Dieser Beitrag gehört zur Reihe “DonsTag der offenen Tür” und wurde von Kittyluka verfasst. Darum gibt er nicht unbedingt die Meinung von donvanone wieder.
Morgens, halb 10 in klein Bloggersdorf. Die Selbsthilfegruppe der Ex-Alphablogger trifft sich wie immer im Gemeindekommunikationsmittel. Heute beginnt das Wiedereingliederungsprojekt in die Beta-Blogger-Schicht. Jeder B-Blogger bekommt einen Ex-Alphablogger zugeteilt, die Entscheidung
fällt per Los auf mich und Don. “Na Super” denk ich, ein kleines Häufchen Elend, ein Schluck Wasser bei 180 in der Kurve steht vor mir. Völlig perplex redet er die ganze Zeit von einem super geheimen Geheimprojekt, irgendwas mit Berlin, der Rest ist missverständlich.
Zusammen sehen wir uns erst einmal die Trümmer seines Blogs an. “Na na… so geht das jetzt hier aba nich”, sag ich, “Du kannst nicht laufend über Fußball und absteigende Mannschaften schreiben, das ist in etwa so, als würdest du über einfallslose, uninteressante Fußgänger[1] schreiben und das interessiert doch kein Schwein!”. Plötzlich fangen seine Augen an zu leuchten und er singt “Sau sau..” gerade noch rechtzeitig konnte ich mit meinen Patschehändchen das schlimmste vermeiden. “Als Betablogger musst du genauso vorsichtig wie ein A-Blogger sein”, belehre ich ihn. Reumütig nickt er und lässt seine Mundwinkel hängen.
Um ihn aufzumuntern mache ich ihm komplimente “Die Idee mit den Co-Autoren ist übrigens nicht schlecht, jetzt Bloggen sie sozusagen in Stereo[2]“. Schon lacht er wieder. Blogger aus der Kleinstadt sind so einfach zufrieden zu stellen. Apro pros Kleinstadt “Ein Umzug in eine größere Stadt wäre vielleicht nicht schlecht, Leser kommen und gehen, aber über den Ortsbezug bleiben sie für immer”, leider ist Don in Hinsicht auf eine freiwillige Ausreise[3] aus seinem Kaff nicht gerade begeistert.
“Was ist das überhaupt für ein Hintergrund?” Frag ich ganz begeistert. “Tapete” sagt er, “einjähriges”, Ex Alphas sind immer so Wortkarg… “Ja, na das ist doch mal innovativ, um Leser anzulocken solltest du regelmäßig Aktionen durchführen.”, Don guckt mich fragend an, “Ja”, antworte ich darauf, “was machst du zum Beispiel zum Karneval[4]?”. Desorientiert läuft er in die Ecke und hält mir eine Zeitung vor die Nase und sagt: “Zeitungsartikel… hehe!”.
Unverrichteter Dinge gebe ich den kleinen Don wieder an der Auffangstation ab. Ein hoffungsloser Fall. Als Ich ihm den Rücken zudrehe ruft er mir noch hinterher “Hey, haste ma nen Backlink?” und dann fällt die Tür zu.
“Der Fall der Alphas” bald auch als eBook erhältlich!