So, vergesst Kraken-Paul, ich erklär euch jetzt erstmal, warum die deutsche Mannschaft bei der WM wirklich so gespielt hat, wie sie gespielt hat.
Das hatte nämlich alles nur mit der Bekleidung von Sohnvanone zu tun.
Der trug nämlich zu den Spielen immer dieses schicke Hemd:
“Immer”? Nein, nicht immer. Das obige Foto ist einen Tag vor dem Spiel gegen Serbien aufgenommen worden. Dummerweise hat er kurz danach ordentlich seinen Mageninhalt darüber verteilt, so dass es bis zum Serbien-Spiel nicht mehr sauber wurde. Das haben wir dann natürlich sofort verloren.
Natürlich haben wir daraus unsere Lehren gezogen. Ab sofort wurde das Hemd nur noch pünktlich zum Anpfiff übergezogen, nach dem Abpfiff dann schnell wieder in Sicherheit gebracht. Ging auch alles gut. Auch beim Halbfinale, das wir dann ja doch verloren haben. Warum? Ich kann es nicht 100%ig erklären, aber ich denke mal, dass es damit zusammenhängt, dass es sich bei dem Shirt nicht um einen Original-DFB-Artikel handelt (die gab es auch, in sehr schick, aber leider auch in zu teuer und zu groß).
Und darum, hat Sohnvanone nun das hier in seinem Kleiderschrank liegen:
Ein original HSV-Body im Stil des aktuellen Auswärtstrikots, welcher dann zu den Spielen getragen wird, wodurch wir ja nur noch gewinnen können. Wächst Sohnvanone aber in dem Tempo weiter, das er bisher an den Tag legt, passt der Body vermutlich nur die Hinrunde. Aber wenn wir bis dahin nur Siege eingefahren haben, wird es sicher den ein oder anderen geben, der ihm einen größeren Rückrunden-Body spendiert, oder?
Video 1 zeigt, woran man erkennt, ob die Tochter wirklich für Ballett geeignet ist, oder doch eher für Frauenfußball.
Klasse Werbespot aus dem Hause Scholz & Friends:
Und dann noch zwei Videos, die seit kurzem durch die Blogosphäre rauschen. Dürfen hier natürlich auch nicht fehlen. Einmal der beste Torjubler, den ich je gesehen habe (und ich habe schon viele gesehen, siehe hier) und danach ein sehr außergewöhnlicher Elfmeterschuss (sieht man erst in der Zeitlupe so richtig, was da eigentlich gerade passiert ist).
Und jetzt kann die Bundesliga dann auch mal wieder losgehen, oder nicht?
So ein Kind ist schon was komisches. Auf einmal steckt man in einer Kapsel und kriegt von der Welt drumherum kaum noch was mit. Horst Köhler ist zurückgetreten? Heute ist Feiertag? Oder Sonntag? Morgen geht schon die WM los?
Ja, morgen geht schon die WM los. Und noch nie war ich so “unvorbereitet” wie jetzt. Gruppengegner, “deutsche Termine”, teilnehmende Mannschaften… von allem keinen Plan. Aber drüber bloggen kann ich ja trotzdem, das hat mich noch nie von irgendwas abgehalten. Dabei werde ich sicher kein unkompetentes Gelaber zu den einzelnen Spielen abgeben (das kann eh keiner so gut, wie Inishmore auf seinem “unfassbar kompetenzfreien WM-Tagebuch”, absoluter Lesebefehl), sondern euch nur Zeug hier hin schaufeln, das thematisch vage passt und mir irgendwann mal vor die Füße gefallen ist.
Und zwar mach ich das jetzt alles in einem Wusch, also macht mal etwas Platz…
Gleich mal ein Spoiler vorweg, für alle, die keine Zeit für die WM haben: Brasilien wird Serbien im Finale besiegen, Deutschland scheidet gegen Frankreich im Viertelfinale aus. Zumindest, wenn man den Berechnungen von Simon Kuper und Stefan Szymanski glauben darf. Die komplette WM-Verlaufs-Prognose kann man sich hier in hübsch visualisiert anschauen. Mehr Infos und weiterführende Links gibts bei Spreeblick.
Ein wichtiger Helfer, um mir einige der oben genannten Fragen zu beantworten, ist natürlich Google. Und die haben nicht nur eine schicke Übersicht über die nächsten Spiele und die einzelnen Gruppen, wenn man nach “Weltmeisterschaft” sucht, sondern auch das “Gooooooogle” am unteren Rand (zum Durchblättern der Suchergebnisseiten) durch ein “Gooooooooal” ersetzt. Sehr witzig…
Und jetzt unterbreche ich das ganze mal für eine unglaublich tolle Werbung:
Ok, zurück zum Programm, zurück zur WM. Und die ist voll mit Vuvuzelas. Die hatte ich ja in dem sagenhaft schlechtesten Spiel des HSV in der letzten Saison live im Stadion erleben dürfen und mittlerweile sind sie auch bei uns in der Nachbarschaft ankgekommen und tröten uns den Nachmittag voll. Was also tun, wenn ein Tor fällt? Schnell das Hemd über die Ohren ziehen, damit man den Lärm nicht hört.
Und damit das nicht zu dämlich aussieht, muss man natürlich das richtige Hemd anziehen. So wie dieses hier, nur eben nicht unbedingt in der Oranje-Variante:
Ok, die Idee ist nicht neu (hab es zum ersten Mal glaub in der Zombie-Variante gesehen), aber trotzdem lustig.
“Nicht neu” ist auch das folgende Video, welches ich eigentlich bringen wollte, als der HSV im Europa-League-Endspiel gestanden hätte, wenn da nicht.. ach… reden wir nicht drüber.
Also: Stell dir vor, es ist der Tag des großen Finales (z.B. das WM-Finale Deutschland-England oder so, im folgenden handelt es sich aber nicht wirklich um ein Finale, sondern “nur” ein Championsleauge-Spiel zwischen dem AC Mailand und Real Madrid) und deine Frau schleppt dich aber genau zu dieser Zeit zu einem Poesie-und-klassische-Musik-Event. Natürlich gehst du mit ihr hin, aber dein Leben ist runiniert. Bis dann auf einmal… diese Musik… die kennst du doch… das ist doch…
Aber seht selbst, was Heineken da veranstaltet hat:
So, nachdem ich jetzt leicht abgeschweift bin, wieder zur WM 2010. Und dem wichtigsten Utensil: Dem Ball. Doch wie wird der hergestellt? Bestimmt in hochtechnisierten
Fabrikanlagen, wo am Anfang ein Klumpen Rohstoff auf das Fließband fällt und dann am Ende ein fertiger Ball rauskommt, oder? Nicht wirklich, das ganze ist überwiegend Handarbeit (Kinderhände konnte ich keine entdecken…):
Und das soll es dann auch für heute gewesen sein. Jetzt sollten wir alle auf die WM vorbereitet sein (nein, bin ich nicht, ich weiß nichtmal, wie unsere WM-Hmnye heißt, wer unsere TV-Experten sind und wann morgen eigentlich die Eröffnungsfeier ist. Die ist doch morgen, oder?). Und nun ziehet durch die Straßen und stimmet alle mit ein:
Wo wir grad so viel Fußballcontent haben, schieb ich schnell noch was nach, was mir bei Nedfuller aufgefallen ist: Unbedingt aufpassen, wenn es um Ultraschal und Ultraschall geht. Das sind zwei grundverschiedene Dinge. Als kleine Hilfe:
Der HSV ist ja mal wieder auf Trainersuche (hat sich der Grottenkick gestern also doch gelohnt). Einem, der die Hinrunde wieder tollen Fußball spielt und dann abkackt. Muss ja ins System passen.
Aber warum nicht mal einen Schritt weiter denken? ich hab das mal für euch getan und heraus kam die Fußball-Fusion, die die Bundesliga auf den Kopf stellt: Der Hamburger SV und der VfB Stuttgart schließen sich zusammen und gründen den HSVfB.
Das ganze läuft dann so ab, dass der HSV-Teil immer die Hinrunde bestreitet und der VfB-Teil die Rückrunde. Aktuell hätte der HSVfB damit 4 Punkte Vorsprung vor den Bayern (könnten 7 sein, wenn der HSV in der Rückrunde den VfB hätte gewinnen lassen) und damit schon so gut wie Meister.
Letzte Saison hätte das auch geklappt, da wäre der HSVfB mit 3 Punkten Vorsprung vor den Wolfsburgern Meister geworden.
Eine Idee mit Zukunft? Ganz sicher! Und das hätte dann zudem noch den Vorteil, dass ich viel mehr Heimspiele gucken könnte. Also worauf warten wir noch?
PS: Die zweite Mannschaft (VfB in der Hinrunde und HSV in der Rückrunde) wäre diese Saison auch schon fast durch, satte 5 Punkte Vorsprung gegenüber den Relegationsplätzen ist doch was. Letzte Saison wäre noch ein passabler 8. Platz rausgesprungen.
Also nicht wirklich in Hoffenheim, sondern ins Sinsheim (genau hier, wo auf Google Maps nur Felder zu sehen sind), aber dann wüsste ja keiner, wovon ich rede…
Fangen mit mit dem positiven an: Auf der “wo Don überall schon war”-Karte kam nun mit der Rhein-Neckar-Arena das 15. Stadion dazu, in dem ich den HSV hab spielen sehen. Ok, “spielen” in Anführungsstrichen, denn das war es auch schon, was es positives zu sagen gibt.
Ich mein, mir war klar, dass wir das Spiel nicht gewinnen würden, ich hatte Frau Dr. Bü auch schon vorhergesagt, dass das ein Desaster werden würde, aber dass ich mir schon nach 2 Minuten wünschen würde, dass eben diese mich bitte bald anrufen würde, um mich in den Kreißsaal zu rufen, hatte ich dann doch nicht gedacht.
Und da sie das auch nicht tat, durfte ich mir die 5:1-Niederlage also in voller Länge antun. Örks…
Und um das ganze noch schlimmer zu machen, hatten die Hoffenheimer die glorreiche Idee, im ganzen Stadion diese nervigen Vuvuzela zu verteilen. Mag das im Fernsehen schon mehr als nerven, wenn die ganze Zeit ein Bienenschwarm über das Feld fliegen zu scheint (siehe hier:
) (ein Video in ner Klammer eingebettet, das muss mir erstmal einer nachmachen…), so ist das im Stadion dann tatsächlich noch ne Nummer nerviger (Selbst der Stadionsprecher meinte kurz nach dem Abpfiff genervt: “Jetzt hört doch mal mit diesen Tröten auf.”).
Auf meinen Platz lag leider keine mehr, ich hätte die gut gebrauchen können, um meinen trötenden Nebenmännern einen auf den Kopf zu geben. Oder auch den “Spielern” auf dem Platz, das Nudelholz (siehe hier und hier) hatte ich leider vergessen (so lasche Kontrollen wie in Hoffenheim hab ich übrigens noch nirgends gesehen, da hätte ich das vermutlich tatsächlich rein bekommen…).
Naja, bedingt durch das erste Hoffenheimer Tor in der zweiten Minute und eben die Vuvuzela-Flatrate fürs Stadion, kann ich hier jetzt auch nicht über die Hoffenheimer-”Fans” herziehen, denn stimmungstechnisch kam da mehr rüber als mir lieb war. Und da dieses “Hoffe Hoffe”-Lied (am Anfang brauchten die eingefleischten Hoffe-Fans noch den Text zum Mitsingen) bei jedem Tor gespielt wurde, will mir das jetzt auch als Ohrwurm nicht mehr aus dem Kopf gehen. Wenn schon bestraft, dann richtig, oder wie?
Zum Spiel an sich muss und will ich hier dann auch nicht mehr wirklich viel sagen, warum sollte ich mir da jetzt mehr Arbeit machen, als es die “Spieler” auf dem Feld getan haben? Eben. Interessant anzusehen war auch unser (Noch-)Trainer, der während des gesamten Spieles (einzige Ausnahme: Die rote Karte) keinerlei Regung zeigte. Er stand die ganze Zeit bewegungslos neben der Bank und zog sich nur immer noch ein Stückchen weiter nach hinten zurück, bis es von der Körpergröße halt nicht weiter nach hinten ging.
Vielleicht kann man sich aus der Perspektive dann ja auch den Berg-Rozehnal-Wechsel erklären, ich weiß es nicht. Von meiner Sicht hab ich das auf jeden Fall (mal wieder) nicht verstanden. Vielleicht haben mich die Vuvuzelas aber auch nur weich im Kopf gemacht, oder die heiße Sonne…
Egal, vergessen wir das Spiel, vergessen wir die Bundesliga-Rückrunde und vergessen wir bitte ganz schnell den Trainer. Warum ihn nur wegen der Europa-League halten? Weil wir da noch (einigermaßen) gut im Rennen sind? Egal. Das sind wir ja nicht dank Labbadia, sondern trotz Labbadia.
PPS: Als es im letzten Jahr darum ging, nach Hoffenheim zu fahren, meinte ich noch, dass wir da ja dann vielleicht schon die Meisterschaft klar machen könnten. Ok, so ganz ernst war das nicht gemeint, aber damals hätte ich das Szenario doch realistischer empfunden, als dass wir am Ende dann vielleicht noch auf Platz 9 landen…
F5 drücken, dauernd nur F5 drücken (und minütlich eine Seite vorblättern), bis endlich mal ein “offiziell bestätigt” erscheint, bisher ist es ja nur ein “muss nur noch unterschrieben werden“.
(Ja, das Thema hatte ich vor 3,5 Jahren schonmal, damals war es schnell vorbei, diesmal sieht es aber echt verdammt gut aus. Und Huntelaar auch noch? Ich glaubs nicht wirklich…)
PS: Dann muss man auch nur noch hoffen, dass van Nistelrooy eher ein Zé Roberto als ein Sorin ist…
PPS: Jetzt freu ich mich noch viel mehr über meine Karten für das Stuttgart-Spiel (mit “jetzt” meine ich natürlich den Zeitpunkt, wenn das endlich offiziell ist…)
In weniger als 24 Stunden ist es wieder so weit: Ich werde wieder ein Jahr älter. Einen Beweis für mein stetig steigendes Alter (herrjeh, nächstes Jahr verschwindet dann die führende “2″ für immer) bekomme ich auch immer öfter, wenn ich Fußball gucke.
Denn mittlerweile kommt es immer öfter vor (ja, ich hab erst recht spät angefangen, mich für Fußball zu interessieren), dass Stars meiner Jugend auf der Trainerbank Platz nehmen. Vorher waren Trainer immer nur Trainer und Spieler waren Spieler. Das war eine Trennung, an der nicht gerüttelt wurde. Da mögen die alten Leute von den fußballerischen Leistungen von Franz Beckenbauer oder Erich Ribbeck erzählt haben, für mich waren das immer nur Trainer.
Und jetzt (letzte Woche erst wieder durch Heiko Herrlich) diese jungen Spieler auf der Bank zu sehen find ich immer wieder komisch.
Das, gepaart mit Frau Büs Frage, was eigentlich Fußballspieler so nach ihrer Karriere machen würden, brachte mich dazu, einfach mal einen alten (1993-95) Stapel von Panini-Sammelkarten (nein, keine Aufkleber) durchzugehen und Namen für Namen in Google bzw. Wikipedia einzugeben um zu prüfen, was denn aus denen geworden ist.
Von den 57 zufällig gezogenen Spielern konnte ich von 7 nicht ermitteln, was sie bisher tun. Nur ein einziger spielt noch aktiv Profifußball (Wladimir Bestschastnich).
Der Rest verteilt sich so:
Wer es da nicht reingeschafft hat, nahm halt den einfacheren Weg: Rumlabern.
TV-Experte, Spielerberater, Berater für Sportfirmen etc: 12
Wer nachzählt: Da fehlen noch 2. Und das sind genau die beiden, die nach ihrer Karriere nichts mehr mit Profi-Fußball zu tun hatten.
Der eine (Thomas Ritter) absolvierte eine Ausbildung zum Erzieher für verhaltensauffällige Kinder und der andere überraschte mich noch mehr. Es handelt sich nämlich um niemand anderen als den Ex-HSVer und Deutschland aus der WM-Köpfer Yordan Letschkov, der seit 2003 Bürgermeister von Sliwen ist.
Ich war doch ziemlich überrascht, wie viele Ex-Spieler nun andere Funktionen im Fußballgeschäft haben, irgendwie kommen da doch viel mehr nach als aufhören, oder nicht? Wobei die ja auch gerne mal Trainer für unterstklassige oder ausländische Mannschaften wurden.
Ein weiterer Kandidat für die “nix mehr mit Fußball”-Kategorie könnte übrigens Ze Roberto werden, der letztens im Sportstudio davon sprach, evtl. nach seiner Karriere (die er beim HSV hoffentlich mit einigen Titeln beenden wird) Priester zu werden.
PS: Was mich noch überrascht hat, war bei der Panini-Durchgehaktion auf “Trainer” wie Slaven Bilic oder Holger Fach zu stoßen. Die hab ich als Spieler überhaupt nicht in Erinnerung, bin also entweder noch viel älter als ich dachte, oder einfach nur zu vergesslich…
Kurzkritik: Aus der Kategorie: Wir arbeiten Klassiker ab. Netter Agentenfilm, der aber halt schon so oft kopiert wurde, dass er heute vermutlich nicht mehr so stark ist wie früher. Aber egal. Ein guter Film. Lustigste Szene: Eve Kendall (Eva Marie Saint) sagt, sie sei 26, wonach sie eindeutig nicht aussieht...