(Kl)ostermarkt in Roggenburg

29. März 2011 um 16:16 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Am Wochenende hatten wir Besuch von Hecki und wie man das so macht, wenn man Besuch hat, haben wir was gemacht. Nur was macht man, wenn der Besuch die Default-Sachen alle schon gesehen hat (und auch Nicht-Default-Sachen)? Frau Dr. Bü kam auf der Arbeit glücklicherweise an Werbung für den Ostermarkt im Kloster Roggenburg vorbei.
Kloster Roggenurg? Hatten wir noch nie von gehört, aber sollte laut Kollegen sehr nett sein und so ein Ostermarkt ist ja auch mal was feines. Also nichts wie hin.

Und das hat sich dann auch wirklich gelohnt. Das Wetter hat genau für das Zeitfenster mitgespielt (kaum saßen wir danach wieder im Auto, hat es angefangen zu schütten, in Ulm angekommen war es auch schon wieder vorbei), die Kulisse war wunderschön (ich musste mich immer mal wieder daran erinnern, auch mal die Klostergemäuer und vor allem die hübschen Decken zu bewundern, statt nur die Sachen bei den Marktständen zu bestaunen) und auch die angebotenen Sachen waren sehr schön, sehr vielfältig und reichhaltig vorhanden.

Das schönste Objekt haben wir dann auch direkt gekauft. Ich musste es auf dem lustigen Foto da links unten aber unkenntlich machen, da wir es nicht für uns gekauft haben, sondern als Geschenk für jemanden, der hier vermutlich mitliest. Dadurch ist das Foto dann auch gar nicht mehr lustig, aber das ist mir egal. Ich weiß ja, was man da lustiges sieht und kann lachen ;-)
Auf jeden Fall: Dieses schöne Teil war so schön, dass ich andauernd darauf angesprochen wurde, hauptsächlich von anderen Marktstände-Menschen…

Darf sich jetzt also einer meiner potentiellen Leser drauf freuen, ich verrate aber mal nicht, wer es ist…

Danach ging es dann noch ins Klostermuseum (da ist auch das “lustige” Foto entstanden) und gerade so noch (wir waren schon auf dem Weg zum Auto und am Kloster vorbei, bis uns auffiel, dass wir wohl was vergessen hatten) ins Kloster selber.
Und auch das ist einen Besuch wert:

Eine Orgel ist natürlich auch da (sorry, mit geht der Text aus…):

Und dann hab ich da noch ein Tier entdeckt, dass auf meiner “Tiere, die ich nicht in einer Kirche erwarte” sehr weit oben stand: Ein Delphin! Und der war nicht irgendwo versteckt, sondern prominent als Pulthalter platziert:

Sachen gibts…

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News aus Ulm

17. Januar 2010 um 23:40 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback
  • Letztens hat Co angerufen und gefragt, ob es uns denn gut gehen würde, ihr Vater hätte da so Nachrichten aus Ulm gehört. Für alle, die sich auch Sorgen machen: Ja, es geht uns gut. Wir waren zwischen Weihnachten und Silvester auch fast gar nicht in Ulm und erst Recht nicht am Bahnhof (gut, dass wir das Auto gekauft haben, sonst wären wir in der Zeit sicher am Bahnhof gewesen), wo vermutlich eventuell der Auslöser der Legionärskrankeitswelle herkommt. Mehr Infos hier und hier.
  • Letztes Jahr hatte ich mich über den Mittelalter-Markt in Ulm beschwert. Die Hauptmängel waren die schlechte, unpassende Lage und der überteuerte Preis.
    Am Freitag hatte ich dann eine Dame von den Organisatoren am Telefon (da sie gerne Fotos von mir auf ihrer Webseite (die wohl gerade neu gestaltet wird) und evtl. auch im Flyer nutzen will), die mir dann mitteilte, dass man aus den Fehlern gelernt habe und in diesem Jahr alles besser wird. Der Ort wird dann (7.-9. Mai, ein Zeitraum, in dem ich wohl verhindert sein werde) das schöne Kloster Wiblingen (ich berichtete, zudem auch das aktuelle Digitalender-Blatt) sein, was von der Atmosphäre ein riesen Sprung ist. Und da man da den Markt (im Kloster-Innenhof) vom Turnier (auf der Wiese) trennt, gibt es auch separate Eintrittskarten, wodurch es billiger wird, wenn man nur auf den Markt will und am Turnier eh kein Interesse hat.
    Und da die Einnahmen an den “Förderkreis für tumor – und leukämiekranke Kinder Ulm e.V.” gehen, will ich wegen leicht überteuerter Preise auch nicht meckern (letztes Jahr haben die wohl dank des Sturms nicht wirklich was rausholen können), hab denen im Gegenteil meine Fotos umsonst überlassen.
  • Heute hats gewaltig getaut, die Sonne hat sich sogar mal kurz zeigen lassen (aber nur sehr kurz, leider nicht heute Nachmittag, sonst hätte ich euch ein paar Fotos vom Narrensprung (alemannischer Fastnets-Umzug) mitgebracht, so hatte ich dann aber doch keine Motivation hinzugehen…) und das Thermometer auf 10 Grad (ja, plus!) steigen lassen (ok, es hing nicht im Schatten, aber egal).
    Passend dazu mal ein paar ältere Bilder von einer Outdoor-Kerze, die auf unserem Balkon steht (ja, hätte ich auch reinholen können, genau wie die Balkon-Möbel, aber das passt schon…). Hier hatte sie auf irgendeine Art, die mir unbekannt ist, einen Eiszapfen abbekommen:
  • eiszapfen_in_kerze

    Und hier dann ein paar Tage später, unter einer dicken (die wurde noch dicker, ist jetzt aber wieder komplett weg) Schneedecke:

    schnee_auf_kerze

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    Bei den Württemberger Rittern in Stetten ob Lontal

    22. Juni 2009 um 23:45 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Vor etwas über einem Monat war ich ja von dem Ulmer Mittelaltermarkt etwas enttäuscht und so hat mir Ormus dringendst zum Turnier der Württemberger Ritter (die damals auch in Ulm waren) in deren Heimat, nämlich in Stetten ob Lontal, geraten. Und weil ich ja will, dass ihr auch immer das tut, was ich euch rate, muss ich natürlich mit gutem Beispiel voran gehen und auch auf meine hoch geschätzten Leser hören.
    Allerdings konnte ich den Tipp nicht zu 100% erfüllen, da ich die äußerst schick gewandeten RoKe begleiten durfte und die den kleinen (ebenfalls schick gewandeten) Lu dabei hatten, der Abends halt zeitig wieder heim musste. Die brennenden Strohballen durften wir dann aber trotzdem erleben (wie ihr auf dem Foto gestern schon sehen konntet), dazu aber später mehr…

    1_ritter

    Das Hauptaugenmerk lag hier (anders als in Ulm) auf dem Ritterturnier, welches zweimal täglich ausgetragen wurde und über das gesamte Wochenende eine durchgehende Geschichte erzählte (man hätte sich also quasi alle sechs Turniere angucken müssen, um alles gesehen zu haben). Daneben gabs dann noch ein (bzw zwei?) große Zeltlager, so dass in Kombination mit dem wunderschön aufgebauten Rittergut eine wirklich klasse Atmosphäre entstand. An dieser Stelle dann also nochmal ein ausdrückliches Dankeschön an Ormus für den Tipp.

    2_ambiente

    In Ulm hatten Frau Bü und ich vom Turnier ja nicht viel mitbekommen, da wir nur noch einen Platz in der dritten Reihe bekamen. In Stetten hatte ich nur kleine Kinder vor mir, so dass das alles gar kein Problem war (ok, die Helium-Ballons hätten sie dann nicht unbedingt verteilen können, da hab ich mir ab und an doch mal ne Nadel gewünscht…).
    Und so bekam ich dann alles schön mit. Die einzelnen Spiele wurden immer mal wieder durch kleine Auseinandersetzungen unterbrochen (in denen dann auch mal ordentlich aufeinander eingeprügelt wurde) und blieben so ständig unterhaltsam.

    3_turnier

    Am Ende wurde dann der Sieger gekürt und einvernehmlich durchs Feuer geritten:

    4_feuer

    Aber damit war das ganze dann noch nicht vorbei, denn der Sieger (Andreas le Haziel von Flandern) wollte nicht wirklich ohne die Prinzessin gehen und stahl die sich daher geschwind vom Pferd. Das konnten sich die Hausherren natürlich nicht gefallen lassen und so kamen dann die brennenden Strohballen ins Spiel, die mit zwei Katapulten quer über den Turnierplatz geschleudert wurden.
    Irgendwann konnte ich mit meinem Tele-Objektiv nicht mehr viel erkennen, alles war nur noch hell und dann machte sich auf einmal auch eine wohlige Wärme breit. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass um mich rum alle Zuschauer panisch die Flucht ergriffen hatten, da der Strohballen doch bedrohlich nah kam (der wollte einfach nicht aufhören zu rollen).
    Kurz vor der Absperrung (man beachte auf dem untersten Foto die schwarze Rollspur auf dem Boden, von da wurden die Dinger dann von den Rittern schnell wieder in die Feldmitte geschafft) ließ er es dann aber doch gut sein, so dass ich hier unversehrt berichten kann…

    5_katapult

    Fazit: Wieder ein Grund mehr, den Ulmer Mittelaltermarkt nicht zu beachten…

    Mehr Fotos wie immer im zugehörigen Flickr-Album.

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    Viereinhalb Taler

    14. Mai 2008 um 22:11 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Schattenspiele

    Ja, Roke hatte mit “ Sit willekommen – uf eyner Reise in vergangene Tag…” sicher die tollere Überschrift, aber die war ja nun schon vergeben und so musste ich mir was neues überlegen. Und so mache ich mal gleich den Preis meines unglaublich leckeren Met-Bieres zum Einleitungsthema (und eben der Überschrift): Viereinhalb Taler (oder doch “Thaler”?).
    Kurz ein kleiner Einschub in meine vollkommen falsch angefangene Einleitung, die euch irgendwie im Regen stehen lässt, weil ihr gar nicht wisst, worum es denn geht. Um Regen geht es auf jeden Fall nicht, denn das Wetter war am Wochenende einfach fantastisch. So fantastisch, dass ich mit Roke eine Zeitreise ins Mittelalter unternommen habe. Genauer gesagt eine Reise zum Ritterturnier der  Armati Equites. Und wie man  hier lesen kann, haben die sich nicht lumpen lassen, und uns Besuchern auch einiges geboten: Um die 450 mittelalterliche Darsteller, über 110 mittelalterliche Zelte und 41 Marktstände. Und an mindestens einem davon (um die Einleitung endlich abschließen zu können) gab es Met-Bier. Also Bier mit Met. Hab ich noch nie getrunken und war auch erst etwas skeptisch, so dass ich zunächst mal ein Radler vorgezogen habe (war ja auch so heiß und man hatte Durst). Dann aber das erste Met-Bier: Ganz schön süß und irgendwie wirkkungsvoller als ein Radler. Und mit jedem Schluck leckerer. Also blieb es nicht bei einem…

    RitterGanz am Ende wollte ich dann doch wieder etwas langsamer machen (die arme Ke sollte ja nicht zu sehr mit zwei lustigen Kerlen belastet werden) und so kam dann nochmal ein Radler obendrauf. Das war dann irgendwie gar nicht mehr so lecker, so ein Met-Bier legt die Latte doch schon was höher.
    So, jetzt dachte ich, die Einleitung wäre fertig, aber irgendwie bin ich noch gar nicht auf die “Viereinhalb Taler” eingegangen. Also: Eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich es deutlich merkwürdiger fand, dass jemand “viereinhalb” vor einer Währungseinheit gesagt hat, als dass jemand “Taler” statt “Euro” haben wollte (hat natürlich trotzdem nur Euro gekriegt, aber das würde jetzt die Einleitung wirklich sprengen…). Ich meine, wie klingt denn bitte “viereinhalb Euro”. Genau. Komisch. Aber “Vier Taler fuffzisch” klingt auch merkwürdig. Ro hat dann mit “Vier Taler und der Silberlinge Fünfzig” einen Vorschlag gemacht, mit dem ich mich sehr gut anfreunden konnte…

    So, die Einleitung wäre geschafft und jetzt weiß ich irgendwie kaum noch was, was in den Hauptteil könnte. Außer vielleicht: Roke haben nicht übertrieben, als sie immer wieder von dem Event in Waldreichenbach geschwärmt haben und ich bin ihnen dankbar, dass sie mich mitgenommen haben. Ich hab noch nie so einen perfekten Mittelaltermarkt gesehen. Eine überragende Mehrheit der Besucher war in den tollsten Kostümen verkleidet, es gab an allen Ecken immer mal wieder Live-Musik, einen witzigen Straßenzauberer und auch sonst hat die Stimmung einfach gepasst. Sehr sehr toll.
    Mehr bauch ich auch gar nicht sagen, denn zum Glück hab ich ein paar Fotos gemacht, die ja viel besser für sich sprechen können. Man beachte Gefatter Tod und das ultimative Highlight: Den Bettler! (der hat (danke an Roke für den Tipp) sogar ne  eigene Website. Lange Haare  standen ihm besser…)

    Mittelalter

    Abschließend noch: Geröstete Kokosnussraspel sind mal total lecker (Frau Büs Einwand, dass Kokosnüsse ja wohl nichts mit Mittelalter zu tun hätten konnte ich mit einem Verweis auf die Ritter der Kokosnuss elegant abwenden) und falls einem zu kalt werden sollte und das Auto viel zu weit weg steht (krass, was da los war, so viele Autos findet man ja normalerweise nur Samstags auf einem IKEA-Parkplatz), kann man auf dem Markt auch noch schicke Mäntel kaufen. Wenn man aber ein echter Rittersmann ohne Furcht und Tadel ist, dann wird einem einfach nicht kalt. Hätte ja sonst niemand mehr mein super Drachenbändiger-T-Shirt gesehen…

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    Neues von der Schokoladenfront

    31. Januar 2008 um 23:07 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

     Aero (also Trumpf) hat mir nun auf meine investigative Mail (siehe Schokoladengedanken) geantwortet. Ich war einfach nur zu ungeduldig und präsentiere euch jetzt aber um so lieber (und natürlich mit Genehmigung) die Antwort auf meine “Warum gibt es keine Zartbitter-Luftschokolade”-Frage:

     

    Grundsätzlich stellt Luftschokolade im Schokoladenmarkt eine Spezialität dar, so dass die Nachfrage in der Menge nicht mit herkömmlichen Tafelschokoladen vergleichbar ist.

    Die Sorte Vollmilch ist in diesem Segment die beliebsteste Sorte, welche wir selbstverständlich im Sortiment führen. Ergänzt wird sie derzeit durch Aero Weiße Schokolade.

    Hinsichtlich Ihrer Anfrage nach einer Luftschokolade in der Sorte Zartbitter ist zu sagen, dass es technisch in jedem Fall möglich ist, diese Sorte herzustellen. Eine Trumpf Aero Zartbitter Schokolade gab es sogar bereits in der Vergangenheit. Auf Grund der damaligen geringen Nachfrage ist die Sorte Zartbitter aktuell nicht Bestandteil unseres Sortiments. Da zur Zeit jedoch ein Trend zu Schokolade mit höherem Kakaoanteil zu erkennen ist, werden wir den Markt weiter beobachten und bei ausreichendem Potenzial für dieses Spezialitätensegment die Wiederaufnahme der Sorte Zartbitter unserer Trumpf Aero Luftschokolade in Erwägung ziehen.

    Und was bedeutet das nun? Ganz einfach: Wenn ihr auch der Meinung seid, dass Zartbitter-Luftschokolade einfach ein Produkt ist, dass fehlt (Internet-Versand ist keine Dauerlösung), dann nehmt mit Trumpf  Kontakt auf und stiftet auch alle Freunde, Familienmitglieder uns Haustiere dazu an. Außerdem muss allgemein mehr Luftschokolade gekauft werden, damit das kein Nischenprodukt mehr ist und man da ruhig mal ein paar Sorten mehr raushauen kann.
    Wenn ihr aber nicht dieser Meinung seid, dann dürft ihr denen trotzdem eine solche Mail schreiben, nur um mir einen Gefallen zu tun…
    Getreu dem Motto: “Bitter macht luftig!” (Den Slogan kriegen die von mir gratis, wenn sie die Schokolade auf den Markt werfen)

    Bonusmaterial 3: Das  Schokoladenmolekül-Damenshirt

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    Blogs + Werbung + DonAlphonso

    03. März 2007 um 13:08 von Manu | Kommentar abgeben | Trackback

    Momentan verursacht  DonAlphonso ja mal wieder ein bischen Wirbel in der Blogospäre … Viel Lärm um nichts?

    Prinzipiell finde ich es gut wenn jemand die Dinge kritisch hinterfragt wie DonAlphonso. Und dann auch aktiv wird gegen Mißstände. Und es gibt durchaus einige Artikel von ihm, die ich gut finde. Was mir aber immer wieder auffällt ist sein manchmal fast schon fanatischer Eifer.
    Ich kenne DonAlphoso nicht. Aber es scheint so, als hätte er ein klares Bild davon, wie das Web und seine Blogosphäre aussehen sollten. Das Problem, das ich dabei sehe ist die Vielfalt, die er damit einschränkt. DonAlphoso ist Journalist und Buchautor. Er ist scheinbar der Meinung, dass jedes Blog eine journalistische Arbeit zu sein hat. Zumindest legt das die Beschreibung des Buchs “BLOGS!” nahe.
    Aber viele Blogs sind einfach nur von Amateuren betriebene persönliche Veröffentlichungsplattformen. Für manche interessiert sich niemand, manche treffen den Geschmack von vielen Lesern. Nicht alles was man liest muss hohe Literatur sein, auch seichte Unterhaltung hat ihre Daseinsberechtigung. Erlaubt ist, was gefällt (solange gewisse Regeln eingehalten werden). Nicht jeder der mal ein paar Leser mehr hat muss auf einmal professionell bloggen. Jeder darf auf seinem privaten Blog auch mal was ausprobieren … auch z.B. Werbung. Den Lesern sollte man zumindest so viel Mündigkeit zutrauen, dass sie selbst entscheiden was sie lesen. Wenn jemand seine Werbung dezent plaziert und kennzeichnet, dann wirkt sich das ganz von selbst positiv auf seine Glaubwürdigkeit bei den Lesern aus. Aber auch einer, der mögliche Probleme aufzeigt hat seinen Platz. Man kann selten erwarten, dass jeder Nutzer einer Plattform weiß, was alles im Hintergrund abläuft.

    Was mir auch aufgefallen ist … wieso verkaufen  Rebellen ohne Markt eigentlich Bücher? Ich denke auch Nischen sind Märkte. Nur eben nicht der Mainstreammarkt. Auch bei Rebellen geht es um ein angemessenes Verhältnis zwischen Finanzierung und Rebellion … Naja, man muss aber auch nicht plötzlich alles ändern wenn man mal Erfolg hat.

    Was ich damit sagen will: Ich denke DonAlphoso macht es sich zu einfach und malt manches zu Schwarz-Weiß. Aber genau damit kann man natürlich die Leute leichter aufmerksam machen und “überzeugen”. Wie in Werbung und Politik geht es leider auch im Journalismus zuviel um plakative Auftritte.

    BTW: Hier wäre ein toller Gegner aus der Medienlandschaft … Alle die von Rundfunkgebühren leben und dafür meist trotzdem nur billige Inhalte samt Werbung abliefern (Es geht mal wieder um das Augenmaß, diesmal bei den Rundfunkgebühren). Und es gibt auch wieder üble Auswüchse der Abzockerei:  Der WDR ist vor Gericht damit gescheitert, von Supermärkten Rundfunkgebühren einzukassieren, die im Non-Food-Bereich verpackte Radios und Fernseher anbieten.

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    Frisch vom Markt

    28. Januar 2007 um 21:03 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

    Da das neue Jahr ja schon 4 Montage auf dem Buckel hat wurde es endlich mal zeit die guten Vorsätze umzusetzen.
    Vorsatz 1: Nicht das ganze Wochenende verschlafen sondern auch mal rausgehen
    Wenn man die ganze Woche über so „richtig hart arbeitet“, dann hat man sich am Wochenende doch echt eine Pause verdient. Bei dem Wetter gibt es sowieso keinen wirklich triftigen Grund ins Freie zu gehen. Kann man doch auch samstags Scrubs schaun oder Charmed oder Greys Anatomy oder…. Aber bevor man zu Hause versauert und einstaubt will man doch auch irgendwann mal raus und was erleben, schließlich sind wir jung und dynamisch und die Jugend von Gestern…deshalb raus aus dem Sofa rein ins Vergnügen!

    Vorsatz 2: Selber kochen statt Tiefkühlfraß
    Nachdem der don und ich uns über Wochen und Monate am Wochenende von „Resten“, Tiefkühlfraß und Fast Food ernährt haben wird es zeit für eine neue Ära. Schließlich ist man ja bald Ehefrau. Da sollte man schon ein kleines Basiswissen über zu erwartende Pflichten sammeln (vor allem nachdem mich mein Kollege letztes darüber aufgeklärt hat, welche körperlichen Pflichten in der Ehe zu erwarten sind). Mit meinen Lieblingskochbüchern „Die köstliche Verführung des Mannes für Anfänger“ bzw. „Liebe geht durch den Magen I/XV“ soll die Verwandlung gelingen.

    Ich bin ein bisschen ehrgeizig (oder auch faul) und will daher zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen (gut, zum Schneiderlein reicht es also noch nicht, aber ich hab auch nie behauptet tapfer zu sein) und so hatte ich mir schon unter Woche das Ziel gesetzt samstags den Ulmer Wochenmarkt zu besuchen, die köstlichsten Köstlichkeiten zu kaufen und anschließend den hungrigen Magen meines don zu besänftigen.

    Zum Glück hat der Ulmer Markt samstags bis 13 Uhr geöffnet, denn mit allen Gewohnheiten muss man ja nicht gleich brechen und so konnte ich wenigsten lange ausschlafen (ja ich, nicht wir, denn don meint ja früh aufstehen würde seiner DA gut tun). Nachdem der don und ich dann (also nachdem ich ausgeschlafen hatte) erstmal die Kochbücher studiert haben, nichts Passendes fanden und schließlich improvisierten ging es schon mit dem Bus in Richtung Ulmer Innenstadt.

    Der don ist sogar ganz freiwillig mitgekommen (das war bestimmt nicht gut für seine DA) und ich hab ihn auch gewähren lassen (als gute Hausfrau brauche ich ja keine Hilfe, aber jemand der die Tüten trägt und sich sonst nicht einmischt ist mir dann doch gerne willkommen). Auf dem Weg zum Markt sind wir dann schon nach dem Ausstieg an der Theater- Haltestelle in den Strudel der Marktkäufer hineingezogen worden. Meine einzige Erinnerung an diesen schwebelosen Zustand sind Körbe. Braune, unpraktische, geflochtene Körbe. Hunderte, Tausende überall Körbe aus denen Lauchstangen rausschauen. Grauenvoll. *verdräng*

    Der Ulmer Wochenmarkt umfasst so ziemlich den ganzen Münsterplatz. In einzelnen Zelten gibt es dann Stände mit Blumen, Gemüse, Obst, Nudeln, Fleisch, Eier, Käse und Wurst. Es gibt also alles was das Herz begehrt. Die Stände unterscheiden sich kaum. Es gibt richtige Gemüse-Viertel und Eier/Nudel-Viertel auf dem Markt. Und alle bieten dasselbe an. Mal sind die Bohnen größer mal der Fenchel kleiner. Auch hat der ein oder andere Stand dann mal ausgefallenere Zutaten wir Mangold oder Zitronengras. Im ersten Gemüseladen sind wir schon sehr fündig geworden, aber wer wird denn alles beim erst besten kaufen? Was wir uns aber nicht haben entgehen lassen war es gleich 200gr. leckere Steinpilze zu kaufen (der Mann, der nur Tüten tragen und sich nicht einmischen sollte hat sich eingemischt. Um ihn ruhig zu stellen hab ich ihm erlaubt die Pilze für das Essen auszusuchen, schließlich gab es eine Riesen Auswahl an Pilzen und was macht es? Er sucht sich Pilze aus ohne auf das Preisschild zu achten knapp 10 Euro hab ich für die Sch* Pilze bezahlt!!!!).

    Insgesamt war der Einkauf ein halbes Desaster. Im Käse vergriffen (da stand mild drauf verdammt, was verstehen denn Schwaben unter mild??), Nudeln gekauft, die im Topf auf das 4 fache ihrer Originalgröße gewachsen sind, und insgesamt viel zu viel bezahlt. Wer auf dem Markt einkauft muss Geld zum Fressen haben. (100 gr. Litschees für 6 Euro? Welcher Kronprinz hat die denn gegossen?)

    Mein Fazit ist, auf dem Markt einkaufen macht Spass, man bekommt alles was man für ein kulinarisches Wochenende braucht und kann anschließend noch in der Stadt shoppen oder Käffchen trinken gehen. Aber dieser Spass hat eben seinen Preis. Ich will einfach nicht glauben, dass Bio 10 mal besser schmeckt und 10 mal so gesund ist wie Discounter-billig Ware, die nur ein Zehntel kostet. Oder ist hier das ausschlaggebende Argument, dass man die Umgebung wirtschaftlich fördert?

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