Ihr erinnert euch sicher noch an meine Bloginterpretationen im Zuge der “Tach, Post! 2.0″-Reihe (hier, hier, hier, hier und von Frau Bü nochmal hier aufgegriffen). Die Idee damals: In der Schule werden Blogtexte durchgenommen. Haha, wie unrealistisch…
Oder doch nicht? Henning hat von Post von der VG Wort bekommen, in der er benachrichtigt (nicht gefragt!) wird, dass einer seiner Blogbeiträge in einem Deutsch-Schulbuch der 10. Klasse abgedruckt wird. In dem Beitrag geht es um das Verbot von Killerspielen und ich würde mal vermuten, dass das Thema der Deutschstunde “diskutieren” oder “argumentieren” ist. Neben dem Beitrag finden sich in dem Schulbuch dann wohl auch noch drei Kommentare, einer davon ist dann auch tatsächlich von mir.
Aber ich wurde weder gefragt noch informiert. Das geht doch nicht, oder? Nicht, dass ich was dagegen hätte (ganz im Gegenteil, ich finds lustig, wenn meine Worte als Hausaufgabe zerpflückt werden sollen), aber zieht das Urheberrecht da nicht?
Blog-Interpretation in Echt
02. August 2007 um 08:31 von donvanone | Kommentar abgeben | TrackbackÄhnliche Beiträge:
Perlen vor die Säue?
26. April 2007 um 01:38 von donvanone | Kommentar abgeben | TrackbackOk ok, ich nehm schonmal jetzt alles zurück, bevor ihr überhaupt merkt, dass ihr euch wegen den “Säuen” jetzt beleidigt fühlen könntet.
Aber Frau Bü hatte in meiner kurzen (puh!) Krankheitspause einen erwähnenswerten Kommentar hinterlassen, der bestimmt nicht von jedem die nötige Beachtung gefunden hat und so wollte ich den dann doch mal noch in die Beiträge stemmen.
Ganz im Stil meiner “Bloginterpretationen” aus der “Tach, Post! 2.0″-Aktion hat sie einen eher schwachen Kommentar genauer unter die Lupe genommen und ihn mir (und euch) von einer ganz neuen Seite gezeigt. Irgendwie hatte ich den nämlich falsch verstanden.
Und bevor ich hier jetzt den Kommentar wiedergebe, muss ich schnell noch (gerade nebenher meine Feeds gecheckt, die Tipperei ist ja so anstrengend) begeistert erwähnen, dass der Kommentar vom jovelstefan tatsächlich entdeckt und gewürdigt wurde (fehlt nur das “ü” bei Frau Bü…).
Jetzt aber der Kommentar, der sich im Original hier befindet:
Kommentar-Interpretation:
Ickebins
Bohr nimm bitte diese seite vom Netz!
DANKEDer Autor des Kommentars verrät durch sein gewähltes Pseudonym seine heimatliche Verbundenheit mit Nord-Ost-Deutschland. Durch den angedeuteten Dialekt „Icke“ (Berlinisch für „ich“) und den Zusatz „bins“ (englisch Plural für „Abfallbehälter“) bringt er seine multikulturelle Persönlichkeit zum Ausdruck. Das Zusammenschreiben der beiden Wörter („Ickebins“ statt „Icke“ „bins“) zeigt seine starke Identifizierung mit den semantischen Inhalten: „Ich, die Abfallbehälter“. Der Plural (die Abhfallbehälter statt der Abfallbehälter) soll ausdrücken, dass er die Stimme von vielen Abfallbehältern vertritt.
Im eigentlichen Kommentar, will der Autor mit seinen physikalischen Bekanntschaften angeben, da er Herrn Bohr (gemeint ist Nobelpreisträger „Niels Bohr“) im Folgenden duzt. Das fehlende Komma nach Bohr deutet die Eile des Autors an. Dies wird durch das klein geschriebene Wort „seite“ noch einmal verdeutlicht. Dennoch bleibt der Autor höflich, da er eine gute Erziehung (als Zeitgenosse Bohrs nicht verwunderlich) genossen hat. So verwendet er die Höflichkeitsfloskeln „bitte“ und „DANKE“. Dabei betont er, dass Geben seliger ist als Nehmen, da er die Floskel „DANKE“ in großen Lettern schreibt.
Das Ausrufezeichen am Ende des Hauptsatzes des Kommentars zeigt, dass es sich um einen Nachruf für den verstorbenen Niels Bohr handelt. Der Autor möchte dem Toten nachrufen: „nimm bitte diese seite vom Netz!“ und wünscht sich dadruch ein „deus ex machina“. Ein übersinnliches eingreifen aus dem Jenseits. Der Autor zeigt dadurch seine Neigung zum Paranormalen und Esoterischen.
Der Autor ist jedoch zu bedauern, da Niels Bohr das Zeitalter des Internets („seite“ und der Ausdruck „vom Netz nehmen“ lassen eine Schlussfolgerung auf das Internet zu) nicht erleben konnte. Daher ist leider zu befürchten, dass Niels Bohr dem Autor nicht zur Hilfe eilen wird.
Ähnliche Beiträge:
Tach, Post! 2.0: Bonus: Bloginterpretation: Mickey Avalon
16. April 2007 um 01:41 von donvanone | Kommentar abgeben | TrackbackSo, dies hier ist nun also der letzte Teil der “Tach, Post! 2.0″-Reihe. Es handelt sich um “Bonusmaterial”, da diese Mail nicht abgeschickt wurde, da ich die Mailadresse des Bloggers einfach nicht finden konnte (blogspot ist doof. Ist da die Impressumspflicht eigentlich aufgehoben? Ne, oder? Da hat aber kaum einer sowas…). Und ja, da ist oben ein Kontakt-Button. Aber ich wette einfach mal, dass der neu ist, so doof kann ich doch nicht gewesen sein…
Das hab ich dummerweise aber erst gemerkt, als ich diesen Beitrag hier schon bis ins kleinste Detail durchinterpretiert hatte. Und damit das nicht umsonst war, gibt es die jetzt hier zu lesen.
Ähnliche Beiträge:
Tach, Post! 2.0: Bloginterpretation: Robert Basic hat Probleme beim Selbstfindungsprozess
03. April 2007 um 16:03 von donvanone | Kommentar abgeben | TrackbackFrau Bü hat mir gestern verraten, dass sie ein besonderer Fan der Bloginterpretationen in der “Tach, Post! 2.0″-Reihe ist (bisher gab es schon diese beiden). Und wie es der Zufall so will, ist auch genau für den heutigen Tag wieder eine eingeplant. Dieses Mal geht es um diesen Text von Robert Basic (dem ich ja auf der CeBIT nur kurz die Hand schütteln konnte und auch auf dem Barcamp in Frankfurt wieder verpassen werde, da er nur am Samstag und ich nur am Sonntag Zeit habe):
wie soll das Blog bloß heißen?
alle haben immer so obercoole Namen: Schockwellenreiter, Telagon Sichelputzer, Die Welt ist scheiße, Beetlebum, Starfrosch, Rebellen ohne Markt, Boing Boing, Techcrunch, Gizmodo und und und… was also tun, wenn einem partout kein Name fürs eigene Blog einfallen will? Man macht sich die Einfallslosigkeit zu Nutze und prompt hört es sich cool an.. see this one >>
Lest nun, was ich da alles über Roberts Selbstfindungsprozess entdecken konnte und wie Robert darauf reagiert hat.
Mehr »
Ähnliche Beiträge:
Tach, Post! 2.0: Bloginterpretation: Richard Oehm und der Stuhl
24. März 2007 um 13:10 von donvanone | Kommentar abgeben | TrackbackIn der Koch-Werkstatt gab es vor einiger Zeit diesen Beitrag. Im Zuge der “Tach, Post! 2.0″-Aktion habe ich mich mal an eine Interpretation des Textes gewagt.
Ähnliche Beiträge:
Tach, Post! 2.0: Bloginterpretation: Ghost Dog ist vom Don-Alphonso-Virus befallen
20. März 2007 um 00:54 von donvanone | Kommentar abgeben | TrackbackBei Ghost Dog gab es vor einiger Zeit diesen Beitrag:
Grippewelle
Eine fiese Grippe hat den Ad-mini und mich erwischt. Das Schwein hat sich von hinten angeschlichen und uns beide gleichzeitig daniederliegen lassen. Der Kleine nimmt es wie ein Mann, nur ich leide wie ein Mädchen.
Vorbild eben.
Und im Zuge der “Tach, Post! 2.0″-Aktion habe ich mich mal an eine Interpretation des Textes gewagt. Ihr werdet es sicher gemerkt haben: Es geht um Don Alphonso, Nerdcore und Werbung in Blogs.
Mehr dazu nach einem Klick auf “mehr”…
Ähnliche Beiträge:
DonsWunschzettel

