Daum wird HSV-Trainer
Oder wie sonst ist das hier zu deuten:
Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass ein HSV-Spieler bei der Ausführung eines Elfmeters daran denkt, dass sein neuer Trainer noch nicht gefunden ist.
Und wenn dem tatsächlich so ist, dann zeigt das eines: Dieser Spieler wird dem HSV auch in der Zukunft nicht mehr wirklich helfen.
Deshalb sind diese Wochen für den HSV so wichtig. Man kann sehen, auf welche Spieler ich mich verlassen kann.
Treffen sich zwei Blogger. Kein Witz, aber doch eigentlich schon ein “Bloggertreffen”, oder?
Wie auch immer, auf jeden Fall kam der Don (also ich) deutlich zu spät. Schuld daran hat zum einen die nicht ganz so leichte Parkplatzfindung im Löhr-Center (“1 freier Platz” in nem mehrstöckigen Parkhaus ohne Leitsystem ist nicht unbedingt das wahre) und zum anderen die nette Beamtin in Neuwied. Die sollte eigentlich nur meinen Zweitwohnsitz (warum auch immer ich den hatte) abmelden. Und eigentlich war sie auch schon fertig, es hat nur noch eine Unterschrift von mir und ein Stempel von ihr gefehlt. Aber dann klingelte das Telefon und ich durfte ihr 15 Minuten zuhören, bis ich meine Stempel dann endlich bekommen hatte. Warum werde ich am Telefon eigentlich immer auf die Warteschleife gelegt?
Als ich dann also endlich am vereinbarten Treffpunkt ankam, war die erste Apfelsaftschorle von Daniel schon vernichtet. Ich hab trotzdem mal auf das schlechte Gewissen verzichtet (war ja total unschuldig) und so gings dann gleich mit nem netten Gespräch los und hörte fast gar nicht mehr auf. Eigentlich hätte Daniel wohl noch in die Uni gemusst, aber wenn man sich einmal festgequatscht hat, ist das ja nicht mehr ganz so wichtig. Hätte ich aber die Parkpreise im Kopf gehabt…
Aber kommen wir mal zu der ultimativen Erfolgsidee, die wir an dem Nachmittag erarbeitet haben (abgesehen von der Abmahnstrategie): Ein BasicThinking Watchblog. Kann ja nur ein Erfolg werden, wenn man das Watchblog-Konzept vom Spitzenreiter Bildblog mit der Omnipräsenz des Charts-Drittplazierten (mit engem Kontakt zu Platz 2) kombiniert. Da wir aber beide zu verschissert sind, uns mit den Basic-Jüngern anzulegen und der Robert ja eigentlich auch ein ganz netter ist (wobei er uns beiden nicht auf die letzte Mail geantwortet hat, was glaub auch Ausgangspunkt für die Idee war), mach ich das hier ganz auf die Basic-Tour: Ich werfe euch die Idee hin und irgendwer wird sich dann schon finden, der sie realisiert.
Ich hab euch sogar schon ein Bild für den Header entworfen:
Den Inhalt müsst ihr selber ranschaffen. Seien es die leeren Ankündigungen des Blog-Meisters, seine Rechtschreibfehler (ich darf da ja nix sagen) oder sonstige Ungereimtheiten. Einfach alles rein und ordentlich draufhauen.
Erfolgsgarantien kann ich allerdings keine angeben ;-)
PS: Am Besten jetzt schnell anfangen (Domain ist sogar noch frei…), solange er noch auf der re:publica ist und sich nicht wehren kann…
Wenn ich von einem der vielen netten DonsTag-Leser angesprochen werde, ob man sich nicht mal treffen könnte, dann kann ich natürlich nicht Nein sagen (zumindest, wenn ich den Treffpunkt innerhalb in 15 Minuten erreichen kann) und so kams dann heute zu nem Treffen von Daniel von ugotit.de (ihr würdet dem ne ungemeine Freude machen, wenn ihr die Domain in den Kommentaren überaus toll finden würdet) und dem hiesigen Don.
Seine Sicht der Dinge kann man bei ihm (unter der klasse Domain, die aber bald wohl noch toller werden soll) nachlesen (so gut verlinkt?). Meine Sicht der Dinge gibts dann morgen, oder (sehr wahrscheinlich, da morgen noch einiges los ist) erst übermorgen.
Nur kurz zu der akademischen Viertelstunde: Ich hab zwei sehr gute Ausreden parat. Ich bin ziemlich unschuldig!
PS: Warum fängt der seinen Beitrag mit nem Bild von meinem Abstieg in den Blogcharts an? Pft!
So, wird mal wieder Zeit, dass der Don sich auf seinem Blog blicken lässt. Wirkliche Lust hab ich aber grad keine. Zu gar nix…
Egal, da muss ich durch, sonst wird das hier ja nie wieder was…
Also fang ich doch einfach mal an, die letzten 2-3 Wochen rückblickend zu betrachten, die dürfen ja nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden.
DonsTag ist kein MBBDBWBSDSBL-Gewinner geworden. Pft! Dennoch Glückwunsch an Jojo und alle anderen.
Beim Bundesvision Songcontest haben auch nicht die gewonnen, die ich gerne hätte gewinnen sehen (die da gewesen wären: Anajo feat. Suzie Kerstgens mit “Wenn du nur wüsstest” für Bayern (9. Platz), Tele mit “Mario” für Baden-Württemberg (10. Platz), Beatplanet mit “Dreh dich um und geh” für Brandenburg (15. (!) Platz) oder aber auch D-Flame mit “Mom Song” für Hessen (7. Platz). Also quasi all die, die dem eingangs verlinkten Sichelputzer nicht gefallen haben)
Dafür kann der HSV dann aber endlich wieder gewinnen. Also war MC Winkel auch noch in Berlin, oder er ist an der Siegesserie doch unschuldig und die Pleite-Theorie stimmt. Egal, hauptsache es geht so weiter
Zum “Dau bist Kowelenz”-Filmchen (hab ich euch mal nahe gebracht) gibts jetzt einen (nicht ganz so prickelnden) zweiten Teil. Da da aber doch ein paar Lacher drunter sind (“30% auf alles”…), darf ich den euch ja gar nicht vorenthalten. Also auf zu ugotit und (beide Teile) angucken.
Ich kann tote Menschen sehen. Beziehungsweise Menschen, die ich für Tot gehalten habe. So saß ich letztens nichtsahnend im Kino in dem Film “Dreamgirls”, als auf einmal Jaleel White sein unverkennbares “Steven Urkel”-Gesicht in die Kamera hält. Huch! Ich war mir echt sicher, dass der irgendwie an Drogen gestorben ist. Und gibt man in Google dann auch mal “Jaleel White tot” ein, so sieht man, dass es nicht nur mir so erging.
Im Zuge des “DonsTags der offenen Tür” gabs auf pl0g.de noch einen netten Cartoon: “Can I write about you writing about me in your column in my column?”
Lego ist bald nicht nur dank dieses beeindruckenden Videos in aller Munde (was ein Wortspiel):
Karneval gut überstanden (mal schauen, ob ich noch Fotos bringe, dafür ist es jetzt ja eigentlich schon zu spät) und die Diplomarbeit dürfte morgen dann auch seine letzten Korrekturen hinter sich haben.
So, nach meinem Geburtstagswochenende (nochmal Danke für die Glückwünsche) daheim bei der Familie und einem Improtheater-Besuch gerade eben hab ich dann endlich mal wieder Zeit, euch hier in meinem Blog zu beehren. Momentan gehts hier ja eher ruhig zu und ab und an vergess ich dann auch noch irgendwas zu bloggen, was ja quasi unverzeihlich ist.
Aber dem habe ich nun diese Woche was entgegen zu setzen, bei DonsTag gibt es diese Woche nämlich die Verspätungswochen. Beginnen sollte diese Woche eigentlich in der Nacht von Sonntag auf Montag um 1:45, aber das hat sich jetzt etwas verspätet…
Zuerst aber einmal die berechtigte Frage: Verspätungswochen? Wie kommt man denn auf sowas?
Die Antwort ist ganz leicht: Ich war an meinem Geburtstagswochenende (nochmal Danke für die Glückwünsche) daheim bei der Familie und da bin ich mit der Deutschen Bahn hingekommen. Und auch wieder zurück. Immerhin.
Die Hinfahrt war schon ziemlich lustig, die Verspätung betrug lediglich 20 Minuten, was ja zu verkraften ist. Nicht allerdings für einen älteren Herren, der sich dann auch lautstark beim Schaffner beschwerte. Wie das denn sein könne, dass die Bahn immer und immer wieder irgendwelche Probleme hätte und alle Züge ständig zu spät seien. Man solle sich doch mal die Schweizer Bahn anschauen, die würde das auch wunderbar hinbekommen, das könne doch nicht sein. Der Schaffner hörte sich das ganze an, ohne allerdings irgendetwas dazu zu sagen. Auch die anderen Leute sagten nichts, nur der alte Mann stänkerte vor sich her (trifft es nicht ganz, er sprach nämlich so laut, dass das ganze Abteil ihn gut verstehen konnte).
Daraufhin kam dann der Knaller des Mannes. Er fände es erschreckend, dass die anderen Mitreisenden sich nicht beschweren würden, sondern alles einfach so hinnehmen würden, das wären ja Zustände wie damals bei den Nazis.
Ja, richtig gelesen. Wie bei den Nazis. Der Schaffner ließ sich nichts anmerken und ging einfach weiter, um andere Fahrkarten abzustempeln. Als der Mann dann seine gewagte Nazi-These wiederholte, mischten sich dann doch mal die Leute drumherum ein und meinten, dass das nun nicht wirklich zu vergleichen wäre, was der alte Mann (der die Nazis wahrscheinlich miterlebt hat) nicht einsehen wollte (Oder wollte er nur irgendwie geschickt das Gespräch auf diesebeiden kulturellen Ereignisse lenken?).
Ich hätte ja mal gerne miterlebt, wie der Mann sich dann auf der Rückfahrt (ich weiß nie, welche der Fahrten ich “Heimfahrt” nennen soll, gehen sie doch beide heimwärts…) angestellt hätte. Mein Vater hatte uns extra nach Koblenz gefahren, da die Verbindung Neuwied-Koblenz regelmäßig 10-20 Minuten Verspätung hat und der Puffer in Koblenz nur etwa 6 Minuten beträgt (bitte nicht nachprüfen, so ungefähr passt es). Und das ist schon ziemlich frustrierend, wenn man gerade in den Bahnhof einfährt und auf dem Gleis direkt gegenüber der Zug abfährt. Aber das sollte uns also erspart bleiben, wir starteten direkt in Koblenz. Dort auf dem Gleis angekommen gabs dann eine Kleine Überraschung: “60 Minuten später” teilte uns die Anzeigetafel mit. Juchu! Aus den 60 Minuten wurden dann 80 Minuten (Grund war wohl ein Stromausfall irgendwo, hat aber wohl nix mit dem Riesenausfall (von dem ich nix mitbekommen hab) zu tun, denn die Fahrt war am Sonntag) und bis Stuttgart pausierten wir die Pause dann immer mal wieder bis auf 90 Minuten hoch. Da hatten wir dann wieder einen mittelgroßen Aufenthalt (etwa ne halbe Stunde) und kamen dann schließlich mit so nem EuroNight-Orient-Express um 1:25 (statt 23:06) in Ulm an.
Schnell noch den Rest: Es gab einen Gutschein über 20% des Ticketpreises, dafür (wir hatten die Wahl) durften wir dann aber das Taxi nach Hause selbst bezahlen. Macht dann am Ende noch einen Reingewinn von etwa 5 Euro…
Und nun also diese Woche die “Verspätungswochen” bei DonsTag, in der ich nur Beiträge bringe, die etwas (oder auch etwas mehr) verspätet sind. Wenn ihr euch beschweren wollt: Die sind Schuld…
Diese Kofferbombensache ist irgendwie ziemlich an mir vorbeigegangen. Ich hatte das zwar mitbekommen und auch, dass der eine Koffer in Koblenz gefunden wurde, hab mich da aber nicht weiter für interessiert. Als ich gestern dann aber mit dem Zug von Neuwied in die Pfalz fuhr, hatte ich am Neuwieder Bahnhof ein wenig Zeit, mir die Fotos von den Koffern anzuschauen und auch das 50.000-Euro-Fahndungsfoto der Polizei (ganz schön artefaktiert und meiner Meinung nach nicht wirklich so “aussagekräftig” wie es hier steht). Das war dann auch der Moment, als ich realisiert hatte, dass das exakt die Regionalverbindung war, die ich immer (sagen wir so einmal im Monat) nutze, wenn ich mal wieder daheim bin.
Aber auch da hat mich das ganze noch kalt gelassen, das änderte sich dann in Koblenz, als ich am Gleis auf meinen Zug wartete und in einer Zeitschrift las. Denn plötzlich ließ mich schnelles Fußgeklapper (wie soll ich das nennen? Halt das Geräusch, welches ein Mann macht, wenn er schnell rennt) aufschauen, welches direkt vor mir anfing. Von dem Typ war nichts mehr zu sehen, nur ein einsamer Rollkoffer stand noch vor mir. Ich wartete einen Moment, dann wurds mir doch etwas mulmig und ich verließ meinen Platz um mal einen Aufseher zu kontaktieren. Das erledigte sich dann aber, als dieser Depp wieder zu seinem Koffer zurückgerannt kam. Hatte wohl nur irgendwas vergessen. Bin dann trotzdem mal ein gutes Stück weitergegangen, um nicht unbedingt bei dem Kerl in der Nähe zu sitzen. Aber auch daraus wurde nix, denn als ich dann auf einem schönen Platz saß, kam er wenige Minuten später auch in das Abteil uns setze sich schön in mein Blickfeld. Ich habe ihn dann natürlich (inklusive Koffer) nicht aus den Augen gelassen…
Also früher war Zugfahren deutlich entspannter und ich kann schon verstehen, wenn es in Zukunft öfter mal zu solchen Fehlalarmen kommen könnte. Nachdem mir dann auch aufgefallen ist, wie viele Leute an so nem Bahnhof doch mit Rollkoffer rumlaufen…
Und dass ich an diesem Wochenende (Donnerstag bis Montag) noch deutlich mehr erlebt habe, als diesen Pseudo-Terrorismus, werde ich euch dann in den nächsten Tagen häppchenweise darlegen. Sind allerdings ne Menge Fotos zu sichten und nachher spielt dann noch der HSV (oje, soll ich mir das wirklich antun?) und schlafen könnte ich auch endlich mal…
PS: Was soll ich eigentlich davon halten, dass Frau Bü einen Rollkoffer zum Geburtstag bekommen hat?
(Foto von hier, hab vergessen, es selbst zu fotografieren)
Gestern endete in Koblenz (Koblenz? Mehr dazu hier) das 15. internationale Gaukler- und Kleinkunstfestial (darum heißt der Beitrag auch so) und der Don war da, um jetzt ziemlich brandaktuell darüber zu berichten.
Es war dieses Jahr mein drittes Gauklerfest und so langsam weiß man dann, wie man sich zu Verhalten hat. Am Sonntag abends um 20 Uhr gibt es nämlich das große Finale (dieses Jahr moderiert von Knacki “Nightwash” Deuser), bei dem der Andrang natürlich entsprechend groß ist. Letztes Jahr kamen wir zu spät (19 Uhr) und mussten die Show im Stehen genießen. In diesem Jahr haben wir uns dann frühzeitig einen Platz gesichert (17:30) und hatten optimale Sicht. Da bei der Finalshow das beste Programm gezeigt wird, sollte man sich in den Stunden vor dem Finale etwas weniger auf die Bühnenshows konzentrieren (denn entweder ist es wirklich gut und man sieht es dann beim Finale, oder es ist eben nicht ganz so gut und dann nicht so schlimm, wenn man es verpasst), sondern mehr auf die ganzen “Walk Acts”, die durch Koblenz schlendern.
Um mal einen kleinen Eindruck zu vermitteln:
Der Mann oben links gehört übrigens zu Truppe “Theater Rue Piétonne”, die eine von zwei Auszeichnungen erhalten hat (die andere “Fußtruppen”-Auszeichnung ging an eine Truppe mit Hund, die mich stark an Fluffis Ballonglühen-Hund erinnert haben, nur noch etwas besser). In der Hand hält er eine Papierblume, denn das Thema der Truppe ist Origami. Auf dem Boden lagen interessante Papierskulpturen, live gefaltet haben sie aber eher einfachere Sachen. Gefallen haben sie mir aber nicht, was an der Präsentation lag. Die Website sagt: “die Schauspieler der “Rue Piétonne” [..] nutzen ihre Präsenz im öffentlichen Spielraum aus, um vor dem Publikum wichtige Umweltprobleme zu thematisieren.” Was in der Praxis dann so aussieht, dass der nette Herr mit dem französischen Akzent einen Kranich faltet und die Kinder munter applaudieren. Darauf meint er, dass er es schön fände, wie die Kinder sich freuen, die Erwachsenen aber nicht an die Kinder denke würden und er darum nicht weiß, wieviele Tiere und Pflanzen es denn noch geben würde, wenn die Kinder mal erwachsen sind. Daraufhin vernbrennt er dann das Papiertier und die Kinder klatschen wieder. Oder er verflucht die Menschen, weil sie soviel auf bestimmtes Papier geben (Geldscheine) und faltet dabei mit eben diesen rum.
Viel besser haben mir da “Les Champignos” (die wahren Killerpilze) gefallen, darum müssen die sich auch nicht oben zu den anderen quetschen, sondern bekommen ein eigenes Bild:
“Les Champignons” hatten Kostüme, die nicht nur fantastisch aussahen, sondern auch noch voller Hightech steckten. Unter dem Kostüm waren nämlich lauter Knöpfe versteckt, die die Pilze drücken konnten und so verschiedene Geräusche (Hundebellen, Zugfahrt, Autohupe, Musik etc) von sich geben konnten. Sie konnten sogar Umgebungsgeräusche aufnehmen und diese dann wieder (in guter Qualität) abspielen. Außerdem hatten sie noch so elektronische Drumsticks dabei, mit denen sie zum Beispiel an der geriffelten Oberfläche einer Eiswaffel Musik machen konnten. An dieser Stelle mal noch ein kleines Video (Kopf drehen) dazu:
Und bevor ich jetzt zur Finalshow komme, hier gleich noch ein Video (bitte nochmal den Kopf drehen) von “Herrn Fröhlich”, wie er mit zwei Geigenbögen auf seinem mit Gläsern versehenen Anzug Musik spielt:
“Herr Fröhlich” hatte aber auch noch andere Musikinstrumente dabei, wie die Arschgeige oder die Panflöte aus Tetra-Packs:
Aber nun zum Finale, zur Creme de la Creme der Kleinkunst…
Ersteinmal musste der “Arsch mit Ohren” verliehen werden, er ging an “The Pops”, die ich leider verpasst habe. Hätte ich mir gerne mal angeguckt, hab von denen mal kurz im Fernsehen was gesehen, aber noch nix richtiges. Jemand Erfahrungen?
Im letzten Jahr ging der “Arsch mit Ohren” übrigens an Kay Ray, der damals auch durch das Finale geführt hat. In diesem Jahr durfte er während der Entscheidung der Jury nochmal sein Bestes geben und ich war mal wieder total begeistert. Kay Ray ist sehr sehr derbe, eigentlich ständig sehr weit unter der Gürtellinie (vor allem sehr viele Schwulenwitze, immer mit einem Gruß an die kleinen Kinder in der ersten Reihe…) und verdammt witzig. Da konnte Mr. Nightwash echt nicht mithalten, obwohl er auch recht gut war.
Mein persönlicher Favorit im Finale waren (wenn ich mich denn festlegen müsste) “Scott und Muriel”. Scott ist ein Zauberer, der sich bei IKEA die Assistentin Muriel bestellt hat. Diese ist allerdings total hohl und versaut jeden Trick, während sie munter vor sich herlacht und über alle Dinge staunt. Irgendwann wird ihr bei einem Trick so der Kopf verdreht, dass sie verrückt wird und in immer neue Kostüme schlüpft. Als sie dann in einem Cowgirl-mit-Pferd-Kostüm auf die Bühne kommt, verschwindet Scott entnervt, taucht allerdings ein paar Minuten später ebenfalls mit Pferd auf (das wär mal was für Karneval für mich, sieht nur extrem teuer aus) und das ganze wandelt sich in eine Westernshow, in der auch einer aus dem Publikum als Kaktee eingebunden wird. Der Lachfaktor war hier bei mir (abgesehen von Kay Ray) am höchsten.
Leider gingen die beiden leer aus, ebenso wie “Butterfahrt 5″ (das sind die auf dem Foto ganz oben, die auch nicht schlecht waren oder die “Trigolos”, die beim Jonglieren nicht nur Keulen verwendetet, sondern auch alles aus einer Cocktailbar oder (und das hab ich so noch nicht gesehen) diese großen Gymnastikbälle.
Die Preisträger aber sollten andere sein. So ging der dritte Platz an “Stenzel und Kivits”, die amüsante Geschichten mit einem Flügel und Operngesang aufführten. War ganz nett, aber meiner Meinung nach nicht unter den besten dreien.
Ebenso ist meine Meinung bei den “Farellos”, die den zweiten Platz belegten. Bei den beiden habe ich zwar zum ersten Mal jemanden auf einem Einrad seilspringend auf einem Trampolin hüpfen sehend, aber das reicht nicht. Zudem war die Einleitungscomedy sehr langatmig und nicht wirklich lustig, was einer der Ehrengäste auch lauthals in die Stille brüllen musste. (An dieser Stelle mal ein “Sorry” für die miese Bildqualität, aber es wurde immer später und immer dunkler, so dass meine Kamera etwas überfordert war…)
Den ersten Platz kann ich dann sogar wieder vertreten (neben Scott und Muriel wirklich das Highlight), er ging nämlich an “Le Mime Daniel”, der zuerst als Strauß auf die Bühne kam (bzw. auf der Bühne als Strauß aus einem Ei schlüpfte). Nach einem gelungenen Strip (siehe rechts) kam er dann nochmal als “normaler Mensch” auf die Bühne und pantomimte noch lustig vor sich hin, unter anderem zeigte er auch diesen Trick.
Zum Abschluss noch ein Foto von der kleinen Dachkonstruktion (das weiter oben ist das große Hauptdach). In diesem Jahr hat man es zum Glück (im Gegensatz zu 2005) nicht gebraucht…
Eben hab ich mir beim Weg vom Bus nach Hause kurz gewünscht, dass ich im Gehen schnell in den Handstand wechseln und dann auf Händen weitergehen könnte. Das hätte nämlich gut zu meiner momentanen fröhlichen Gesamtstimmung gepasst…
Morgen gibts so richtig Spaß (darf ich noch nix zu verraten, ist ne Junggesellenpartyüberraschung) und Sonntag gehts dann (wie man schon den Kommentaren entnehmen könnte) aufs Gauklerfest in Koblenz. Und um die ganze Aufregung zu verkraften, hab ich mir dann am Montag auch noch frei genommen (nebenbei: Fluffi meinte mal, dass ich nicht schreiben sollte “Ich hab nen neuen tollen Fernseher” und “Ich bin übrigens nicht zu Hause”, weil dann die ganzen Bösewichte, die hier mitlesen bei mir vorbeigucken. Darum seid gewarnt: Frau Bü ist daheim und bewacht das Gerät. Und da sie am Sonntag ihre Serie gucken muss, wird sie ihn sehr sehr gut bewachen. Versucht es also erst gar nicht).
Und als wenn das noch nicht alles wäre, hab ich schon wieder eine meiner Ideen. Eine neue Entwicklung, auf die die Blogwelt schon lange gewartet hat. Noch länger als auf den Ironiedetektor… Seid gespannt und rechnet innerhalb der nächsten Woche einfach mal damit. Außerdem dürft ihr damit rechnen, meinen Namen in einem anderen größeren Blog lesen zu können, ich wurde nämlich als neutraler Schiedsrichter für ein Gewinnspiel auserkoren. Das ist aber auch noch geheim…
Hach, bin ich gut gelaunt…
Hab ich doch bei meinem Koblenz-Beitrag glatt vor lauter unglaublichem Material vergessen, diese Nachricht mit einzubauen…
(ja, es gibt auch ein Koblenz in der Schweiz, aber wenn die über Darmstadt heimfahren wird wohl doch das “richtige” sein)
Heute mal etwas Heimatkunde, wobei ich Koblenz nie als meine Heimat bezeichnen würde und Gladbach eher der Mentalität der Kölner als der der komischen Koblenzer zuordne. Aber rein geographisch liegt Koblenz dann doch was näher und darum (naja, eigentlich, wegen des Videos “Dau bist Kowelenz”) gehts hier jetzt mal um diese Stadt am Rhein.
Warum ich Koblenz nicht abgewinnen kann, liegt wahrscheinlich daran, dass da nachts fast genauso wenig los ist wie in Neuwied (und das will was heißen), vielleicht hat es aber auch damit was zu tun, dass ich mal im Deutschen Eck eingesperrt wurde. Ne, damit hat sicher nichts zu tun, aber eine bessere Überleitung zu folgendem Zeitungsartikel ist mir nicht eingefallen:
Mit den “beiden Verliebten” bin ich und ein damaliger (ebenso heterosexueller) Klassenkamerad gemeint, aber “Sex sells” eben (und das schon beim Polizeibericht, denn die hat (wie sich nach Anfrage bei der Rhein-Zeitung herausstellte) sich damals den Spaß gemacht und die romantische Geschichte erfunden. Die ulmer Polizeiberichte lesen sich irgendwie nicht so poetisch…). Trotzdem bin ich immer noch ein Fan des deutschen Eckes, das aber nur, weil das Pferd demonstrativ mit dem Hintern Richtung Frankreich zeigt, was man z.B. hier nachlesen kann.
Und nachdem ich nun einige Links dazu zusammengesucht habe (wie dieses Panorama) stell ich mir die Frage, warum ich nicht in diesem deutschen Eck eingeschlossen wurde, da hätte ich wenigstens noch was zu Essen oder Trinken gefunden…
Aber zurück zu Koblenz. Der geneigte Leser fragt sich jetzt, woher er denn Koblenz so kennt. Zum einen ist es öfters mal (gestern zum Beispiel mal wieder) in den Nachrichten, da dort zwei Kontinentalplatten aufeinander treffen (ich berichtete schonmal im Zusammenhang mit dem AKW in der Nähe) und es darum hin und wieder zu Erdbeben kommt (nix schlimmes, ich fands immer toll, wenn ich nachts aufgewacht bin und auf einmal ein “Massagebett” hatte. Bei dem gestrigen Erdbeben war die Massage wohl zu stark, angeblich ist unter einem Mann das Bett zusammengekracht).
Außerdem ist Koblenz für deine beiden Exportschlager bekannt: Thomas Anders (nimmt heute am Grand Prix-Vorentscheid teil, bitte keine Daumen drücken) und Sandy (Ex-No Angel, hat im letzten Jahr total “unexpected” beim Bundesvision Song Contest für Rheinland Pfalz den glorreichen letzten Platz geholt). Klasse, oder?
Des weiteren ist Koblenz in letzter Zeit öfters im Gespräch, da dort Vogelgrippe-Schnelltests durchgeführt werden. Hat eigentlich irgendwer (vornehmlich meine Familie aus der Heimat, die hier hoffentlich immer brav mitliest) was von der Gladbacher Gans gehört?
Wie dem auch sei, hier jetzt noch das anfangs angekündigte Video “Dau bist Kowelenz” vom Café Hahn, welches mir mein kleiner Bruder dankenswerterweise hat zukommen lassen (und welches ich dann glücklicherweise bei 3mal12 auch direkt als schickes youtube-Filmchen gefunden habe und jetzt einfach mal ganz dreist klaue… Und bevor Britta auchhierkommentierenmuss: Idee und Konzept: Dirk Zimmer, Koblenz; Realisation: Vogelheim- TV, Koblenz; Produziert für die Blaue Bütt im Cafe Hahn, Koblenz). Die nette ältere Dame ist übrigens dat Brigittchen (es gibt sogar ein Lied nur über die und bei der Wikipedia-Diskussion zu Koblenz wurde bemängelt, dass sie nicht erwähnt wird), die bekannteste Koblenzer.. äh… Gewerbedame… die ich zuletzt (und hier schließt sich der Kreis) in besagter “Deutsches Eck”-Nacht gesehen habe (und Stefan Kunz sollte man auch erkennen, der ist jetzt Manager des erfolgreichen TUS Koblenz).
Zum Abschied noch eine Nachricht von meinem Freund Goethe aus dem Jahre 1792:
Bis Koblenz schwammen wir ruhig hinunter, und ich erinnere mich nur deutlich, dass ich am Ende der Fahrt das schönste Naturbild gesehen, was mir vielleicht zu Augen gekommen. Als wir gegen die Moselbrücke zu fuhren, stand uns dieses schwarze, mächtige Bauwerk kräftig entgegen; durch die Bogenöffnungen aber schauten die stattlichen Gebäude des Tals, über die Brückenlinie sodann das Schloss Ehrenbreitstein im blauen Dufte durch und hervor. Rechts bildete die Stadt, an die Brücke sich anschließend, einen tüchtigen Vordergrund; dieses Bild gab einen herrlichen, aber nur augenblicklichen Genuss, denn wir landeten.
Kurzkritik: Interessante Dokumentation über Künstliche Intelligenz, die vor allem durch die sympathische Art des ehemaligen MIT-Professorn Joseph Weizenbaum getragen wird, der den ganzen Entwicklungen sehr kritisch gegenüber steht.
Und das in meinen Augen vollkommen zu Recht. Relativ oft hab ich mir im Laufe der 90 Minuten die Frage gestellt: "Und warum genau sollte man das wollen?"
Ich hatte (auch aufgrund des Untertitels "Von Computern und anderen Menschen") eher ein breiteres Spektrum erwartet als nur die KI und musste dann bald Erfahrungen aus meinem Studium wiederholen: KI ist zwar ein Thema, für das ich mich gerne interessieren würde, aber dann wird mir doch relativ schnell langweilig. Im Studium hab ich zweimal versucht (bei verschiedenen Dozenten) die KI-Vorlesung durchzuhalten, hab es aber nie über 3 Wochen geschafft.
Und auch der Film verlor im hinteren Teil einen Teil meiner Aufmerksamkeit...