Eselsburger Tal – Revisited

26. August 2009 um 16:27 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

picknick-2

Anfang des Jahres war ich mit Frau Bü im Zuge der braunen Schilder Tour (nein, die ist nicht gestorben, erst Sonntag kam wieder ein neues dazu, wird hier bald auch zu lesen sein) im Eselsburger Tal und schrieb:

 

Im Frühling soll es da auf jeden Fall nochmal hingehen, dann mit RoKe und Lu und einer großen Picknickdecke. Denn dazu laden die ganzen grünen Hügel geradezu ein.
Hach, ich freu mich schon und werde dann sicher berichten und weitere Fotos (dann auch mal mit Sonnenschein hoff ich doch) nachreichen…

picknick-1Und was soll ich sagen? Frühling war es zwar nicht mehr, aber der Rest hat gestimmt, als wir uns dann letzte Woche aufgemacht haben.

Bei Sonnenschein sieht alles nochmal schöner und idyllischer aus, die Wiesen waren grün, die Decken groß, das Essen lecker, der Lu (und alle anderen auch) brav und so weiter. Irgendwann müssen wir dann mal die “große Runde” laufen, irgendwo sind da ja glaub auch Höhlen versteckt, dann eine Wacholderheide, eine wohl gute Aussicht von der Domäne Falkenstein (da war wohl mal ne Burg, jetzt ist da nur noch Aussicht…) und eine solala-Ruine.

Mal schauen. Hier auf jeden Fall nochmal zum Vergleich das Foto, das ich beim letzten mal von den “Steinernen Jungfrauen” geschossen habe.

steinerne_jungfrauen_header

Sieht oben doch deutlich netter aus, oder? (oder liegt das nur an der neuen Kamera?)

Ulmer Fischerstechen 2009

26. Juli 2009 um 18:03 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, widmen wir uns Teil 3 des letzten Wochenendes (heieiei, ich komm echt nicht nach, dieses Wochenende war ja auch wieder nicht ereignis- und fotolos…), dem Ulmer Fischerstechen. In der Regel findet das nur alle vier Jahre statt (das letzte Mal ist allerdings schon 5 Jahre her) und wird durch eine Reihe von Fischer- und Bauertänzen auf vielen Plätzen in Ulm eingeleitet.
Bei diesem Tanz, tanz der Bauer mit seiner Bäuerin und wird dabei im weiteren Verlauf von zwei Schalknarren gestört, die die beiden zuerst nur nachäffen und später dann dem Bauern die Bäuerin entreißen. Das Infoheft umschreibt es so schön mit:

 

Beim Narrenmarsch lenkt der eine Schalk den Bauern ab, während der andere sich der Bäuerin bemächtigt. Später merkt der Bauer den Schwindel.

Wir haben uns den Tanz auf dem Münsterplatz angesehen, zwecks einer besseren Sicht dann gleich vom Münsterturm aus:

1_bauerntanz

Natürlich haben wir danach dann den Turm noch bis ganz nah oben erklommen, und noch ein paar Bilder gemacht:

2_blick_vom_muenster

Leider hat sich die Sonne nicht wirklich rausgetraut, denn dann sieht das ganze nochmal viel besser aus, wie man auf diesem Flickr-Bild von Arnold sehen kann.

Wie schon erwähnt, wurden die Tänze an mehreren Plätzen in Ulm aufgeführt und dazwischen gab es dann immer einen prunkvollen Umzug von einem Ort zum anderen. Neben den Fischernn, Fischermädchen und -frauen, Musikgruppen und Fahnenschwingern waren da dann natürlich auch die berühmten Ulmer Persönlichkeiten dabei, die später das Fischerstechen austragen sollten. Zum Beispiel Graf Eberhard II. von Württemberg (auf dem folgenden Bild links in der Mitte) oder die Bäuerin (rechts oben):

3_umzug

Durch Zufall (jemand wollte seine Karten zurückgeben) sind wir an dem Tag noch an ziemlich gute Sitzplätze gekommen, auf denen wir dann auf den Start warteten. Kaum wurden aber die prominenten Gäste begrüßt, öffnete sich der Himmel und unglaubliche Regenmassen ergossen sich nach unten.
Erst waren wir noch froh, unter einem Baum zu sitzen, aber irgendwann konnte auch der nicht mehr helfen. Zum Glück (zum zweiten Mal für heute), hatten die Leute vor uns zu viele Schirme dabei, so dass unsere doch sehr schlechte Vorbereitung (ich hatte nichtmal ne Kapuze an meiner Jacke…) gar nicht so schlimm war.
Die gute Sicht war aber erstmal Futsch:

4_regen

Nach ein paar Minuten (die ausreichten, um einen trotz Schirm komplett zu durchnässen) war der Spuk aber schon vorbei und ein blauer Himmelte begleitete uns für den Rest des Stechens. Ich hab da mal ein Panorama vorbereitet, das es hier in großer Auflösung zu sehen gibt.

6_fischerstechen_panorama

Die Regeln des Stechens kann man sich im oben verlinkten Flyer, oder gleich hier nachlesen. Kurzfassung: Zwei Boote (Zillen) fahren aufeinander zu, darauf stehen jeweils drei Fahrer und ein Stecher. Die drei Stecher versuchen den jeweils anderen mit einem Speer vom Bott zu schubsen. Wer nass wird, hat ein Problem. Das ganze geht dann über mehrere Runden, bis nur noch einer übrig ist.

5_fischerstechen

Am Ende waren bei uns noch der Kuhhirt (unten rechts, an dem Tag klarer Publikumsliebling, ganz im Gegensatz zur “Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt” (natürlich von einem Mann verkörpert), die nach den ersten Siegen (vor allem gegen den gebeutelten Patienten) vom Publikum noch ausgebuht wurde) und der König von Württemberg (unten links) übrig, die sich in unzähligen Stechen nicht einigen konnten (meist blieben beide stehen, oder aber beide fielen ins Wasser). Irgendwann konnte sich der Kuhhirte durchsetzen (nachdem ein Sieh vom König wegen “Abstützen an der Zille” wieder annuliert wurde) dann doch durch und sicherte sich den Tagessieg. Danach musste er sich noch gegen den Sieger der Vorwoche beweisen. Und der war, Überraschung: Der König von Württemberg. Also das ganze nochmal (langsam wurde man ungeduldig…), bis sich dann irgendwann (die Turnierleitung hatte schon ein Ende gesetzt (“Noch zwei Stechen, wenn es sich dann nicht entscheiden hat, gibt es eben keinen Gesamt- sondern nur zwei Tagessieger”)) der König von Württemberg durchsetzen konnte.

Das Nabada hab ich mir dann am Montag wegen “ach, so toll ist das Wetter nun auch nicht” nicht gegeben, darum hier nur ein Foto von der alljährlichen Lego-Ausgabe, die aber tatsächlich immer aktuelle Themenboote drin hat:

7_nabada_lego

Wer das ganze nun mal gerne in bewegtem Bild un mit Ton sehen würde und diesen Beitrag rechtzeitig liest, der sollte gleich (18:45-19:15) SWR (nur BW) einschalten, da gibts eine Zusammenfassung des gesamten Schwörprogrammes (Fischerstechen, Schwörrede und Nabada). Ich weiß aber nicht, ob die a beiden Fischerstech-Tagen gefilmt haben. In diesem Vorschauvideo sieht es zumindest nach dem ersten Turnier aus (bei dem ich nicht war), denn die dunkelhaarige Frau gehört glaub zu dem Überraschungspaar (bei uns eben Ulla Schmidt und der Kranke) von dieser Woche (Berlusconi mit Gespielin). Eine Wiederholung der Sendung gibt es heute Nacht um 2 Uhr auf EinsExtra und um 3 Uhr auf SWR (BW und RP) und SR.

Wie immer gibts im zugehörigen Flickr-Set noch mehr Bilder.

Geocaching in verlassener Weberei

22. Juli 2009 um 00:46 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Am Samstag sollte es nach der schönen Bundesfestungs-Tour also zur zweiten großen Geocaching-Location gehen: Lost Place – alte Weberei (in Senden, kennt ihr sicher aus dem Radio, ich sag nur “Einrichten mit Inhofer ist in”).

Und was soll ich sagen, außer: Wow, wow, wow, was eine Location.
Ok, wir waren zu fünft und haben trotzdem nur 2 der 5 Hinweise gefunden (Wegweiser-Reflektoren haben wir mehr gefunden, aber halt nicht den entscheidenden Reflektor-Punkt). Für einen Punkt haben wir aber eine sehr gute Ausrede: Aufgrund des Dauerregens, lag dieser Bereich unter Wasser, so dass wir ohne Gummistiefel gar nicht weiter konnten.

Aber hey, das war mir auch alles ziemlich egal, schließlich gab es ja genug fürs Auge.

weberei_halle

(Das Panorama von ganz oben gibt es hier in groß)

Der Regen, der hier und da durch die Löcher in der Decke tropfte, tat ihr übrigens zur Atmosphäre (und verschaffte uns die Weberei für uns alleine, normalerweise gibt es da wohl vermehrt Skater, die offensichtlich auch gerne mit Sprühdosen hantieren…).
Und auch unter dem weggebrannten Dach machte der Regen (netterweise nicht mehr von oben kommend) was her:

weberei_dach

Fotos machen war aber gar nicht so einfach, da man dauernd aufpassen musste, nicht in irgendeins der Löcher im Boden zu fallen (ich frag mich echt, wie ich das geschafft habe…). Und auch ein Stativ hätte nicht wirklich geschadet, aber wer weiß, vielleicht komme ich ja wieder…
Bis dahin appelliere ich an alle anderen Besucher: “Haltet Sitz und Wände rein”!

weberei_rest

Mehr Bilder wie immer im zugehörigen Flickr-Album.

Zu gewinnen: “Der Ulmer Spatz”-Bildband

05. Juli 2009 um 12:44 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

ulmer_spatz_cover

In zwei Wochen ist es wieder so weit, da findet in Ulm mit der “Schwörwoche” wieder die größte Feierlichkeit statt. Los geht es schon nächste Woche, wenn das erste der beiden Fischerstechen-Turniere stattfindet (gibts nur alle vier Jahre, d.h. das wird das erste Fischerstechen sein, über das ihr hier im Blog dann auch lesen könnt…). Das zweite (bei dem ich dann auch zuschauen werde) findet am 19.7. statt, am Montag danach ist dann wieder Schwörmontag, wo es das Nabada gibt (dazu gabs hier auf dem Blog schonmal was), bei dem der Schlachtruf “Ulmer Spatza, Wasserratza, hoi, hoi, hoi!” wieder über die Donau hallen wird.

Und da schließt sich nun der Kreis, denn zu eben jenem Blogbeitrag zum Nabada 2006 hatte ich auch ein Panorama angefertigt. Und über jenes ist dann (allerdings auf Flickr und nicht auf meinem Blog) auch der Hampp Verlag gestolpert, als er Fotos für einen Bildband über den Ulmer Spatz gesucht hat (ich berichtete). Vom Ulmer Spatz hat sicher jeder schonmal gehört (spätestens als der SSV Ulm 1846 sich mal kurz in der Bundesliga hat blicken lassen, oder doch vom Ulmer Spatzen Chor), für alle, die aber nicht wissen, warum gerade ein Spatz das inoffizielle Wappentier von Ulm ist, hier mal die Geschichte dahinter:

 

Der Sage nach sollen die Ulmer beim Bau des Münsters einen besonders großen Balken angekarrt haben. Sie schafften es aber nicht, ihn durch das Stadttor zu bringen. Als sie kurz davor waren, das Tor einzureißen, sahen sie einen Spatzen, der einen Zweig im Schnabel trug, um diesen in sein Nest einzubauen. Und dieser Spatz flog mit dem Zweig längs durch das Tor. Da ging dann wohl auch den Ulmern ein Licht auf, und sie legten den Balken der Länge nach auf ihren Karren und nicht quer, wie bisher.

[Quelle: Wikipedia]

Und da ich die Zusage gegeben hatte, eben jenes Panoramabild (und das hier auch noch) in dem Bildband zu verwenden (hatte ich hier schonmal erwähnt), bin ich seit gestern stolzer Besitzer eines Belegexemplares:

ulmer_spatz

Und weil ich ja auch an meine Leser denke, hab ich auch noch ein weiteres Buch rausgehandelt, dass ich unter euch verlosen darf. Wer also Interesse an einem Buch hat, das nicht nur Fotos von mir enthält, sondern auch noch die Geschichte des Ulmer Spatzen (“von der biologischen über die historische Dimension bis hin zur Bedeutung des Ulmer Spatzes in der Gegenwart”), der muss hier einfach nur einen Kommentar hinterlassen, in dem er erzählt, was ihn mit Ulm, den Ulmer Spatzen, oder Spatzen allgemein verbindet. Oder nicht verbindet. Ganz egal.

“Einsendeschluss” ist in einer Woche, also Sonntag, der 12. Juli 2009, 13 Uhr am Samstag, dem 11. Juli 2009 um 19 Uhr. Dann werde ich den Gewinner zufällig ermitteln (irgendwie ganz transparent, dass mir niemand nachsagen kann geschummelt zu haben, daher sehe ich auch davon ab, Familienmitglieder von der Verlosung auszuschließen…), so dass das Buch dann rechtzeitig zur Schwörwoche bei euch ankommen sollte.

Das Buch gibt es übrigens auch bei Amazon (Partnerlink) ganz regulär zu kaufen…

Fragen an meine schlauen Leser

01. Juli 2009 um 00:22 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Meine lieben Leser, jetzt habt ihr schon so oft beweisen, dass ihr eine überaus intelligente Spezies seid, darum belästige ich euch mal mit ein paar Fragen, die mir im Kopf herum schwirren und von meinem eigenen Gehirnschmalz nicht beantwortet werden können.

  • Warum ist in jeder Kirsche nur ein Wurm?
    Die SchwiegerBüs haben uns letztes Wochenende einen Eimer voller Kirschen mitgebracht und da Frau Bü ja schwer an der Diss arbeitet, war es meine Aufgabe, die Dinger zu entkernen und bis zur Weiterverarbeitung im Tiefkühlfach zu deponieren. Da das unbehandelte Kirschen aus unkontrolliertem Eigenanbau waren, musste da natürlich ein besonderes Augenmerk auf im Inneren der Kirsche hausende Würmer gelegt werden. Bei ca. einem Drittel der Kirschen wurde ich dann auch fündig. Allerdings war keine einzige Kirsche dabei, in der sich mehr als ein Wurm befand. Warum ist das so? Wie kommen die Würmer da überhaupt rein und wer überwacht das ganze und sorgt für eine gerechte Verteilung?
  • Warum ist das Spiegelbild im Inneren einer Trompete nicht spiegelverkehrt?
    Bin ich letztens bei Flickr drüber gestolpert und glaube, dass ich es mir mittlerweile erklären kann, warte aber doch lieber mal eure Lösung ab…
  • Was geht eigentlich beim HSV?
    Was genau ist der Plan dahinter, nicht nur lauter Spieler zu verkaufen oder verschenken, sondern auch noch den Sportdirektor aus seinem Amt zu befördern (dem dann auch noch andere Leute freiwillig folgen) und partout keine neuen Spieler zu kaufen. Ich verstehs nicht… (oha, gerade gelesen: Zé Roberto soll wohl kommen, das macht die Sache aber nicht wirklich viel verständlicher…)?
  • Ok, die letzte Frage braucht ihr nicht beantworten, zwei waren mir nur einfach zu wenig.

    Wobei, da fällt mir ein, ich könnte den Platz ja auch sinnvoller nutzen. Wollte hier eh schon länger mal auf ein paar Bücher aufmerksam machen, die ich zwar noch nicht gelesen habe, die aber nicht nur vom Titel her interessant klingen.
    In den ersten drei Büchern geht es genau darum, was ich hier gerade gemacht habe: Einfach erscheinende Fragen zu stellen, auf die man dann aber vielleicht doch nicht sofort antworten kann. Im Normalfall ist das ja nicht schlimm, aber spätestens wenn man mal Kinder in dem Alter hat, in dem sie alles und jeden hinterfragen (“Warum?”), sollte man da wohl mal einen Blick reinwerfen.
    Den besten Titel hat sicher “Wie dick muss ich werden, um kugelsicher zu sein?: 101 Antworten auf Fragen, die uns alle beschäftigen“, aber auch “Was macht die Mücke beim Wolkenbruch: Neue wunderbare Alltagsrätsel” (hier behaupte ich die Antwort zu wissen) und “Warum fallen schlafende Vögel nicht vom Baum?: Wunderbare Alltagsrätsel” klingen interessant.

    Aber nur Fragen beantworten ist ja langweilig, viel toller ist es ja, wenn man sich die Fragen experimentell selber beantwortet. Auch da gibt es ein BUch mit einem tollen Titel: Wie man mit einem Schokoriegel die Lichtgeschwindigkeit misst und andere nützliche Experimente für den Hausgebrauch (gleich mal auf meinem Wunschzettel gelandet). Hab darüber vor längerer Zeit was bei “Wie war dein Tag, Liebling?” (hatte ich hier mal empfohlen). Bei Amazon kann man übrigens einen Blick in die englische Ausgabe werfen. Die hat mit “How to Fossilize Your Hamster” (Wie man seinen Hamster versteinert” einen anderen, aber nicht weniger abenteuerlichen Titel.
    Bei “Wie war dein Tag, Liebling?” haben die übrigens behandelt, wie man mit Sachen, die man typischerweise eh im Haus hat, seine DNA sichtbar machen kann. Hat wohl auch funktioniert…

    Das letzte Buch ist dann ne Mischung aus beiden, es heißt “Reise zum Mittelpunkt des Frühstückseis: Streifzüge durch die Physik der alltäglichen Dinge” und hat auch sehr spannende Themen:

     

    Berühmt wurde der Physiker Len Fisher durch seine Studie über die optimale Eintunkzeit von Keksen — das brachte ihm sogar den IgNobelpreis des Szenemagazins der Harvard University ein. Im ersten Kapitel dieses Buches können nun alle Kekstunker nachlesen, wie Unmengen von Keksen unterschiedlicher Stärke Fishers Experimenten zum Opfer fielen — mal längs, mal quer, mal lang, mal kurz eingetunkt. Während wir Fisher auf seiner Entdeckungsreise begleiten, erfahren wir jedoch sehr viel mehr als das: Wir lernen, wie Wissenschaft funktioniert, wie ein Wissenschaftler sich einem Problem nähert und es handhabbar macht, welche Kräfte beim Kekseintunken eine Rolle spielen und welche Wissenschaftler mit ihren Erkenntnissen und Entdeckungen die Grundlagen für Fishers Studie gelegt haben.

    Auch in den weiteren Kapiteln — in denen es beispielsweise um Seifenblasen geht, um die optimale Kassenzettel-Überprüf-Methode, um das Saucenaufsaug-Verhalten verschiedener Lebensmittel und um das Fangen eines Balls — zeigt Fisher, wie aufregend und alltagsnah Wissenschaft sein kann.

    Kann man übrigens auch einen Blick reinwerfen.

    Ach, stop, ein Buch hab ich noch, das einzige, das ich (schon) gelesen habe (die anderen sind alle geplant, bei sowas kann ich nicht widerstehen) und daher als einziges auch tatsächlich empfehlen kann. Es handelt sich um “Das Buch der verrückten Experimente” und liegt wohl in der Richtung des letztens Buches, nämlich der Vorstellung von durchgeführten Experimenten und Studien. Dabei geht es quer durch die Wissenschaften und bleibt wirklich durchgehend unterhaltsam.
    Aber da es zu dem Buch eine Webseite gibt, brauch ich ja gar nicht viel erklären, guckt einfach mal dort vorbei.
    Und ja huch, wohoo! Es gibt ja schon ein Nachfolgerbuch. Ist auch direkt auf meinem Wunschzettel gelandet. Heieiei, wird echt Zeit, dass ich mal wieder Geburtstag habe…

    PS: Huch, das waren jetzt doch ganz schön viele Bücher, die lagen hier alle noch auf dem 2blog-Stapel rum. Lest den Artikel darum am Besten nochmal von vorne, denn jetzt habt ihr bestimmt schon die Fragen vergessen, die ihr mir doch in den Kommentaren beantworten wolltet…

    Mit der Kamera durch Ulm

    30. Juni 2009 um 23:42 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    “Demnächst” werde ich hier mal meine Erfahrungen mit meiner ersten Spiegelreflexkamera und dem Zubehör schildern, vorher musste ich aber erst nochmal welche (Erfahrungen) sammeln. Dazu bin ich nach der Arbeit einfach mal durch Neu-Ulm und Ulm geschlendert, zumindest so lange, bis auf einmal eine Regenwand auf mich zukam (in einem sehr gemächlichem Tempo und mit sehr akkurater Kante, man konnte richtig gut sehen, wie der Regen immer näher kommt) und ich mir einen Unterstellplatz suchen musste, von dem aus ich dann halt “Ulm bei Regenwetter”-Fotos machte.
    Hier mal eine kleine Auswahl an Bildern, mehr gibt es auf Flickr.

    fotowalk_ulm

    Bei den Württemberger Rittern in Stetten ob Lontal

    22. Juni 2009 um 23:45 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Vor etwas über einem Monat war ich ja von dem Ulmer Mittelaltermarkt etwas enttäuscht und so hat mir Ormus dringendst zum Turnier der Württemberger Ritter (die damals auch in Ulm waren) in deren Heimat, nämlich in Stetten ob Lontal, geraten. Und weil ich ja will, dass ihr auch immer das tut, was ich euch rate, muss ich natürlich mit gutem Beispiel voran gehen und auch auf meine hoch geschätzten Leser hören.
    Allerdings konnte ich den Tipp nicht zu 100% erfüllen, da ich die äußerst schick gewandeten RoKe begleiten durfte und die den kleinen (ebenfalls schick gewandeten) Lu dabei hatten, der Abends halt zeitig wieder heim musste. Die brennenden Strohballen durften wir dann aber trotzdem erleben (wie ihr auf dem Foto gestern schon sehen konntet), dazu aber später mehr…

    1_ritter

    Das Hauptaugenmerk lag hier (anders als in Ulm) auf dem Ritterturnier, welches zweimal täglich ausgetragen wurde und über das gesamte Wochenende eine durchgehende Geschichte erzählte (man hätte sich also quasi alle sechs Turniere angucken müssen, um alles gesehen zu haben). Daneben gabs dann noch ein (bzw zwei?) große Zeltlager, so dass in Kombination mit dem wunderschön aufgebauten Rittergut eine wirklich klasse Atmosphäre entstand. An dieser Stelle dann also nochmal ein ausdrückliches Dankeschön an Ormus für den Tipp.

    2_ambiente

    In Ulm hatten Frau Bü und ich vom Turnier ja nicht viel mitbekommen, da wir nur noch einen Platz in der dritten Reihe bekamen. In Stetten hatte ich nur kleine Kinder vor mir, so dass das alles gar kein Problem war (ok, die Helium-Ballons hätten sie dann nicht unbedingt verteilen können, da hab ich mir ab und an doch mal ne Nadel gewünscht…).
    Und so bekam ich dann alles schön mit. Die einzelnen Spiele wurden immer mal wieder durch kleine Auseinandersetzungen unterbrochen (in denen dann auch mal ordentlich aufeinander eingeprügelt wurde) und blieben so ständig unterhaltsam.

    3_turnier

    Am Ende wurde dann der Sieger gekürt und einvernehmlich durchs Feuer geritten:

    4_feuer

    Aber damit war das ganze dann noch nicht vorbei, denn der Sieger (Andreas le Haziel von Flandern) wollte nicht wirklich ohne die Prinzessin gehen und stahl die sich daher geschwind vom Pferd. Das konnten sich die Hausherren natürlich nicht gefallen lassen und so kamen dann die brennenden Strohballen ins Spiel, die mit zwei Katapulten quer über den Turnierplatz geschleudert wurden.
    Irgendwann konnte ich mit meinem Tele-Objektiv nicht mehr viel erkennen, alles war nur noch hell und dann machte sich auf einmal auch eine wohlige Wärme breit. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass um mich rum alle Zuschauer panisch die Flucht ergriffen hatten, da der Strohballen doch bedrohlich nah kam (der wollte einfach nicht aufhören zu rollen).
    Kurz vor der Absperrung (man beachte auf dem untersten Foto die schwarze Rollspur auf dem Boden, von da wurden die Dinger dann von den Rittern schnell wieder in die Feldmitte geschafft) ließ er es dann aber doch gut sein, so dass ich hier unversehrt berichten kann…

    5_katapult

    Fazit: Wieder ein Grund mehr, den Ulmer Mittelaltermarkt nicht zu beachten…

    Mehr Fotos wie immer im zugehörigen Flickr-Album.

    schiksalsfoto

    Der entscheidende Fehler

    15. Juni 2009 um 22:10 von donvanone

    schiksalsfoto

    Was ich dank dieses Fotos gelernt habe: Änderungen an der Belichtungskorrektur, die ich im TV-Modus vornehme, bleiben dann später in den anderen Modi auch erhalten. Daher sollte ich das dann tunlichst wieder umstellen, oder wenigstens die Einstellungen im Sucher im Auge behalten oder doch einfach mal ein Foto auf dem Display angucken. Hab ich nach diesem Foto alles nicht gemacht und so den restlichen Tag lauter total unterbelichtete Fotos geschossen. Hmpf!
    (Und dann ist das Bild auch noch verwackelt…)

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    space_invader

    Ja huch, ein Space Invader

    11. Juni 2009 um 13:41 von donvanone

    space_invader

    Kurz nach unserem Wien-Urlaub bin ich auf Flickr über ein Space-Invader-Bild aus Wien gestoßen, über das ich dann auch erfahren habe, dass das wohl eine weltweite Aktion ist und allein in Wien über 50 von den Teilen quer durch die Stadt verteilt sind. Hier gibts 176 Fotos aus Wien, weltweit sind es über 13.500 Bilder. Da war ich schon etwas traurig, das erst danach gelesen zu haben, hätte so ein Teil doch gerne mal in echt gesehen.
    Und jetzt geh ich gerade die Fotos vom vierten Tag durch und zack: Hab ich doch glatt einen fotografiert (hat wohl den Namen WN_24). Ich hatte es beim fotografieren irgendwie nur auf die Fisch-Ente abgesehen und den Space-Invader gar nicht erkannt, hat in dieser invertierten umrahmten Form eher was von einem Hundekopf oder so…
    Hier gibts das Bild in groß.

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    Wien – Tag 3: Hofburg und viele Kirchen

    10. Juni 2009 um 11:49 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    So, nach kurzer Pause gehts nun mit dem Wien-Urlaub weiter. Zunächst wie immer unsere Tour:


    Wien – Tag 3 auf einer größeren Karte anzeigen

    Los ging es in der Hofburg, bei der wir eigentlich die “Morgenarbeit” (also das Training) der spanischen Hofreitschule anschauen wollten. Das “öffentlich” hatten wir irgendwie als “kostenlos” interpretiert, dem war aber nicht so, was wir erst bemerkten, als wie in der immer länger werdenden Schlange fast ganz vorne standen und 12 Euro für Dehnübungen war uns dann doch zu viel.
    Also gleich weiter ins Sissi-Museum in der Hofburg. Dazu muss man anmerken, dass ich mich nicht erinnern kann, jemals einen Sissi-Film gesehen zu haben, was ich bisher auch nie bereut hatte. Aber die Führung (lohnt sich auf jeden Fall) war dann so nett (ich war übrigens der einzige Mann in der Gruppe, mal vom Führer abgesehen), dass ich das jetzt doch mal nachholen will. Allein, um die Kulissen wiederzuerkennen, ist ja schon was anderes, wenn Filme an Orten spielen, wo man schon war (deswegen will ich auch noch “Der Dritte Mann” sehen, obwohl wir uns die Kanalbesichtigung gespart haben, vielleicht ja das nächste Mal…).
    Nach dem Sissi-Museum ging es dann noch in die Silberkammer (war halt im Preis mit drin), durch die wir dann am Ende nur noch zielstrebig zum Ausgang gespurtet sind, da Silberteller, Besteck und Porzellangeschirr jetzt nicht wirklich so lange einen Spannungsbogen aufrecht erhalten kann (ok, bei mir war schon nach der zweiten Gabel Schluss…).

    Zeit also, sich den großen Hofburgkomplex mal von Außen anzusehen:

    hofburg

    Weiter ging es dann mit der Tour “Das Herz der Kaiserstadt” aus unserem Reiseführer (zu der natürlich die Hofburg schon gehörte) und so ging es für uns dann in einige Kirchen:

    kirchen

    Da hätten wir oben links die Michaelerkirche, daneben die Dreifaltigkeitssäule. Dann links (und rechts dieser schmale Platzhalter) die Peterskirche und auf den beiden unteren Bildern in der rechten Spalte die Augustinerkirche mit einer Gesamtansicht des Grabmals, das ich euch hier ja schon gezeigt hatte.

    In der Augustinerkirche gibt es übrigens die Herzgruft, in der die herzen der Habsburger liegen. Die haben wir aber nicht besucht, wir haben uns mit den eingelegten Gedärmen in der Gruft unter dem Stephansdom zufrieden gegeben (dazu an einem anderen Tag mehr). Auch die Kapuzinergruft, in der dann die restlichen Teile liegen, haben wir nur bis zum Kassenhäuschen gesehen. Eine Gruft reicht…
    Weiter ging es dann durch den Burggarten (bei dem wir dann doch mal eine Bank nutzten, um unseren Füßen eine Erholung zu geben) zum Naschmarkt, von dem wir dann aber ziemlich enttäuscht waren.
    Vielfalt wurde uns versprochen, aber irgendwie hatte jeder Stand das gleiche: Wasabi-Nüsse und Trockenobst. Ok, das haben wir dann auch gleich beides gekauft (aber nicht bei einem der aggressiven Stände, die die penetranten Straßenverkäufer in Sri Lanka oder Ägypten erinnerten), aber irgendwie hatten wir da deutlich mehr erwartet.

    Nunja, weiter ging es zur Karlskirche, die am vorherigen Tag ja dummerweise zu war, als wir davor standen. Nun war sie offen und nach einem nicht direkt günstigen Eintritt erwartete uns folgender Anblick des Decken-Fresko:

    decke_karlskirche

    Unser etwas älterer Reiseführer sagte dazu:

     

    Während der Restaurierungsarbeiten (voraussichtliches Ende 2006) bringt ein Lift Besucher bis zu den Fresken in die Kuppel

    Wikipedia meint zu dem “2006″:

     

    Derzeit (bis etwa 2010) sind die Fresken in der Kuppel der Karlskirche über einen Panoramaaufzug zugänglich, der Besucher gut 32 Meter über Bodenniveau hebt; von dort aus ist auch der Zugang zur Laterne möglich.

    Nun gut. Zum Einen ist es natürlich schade, dass man die Fresken nun nicht mit einem Blick sehen kann, sondern immer was im Weg ist, zum Anderen hat man natürlich selten die Gelegenheit, so ein Kunstwerk mal direkt aus der Nähe zu betrachten. Ok, das kommt jetzt nicht wirklich gegen die Höhenangst der Frau Bü an, die es auf der Plattform auch wegen der dort angebrachten Warnschilder nicht lange aushielt.
    Aber auch mir wurde es auf dem letzten Abschnitt hoch in die Laterne etwas mulmig. Das Schild am Aufgang sagte etwas von “nicht mehr als 10 Personen gleichzeitig”, was aber von unten nicht wirklich abzählbar war. Die dort genannte Aufsichtsperson war auch nicht vorhanden, so dass man es halt einfach drauf ankommen lassen musste. Wohliger wurde mir dann auch nicht wirklich, als mir eine Gruppe von fülligeren Frauen entgegen kam, die das Gerüst doch ganz schön in Bewegung brachten. Naja, also schnell Fotos geschossen (die Aussicht über Wien von ganz oben ist übrigens aufgrund der Gitterfenster nicht wirklich berauschend, da hab ich deutlich besseres gesehen. Hab darum auch nur ein Bild von den Geldhaufen gemacht, die ganz oben auf den Fenstersimsem liegen) und dann nix wie runter auf den sicheren Boden.
    Aber als Fazit fand ich es dann doch mal was besonderes, vor allem dieser Taube gang ganz oben (die mich in der Peterskriche schon faszinierte, oben bei den Bildern sieht man sie da auch ganz klein) mal so richtig Nahe zu kommen. Wer also vor 2006 2012 noch nach Wien kommt und mit Höhenangst kein Problem hat, sollte sich das mal angucken.

    karlskirche

    Enttäuscht vom Nachmarkt, verärgert über den viel zu kleinen und viel zu teuren Topfen-Strudel direkt daneben und verängstigt von der Höhe, musste Frau Bü jetzt erstmal aufgebaut werden. Und wie könnte man das besser machen, als mit einem Besuch der Geschäfte in den Ringstraßen-Galerien? Schließlich musste ja eh eine neue Handtasche her.
    Die war dann auch bald zur großen Freude gefunden, nur leider nur noch in braun (statt schwarz) auf Lager. Naja, egal, braun tuts auch, dann muss halt irgendwann nochmal eine schwarze gekauft werden, Handtaschen kann man ja nie genug haben. Nach abgewickeltem Kauf, sollte es dann wieder raus aus den Gallerien gehen, doch als wir am Schaufenster eben “unseres” Ladens vorbeikamen, fiel Frau Bü dann gleich eine Schaufensterpuppe ins Auge, die “ihre” Handatsche trug. In schwarz! Also schnell wieder rein in den Laden und nett gefragt, ob die Puppe nicht auch ohne die Handtasche glücklich ist. Nach kurzer Bedenkzeit wurde dem dann zugestimmt und wir konnten die Taschen tauschen. Doch hui, beim Blick auf den Kassenzettel der braunen Tasche guckte die Verkäuferin ungläubig und fragte, ob wir die heute gekauft hätten. Ja, hatten wir, vor wenigen Minuten, ein Stock höher. Ja huch, da ist wohl was falsch gelaufen, denn eigentlich hätte es da 20% drauf geben sollen.
    Und so kam es dann, dass wir wieder aus dem Laden gingen, diesmal aber mit der Handtasche in der richtigen Farbe und mehr Geld im Geldbeutel. Und schon war Frau Bü kuriert.
    Da konnte ihr auch die “Mozart-Mafia” nichts mehr antun: Überall lauerten Männer in Mozart-Kostümen, die einem Tickets für eine Musik-Veranstaltung aufdrücken wollten. Schon etwas nervig…

    innenstadt

    Nach einem sehr leckeren türkischen Abendesssen direkt neben unserem Hotel wartete ich dann noch die “blaue Stunde” ab, um mich mit der Kamera mal der Votivkirche (auch direkt beim Hotel) anzunehmen. Von da sah ich dann in der Ferne eine andere schön beleuchtete “Kirche”, die sich aus der Nähe dann (die blaue Stunde war mittlerweile schon vorbei, ohne gescheites Stativ (hatte nur ein Miniteil dabei, gelegentlich musste dann mein Schuh aushelfen) dauerte das alles doch etwas länger) als Rathaus entpuppte. Trotzdem schön…

    nachts_in_wien

    (Das “Hotel Regina” war übrigens nicht unser Hotel (zu dem dann am letzten Tag mehr), war einfach nur nett beleuchtet)

    Mehr Bilder in hoher Auflösung wie immer im zugehörigen Flickr-Set.