… die ich aber nur witzig finde, wenn es nicht das eigene Kind ist…

[via Nerdcore]
Im April des letzten Jahres hatte ich euch hier den “Atlas zur deutschen Alltagssprache” vorgestellt.
Damals hatte ich auf den offenen Fragebogen aufmerksam gemacht, den ich selber natürlich (für Neuwied (RP), nicht Ulm (BW)) ausgefüllt habe.
Und heute kam dann eine Mail, dass die Ergebnisse (in der linken Sidebar sind die einzelnen Punkte “versteckt”) nun online wären.
Hier mal ein paar Punkte, die ich für besonders erwähnenswert halte (sind die, die ich auch schon im April angedeute habe).
Da wäre zum Beispiel der Punkt mit der Uhrzeit, den ich seit meinem Umzug ins Schwabenländle immer noch nicht verinnerlicht habe.
Ich meine: Was ist an “viertel vor 11″ oder “viertel nach 10″ so schwer? Warum muss man es unnötig verkomplizieren und für “viertel nach 10″ einfach “viertel 11″ sagen? Das macht doch (fast) gar keinen Sinn. Mathematisch natürlich schon, aber “10:15″ ist doch viel näher an 10 als an 11 Uhr. Warum also unnötig mit der 11 im Text verwirren und den unbedarften Rheinländer auf eine falsche Fährte locken?
Und “Dreiviertel 11″ für 10:45… ernsthaft? Sagt ihr auch “fünfsechstel 11″ für “10 vor 11″? Oder ist das dann “5 nach dreiviertel 11″?

Lustiger wird es mit Verabredungen, wenn man sich nicht nur bei der Uhrzeit nicht versteht, sondern auch bei dem genauen Termin. Und da scheint Deutschland echt ein Problem zu haben. Angenommen es ist Montag und jemand will sich “nächsten Mittwoch” mit dir treffen. Wann ist das dann? In 2 Tagen oder in 9 Tagen?
Für mich ganz klar in 9 Tagen, denn in zwei Tagen ist ja “diesen Mittwoch”. Da ich das Problem aber kenne, sag ich immer “nächsten Mittwoch, also nicht diesen, sondern nächste Woche”, in der Hoffnung, dass ich damit einen rosa in einen blauen Pöppel bekehren konnte;
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Eine Sache, sie ich bisher nur bei Roke gehört habe und darum nur den Bayern (statt auch den Schwaben, oh nein, was hab ich Sohnvanone nur sprachlich angetan???) zugeschrieben hatte, ist der “Fuß”. Von wo bis wo geht der Fuß? Für mich war das bis zu Roke immer eine ganz klare Angelegenheit, bei der ich keine zweite Meinung erwartet hätte. Aber da hat man die Rechnung ohne Süddeutschland gemacht…
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Aber man braucht ja gar nicht so weit zu gehen, um nicht verstanden zu werden. Als Frau Bü (Pfalz) mich (Rheinland) das erste Mal fragte, ob ich Lust auf “Kaffeestückchen” hätte, wusste ich damit nichts anzufangen. Gefrorener Kaffee in Stückchen zerschlagen? Kaffeebohnen? Diese braunen Krümelchen, die in löslichem Kaffee manchmal rumschwimmen?
Nein, alles nicht. Sie meinte “Teilchen”. Und das, obwohl das bei ihr laut Karte auch genau so heißt. Nur die Saarländer reden danach von “Kaffeestückchen”.
Nur warum kennt man das in Ostdeutschland nicht?
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An dieser Stelle verweise ich dann gleich mal auf den neuen Fragebogen zur Runde 8, den wieder jeder ausfüllen darf. Und dann bin ich mal gespannt, wo zu “10 Cent” “Groschen” gesagt wird. Da würd ich mir dann glatt überlegen hinzuziehen, da das doch immer so ein schönes Wort war und bei mir und allen um mich rum mit dem Euro komplett verschwunden ist.
Bei Inishmore hab ich diese höchst interessante Seite gefunden (Achtung: Sehr viel Zeit einplanen!), auf der graphisch die Verwendung von Worten in Deutschland, Österreich und der Schweiz festgehalten ist.
Kleines Beispiel: Wie nennt man “ein rundliches Fettgebäck, das mit feinem Zucker bestäubt oder einer Glasur überzogen ist und mit Marmelade gefüllt ist”?
Für mich ganz klar: “Berliner”. Aber das sehen nicht alle so:
Das hat sich zum Glück auch hier in Ulm nicht geändert (gerade noch so an der Grenze).
Aber der Umzug vom Rheinland ins Schwabenland hat mich bei anderen Begriffen doch ganz schön betroffen. So war ich z.B. ganz schön verwundert, als ich erfuhr, dass ich im Rahmen der Kehrwoche (Kehrwoche?) auch die “Bühne” sauber halten müsste. Eine Bühne? Haben wir ein Theater im Haus? Nein, gemeint war der “Speicher”, den meisten von euch wohl als “Dachboden” bekannt:
Auch interessant ist der Name “für einen Ort, der im spöttischen Sprachgebrauch für ‚Unbedeutendes‘, ‚Provinzialität‘ und ähnliches steht (Der kommt doch aus …!)”
Meine Antwort ist ganz klar: “Kaff”. Die Karte zeigt für meinen Heimatort aber merkwürdigerweise keinen roten Punkt:
Und so könnte ich immer weiter machen, auf der Seite lungern so viele interessante Wörter rum, das müsst ihr einfach selber mal durchstöbern (neben dem Pilotprojekt gibt es auch noch zu sechs weiteren Runden die Ergebnisse, für die siebte Runde kann man hier selber mithelfen und die Fragen beantworten, da fehlt bei einer Auswahl übrigens das Wort “Krebbelsche”. Und bei Frage 2 sprechen Frau Dr. Bü und ich verschiedene Sprachen, Frage 3b führte mit den bayerischen Roke schon zu lebhaften Diskussionen. Ganz schlimm auch: “Viertel elf” für “Viertel nach 10″).
Aber nochmal die Warnung: Da vergeht mal ganz schnell ganz viel Zeit…
So, heute gibts die erste Version meiner “Wo ich schon überall war”-Karte zu bestaunen. Zu finden unter weltweit.donvanone.de
Diese Sidebar mit den Ein- und Ausblendbaren Kategorien der Marker basiert auf diesem Teil der “Esa’s Google Maps API experiments” , an der Grundfunktionalität habe ich nur ein wenig am CSS geschraubt und die “alles/nix anzeigen”-Links hinzugefügt.
Etwas mehr Aufwand war es dann, an die Daten für diese Darstellung zu bekommen. Denn hier wird eine CSV-Datei erwartet, die ich so direkt nicht wirklich liefern kann, da ich die Karte in Google Maps gebaut habe und da so ein Export nicht vorgesehen ist.
Also nehme ich den RSS-Export her und wandle ihn in eine CSV-Datei um. Da hier die unterschiedlichen Icons leider nicht mit exportiert werden, musste ich die Kategorie zu jedem Marker nochmal extra im Titel mit angeben (habs als Hashtag hinten drangehangen).
Das wars auch schon (ach, die Teile werden dann gleich auch noch nach Titel (das entspricht in der Regel dem Jahr) sortiert). Reicht mir momentan an Funktionalität, jetzt werden erstmal weiter Daten zusammengesammelt…
PS: Gut, dass das HSV-Spiel gestern so unglaublich unspannend war, da hatte ich nebenher viel Zeit…
PPS: Noch besser natürlich, dass der HSV trotzdem gewonnen hat. Wohoo!
Vor unserem Urlaub haben wir uns bei Amazon auf gut Glück ein paar Bücher zum Tauchen im roten Meer gekauft und hatten gehofft, da gute Karten von den Tauchplätzen zu bekommen. War aber leider nicht so.

Zum Glück wurden wir dann aber gleich im Tauchshop bei unserer Tauchstation fündig und fanden das ultimative Buch für Tauchkarten in Sharm El Sheikh, Tiran, Ras Mohammed, Gubal und Dahab: Der Sinai Diving Guide von Geodia.
Jeder Tauchplatz (ok, das Hausriff vor unserer Nase nicht, aber da gabs eine Karte an der Tauchstation) ist ausführlich beschrieben. Wie man ihn am besten betaucht, was man da theoretisch mit etwas Glück alles sehen kann, wann die beste Tageszeit zum Tauchen ist, der Schwierigkeitsgrad, die typische Strömung und so weiter. Und natürlich eine Karte des Tauchplatzes. Beziehungsweise zwei, denn hinten gibts jede Karte nochmal zum ausklappen in Groß. Echt eine unabdingbare Anschaffung für alle, die planen in dem Gebiet zu tauchen.
Unser zweites wichtiges Buch (im gleichen Atemzug im Tauchshop gekauft) ist das handliche Fischbestimmungsbuch “Die Fische des roten Meeres MEMOFISH” (Amazon-Partnerlink). Ohne dieses schlaue Buch könnte ich euch hier jetzt nicht die ganzen Namen der Fische um die Ohren werfen.
Dieses Buch ist wie der Sinai-Tauchguide von Alberto Siliotti und sehr schön und übersichtlich aufgemacht. Die 102 Fische sind kurz beschrieben, die Merkmale hervorgehoben und Angaben zur typischen Größe, den üblichen Aufenthaltsorten am Riff und sonst noch mit wissenswerten Details versehen.
Leider sind da aber nur Fische drin, Nacktkiemer, Korallen, Schwämme, Seesterne und so weiter sucht man also vergeblich. Irgendwann (Frau Büs Geburtstag ist ja jetzt gerade wieder vorbei, die Chance ist also vertan) werden wir uns dann noch den Debelius (Amazon-Partnerlink) zulegen müssen, der die Fischbestimmungsbibel für das rote Meer schlechthin darstellt. Von der Aufmachung allerdings sehr trocken und bei weitem nicht so übersichtlich wie Memofish…
PS: Ich hoffe ihr habt den Unterwassercontent noch nicht satt. Für morgen hab ich schon wieder drei Artikel fertig, die schlagen hier dann über den Tag verteilt auf. Das hammermäßige Highlight ist da aber noch nicht dabei, kann sich aber nur noch um Tage handeln…
Bohnen haben ja nicht den allerbesten Ruf, das Kartenspiel “Bohnanza” (mehr dazu auf meinem brach liegenden Spieleblog) allerdings schon (die aktuelle Spielbox-Ausgabe sagt was von 1,4 Millionen verkaufter Spiele). Und passend zum 10-jährigen Bohnanza-Jubiläum gab es vom Lookout-Games-Verlag einen Malwettbewerb, um mit 104 unterschiedlich gestalteten Bohnen eine Fan-Edition auf den Markt zu bringen. Und da ich beim Drachenwettbewerb ja schon so erfolgreich bei der Sache war und Bohnanza meine Einstiegsdroge in die Spieleszene war, hab ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, da auch mitzumachen.
Der Einsendeschluss ist jetzt schon über einen Monat vorbei, offizielle Aussagen gibt es aber noch keine. Da ich aber zwei gut informierte Informanten habe (ja, Informanten sollten immer gut informiert sein, aber ich werde hier ja nach Worten bezahlt, also meckert nicht), weiß ich schon ein wenig mehr als die Öffentlichkeit. Zum Beispiel, dass sie von den 400 eingesendeten Bildern bisher ca. 130 rausgesucht haben, jetzt also noch 26 wegfallen müssen. Zum ersten Mal vorgestellt wird das Spiel entweder am 6./7.Oktober oder eine Woche später im Rahmen einer Bohnissage in der Galerie “Die Schreinerei” in Radbruch. Dann packen wir sie wieder ein und bringen es erst wieder zur Spiel-Messe in Essen mit (zu der ich in diesem Jahr ausnahmsweise aufgrund meiner fantastischen Flitterwochen nicht hin kann).
Und außerdem scheinen von meinen drei eingereichten Bohnen 2 durchzukommen (da ja 26 noch wegfallen, kann man das aber nicht so genau sagen). Ich habe nur keinen blassen Schimmer, welche beiden das denn sind.
Darum befrage ich nun mal meine hochqualifizierte Leserschaft: Welche der drei Bohnen hat es in die finale Version verdient?

Gibts natürlich auch in hochauflösender bei Flickr: Brechbohne, Augenbohne und rote Bohne.
Hier könnt ihr euch die Original-Bohnen angucken, falls ihr sie (sträflicherweise) noch nicht kennt.
Ich erwarte eure fachmännische Kritik. Mein Informant aus der Jury liest auch mit, ich wette der kann sich selber nicht entscheiden, denn von ihm stammt die Idee zu dieser Blog-Abstimmung ;-)
Hm, die Einleitung, dass ich ja auch selber mal Zauberer war hab ich jetzt schon zu oft gebracht, das nervt euch sicher auf die Dauer. Darum mach ich es heute einfach mal ohne Einleitung. Hier das Video von einem eher simplen Farb-änder-Trick, der mich aber auf ganzer Linie verblüfft hat. Vor allem darum, weil ich einfach so unglaublich blind war…
Ihr könnt ja mal selber gucken, obs euch auffällt, die Auflösung kommt dann gleich hintendran:
Das menschliche Gehirn ist schon ne spannende Sache…
PS: Ja, das Tier ist mir dann aufgefallen…
Heute habe ich über ein paar Links Sebbis Blog besucht und dort ein Bild von MS Visual Earth mit recht guten Luftaufnahmen gesehen. Als Beispiellocation in Visual Earth habe ich mal das Fort nahe Dons zuhause ausgewählt. (über ein Ulmer Fort dieser Art wurde hier von Don schon mal berichtet.)
Was interessant ist, dass es dort gleich 4 schräge Blickrichtungen gibt und die auch noch gut aufgelöst. Diese Bilder aller Richtungen wurden anscheinend gleichzeitig aufgenommen und eignen sich daher recht gut um automatisch Bildkorrespondenzen zu bestimmen. Interessanterweise hat MS gerade ein paar Projekte mit derartigen Techniken am Laufen: Photosynth und PhotoTourism. Ich denke es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir ein System sehen in dem Satellitenbilder, Luftaufnahmen und normale Fotos auf einander referenziert wurden und somit eine eingeschränkt navigierbare 3D-Ansicht bieten können. Panoramio und Pixagogo sind da noch viel simpler.

Inzwischen gibt es ja Weltkarten von allen möglichen Anbietern. Wer mal ein paar vergleichen will kann sich Flashearth mal ankucken. Am interessantesten finde ich die NASA (daily) Version wo anscheinend tagesaktuelle Satelitenbilder zu sehen sind. So, und jetzt werde ich mir mal SketchUp für Google Earth näher ansehen, um zu kucken wie nahe das an meiner neuen? Idee für intuitives 3D-Modelling dran ist.

Ich bewerfe euch ja hier andauernd mit irgendwelchen Fotos, die guten schaffen es auch auf Flickr. Und der ein oder andere könnte eventuell ja daran interessiert sein, wo diese Fotos denn nun gemacht wurden. Gut, dass Flickr ein neues Feature eingeführt hat. Denn jetzt kann man seinen Fotos auch direkt Geodaten zuweisen. Leider sind die Yahoo-Karten meilenweit von den Google-Maps-Karten entfernt, so dass das zuordnen alles andre als leicht ist. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Ulm in der Kartenansicht gerade mal aus 3-4 Straßen besteht. Darum hab ich meine Fotos auch nur in Ulm ungefähr zugewiesen, alle anderen Fotos liegen nur grob an dem Ort, oder einfach nur in der Stadt, wo sie gemacht wurden. Google Maps ist es eben nicht…
