Muss ich mir Sorgen machen, dass Frau Bü immer mehr Züge meiner Eltern annimmt? Letztens kam sie an und überreichte mir eine CD, als “Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk”. Hatte sie gut versteckt und jetzt erst wiedergefunden. Kenne sich sonst echt nur von meinen Eltern sowas…
Und diese CD war “Dancing the Whole Way Home” von Miss Li, die ich ja eh schon toll fand, die mich mit diesem Album aber noch mehr begeistern konnte. Weniger Gequietsche, mehr gute Laune. Sehr schön, vielen Dank.
Die Frage “Don, was für Musik hörst du eigentlich so?” kann ich eigentlich nie wirklich beantworten, da ich irgendwie keinen so genau definierbaren Geschmack habe, ich nehm einfach aus allen Richtungen die tollsten Lieder und erfreu mich daran.
Aber vielleicht sollte ich demnächst “Ich höre gerne Li-Musik” antworten. Ist zwar auch nur ein Teil des Ganzen, aber zumindest kriegt der Fragende mehr als nur ein Schulterzucken. Und schwups darf ich auch noch erklären, was denn bitte “Li-Musik” sein soll. Und das geht so: “Li-Musik” ist Musik, die von einer “Li” gemacht wurde.
So zum Beispiel Musik von Miss Li (ich berichtete).
Gefestigt hat sich dieser Geschmack, nachdem ich auf not yet found Lykke Li kennengelernt habe. Und die hörts ich so an:
oder auch so:
Gibts noch mehr Lis, die ich kennenlernen sollte? Müssen auch nicht unbedingt so heißen ;-)
Zu Weihnachten hab ich unter anderem zwei CDs geschenkt bekommen, die ich nur über Blogs kennengelernt habe. Und weil es der Musikindustrie ja so schlecht geht, weil das böse Internet so böse ist, bringe ich euch de Musik auch mal näher, schließlich ist ja bald auch schon wieder Weihnachten…
Zum einen gabs da für mich die CD “Where Have All The Merrymakers Gone”* von “Harvey Danger”. Sind in der Blogosphäre vor allem durch dieses Bürovideo bekannt geworden. Aber hier rate ich euch eher zum Album “Little By Little”, welches nicht nur besser (im Sinne von “guteLauniger”) ist, sondern auch deutlich günstiger (im Sinne von “kostenlos“, wenn man keinen Wert auf die CD* legt, sondern mit MP3s zufrieden ist). Wenn man das aber nach meinem Ratschlag schon runtergeladen hat, so schadet das andere Album sicher nicht. Man will ja seine Sammlung ergänzen…
Hier an dieser Stelle mal mein Lieblingslied vom “Little By Little”-Album: Happiness Writes White (gibts auf YouTube nur in der Videoversion eines Schulprojektes, also nicht vom Video ablenken lassen…)
Desweiteren hat der Weihnachtsmanndas Christkind mein Bruder mir noch “God Put a Rainbow in the Sky”* von Miss Li unter den Baum gelegt in die Hand gedrückt.
Kennengelernt hab ich die über Spreeblick, wo es “Oh Boy” zu sehen gab:
Das Lied ist jetzt zwar auf einem anderen Album (welches ihr mir gerne schenken dürft, befindet sich auf meinem Wunschzettel), aber es gibt da schon ein Lied, dass sich sehr ähnlich anhört. Besonders interessant finde ich den Aufbau der CD. Die fängt nämlich mit richtig guter Laune an und wird dann immer trauriger, bis Miss Li dann am Ende fast heult statt singt. Sehr cool und optimal für meinen iPod und den Auto-CD-Player.
PS: Nein, die Filmindustrie wird nicht vernachlässigt. Denn dank toller Rezensionen in diversen Blogs (vor allem hier) bin ich vorgestern mit Frau Bü dann doch in “Keinohrhasen” gegangen, obwohl es ein deutscher Film ist und obwohl Till Schweiger mitspielt. Und ich hab es in keinster Weise bereut. Wirklich ein schöner Film, der überhaupt nicht “deutsch” rüberkommt. Und ich lobe den jetzt nicht nur, weil ich jetzt mit Nora Tschirner die zweite meiner drei Traumfrauen (die anderen sind natürlich Frau Bü und Sarah Kuttner) nackt auf der Toilette habe sitzen sehen…
Etwas peinlich wars dann, dass ich das Casting des jungen Till Schweigers kacke fand, weil der gar nicht wie Till Schweiger aussah, und dann im Abspann feststellen durfte, dass der von einem der vier Kinder vom Schweiger gespielt wurde (die anderen drei haben übrigens auch mitgespielt, eine als junge Nora…). Und Jürgen Vogel war ja wohl einfach göttlich…
Kurzkritik: Interessante Dokumentation über Künstliche Intelligenz, die vor allem durch die sympathische Art des ehemaligen MIT-Professorn Joseph Weizenbaum getragen wird, der den ganzen Entwicklungen sehr kritisch gegenüber steht.
Und das in meinen Augen vollkommen zu Recht. Relativ oft hab ich mir im Laufe der 90 Minuten die Frage gestellt: "Und warum genau sollte man das wollen?"
Ich hatte (auch aufgrund des Untertitels "Von Computern und anderen Menschen") eher ein breiteres Spektrum erwartet als nur die KI und musste dann bald Erfahrungen aus meinem Studium wiederholen: KI ist zwar ein Thema, für das ich mich gerne interessieren würde, aber dann wird mir doch relativ schnell langweilig. Im Studium hab ich zweimal versucht (bei verschiedenen Dozenten) die KI-Vorlesung durchzuhalten, hab es aber nie über 3 Wochen geschafft.
Und auch der Film verlor im hinteren Teil einen Teil meiner Aufmerksamkeit...