“Lost” und das Warten in der Abflughalle

18. November 2009 um 11:32 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

lost_crash

Eigentlich wollte ich das hier kurz nach unserem Wien-Urlaub schreiben, dann ist da aber dieses Flugzeug abgestürzt und ich habs lieber nochmal (hatte es schon im Jahr davor beim Ägypten-Urlaub überlegt) aufgeschoben.
Aber jetzt darf man ja wieder über Flugzeugabstürze reden, ohne gleich geschimpft zu bekommen, darum komme ich auch gleich zum Punkt.
Die weltbeste Fernsehserie “Lost” beginnt ja bekanntlich damit, dass ein Passagierflugzeug auf einer einsamen (..) Insel abstürzt und die Flugzeuginsassen sich nun auf der Insel zurechtfinden müssen. Ganz grob gesagt, im Laufe der Serie wird das ganze natürlich um einiges komplizierter, aber der Startpunkt ist nun mal eben jener.
Und seit ich nun also Lost-süchtig bin, nehme ich Abflughallen ganz anders war. Früher versuchte man mühsam mit einem Buch oder ähnlichem, die Zeit bis zum Abflug irgendwie überbrückt zu bekommen, heute nehme ich all meine Mitflieger genau unter die Lupe und überlege, wer auf der Insel dann wohl welche Rolle einnehmen würde. Wer wird der Anführer, wer ist der Querulant, was für Gruppen würden sich bilden und so weiter.
Eine sehr amüsante Beschäftigung, auch wenn ich mir natürlich nicht wünsche, tatsächlich abzustürzen.

Mir ist aber noch nie ein Flugzeug untergekommen, dass in meinen Augen eine gute Menschenmischung mit Fernsehserienpotential in sich trug. Alles irgendwie deutlich langweiliger. Mehr Krawattenmenschen als in Lost und auch viel mehr ältere Leute.
Und natürlich viel zu viele nervige Kinder. Da wurde mir dann auch klar, warum es eine gute Idee war (mal abgesehen von dem zu schnellen Alterungsprozess, siehe Walt), dass in Lost die Kinder einfach entführt und dann vergessen wurden. Ein sehr geschickter Schachzug.

Gibts noch jemanden, der dieses Spiel in Flugzeugwartehallen spielt?
Apropos warten: Nen genauen Termin für den Start der letzten Lost-Staffel gibts noch nicht, ich hoffe aber mal, dass ich nicht länger als bis Ende Januar warten muss. FlashForward füllt die Lücke zwar ganz gut, aber Lost ist es eben doch nicht. Und diesmal bin ich auch sehr darauf bedacht, mir keine Spoiler einzufangen und beim Start der Staffel noch keine Ahnung zu haben, wie es denn weitergeht. Gut, dass die Produzenten das auch so sehen und einfach keine Infos rausgeben wollen. Bleiben nur noch die Hawaii-Besucher und -bewohner, die die Dreharbeiten ja mitbekommen. Augen zu und durch…

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Ein Thema - viele Links: Kinder!

11. Juni 2008 um 23:08 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ich bin immer noch dabei, meine ganzen 2blog-Sachen abzuarbeiten und hab mir extra dafür die neue “Ein Thema - viele Links”-Reihe ausgedacht. Der Name spricht für sich, denke ich…

Den Anfang macht das Thema “Kinder”, da gerade um mich rum ständig irgendwer schwanger ist (nein, Frau Bü ist nicht schwanger, es sind wirklich immer die anderen).

Bevor man aber mal ein Kind haben kann, muss man (bzw. Frau) bekanntlich erstmal schwanger sein. Ich hab das Gefühl, dass das nicht unbedingt die lustigste Zeit im Leben einer Frau ist (vom Leben des Mannes sprechen wir hier einfach mal gar nicht), aber je öfter mir das folgende Video (via  smileblue) so angucke (und ich kann es mir sehr sehr oft ansehen), desto schwerer wird es mir fallen, beim Anblick von Babybäuchen nicht laut loszulachen und von der Bauchinhaberin ein Pfeifen zu verlangen. So lustig:

[eingebundes video putt, einfach auf den link vorher klickern]

Aber jede Schwangerschaft geht mal zu Ende und dann fängt der eigentliche Spaß ja erst an. Nicht nur für einen selbst, sondern z.B. auch für alle, die während eines Fluges von München nach Sidney in Hörweite des Neugeborenen sitzen. Aber zumindest die Leute, die auch in Sichtweite sitzen, wird man bestimmt mit diesem  “Congratulations you get to sit near me”-Shirt ruhig stellen können, denn wer kann da dann noch meckern?
Vielleicht höchstens dann, wenn das Baby gerade Fieber hat und noch ununterbrochener rumschreit, als es das handelsübliche Lungenvolumen hergeben würde. Also sicherheitshalber vor dem Flug nochmal Fieber messen. Das ist aber auch so eine Sache, denn so Fieberthermometer haben glaube ich noch nie ein Lächeln auf das Gesicht eines Kindes gezaubert. Ich denke, da würde auch ein  Thermometer in Spongebob-Optik helfen, welches nach getaner Arbeit die Spongebob-Titelmelodie vorspielt. Ich denke, das wird mittelfristig eher den Spaß an Spongebob nehmen… Viel mehr Potential sehe ich da in dem  Schnuller-Thermometer, das ist echt mal eine gute Idee, die das Temperaturmessen sicher leichter macht.
Damit das Kind nicht nur ein Hemd anhat, wenn es gerade Flugzeug fliegt, sollte man ruhig ein paar mehr Strampler kaufen. Zum Beispiel bei  Babyrocker (via  Sichelputzer), wo es z.B. einen  “Abi 2026″-Strampler gibt.

Allerdings: Dieser Strampler verpflichtet. Denn wie steht man denn da, wenn die Freunde des Kindes nach dessen abgebrochendem Hauptschulbesuch das Fotoalbum in die Hände bekommen? geht gar nicht. Also muss man schon früh dafür sorgen, dass das Kind auch was in der Birne hat. Und so schwer ist das auch gar nicht. Um das Alphabet zu lernen, nimmt man z.B. nicht die üblichen  “A wie Apfel”, “B wie Ball”, “C wie Clown”-Karten, sondern macht die ganze Sache etwas anspruchsvoller:

Nerd ABC

Das komplette  “Nerd ABC” gibts hier (20$ sollte einem die Bildung seins Kindes ja wohl wert sein, oder nicht?), via  OhGizmo.
Und wenn man dem Kind dann noch dieses  Bier-Puzzle-Gehirntraingsingens in die Hand drückt, kann man später seinen Freunden mit gutem gewissen das Fotoalbum überlassen, da kann dann eigentlich nichts mehr schief gehen (außer das Kind wird Alkoholiker).
Das (also das Fotoalbum angucken, nicht das Alkoholproblem des Kindes) dürfte vor allem dann lustig werden, wenn man da solch schaurig-lustige Bilder drin hat,  wie sie hier gemacht wurden: Einfach mal den Babykopf mit dem des Vaters austauschen (via  Inishmore). Ich finds saulustig und bin mir sicher, dass ich das irgendwann mal ausprobieren werde, müssen nichtmal meine Kinder sein ;-)
Man sollte manche Sachen ja eh erst einmal mit fremden Kindern ausprobieren, damit man bei den eigenen dann nichts mehr falsch macht. Zum Beispiel, wie man denn nun dem Kind die haare wäscht, ohne dass es gleich anfängt rumzuheulen, weil Schaum in die Augen gekommen ist. Eine meiner schwangeren Freundeskreisteilnehmer hat da wohl in einer Fachzeitschrift (oder auch einem Buch) gelesen, dass man ein Poster an die Decke hängen solle, damit das Kind schön nach oben guckt. Ich selber bin ja (zumindest bei Oma) mit der “Handtuch auf die Augen”-Methode groß geworden. Immer erfolgreich war das aber auch nicht. Vielleicht hat  dieses Platikteil (via  coolest gadgets) ja eine höhere Tränenverhinderungsquote…
Sollte es aber doch mal zu Tränen kommen, so sind die meistens (behaupte ich einfach mal) schnell weg, wenn man dem Kind bunte Stifte und ein Blatt Papier in die Hand drückt. Denn dann ist es abgelenkt und total damit beschäftigt, seine abgedrehten Phantasien aufs Papier zu bekommen. Als Elternteil sitzt man dann davor und überlegt sich, was einem das Kind wohl damit schon wieder sagen will. Wie gut, dass es Menschen gibt, die einem helfen wollen und die  obskuren Striche aus Kinderhänden in echte Fotos verwandeln (via  uarrr, der momentan mit dem Kinder-Zeugungsprozess  Quote macht, aber  sowas von…). Heraus kommt dann zum Beispiel sowas:

Kinderbilder als Foto

Aber da man ja umweltbewusst leben will und gerne Papier sparen würde und weil das Kind ja auch schon in früher Phase alle möglichen physikalischen Phänomene kennen soll, empfehle ich, das Kind einfach vor den PC zu setzen, damit es da malen kann. Aber nicht etwa in Paint, sondern in  diesem kleinen Spielchen, in dem man im Level Elemente malen muss, die dank Schwerkraft und Hebelwirkungszeug lustig mit einer Kugel interagieren, die dadurch bitte zum Ziel gebracht werden soll (via  BasicThinking). Auch für Eltern was schönes, ich hab da schon die merkwürdigsten Dinge zusammengebautmalt, macht echt Spaß…
Und wenn man dann so viel Papier gespart hat, kann man davon dann doch wieder was benutzen, denn man soll es ja auch nicht übertreiben. Ich würde es dann aber eher zum Basteln als zum Malen benutzen. Sehr coole (kostenpflichtige) Bastelanleitungen für interaktive Pappsachen findet man  hier und  hier. Ich hatte als Kind auch mal so ein Bastelbuch (das muss auch irgendwo noch sein. Etwa sogar in der Kiste mit Mal- und Bastelzeug, die ich letztens mit nach Ulm genommen habe?) und war wirklich schwer begeistert. Es war jetzt nicht soo schwer, dass man es als Kind nicht hätte basteln können, dafür war der Effekt am Ende aber wirklich genial. Seht selbst:

Pappsaurier

Und wenn das Kind dann ein Bastelguru geworden ist, kann es sich ja auch mal  an solchen Arbeiten versuchen.
Bis es aber so weit ist, soll es erstmal ein wenig mit Lego spielen, denn auch damit kann man  sehr schöne Dinge machen (via  Nerdcore).

Und womit man auch schöne Sachen machen kann, sind Puppen. Ja, ruhig auch, wenn man Jungs hat. Solange es zugeht, wie in diesem urkomischen Video (via  pl0g.de), kann ich das voll und ganz unterstützen. Ein Kracher:

So lernt das Kind endlich mal, wie es ist, ein nerviges, dauerfragendes Kind zu haben. Wobei, zu viel sollte ein Kind auch nicht lernen, denn es sollte nie schlauer werden als die Erziehungsberechtigten. Nicht, dass es irgendwann den Opa austrickst, wie in dieser  auf belauscht.de gefundenen Anekdote:

 

Die Tochter (4 Jahre) eines Freundes war nicht artig und hat deshalb Fernsehverbot. Sie geht zu Opa zum Spielen.

Enkelin: “Opa, lass uns was spielen.”
Opa: “Was möchtest du denn spielen ?”
Enkelin: “Vater, Mutter, Kind…. Ich bin die Mutter - du das Kind!”
Die Kleine nimmt die Fernbedienung vom Tisch.
Enkelin: “Ich mach Dir jetzt erst mal einen schönen Kinderfilm an…!”

Puh, alle Links abgearbeitet und sogar überall einigermaßen passende Überleitungen hinbekommen. Ich bin stolz auf mich…
Kurze Frage: So mit weiteren Themen weitermachen, oder einfach nur Linklisten hinklatschen? Oder gar nix von beidem?

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Nur fliegen ist schöner

08. Januar 2008 um 00:21 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Robert  beschwert sich, dass es kaum noch (gute) Flugsimulationsspiele gibt und sucht nach Lösungen.
Ich konnte so Flugsimulatoren noch nie irgendwas abgewinnen. Fand ich alle (ja, alle!) total langweilig und überflüssig. Was ich allerdings  bei Joern gesehen hab, wäre tatsächlich was für mich und dürfte wohl auch Roberts Vorstellungen entsprechen. Nur über den Preis müsste man noch reden.

Man braucht nämlich ein Modellflugzeug, so eine merkwürdige Fernsehbrille, die es leider nie wirklich auf den breiten Markt geschafft hat, so nen Gyrodingens-Bewegungsmesser und ne Kamera mit Funkübertragung. Und schon kanns losgehen:

Ich bin echt total begeistert (also so richtig begeistert. Ich konnte so Modellfliegern nie viel abgewinnen, aber mit der Erweiterung ist das mal echt der Hammer. Ich will jetzt fliegen!!! Auch mit so Musik auf den Ohren dabei. Ich will, ich will, ich will!) und nehme Geschenke gerne an. Z.B von Robert, der sich ja irgendwie für diesen Tipp bedanken muss…

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Das Buch ohne Namen: Kapitel 2

21. Januar 2007 um 11:11 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

(Warum? Darum!)

Endlich hat das warten ein Ende, wir sitzen im Flugzeug. Ich habe mir einen Platz am Fenster ergattert. Es war zwar etwas schwer, sich gegen Sutsche und Effi durchzusetzen, aber ich habe es doch geschafft. Sabrina wollte nicht ans Fenster, die hat nämlich eine Maske an, die ihm der Sebastian eben aus Langeweile gebastelt hat. Leider hat er aber vergessen ihr Augen zu machen und so hätte sie sowieso nichts von dem guten Ausblick. Sie sieht aber sehr witzig aus mit ihrer Maske, gefertigt aus einer spontan von allen gekauften und schnell geleerten Mc Donalds-Pommes-Tüte.

Nunja, auf jeden Fall sitzen wir jetzt alle in 2 Reihen im Flieger, aber beinahe hätte auch das nicht geklappt. Denn als wir einchecken wollte mussten wir unsere Karte bei einem sehr kräftigen Mann vorzeigen, der etwas aussah wie eine Mischung aus Quasimodo, Karl Dall und Hebbäät Weigel. Riesige Warzen und Pickel zieren sein faltiges Gesicht, einige sind aufgeplatzt und Eiterspuren laufen sein Gesicht runter, treffen sich am Kinn und tropfen zu Boden, wo sich langsam eine kleine Pfütze bildete. Nun ja, Bastian und Simon hatten schon eingecheckt, da kam Effi an die Reihe. Als der Mann sie dann mit seiner sehr tiefen Stimme, die der des spazierenden Bären ähnelte, mit dem Wort „Karte!“ aufforderte, ihm ihre Karte zu zeigen, bekam Effi Panik und rannte auf Toilette und schloss sich ein. Es dauerte eine geschlagene viertel Stunde, bis sie dort wieder freiwillig rauskam, weitere 30 Minuten, bis sie es schaffte, am Toilettenspiegel vorbeizukommen. Um ein Haar hätten wir wegen ihr den Flieger verpasst, Gott sei dank ging aber noch einmal alles gut.

So sitze ich nun also neben meinem Bruder, daneben Sabrina. Vor uns sitzen Susanne (am Fenster), Bastian und Effi. Eigentlich sollte ich gar nicht neben meinem Bruder sitzen, sondern neben der Sabrina. Das wollte de Bastian aber nicht, da ist der doch immer noch etwas vorsichtig. Dabei braucht der doch gar keine Angst zu haben.

Vor einem Jahr hab ich mit der Sabrina Schluss gemacht, weil ich mich in eine andere verliebt hatte. Bis ich dann aber mal gemerkt hab, dass Sailor Moon kein echtes Mädchen ist und ich darum wahrscheinlich nie mit ihr zusammenkommen werde, war mein Bruder schon mit Sabrina zusammen. Naja, wenigstens blieb es in der Familie. Als Bastian dann klar wurde, dass ich mich innerlich von Sailor Moon verabschiedet habe, wurde er immer vorsichtiger und stellt sich so oft es ging zwischen mich und meine Ex. Dabei braucht er sich wirklich nicht zu sorgen, denn ich nimm doch meinem Bruder nichts weg. Ich war immer der liebe Bruder. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, daß bei zweieiigen Zwillingen der Zweitgeborene immer der böse ist. Bei uns stimmt das auch. Bastian hat mir immer mein Spielzeug weggenommen, meine Lego-Bauten zerstört, mich mit Flips und anderem Kram beschmissen und und und. Ich hingegen war immer brav und habe ihn machen lassen. Genauso lasse ich ihn jetzt mit Sabrina machen. Es ist ja schließlich seine. Ich hab auch nie mit seiner blonden Gummiepuppe rumgemacht, die er hinter dem Kleiderschrank versteckt hat. Oder mit der dunkelhaarigen unter dem Bett. Ich hab nur mal in eins der Heftchen geguckt, die unter den langen Unterhosen liegen, aber nur ganz kurz. Und nur geguckt. Ich war da doch erst 9. Keine Ahnung, was der Basti mit denen gemacht hat.

Aber wo war ich stehen geblieben, ach ja, ich sitze also doch nicht neben Sabrina, sondern neben meinem Bruder. Na toll, als könne ich mir nichts besseres vorstellen, als 2 Stunden neben meinem Bruder nach Menorca zu fliegen. Ich weiß noch, wie wir einmal, so vor 8 bis 9 Jahren zur Oma gefahren sind. Die wohnte damals noch am Bodensee und wir sind 6 Stunden gefahren. Irgendwann ist der Bastian dann eingeschlafen und hat sich gegen meine Schulter gelehnt. Ich bin dann auch eingedöst. Als wir dann ankamen und uns unsere Mutter weckte, hatte ich einen großen Sabberfleck vom Bastian an meiner Schulter. Bah!
Trotz allem startet der Pilot jetzt, und wenn der Bastian mal müde wird wird er sich wahrscheinlich eher an die Sabrina lehnen als an mich. Hoffe ich zumindest.

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