Wenn man in mein neues Zimmer kommt, fragt man sich als allererstes, warum ich ihm denn die Bezeichnung “Arbeitszimmer” gebe. Irgendwie deutet alles darauf hin, dass wir da heimlich einen zehnjährigen Jungen gefangen halten, der sich sein Zimmer aber gnädigerweise selbst einrichten durfte.
Aber wenn man sich anguckt, wie in kreativen Firmen so die Arbeitsplätze aussehen (sehr cool: Videoführung durch Google Zürich, unbedingt angucken und neidisch werden), dann passt das ja doch irgendwie wieder.
Ich bin ein Mensch, der sich gerne ins Chaos begibt und lauter merkwürdiges Zeug um sich rum braucht, mit dem er sich ablenken kann. Chaos pur, so muss es sein. Und jetzt, wo ich wieder ein eigenes Zimmer habe (vorher war das im Wohnzimmer integriert), darf ich mich auch wieder voll austoben.
Und so kam nicht nur die lange vermisste Hängematte wieder zum Einsatz (oh, wie ist das schön, da einfach zu liegen und dem iTunes zu sagen, es soll doch einfach nur mal Meditationsmusik (oder irgendwas in die Richtung, merkwürdige Trommeleien von afrikanischen Ureinwohnern gehen auch) zu spielen), sondern auch der ganze Kruscht, den ich schön in Kisten zwischengelagert hatte. Und das sieht dann in Auszügen (ich kann ja unmöglich alles festhalten…) so aus:

Ganz oben meine Bücher, wo die tollsten natürlich viel zu schade sind, um einfach nur ihren Rücken zu zeigen. Darum werden die einfach offen trappiert um zum Durchblättern aufzufordern. Sollen ja nicht nur vor sich her stauben. Und vor allem in “ 1000 extraordinary objects” (hab mal die US-Amazon-Seite verlinkt, da kann man sich ein paar Seiten angucken. Und vor allem ist der Preis mit 7 Dollar (used&new) im Gegensatz zum deutschen 100 Euro-Angebot (kein Amazon-Partnerlink) doch ganz human…) kann man laaange drin rumblättern. Könnte man auch sein Blog ganz schön mit füllen, was es da nicht alles gibt…
Und dann haben wir da noch das längst in Vergessenheit geratene Knobelklack aus der RTL-Kindersendung “Klack” (die von Oliver Bierhoffs Schwester moderiert wurde), Spongebob mit Gary, der das Regal hochschleimt, merkwürdige Figuren im Regal, ein “beta”-Button an der Hängematte und den “Frau Bü”-Klotz, der mal an meinem Bein hing…
Und heute kam dann noch was neues dazu: Eine Hängemattenblumenspirale, die sich hoffentlich gut mit der Meditationsmusik versteht:

Jede Blume ist handgeklebt und vorher hier bestellt (krass, was die ein riesiges Angebot an Wandtattoos haben…).
Fertig ist mein Zimmer aber immer noch nicht. Denn bisher spielt sich das ganze Chaos fast nur hinter meinem Rücken ab. Fehlen noch Regale über dem Schreibtisch. Die sind zwar schon per Post gekommen, aber leider etwas zerdeppert. Mal gucken, ob ich die zurückschicke, oder improvisiere. Hab ja noch ein paar Klebeblumen übrig…
Ich habe noch nie verstanden, was an
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