus Hühnchen-Teriyaki in Zuckerwatte mit molekularem Salat

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Ein Gang (die Bratspieße), bei dem ich schon ewig vorher anfangen musste, ihn immer wieder anzubringen, bis Frau Bü das “OK” gegeben hat. Irgendwie findet sie das Bild im Originalrezept eklig. Ok, eine gewisse Ähnlichkeit zu einem Holzstamm, der von irgendeinem Getier eingesponnen wurde ist nicht zu leugnen, trotzdem läuft mir beim Anblick das Wasser im Mund zusammen.
Noch viel mehr, seit ich weiß, wie lecker es wirklich ist. Sehr sehr lecker. Sagt übrigens auch Frau Bü. Darum wird es wohl heute Abend nochmal so Spieße geben, da noch genug Fleisch und Sauce übrig ist und auch die Zuckerwattenmaschine (die auch schon Silvester 2007 zum Einsatz kam) noch bereit steht. Huiuiui!
Auf meinen Fotos sieht die Watte übrigens nicht ganz so toll aus, da sie an dem heißen Fleisch schnell zusammengeschrumpelt ist, ich nehme also mal an, dass sie beim Rezept entweder viel schneller das Foto gemacht haben, oder kaltes Fleisch genutzt haben, was ich aber nun nicht machen würde. Außer für ein Foto…

Der Salat war dann auch molekular, wieder die Kaviar-Kügelchen, diesmal mit Petersilie- und Zwiebel-Geschmack. Der (rote) Gemüsesaft hat das Alginat nicht vertragen und ist dickflüssig geworden, was aber nicht so schlimm war. Auch nichts, was ich wiederholen würde.
Hier das Rezept.

Gang 6: In Speck gebratener grüner Spargel an Blumenkohl-Pfirsich-Mus

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Hier musste mal wieder etwas grüner Spargel verbraucht werden, da in Gang 1 ja nur zwei Stangen benötigt wurden, wir aber ein ganzes Glas kaufen mussten.
Das spektakuläre an diesem Gang aber war das Blumenkohl-Pfirsich-Mus. Eine sehr interessante Kombination, die überraschend gut zu Speck und Spargel gepasst hat.
Hier das Rezept.

Gang 7: Schweinsfilet auf Apfel-Trauben-Chutney und Zwetschgenfarbe, Grünteenudeln

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Ein Rezept aus diesem Molekularbuch (Amazon Partnerlink), welches ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Aber auch hier konnte mich der molekulare Teil (die Grünteenudeln, die bei uns aufgrund unpassender Grünteesorten nicht wirklich grün waren und auch wieder das Geschmacksarmutproblem hatten) nicht wirklich überzeugen, das Chutney und vor allem die Zwetschgenfarbe waren aber ein Traum und kommen sicher nochmal auf den Tisch.
Rezept kann ich nicht verlinken, steht wie gesagt im obigen Buch.

Gang 8: Avocado-Carpaccio mit cremigem Limetten-Dressing

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Hatte ich hier den Dessert-Kurs erwähnt, den ich letztens besuchte? Da hatte ich auf jeden Fall Fotos geschossen und die der Kursleiterin geschickt. Als Dank hab ich noch Rezepte von einem anderen Kurs bekommen (“Gorumetmenü”), darunter eben genau dieses, welches wohl aus diesem Buch von Alfons Schuhbeck stammt: Eine Kombination aus Mango, Avocado, Limette, Gurke und Frühlingszwiebel, wo es mir alle Nackenhaare hochstellt, was aber unglaublich lecker geschmeckt hat.
Ich hab das Rezept auch noch online gefunden, heißt da nicht Avocado-Carpaccio, sondern Avocadosalat.

Gang 9: Gelbe Grütze mit Lebkuchensahne

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Die Nachspeise beginnt und damit verließen wir auch das Gebiet der Gerichte, die wir nie zuvor probiert hatten, denn sowohl Gang 9 als auch Gang 10 hatte ich schon gegessen (Frau Bü nur Gang 10). Die gelbe Grütze hab ich nämlich in eben jenem eben erwähnten Dessert-Kurs kennengelernt und für sehr lecker befunden.
Gestern gabs dann aus bekannten Gründen die Variante ohne Portwein und Rum, was man leider auch geschmeckt hat (trotz Rum-Aroma und alkoholfreiem Rotwein). Das nächste Mal dann wieder nach Alenas Schwangerschaft. Ist eh ein Weihnachtsessen…
Online konnte ich das Rezept nicht finden, veröffentlichen ist wegen Urheberrecht auch kritisch. Wer es also per Mail zugeschickt haben will, meldet sich einfach in den Kommentaren…

Gang 10: Gebackenes Baiser-Eis

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Das hatten wir vor über drei Jahren mal in viel zu großer Menge, gestern sollte es dann endlich mal wieder auf den Tisch kommen. Diesmal aber in kleinen “Crème brûlée”-Förmchen. Und da es der 10. Gang war, haben wir den Bisquit-Teig diesmal auch nicht selber gemacht, sondern Tortenboden hergenommen. Daher war der Teig diesmal auch nur unten drunter, statt komplett um das Eis rum, weswegen es dann doch leicht angeschmolzen ist. Trotzdem lecker und ein feiner Abschluss.
Hier ein Rezept, bei dem noch Früchte mit einbezogen wurden.

So, das war unser Silvester-Menü. Vielleicht ist ja für den ein oder anderen was dabei.
Und ach, bevor Fragen kommen: Ja, uns kann man mieten, aber das wird nicht gerade billig ;-)

Lecker Tassenkuchen in nur 4-5 Minuten

13. August 2009 um 13:41 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

kuechentipps_vom_don

Letztens hab ich über “The Daily What” ein Rezept gefunden, das ich einfach ausprobieren musste. Und da wir das dann vorgestern auch gemacht haben und so begeistert waren, dass wir es gestern gleich nochmal gemacht haben und heute gleich nochmal machen werden, gibts das jetzt hier auch auf DonsTag. Dazu passend hab ich mal einen kleinen Header gebastelt und (wie man unten sieht) ein paar ältere Einträge auch in die Küchentipps-Reihe aufgenommen. Leider gibts da noch ein kleines Problem, da so Serien scheinbar nicht Autor-übergreifend machbar sind, so dass Frau Büs Küchentipps noch nicht mit integriert sind. Das werd ich mir aber mal anschauen.

Nun aber zum Rezept, dass wirklich das hält, was oben im Titel steht: Nämlich einen fertigen Tassenkuchen in nur 5 Minuten und mit Zutaten, die man üblicherweise eh im Haus hat. Sieht dann ungefähr so aus:

tassenkuchen

Also los:

Man nehme

  • 3 TL Mehl
  • 2 TL Kakaopulver
  • 3 TL braunen Zucker (etwas mehr, wenn man ungezuckerten Back-Kakao nimmt)
  • ¼ TL Backpulver
  • und vermische das in einer Tasse. Dann gibt man

  • 1 Ei
  • 2 TL Milch
  • 2 TL Öl
  • hinzu und vermischt das ganze nochmal. Und schon sind ca. 2 unserer 5 Minuten um, hier gibt es aber Optimierungsmöglichkeiten.

    Nun nimmt man diese Tasse und stellt sie 2 Minuten (bzw. 3 Minuten, wenn man zwei Tassen gleichzeitig reinstellt) bei 800 Watt in die Mikrowelle.
    Währenddessen räumt man das ganze Zeug in der Küche wieder ein und bereitet schonmal 2 Kugeln Vanilleeis pro Tasse vor (da der Kuchen an sich doch etwas trocken ist). Kaum hat man das geschafft, macht die Mikrowelle schon *pling*. Keine drei Minuten später ist dann auch schon alles aufgegessen und man fragt sich, wie das nur alles so schnell passieren konnte…

    Ach, das ganze kann man noch mit Puderzucker bestreuen, aber das ist uns immer erst wieder eingefallen, als die Tasse schon leer war…

    PS: Das Rezept kann man natürlich auch variieren. Hoffen wir zumindest. Sonst gibt das nachher ein Desaster… Ich werde berichten…

    Molekulare Cocktails

    02. Januar 2009 um 18:32 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Molekulare Cocktails -  Blick hinter die Kulissen

    Wie schon im Silvesterbeitrag erwähnt, haben RoKe mir zum Geburtstag ein Set geschenkt, mit dem man molekulare Cocktails herstellen kann. In diesem Set sind 7 Pülverchen (siehe  hier) sowie ein Buch mit Rezepten enthalten. Zu kaufen gibt es das zum Beispiel  bei Amazon (Partnerlink, wie auch die nachfolgenden Links zu Amazon). Dort kann man auch  nur das Buch kaufen, was aber jetzt eigentlich nur darum von mir besonders erwähnt wird, mal man  hier einen Blick ins Buch werfen kann. Da findet man dann neben einem Überblick der Rezepte auch eine Einführung, die auch etwas näher (der Detail-Teil fehlt hier, ist aber vorhanden) auf die Zutaten eingegangen wird:

     

    Die Texturgeber sind auch keine gesundheitsgefährdenden Chemikalien, vielmehr handelt es sich um neu entwickelte Gelier- und Verdickungsmittel, die aus Algen, Seegräsern, Pflanzenfasern oder Samen gewonnen werden. Es sind alles natürliche Produkte ohne chemische Zusatzstoffe, die zudem geschmacksneutral und farblos sind.

    Und diese “Texturgeber” können mit den sonst flüssigen Cocktails ne ganze Menge anstellen, wovon ich bisher auch noch nicht alles (z.B. unter UV-Licht leuchtende Cocktails) ausprobiert habe. Genauer gesagt hab ich erst zweimal mit dem Zeug experimentiert und mir da dann Ideen für die Silvesterparty gesucht (das Buch diente meist nur als Anregung, nur der Martini mit Olivenchip stammt (allerdings auch nicht 1:1) aus dem Buch).

    Fangen wir mal mit der meiner Meinung nach lustigsten Sache an: Cocktail-Kaviartröpfchen:

    Molekulare Cocktaildrops

    Hier gibt man zunächst eines der Pulver in den Cocktail, ein anderes gibt man in Wasser. Tropft man nun den Cocktail ins Wasser, bekommt er da eine feste Schale und behält so seine Tropfenform. Mit etwas Geschick (mir ist es nicht so sonderlich gelungen) kann man auch größere Tropfen machen, die dann im Mund aufplatzen und den flüssigen Cocktail freigeben.
    Da mir das aber zu unsicher war, hab ich an Silvester nur auf Kaviarhäppchen (Bild ganz unten, darüber sieht man die blauen Tropen auch mal in O-Saft schwimmen) gesetzt. Neben den Blue Curacao-, Orangensaft- und Pfefferminzschnaps-Kügelchen, waren eigentlich noch rote geplant. Die von meiner Oma angesetzten schwarzen Johannisbeeren haben sich aber mit dem Pulver nicht wirklich vertragen und hat sich schon vor dem Tropfen in eine geleeartige Masse verwandelt. Geht halt nicht mit jeder Flüssigkeit (wird im Buch auch näher drauf eingegangen).

    Hab euch auch mal ein Video vom Entstehungsprozess vorbereitet:

    Allerdings hab ich hier noch ein wenig das Problem, dass die Kügelchen mit der Zeit Flüssigkeit abgeben und dann nicht mehr so schön kugelig aussehen. Irgendwas stimmt da noch nicht. Hat aber keinen gestört…

    Zu diesen Häppchen gab es dann noch etwas Obst:

    Molekulare Cocktails

    Ganz oben die Orangenscheiben, die sich erst auf den zweiten Blick als Orangenschale mit geliertem Wodka-O zu erkennen geben. Darunter dann meine Probe-Mandarine, gefüllt mit Wodka-O-Schaum. Zwecks Abwechslung hab ich die Mandarinen an Silvester (unteres Bild) dann mit Planters-Punch-Schaum gefüllt. Der war auch leckerer, auch wenn er farblich nicht ganz so erfrischend aussieht…

    Und dann gab es zu späterer Stunde noch einen Martini, der geliert und in dünne Scheiben geschnitten war. Dazu hätte es noch einen Wodka-Schaum geben sollen, den hab ich aber dann nach Absprache mit meinen Gästen weggelassen. Die dazugehörige Olive gab es dann aber natürlich auch nicht in normaler Form, sondern als Olivenchip, der ganz ohne die Pülverchen hergestellt wird, sondern (nach meiner Abwandlung) nur mit Zutaten, die es bei uns eh im Haus gab. Und obwohl mir Oliven eigentlich nicht schmecken, kann ich diese Chips nur empfehlen (mein Vater ist da übrigens anderer Meinung, aber der hat die auch zu dick gemacht, so dass sie nicht knackig wurden, sondern noch weich waren. SO haben sie der Frau Bü auch nicht geschmeckt…)

    Molekularer Martini

    Alles in Allem wirklich eine sehr witzige Sache, nochmal vielen Dank an RoKe für das super Geschenk. Und wer weiß, vielleicht probiere ich ja irgendwann auch mal die  molekularen Nachspeisen oder  Hauptgerichte aus…

    Silvester 08 – Der krönende Jahresabschluss

    02. Januar 2009 um 17:24 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Silvester

    So, wo fange ich an? Am Besten mal geh ich nochmal zurück zur Besichtigung unserer neuen Wohnung. Denn schon als wir da die Aussicht von unserem Balkon über Ulm (und um Ulm herum, ist echt so) gesehen hatten, war klar, dass Silvester 2008 bei uns gefeiert wird. Da fällt mir auf, dass ich die hier auf de, Blog noch gar nicht erwähnt hatte. Okay, hier ist sie:

    Panorama

    Gibts natürlich auch in groß. Und bei gutem Wetter, können wir ganz hinten sogar die Alpen erkennen (sehr deutlich sogar, aber das kennt ihr ja schon, war von Daimler oben ja nicht anders. Besser zu sehen aber noch auf dem  Münsterblickpanorama, das Manu hier mal vorgestellt hat).
    Und bei der Einweihungsparty im April waren dann auch unsere 8 Gäste schon informiert. So früh wusste ich noch nie, wo ich Silvester feier…

    Für das Thema “krönender Jahresabschluss” muss man dann nicht so weit zurückgehen, das kam einfach beim Suchen nach passender Silvester-Deko kurz vor Weihnachten. Da war nicht wirklich viel vernünftiges zu finden, dafür um so mehr Kronen. Also erdachten wir uns schnell einen Bezug zwischen Kronen und Silvester und schon war das Thema fertig. Vor allem, da der geplante Nachtisch dazu einfach perfekt passte. Für den müssen wir jetzt dann wieder ein wenig weiter zurück, nämlich bis in den August zu unserem Tauchurlaub. Da war es es uns tagsüber über Wasser einfach zu heiß, so dass wir zwischendurch in unserem Hotelzimmer vor dem Fernseher verschnaufen mussten. Und da gab es dann bei  “Unter Volldampf” die  “Dom Schokolade a la Wolfgangka”, die einfach nur lecker aussah. Kaum wieder in Deutschland (2 Tage danach) haben wir das ganze dann auch gleich mal ausprobiert und waren dann auch vom Geschmack begeistert. Also: Bloß nicht drüber bloggen, soll ja schließlich geheim bleiben…

    Der Probenachtisch sah damals so aus (man beachte die Krone):

    Dom Schokolade a la Wolfgangka
    (Vom Original-Silvesternachtisch hab ich irgendwie kein vernünftiges Bild gemacht, später kommts hier noch in klein, aber auf dem Foto sieht das Probeteil einfach leckerer aus…)

    Einen Tipp für den, der es selber nachmachen will (was ich nur empfehlen kann): Die Mengenangabe in dem Rezept ist utopisch! Die Zutaten für 4 Personen reichen dicke für 8 Leute. Dicke! Wir hatten das irgendwie wieder vergessen (der Probenachtisch war ja schon so lange her) und hatten dann daher (mit der Menge für 8 Personen) trotzdem 10 so riesige Döme wie auf dem Foto oben (statt einem Dom in der Größe der Kaffeetasse daneben). Und selbst ohne ein opulentes Raclette davor, ist so ein großer Dom nur von geübten Essern zu schaffen. Schließlich sind in so einem einzigen Dom dann eine Tafel Schokolade, ein halber Becher Sahne und 2 Eier.

    Wenn man vom Tauchurlaub jetzt nochmal etwa einen Monat zurück geht, kommt man zu einem weiteren Punkt, der schon sehr früh feststand: Ich hatte Ke nämlich versprochen, ihr spätestens Silvester Marshmallows zu machen (die leckeren, mit dem einfachen Puderzucker-Wasser-Gelatine-Rezept). Und da ich vorher irgendwie nicht dazu kam, war das also auch unumgänglich. Hat diesmal auch ganz ohne Probleme geklappt (sogar in weiß!) und geschmeckt haben sie auch. Noch leckerer waren sie allerdings (das haben wir dann erst gestern festgestellt, als alle Gäste schon weg waren und wir den Affenplaneten betrachteten), nachdem man sie mit dem Flambierfeuerzeug ein wenig bearbeitet hatte. So mit lecker Karamellkruste und flüssiger Matsche drunter. Wow!

    Da man aber nicht nur von Nachtisch und Marshmallows leben kann, gabs dann auch noch das schon erwähnte Raclette und eine Vorspeisenplatte, zu der Frau Bü sehr leckere Lachs- und Olivencreme zauberte. Meine Aufgabe war es, die Cocktails als Häppchen zu servieren. Details dazu gibt es später in einem separaten Beitrag, hier gehen wir jetzt nur mal die Schritte zurück. Nämlich erst einmal zu meinem allerersten Blogbeitrag, in dem ich schon mein Interesse an molekularer Küche bekundete. Und dann gehen wir zu meinem Geburtstag in diesem Jahr, zu dem mir RoKe nicht nur die Bacon Mints schenkten, sondern (damals nur geheimnistuerisch erwähnt, da auch das eine Überraschung für Silvester werden sollte) auch ein Set um Molekular-Cocktails herzustellen. Aber wie gesagt: Dazu später mehr, das würde hier jetzt den Rahmen sprengen.

    Jetzt erstmal ein paar Eindrücke vom Essen und der Kronen-Tischdekoration:

    Silvester

    Wie man sieht, gab auch das traditionelle Bleigießen, für Gummibärchenorakel und Dinner for One war irgendwie keine Zeit mehr, was aber nicht wirklich schlimm war. Viel toller waren da eh die persönlichen Jahresrückblicke, die die Gäste in je 15 Minuten vortragen durften. Schließlich waren darunter auch  welche, die das letzte Jahr komplett durch Abwesenheit glänzten und da will man ja (mal abgesehen von den Blogbeiträgen) auch auf den aktuellen Stand gebracht werden. Und so gab es dann Videos, Fotos (Analog wie Digital) und auch Zeichnungen zu sehen.
    Ich bedanke mich jetzt noch schnell bei meinen Gästen, die natürlich auch viel zu dem gelungenen Abend (und der Nacht) beigetragen haben und bin dann hier jetzt auch mal fertig…