Sind Designer der Feind des Designs?

27. August 2007 um 21:35 von Manu | Kommentar abgeben | Trackback

Solange es auf DonsTag noch metathematische Beiträge gibt ;) …

 Interessanter Text bzw. Rede von Bruce Nussbaum

Tenor: Design ist inwischen nicht mehr nur das Metier von elitären Designern sondern wird von auch von der breiten Masse ausgeübt. Obwohl Topdesign immer noch einen wirklich guten Designer erfordert ist auch das Alltagsdesign eine Form von Design. Die Herausforderung für einen Designer von heute ist also mit den Leuten statt nur für die Leute zu designen.

Für mich gibts da auch Parallelen in den schriftlastigen Medien, im Spannungsfeld zwischen von der Masse erstellten Inhalten und von profesionellen Journalisten, Schriftstellern oder dergleichen erstelltem.

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Vor einem Jahr…

03. Juni 2007 um 15:25 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Hach, ich liebe dieses “Vor einem Jahr”-Plugin, das links in der Sidebar immer anzeigt, was vor einem Jahr denn so los war. Was das für Erinnerungen weckt.
Vor allem heute finde ich es besonders spaßig, finden sich da doch diese drei Beiträge:

Alles drei eher unspannende Themen, zu denen ich mich innerhalb von etwa 15 Minuten geäußert hatte. Warum ist das trotzdem so spannend? Weil ich damit viel mehr sagen wollte, als ich zu dem Zeitpunkt sagen konnte und nebenher eine bestimmte Person (die mich eben vor ziemlich genau einem Jahr angerufen hatte) ein wenig ärgern wollte. Dazu gehört auch noch der Beitrag von zwei Tagen früher (das muss der Tag gewesen sein, an dem ich den Anruf erhielt): Satire in Köln unbekannt?

Thematisch haben wir also: Ehrensenf, Sommerloch, RTL und Satire, die in Köln nicht verstanden hat. Außerdem fällt auf, dass in drei der vier Beiträge der Kölner Stadtanzeiger verlinkt wird. Und wenn man dann noch (aus dem Sommerloch-Beitrag) den folgenden Ausschnitt nimmt, verdichtet sich das alles:

 

Wie wäre es zum Beispiel mit der überaus interessanten Geschichte, dass ein Blogger bekannt gibt, dass ein bekanntes Internet-TV-Format bald auf eine andere Plattform wechseln würde. Und dann tritt genau dies auch später ein. Das wäre doch der Hammer, oder? Damit könnte man locker ein paar Tage rumkriegen. Und jetzt passt mal genau auf, liebe Journalisten: Genau das ist passiert: wirres.net hat geschrieben, dass Toni Mahoni bald auf focus.de zu sehen sein wird und wie sich jetzt herausstellte, hatte er damit auch recht. Klasse, oder? Und jetzt los: Die Konkurrenz schläft nicht…

Und ein paar Tage kam dann auch die Auflösung, die mir dann über den als Reaktion entworfenen Ironiedetektor einiges an Beachtung eingebracht hat.
Und hier zeigt sich mal wieder: Wer auch scheinbar belanglose DonsTag-Beiträge mit genügend Sorgfalt liest, erfährt früher von den brisanten Themen…

DonsTag entschlüsselt

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Don, erzählst du uns nochmal ein Märchen?

06. Juni 2006 um 11:37 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ehrensenf und Münchhausen

Vorgestern hab ich (meinem Festplattenrekorder sei Dank) den Film “Wag the dog” gesehen. Es geht darum, dass dem Präsident kurz vor der Wiederwahl sexuelle Belästigung vorgeworfen wird, was sein Wahlkampfteam vor eine schwere Aufgabe stellt. Also erfinden sie schnell einen Krieg (gegen Albanien), um von der Sache abzulenken. Natürlich gibt es keinen Krieg, das ist alles nur eine Inszenierung für die Medien. Die CIA bekommt davon Wind und verkündet dann (weil ihnen der Krieg nicht ins Konzept passt), dass der Krieg beendet wäre. Daraufhin der Wahlkampfteam-Chef: “Der Krieg ist vorbei. Ich hab es im Fernsehen gesehen”. Sein Partner: “Quatsch, der Krieg ist nicht vorbei, wir kriegen das wieder hin” – “Quatsch, er ist vorbei. Ich hab es im Fernsehen gesehen”.
Ich hab mich tierisch amüsiert. Was das Fernsehen zeigt, muss wahr sein. Heute schreibt der Kölner Stadtanzeiger einen Artikel der Art “Was im Internet steht, muss wahr sein”. Kann man sich eigentlich auch nur drüber amüsieren, oder?
Grund für den Artikel ist das Sommerloch mein “Ehrensenf TV ab Herbst auf RTL“-Beitrag. Ihr erinnert euch? Meinen schlechten Traum? Spätestens nach den ersten beiden Kommentaren hätte eigentlich jedem klar sein sollen, dass es sich hier nicht um eine Pressemeldung handelt, aber in Köln hat man es ja wohl nicht so mit der Satire und so hatte ich am Donnerstag einen Journalisten des Kölner Stadtanzeigers am Telefon. Was dabei rausgekommen ist kann man hier nachlesen. Anscheinend hat unser Telefongespräch nicht sonderlich gefruchtet, denn er spricht immer noch von Lügen und Märchen. Dabei hab ich den Wikipediaeintrag zu “Satire” doch extra verlinkt… Noch sonderbarer wird es dann, dass er mich mit dem Lügenbaron Münchhausen gleichstellt, was nun (danke Daniel) mal so gar nicht passen kann, da Münchhausen mit Heldengeschichten über sich glänzen wollte, ich dagegen meine Person in keinem Wort erwähne.
Wie man mit einem solchen satirischen Beitrag richtig umgeht, hat übrigens einer der “Betroffenen” sehr gut gezeigt:
In der ersten Ehrensenf-Sendung nach meiner “Märchenstunde” fängt Katrin an mit: “Ne echt? Das stand in den Kommentaren? Und die glauben wirklich … erst ab Herbst!?”, kurz darauf wird sie vom RTL-Jingle sichtlich irritiert. Später droht sie den Zuschauern damit zu zu wechseln, wenn nicht auf den Werbebanner geklickt würde und am Ende verabschiedet sie sich mit den Worten: “Das war Explosiv … Ehrensenf, ich bin Katrin, tschüß”
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute…

PS: Wer sich fragt, wie ich eigentlich auf das Thema RTL gekommen bin: Das war nicht meine Idee, Ehrensenf hat damit angefangen, wie diese beiden Folgen belegen:
Am 20.02.2006 beginnt Katrin (die Ehrensenf-Moderatorin) mit: “Was soll das denn? Wir sind doch hier nicht bei RTL!? …. Noch nicht!” und in der Folge vom 10.04.2006 sagt Katrin ganz am Ende: “Aber glaubt ja nicht, dass ich als Nummer 2 mit zu RTL gehe”.

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Don, was ist eigentlich ein Sommmerloch?

03. Juni 2006 um 12:20 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

SommerlochGanz einfach: Im Sommer ist immer sehr wenig los, da alle Leute Sommerurlaub machen (auch die Politiker). Die Journalisten dürfen aber keinen Urlaub machen, weil die ganzen Leute, die jetzt faul daheim rumsitzen nicht wissen, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen und darum Zeitung lesen wollen.
Jetzt haben die Journalisten das Problem, dass eben nichts passiert und darum entweder irgendwas erfinden müssen, oder aber kleiner, meist total belanglose und uninteressante Sachen so dermaßen strecke müssen, dass sie damit locker eine Woche lang die Titelseiten füllen können. (mehr dazu auf wikipedia)
Dieses Jahr wäre der Braunbär ein solches Thema, also muss man sich etwas anders suchen. Wie wäre es zum Beispiel mit der überaus interessanten Geschichte, dass ein Blogger bekannt gibt, dass ein bekanntes Internet-TV-Format bald auf eine andere Plattform wechseln würde. Und dann tritt genau dies auch später ein. Das wäre doch der Hammer, oder? Damit könnte man locker ein paar Tage rumkriegen. Und jetzt passt mal genau auf, liebe Journalisten: Genau das ist passiert: wirres.net hat geschrieben, dass Toni Mahoni bald auf focus.de zu sehen sein wird und wie sich jetzt herausstellte, hatte er damit auch recht. Klasse, oder? Und jetzt los: Die Konkurrenz schläft nicht…

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