Mailand – Die Stadt

18. September 2008 um 11:42 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

September ist wirklich eine schöne Jahreszeit um den eisigen Temperaturen von Ulm zu entfliehen und über die Berge ins sonnige Italien zu entfliehen. Mit über 30°C noch weit in den Abend hinein war es so richtig angenehm in Mailand. Quasi genau meine Wohlfühltemperatur.
Von der Stadt selbst habe ich leider nicht so wahnsinnig viel gesehen, denn neben Konferenz und Workshop blieb nur wenig Zeit für Sightseeing. Was ich allerdings besichtigen konnte war der Dom von Mailand. Der drittgrößte weltweit. Das tolle an diesem Dom war, dass man auf eine Dachterasse hinaufkonnte (dazu waren gar nicht mal so viele Stufen zu nehmen) von der aus man die ganze Stadt überblicken konnte.
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Mein Eindruck insgesamt von Mailand ist, dass hier eine völlig andere Mentalität herrscht. Abends (eigentlich zu jeder Tageszeit) sah man auch unter der Woche immer volle Restaurants und Bars. Die Klientel dabei ist geschätzte 40 Jahre im Durchschnitt alt und trägt, was sollte man von Mailand auch anderes erwarten, Designerkleidung. Insgesamt sind die Mailänder immer sehr aufgebrezelt. Vermutlich erhofft sich der ein oder andere einen tollen Job bei Versace, Dolce und Gabbana oder irgendeinem anderen Modedesigner mit Atelier in Mailand. Das teuerste Kleidungsstück war übrigens eine Krokodil-Leder-Herrenjacke für 33.000€.

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Ein anderer Punkt, der mich an den Mailändern stört, ist, dass sie ihre Häuser richtig herunterkommen lassen. Die ganze Stadt wirkt irgendwie von einem schrecklichen Gilb befallen. Die künstliche Flusspromenade ist lächerlich. Die Fassaden wirken lieblos gestaltet. Es scheint so, als ob die Italiener nicht viel zeit daheim verbringen würden. Sondern vielmehr damit beschäftigt sind die neueste Mode zu ergatten und diese auf den öffentlichen Laufstegen zu präsentieren.

Mein Fazit: Ich hatte irgendwie mehr erwartet. Ich habe allerdings die Hoffnung/ Vermutung, dass ich einfach zu wenig von den tollen Dingen gesehen habe und deswegen enttäuscht bin. Aber wer rechnet schon damit, dass man die Highlights der Stadt mehrere Wochen im Voraus buchen muss? Das Abendmahl von Leonardo da Vinci hätte ich doch schon ganz gerne mal gesehen.

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Mailand – Die Konferenz

18. September 2008 um 11:19 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

Der Herbst ist ja für eines sehr bekannt: Das Einholen der Ernte! Im Augenblick scheine ich mich wohl in einer Herbstphase meiner Promotion zu befinden, denn nach meinem Ausflug nach Barcelona (ich glaube davon hab ich auch ein bisschen was erzählt) ging es nun für 5 Tage nach  Mailand. Der Grund: eine der wichtigsten Konferenzen im BPM Umfeld stand an. Die BPM 2008! Ich habe für einen  Workshop im Rahmen dieser Konferenz ein Paper eingereicht und bin glücklicherweise akzeptiert worden. Dank der Überzeugungsgabe meines Profs durfte ich dann auch die Konferenz besuchen.
Gemeinsam mit einigen Kollegen der  uni ulm (das “Klassenfahrt”-Feeling war wirklich nur schwer loszuwerden *g*) bereisten wir dann die Stadt jenseits der Alpen. Der Flug ist wirklich extrem kurz. Starten – rüber über die Berge – Landeanflug. Richtig lang wird die Anreise allerdings dadurch, dass der dämliche Flughafen fast eine Stunde außerhalb von Mailand liegt und man mit einem Bus hineingekarrt wird. Geldabzocke pur!

Naja, was macht man nicht alles für die Karriere ;) Der Workshop lief allerdings wirklich, wirklich gut. Sehr gut, könnte man sagen und würde noch untertreiben. Ich verschone euch vor inhaltlichen Dingen der Konferenz. Dafür gibt es ein Bildchen vom Vortrag (Videos trau ich mich nicht, denn englische “Äs” sind noch schlimmer als deutsche ;) und eins von der Politecnico de Milano, wo das ganze stattgefunden hat.

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*ich freu mich*

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Barcelona – Tag 7

19. Juni 2008 um 15:46 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

Das Ende naht! Heute (also am Dienstag) hatte ich bis zu meinem Rückflug am Abend noch Zeit für ein ausgiebiges Sigthseeing. Morgens sind meine Kollegin und ich zum Park Guell aufgebrochen. Auf Grund eines Missverständnisses haben wir nicht den direkten immerhin eine Meile langen Weg genommen, sondern sind in eine etwas andere Richtung gestartet. Trotz durchfragens haben wir es nicht geschafft, dem Park nahe zukommen. Erst ein letzter Hilfeschrei an einer Bushaltestelle brachte uns schließlich ans Ziel. Allerdings sind wir dazu mit einem Bus bestimmt 15 Minuten lang über Berg und Tal gefahren. Niemals wären wir zu Fuß noch angekommen! Als wir aber schließlich durch einen Seiteneingang den Park betraten empfing uns die kleine Oase in Mitten der Großstadt mit offenen Armen. Leider empfing sie nicht nur uns so herzlich. Insgesamt war, wie bei so ziemlich jedem Gaudi-Kunstwerk, die Hölle los. Schulklassen mit Kindern und unzählige Touris und Touris-Sachen-Verkäufer.

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Nach einem netten Mittagessen mit Tapas und jeder Menge deutscher Touris auf der Rambla (Einkaus-Markt-Promenade) trennten sich zum letzten Mal unsere Wege. Ich setzte meine Sightseeing-Tour dann alleine fort und lies mich dabei einfach von altehrwürdigem Gebäude zu altehrwürdigem Gebäude treiben (mein Highlight dabei war die Kathedrale von Barcelona mit ihrem wunderschön idyllischen Innenhof mit Springbrunnen und weißen Gänsen!!). Stöberte noch ein bisschen durch die Souvenir-Geschäfte (erstand dabei ein Danke-für-die-Hilfe-in-der-Not-Tasse nach dem Design von Gaudi für meinen Arbeitskollegen) und beendete meinen Siegeszug am Triumpfbogen.

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Just als der Regen einsetzte begab ich mich auf den Weg zurück zum Hotel, wo mein gepackter Koffer auf den Abtransport Richtung good old germany wartete und startete keine Minute zu früh meinen Heimweg. Schließlich hatte ich am Flughafen eine Wartezeit von 1 Tasse cafe con leche und einem päkchen mini-thunfisch-pasteten und schon ging es ab nach Hause, wo ich unverhofft früh einen gar nicht so einsamen Ehemann und einen vollen Früchtekorb antraf.

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Mein Fazit von Barcelona: Da muss ich unbedingt wieder hin! Eine tolle Stadt! Soviel zu entdecken und noch dazu richtig lecker!
Fazit von Konferenzreisen: Die viele Arbeit die man im Vorfeld einer Veröffentlichung mit dem Schreiben eines Papers und der Vorbereitung des Vortrags hat wird gebührend entlohnt. Die Kombination aus Arbeiten in neuer Umgebung, Austausch mit Menschen von überall aus der Welt und entspanntem Urlaub-light Gefühl ist einfach super. Mal schaun, wo ich als nächstes hinkommen darf ;)

*ich freu mich*

P.S.: Ist das nicht witzig? In einer Kirche fand ich folgendes Gerät, statt Kerzen zu kaufen wirft man hier Geld ein und entsprechend des Wertes gehen verschiedene Lämpchen an, die dann eine bestimmte Weile vor sich hin flackern… unglaublich.
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Barcelona – Tag 6

16. Juni 2008 um 22:24 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

Heute endete die Konferenz nach einer recht interessanten Session. Den eingeladenen Vortrag und die abschließende Session ersparten wir uns allerdings (vor allem weil unsere Session vorzeitig beendet war und es langsam „dünn“ wurde). Dadurch starteten wir überraschend früh zur Sagrada Familia.
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(Extra für Madonha habe ich auch diese scheinbare Eule fotografiert ;)

Ich muss gestehen, dass mir die nicht von Gaudi gestaltete Seite mit den kanten Gestalten deutlich besser gefallen hat. Ich fand diese Fassade mit den vier schrägen Stützpfeilern viel emotionaler. Vielleicht ist es aber auch das sortierte und geradlinig, aufgeräumte gewesen. Mit dem organischen Mischmasch von Figuren und Formen, die irgendwie aussahen als hätten sie lange zeit unter einer Tropfkerze ausharren müssen (auch die Türme erwecken auf mich diesen Topfkerzen-Flaschen-Eindruck) auf der von Gaudi gestalteten Fassade gefielen mir nicht wirklich. Außerdem fand ich, dass die andere Fassade besser zum Inneren der Sagrada Familia gepasst hat.

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Anschließend ging es mit dem schnelleren Lift (da versteckter und die Schlage hier bei 30 Minuten endete und nicht bei 120!!!) nach oben in einen der Türme. Wie sich dann zu meinem Leidwesen herausstellte, musste man über die Treppe wieder nach unten! Da oben war es eng und windig und überhaupt, hab ich es bisher ja noch nicht mal auf die oberste Etage des Münsters geschafft… aber ich war ja nicht alleine und zu zwei leidet man ja nur halb so sehr. Auf jeden Fall waren wir hinterher sehr stolz als wir mit zittrigen Beinen und dadurch total durchgeschüttelt durch ein kleines, heimliches Tor wieder in den Innenraum des Tempels kamen. Da ich mich nicht auf jede „Plattform“ (nennen wir diese kleinen Kerker mal so) hinaustraute, hab ich manchmal nur die Kamera rausgestreckt *g*. Außerdem habe ich sie beim Treppenabgang hin und wieder laufen lassen um gegebenenfalls standesgemäß meinen „Abgang“ (jetzt mit der anderen Bedeutung) dokumentieren zu können. Die Videos möchte ich euch allerdings nicht zumuten. Ich finde die darauf zu hörenden Angstschreie sind doch nichts für schwache Bloglesernerven ;)

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Anschließend aßen wir bei den Rambles eine sehr leckere Paella und spazierten zum Strand. Den wir nach einiger links rechts Diskussionen tatsächlich noch fanden. Nur leider fanden wir keine normale Strandbar oder irgendwas in dieser Richtung, wo wir uns mit einem großen Schluck Kaffee hätten reaktivieren können. Irgendwie waren alle Restaurants an der Promenade ein bisschen zu fein für uns. Schade.

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Touri-müde ging es dann schon früh für eine kleine Siesta zurück ins Hotel und nach einem kleinen Abendessen (das ich mir in mehreren Bäckereien Stück für Stück zusammen gebaut habe) genieße ich den letzten Abend mit meinen zusammengeklaubten Sünden, schaue ein bisschen Fußball (um Himmelswillen, das ist doch kein Fußball?! Nicht auszuhalten…) und werde dann gleich mal mein Köfferchen packen, denn morgen ist schon der allerletzte Tag hier in Barcelona!! Aber ich muss sagen…

*ich freu mich*

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Barcelona – Tag 5

15. Juni 2008 um 23:27 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

Hach. Ach. Hoach. Achje. Hmm. Also… hmm. So langsam habe ich wirklich Sehnsucht. Sehnsucht nach einer Konferenz mit (für mich) interessanten Vorträgen. Wo ich mich gar nicht entscheiden kann wo ich teilnehmen möchte, weil es so spannend ist.
Heute morgen ist die Konferenz noch gut gestartet. Es gab einen netten Vortrag zum Thema vom Steinzeitalter zum Informationszeitalter und der Vortragender war ein Sandalen tragender französischer Jesus. War wirklich nett und unterhaltsam. Danach ging es mit guten Vorträgen weiter, aber nach dem Mittagessen endete jede Gemeinsamkeit. Kein einziger Vortrag mit “Prozess” oder “Workflow” im Namen. Ich habe mich daher sehr früh auf mein Hotelzimmer zurückgezogen (zum Leidwesen meiner Putzfrau, die entnervt gefragt hat, ob ich das Schildchen an meiner Tür immer noch ernst meinte – hey, ich wollte nur ne Kaffee-Pause). Verlassen habe ich mein Zimmer auch nur für besagte Kaffee-Pause. Trotz ausladendem Mittagessen war ich wie ausgehungert (scheinbar verträgt sich essen und reden nicht besondersgut, scheint als würde man nur Luft in den Bauch pumpen). Daher entschloss ich mich mein Zimmer kurz zuverlassen, bei der Konferenz (5 Stockwerke darunter) 2 Tassen Kaffee zu tanken ein paar Snacks zu nehmen und schnell wieder auf mein Zimmer zu verschwinden. Im großen und ganzen hat das auch geklappt, allerdings hab ich wieder viele Fragen zu meinem Paper beantworten dürfen. Man geht in meine Vorträge UND liest mein PAPER? Man will mir sogar Informationen zu schicken? in kontakt bleiben? infos austauschen? WOW, von einer einfachen Kaffeepause hätte ich mir nicht so viel erhoffen gewagt, vor allem waren viele gute Ratschläge und Anregungen zur Übertragbarkeit meines Ansatzes darunter (Akademiker ts, wollen immer alles übertragen ;)
Ich denke das ist eben Hauptziel einer Konferenz, dass man von anderen Wissenschaftlern (klingt ein bisschen hochtrabend oder?) Feedback bekommt, ob das Thema Relevanz besitzt oder überhaupt interessant ist (gut, darf man jetzt auch nciht überbewerten, klingt spektakulärer als es ist)… und überhaupt ganz nebenbei sein Englisch übt. Ich habe in den letzten Tagen soviel Englisch gesprochen, dass ich inzwischen meine eigenen Notizen mehrsprachig festhalte, mich am Telefon schon verplappere und manchmal, wenn ich laut denke, das in Englisch tue. Außerdem war ich total geschockt, als mich die erste Person auf Deutsch angesprochen hat. Ich hab wirklich ne Weile gebraucht um zu verstehen, was die Person von mir will, da ich Englisch erwartet hatte und dachte wie kann man nur so undeutliches Englisch von sich geben *gg*. Naja, seltsam… aber ich denke, sobald ich zurück in good old germany bin wird all das no longer be a Problem for mich. I think I will dann go back to german very schnell. Or so ;)

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Neben all der “Faulenzerei” heute Nachmittag stand dann heute Abend noch das Sovial Event der Konferenz an. Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich nicht doch absagen möchte, aber ich schätze ich hätte es bereut. Wir besuchten ein kleines Städtchen in der Stadt genannt “Pobla Espanol” und dort besuchten wir einen Flamenco-Tanz und aßen in netter Atmosphäre zu Abend. Schließlich konnte ich dann neben meinen letzten Spanisch-, Protugiesisch-, Flämisch- und Englisch-Kenntnissen auch noch mein Japanisch testen. Begrüßte ich doch meine japanischen Tischnachbarn mit einem “Konichiwa”. Neben den Zahlen von 1-10 das einzige Wort, dass ich mir von meinem Japan Aufenthalt vor 9 Jahren noch merken konnte *g*. Sie waren dann auch ganz begeistert, dass eine Deutsche an ihrem Tisch sitzt und erzählten mir, wo sie wann schon überall waren… auf die Frage wo ich (ursprünglich) herkomme versuchte ich grob zu erklären wo Hettenleidelheim liegt und sagte nur “near Heidelberg” und alle nickten… süß *g* ich wußte, dass würden sie kennen, oder schloss neuschwanstein, aber das ist dann doch zu weit von Hettrum ;)
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Nach dem netten Abendessen in belgischer japanischer portugiesischer Begleitung lief ich mit meiner Tischnachbarin noch ein bisschen umher und besuchte das allabendliche Wasserfontänen-Schauspiel am spanischen Platz (die Bilder mögen bekannt vorkommen). Wo ich mich alleine nie hingetraut hätte (erst jetzt hat mir eine andere Konfernzteilnehmerin erzählt, dass ihre Kollegen am Strand ausgeraubt wurden).
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Es war wirklich noch ein sehr netter Abend und ich bin froh, dass ich nicht zu feige war hinzugehen um in meinem stillen Hotelzimmerlein zu sitzen. Manchmal ist es eben doch ganz gut, über seinen eigenen (faulen, feigen) Schatten zu springen und sich auf ein kleines Abenteuerchen einzulassen. Und wenn der einzige Zweck darin besteht, hoffentlich Kalendertaugliche Bilder zu schießen ;)

*I freu me*

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Barcelona – Tag 4

14. Juni 2008 um 21:25 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

Kennt ihr Murphy? Nein? Ich schon. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen in heute Vormittag kennenlernen zu dürfen. Nach dieser Begegnung hat er eine Theorie aufgestellt: “Was schief gehen kann geht auch schief!”. Er nett es “Murphy’s Law” und um es mich auch einmal selbst zu zitieren: “Murphy’s Law totally hit me today”. Ich möchte zu bedenken geben, dass heute Samstag der 14. ist. Freitag der 13. war gestern. Also wenn das Schicksal besseres zu tun hat als pünktlich und vorhersagbar für Unfug zu sorgen, so soll es sich doch bitte zurückhalten und nachträglich alles doppelt und dreifach nachholen…

Heute ist also Samstag der 14. und somit stand mein zweiter Vortrag an. In einer Session mit insgesamt 5 Vortragenden war ich laut Plan die Dritte. Als der zweite Vortrag an der Reihe war, äußerte die Vortragende ihre Besorgnis über ihre Computerprobleme. Daraufhin half man ihr mit einem USB-Stick aus, aber der Rechner wollte partout nicht die Inhalte der Folien anzeigen. Daraufhin entschied der Session Chair ihr noch ein bisschen Zeit zu geben, um das Problem zu lösen und den nächsten Vortrag (meinen) vorzuziehen. Kein Problem für mich, hatte ich doch meinen Rechner schon hochgefahren und war einsatzbereit; ich hatte mich gut vorbereitet auf meinen Vortrag und war zu meiner eigenen Überraschung nur minimal nervös. Aber einen Schwachpunkt hatte ich in meinen Vorbereitungen nicht berüksichtigt. Meinen Rechner. Der hatte sich zwischenzeitlich in den Ruhestand verabschiedet und nach meinem unfreundlichen Weckruf hat er einfach den Dienst verweigert, bzw. die Anmeldung. Ich gab also diverse Mal mein richtiges Passwort ein – Fehler. Ich testete auf Feststelltaste und sonstiges und gab mein richtiges Passwort erneut ein – Fehler. Langsam wurde das Publikum unruhig, da dies schon die zweite Verzögerung war. Aber was sollte ich machen, der Rechner war partout nicht davon zu überzeugen, dass ich bin wer ich bin. Ich bat also den Session Chair, auch mir die Möglichkeit zu geben, diese technischen Probleme in den Griff zu bekommen. Kurz darauf verließ ich den Raum, da mein Rechner unangenehm biepst, wenn ich mein Passwort (angeblich) falsch eingebe. Ich ging also hinaus, verwirrt, irritiert aber noch nicht in Panik. Auf meinem Hotel-Zimmer (5 Stockwerke höher) hatte ich einen USB-Stick mit den Folien. Mit den ALTEN Folien. Der unkorrigierten, langen, unoptimierten und ungeübten Version meiner perfekt vorberieteten, verkürzten, optimierten und gubt geprobten Folien. Toll! Dennoch blieb mir nichts anderes übrig, als es mit diesen Folien zu probieren. Also zurück in den Saal (die vorhergehende Vortrag wurde gerade beendet – von meiner Kollegin mit den anderen technischen Problemen) und ich war an der Reihe. USB-Stick rein – Nichts. In diesem Moment habe ich mir ernstahft überlegt meinen Vortrag ohne Folien dafür mit Metaplanwand und Stiften zu bestreiten. Ich war schon ein bisschen enttäuscht, dass ich mit Hilfe einen anderen rechners doch noch Zugang zu meinen Folien fand. ALTEN Folien! Aber ab dann lief es und auch gar nicht mal schlecht. Das vortragen auf englisch fällt mir leichter als gedacht. Ich rede zwar viel Stuss aber das mach im deutschen ja auch *gg*. Überraschenderweise war ich auch sehr pünktlich durch mit meinen Folien. Die anschließende Fragerunde war auch (wie beim Workshop) super. Es kamen viele Fragen, die darauf schließen ließen, dass meine Zuhörer verstanden haben worum es geht. Beim Mittagessen gab es daher genügend Gesprächsstoff mit Kollegen, die mehr von mir wissen wollten. Ein noch zuverlässigeres Zeichen, dass man mir zugehört hat ;) Aber Hauptsache ich bin jetzt doppelt-zertifizierte Vortragende! WOW! Ich bin ja so stolz… und verwundert… wozu brauche ich denn so ein dämliches Zertifikat? Ich bin doch kein Ami, der sich sowas ins Büro hängt und dann seinen Urenkeln erzählt was für ein toller Kerl man doch ist… Sowas… da hätte man die Konferenzgebühren doch mal deutlich senken können.

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Inzwischen habe ich übrigens meinen Adminsitrator erreicht (es ist SAMSTAG, da macht man keine Konferenz verdammt) und er konnte mir immerhin sagen, wie ich mich auf meinem Rechner als Admin einloggen kann. So habe ich wenigstens minimale Chance zu arbeiten, komme aber an meine Daten nicht ran! Allerdings ist dieses erfolgreiche einloggen als Admin der Beweis dafür, dass ich nicht doch noch irgendeine falsche Tastatur-Einstellung drin habe. Naja, kommt Zeit kommt Rat, vielleicht ja auch von den allwissenden Bloglesern???!!!

Heute Abend wollten wir dann unsere kleinen Disaster (auch bei meiner Kollegin war der Wurm drin) mit gerade noch glücklichem Ausgang “feiern” und zwar mit einem netten Abendessen mit traditionell spanischer Küche. Da wir beide sehr müde waren haben wir einen Abend am Strand erst einmal verschoben. Die Suche nach einem entsprechenden Restaurant gestaltete sich allerdings äußerst schwierig. Wir sind knapp anderthalb Stunden herumgeirrt. Da die meisten Restaurants zu hatten oder italienisch waren fanden wir schließlich nur nach einigem durchfragen zu einem Restaurant (das wir dann doch eigentlich selbst entdeckt hatten). Das Essen dort (Tapas) war sehr lecker und das Personal unglaublich hilfsbereit (wir mussten ja irgendwie herausfinden was es zu essen gibt und wie wir mit unseren vollen Bäuchen wieder nach Hause finden). Schließlich waren wir auf unserem Irrweg soweit von unseren Hotels abgekommen, dass wir (wegen der inzwischen späten Stunde) mit dem Bus gefahren sind. Durch dieses eher zurückhaltende Program gibt es heute auch mal keine neiderweckenden Bilder….

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Barcelona – Tag 1

11. Juni 2008 um 20:13 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

Wie bereits vor einiger Zeit angekündigt darf ich meinen Brötchenbezahler bei einer Konferenz in Barcelona vertreten. Und da eine Konferenz alleine ja langweilig ist, gibt es noch die ein oder anderen Satelliten-Workshops drumherum an denen ich (teilweise) auch teilnehmen werden. Insgesamt gibt es also zwei Vorträge für mich zu bestreiten (Do der Workshop und Sa bei der Konferenz), aber das ist ja noch laaaange hin ;)
Heute war der Tag der Anreise. Um 9 Uhr pünktlich sind wir (ich reise in Begleitung einer brasilianischen Postdoktorandin) vor den Pforten meines Brötchenbezahlers in Richtung Flughafen Stuttgart-Echterdingen gestartet. Nach dem check-in bei dem wir durch meine Übereifrigkeit leider keine benachbarten Sitze bekommen haben, gönnten wir uns noch einen überteuerten Flughafen-Café Kaffee und gingen schließlich an Bord. Nachdem die Schweizer ihren Luftraum wieder in der Reihe hatten durften wir auch tatsächlich starten und kamen immernoch fast pünktlich in Barcelona an.

Flug-Annekdote:
ICH: *Hmm es gibt Schinken Baguettes lecker da hab ich jetzt lust drauf*
STEWARDESS: “Wollen sie Schinken oder lieber Käse?”
ICH: *Hmm, aber Leberkäse ist ja noch viel leckerer als Schinken, toll!!* “Leberkäse!”
STEWARDESS: “Bitteschön ihr Käse-Baguette!”
ICH: *Hmpf*

Im Anschluss an eine kurze Informations-Tour durch den gesamten Flughafen von Barcelona haben wir uns schließlich für ein One-way Ticket für den Renfe Zug entschieden und zusätzlich vorsorglich eine 5 Tages-Karte besorgt (sonst kostet jedes umsteigen extra!). Die Informationen im Zug und unsere Reiseführer widersprachen sich mächtig, weshalb wir nur zufällig und gerade noch rechtzeitig mitbekommen haben, dass wir in der richtigen Station angekommen sind. Wir trennten uns dann (unterschiedliche Hotels) und mit ein bisschen durchfragen habe ich dann auch mein Hotel gefunden. Nach einer kurzen Auspack-Aktion und Begutachtung des Drachen vor dem Fenster ging es dann zum Welcome Desk. Habe dann brav eingecheckt und mein Hauptproblem erkannt: Ein Konferenz Proceeding mit 268 Papern ist SCHWER. Schön, dass ich gleich ZWEI davon bestellt hatte… ich hatte doch auch so schon Übergewicht ;(

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Bei soviel Frust hilft nur Essen oder Sport oder beides. Leider ist das Fitness Center sehr teuer. Ich werde also Demmys Rat folgen und mir mit meinen Laufschuhen einen Weg suchen müssen. Für heute blieb allerdings nur die Essens-Option. Da ich ohnehin noch ein bisschen Wasser in einem Supermarkt einkaufen wollte machte ich mich auf einen kurz Trip durch mein Viertel. Auf diesen zweiten Blick hat mir Barcelona sehr sehr gut gefallen. Ein wirklich schönes Städtchen und das Beste – die Katalanen lieben Backwaren genauso sehr wie ich *strahl*. Dementsprechen lecker war meine Ausbeute: ein Anis-Blätterteigteilchen, Spinat-Blätterteigtasche und eine Teigtasche mit Fleisch und Gemüse. Dazu gab es Wasser + keine Ahnung 1 + keine Ahnung 2. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass keine Ahnung 1 und keine Ahnung 2 quasi identisch schmecken. Aber da sie sehr sehr lecker sind, stört mich das nicht weiters *gg*. Werde mich mit keine Ahnung 1 bzw. 2 in den nächsten Tagen ausreichend flüssigkeitstechnisch versorgen. Lecker.
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Nach einem Snack in einem Park bin ich nach knapp einer Stunde exakt an meinem Startpunkt herausgekommen. Ganz ohne Karte. Toll, gell? Auf jeden Fall bin ich jetzt noch fleißig gewesen (habe meinen Vortrag nochmal “geübt”) mir den Staub abgewaschen und dabei hoffentlich sehr viel von meinen vollen Shampoo, Duschgel und Body Lotion Packungen genutz die haben nämlich ein nicht unwesentliches Gewicht ;). Nachdem das Fussballspiel jetzt aus ist gibt es noch ein kleines Filmchen von der DVD und dann darf Tag 1 sehr entspannt enden.

Übrigens hat mich Barcelona durch dieses Welcome Schild erobert:
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die meinen MICH!!!

*ich freu mich*

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Die Konkurrenz ausgestochen..

28. Mai 2008 um 14:27 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

.. habe ich bei meiner nächsten großen Konferenz wohl nicht wirklich:

Ich darf in zwei Wochen nach Spanien reisen um dort auf einer  Konferenz und einem angeschlossenen  Workshop mein Thema zum Besten zu geben. Im Vorlauf dazu musste ich natürlich wochenlang hadern, ob meine eingereichten Veröffentlichungen vor den Reviewern bestehen würden. Seit kurzem ist das Programm für  Workshop und  Konferenz online. Und, hmm…. was soll ich sagen?

Der Workshop wurde mit zwei anderen Workshops zusammengelegt und es sind trotdem nur insgesamt 6 Vorträge angekündigt….?!? Und bei der Konferenz nun…. insgesamt sind es hier extrem stolze 268 Vorträge der Hauptkonferenz (ohne Doktorandenseminar, Workshops und Poster Sessions etc.). Davon sind 86 für das selbe (MEIN!!!) Thema gemeldet (Information Systems Analysis and Specification)….!!!?!!!!

Puh…. ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Das ist mir jetzt jedoch klar:

  • die Dimension ist im Vergleich zur Modellierung 2008 eine deutlich andere…. und dennoch ist der Grad zwischen “etwas besonderes” und “eine unter vielen” sein sehr schmal.
  • ich werde mir nicht alle Vorträge anhören – mein Klon-Prototyp ist einfach noch nicht so weit ;)

    *ich freu mich*

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    Ich bin wieder da

    15. März 2008 um 16:32 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

    Zugegeben, begonnen habe ich den Bericht gerade eben im Doprint Hotel Adlershof (Betonung liegt auf Hof man spricht es also AdlersHOF) daher gilt das “ich bin wieder da” nicht wirklich, aber wer wird sich denn an solchen Kleinigkeiten aufhalten? Während ich also auf einen Konferenzkollegen warte fange ich einfach schon mal an: Also. Mehr »

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    Zwischenstand

    12. März 2008 um 08:46 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

    Anreise erfolgreich überstanden STOP etwas sch*** am Schuh zu viele Stadthunde hier STOP es geht mir gut STOP hab jetzt Internet hier auf der Konferenz STOP gleich geht es los STOP bin dann weg STOP Tschö

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