Hatte ja letztens angedeutet, dass ich wohl noch ein weiteres Blog aufsetzen werde, welches aber tendenziell für die Allgemeinheit uninteressant ist. Ich weiß auch noch nicht, ob es wirklich ein Blog wird, oder ob man das nicht besser anders löst, bzw. ob das irgendwer schon toll gelöst hat. Darum beschreibe ich mal kurz, was ich eigentlich will und ihr sagt mir dann, wie ich das am besten mache (hab nämlich heute Abend zufälligerweise noch nichts vor…). Also:
Es geht darum, dass ich die Filme, die ich in Zukunft mal sehen will irgendwo schön gesammelt zusammenstehen habe. Es kommt schon öfter mal vor, dass Frau Bü und ich einen Trailer im Kino sehen und sagen: Den müssen wir auch mal gucken. Oder schlimmer noch: Den gucken wir dann irgendwann mal auf DVD. Denn bis dahin ist das schon lange wieder vergessen.
Darum hab ich hier auf DonsTag momentan einen ständigen Beitrag im Entwurfsmodus, in dem ich einfach alle Filme sammel, die ich mal noch gucken will. Das hilft aber nicht wirklich viel weiter, denn wenn wir uns dann mal wieder überlegen, was für eine DVD wir denn ausleihen könnten, sagen mir manche Titel schon gar nichts mehr, der Frau Bü sagen sie erst recht nichts, da sind von vielen Filmen noch gar nichts mitbekommen hat (ich hab da so einen Kinotrailer-Podcast abonniert, der mich immer mit lauter Zeug versorgt, welches wir hier in Deutschland erst Jahre später zu Gesicht bekommen) und ob es den Film nun schon auf DVD gibt steht da auch nicht. Ich will also folgendes haben:
Eine eigenständige Seite (ich nenn es mal Blog und tu im folgenden auch so, als wäre es ein Blog, das muss aber wie gesagt nicht sein), auf der ich für jeden Film einen Beitrag einstelle, der den Trailer enthält. Dann kommt das ganze in Filmgenre-Kategorien (Komödie, Action etc.), so dass man sich leicht nur die Filme zu einem bestimmten Genre anzeigen lassen kann, denn oft ist es halt so, dass man in einer bestimmten Stimmung ist, wenn man einen Film sehen will und das da dann schon gut einschränken kann). Zusätzlich noch ein paar Tags, die das Wiederfinden von Filmen leichter machen und ein paar Links zu zugehörigen Filmkritiken.
Soweit, so einfach, das geht nun ja wirklich alles direkt mit Wordpress.
Jetzt hätte ich aber noch gerne, dass Frau Bü und ich uns da als Benutzer anmelden können und jeden Film (sprich: jeden Beitrag) einzeln bewerten können. Normale Leser (so denn welche Interesse dran haben) haben auch die Möglichkeit, eine kumulierte Leserbewertung abzugeben. Und nach diesen Bewertungen soll man dann auch sortieren können (vor allem nach der “Frau Bü + Don”-Durchschnittsbewertung, die ja vermutlich ausschlaggebend sein wird. Aber auch halt nach Einzelbewertungen).
Und um das ganze noch toller zu machen, will ich auch angeben können, wann ein Film in Kino und wann in der Videothek erscheint. Und danach will ich dann auch filtern können.
Ich will also mit wenigen Klicks z.B. den Thriller sehen, der von Frau Bü und mir im Schnitt am besten bewertet wurde und schon in der Videothek verfügbar ist.
Ich bin ja jemand, der gerne neue Sachen ausprobiert und vielen Dingen einfach mal ne Chance gibt. Da eignet sich so ein Blog dann eigentlich recht gut, weil öfter mal Leute auf einen zukommen und fragen, ob man nicht mal dieses oder jenes testen will und dann vielleicht auch Lust hat drüber zu bloggen.
Da sag ich dann sehr gerne “ja”, öfter bleibt es dann aber beim testen und ich blogge nicht drüber, weil ich dann doch nicht so begeistert bin und mir die Zeit sparen will. Aber irgendwie ist dass dann ja auch doof für euch, wenn euch keiner warnt, darum hab ich mich jetzt dann doch mal hingesetzt und ein paar der letzten Ausprobieraktionen zusammengefasst.
Ich hätte im Angebot: Einen Geschenkeshop, eine Kinobrille (oder wie man das nennen will), einen Staubsaugerroboter und eine Online-Videothek.
Den Anfang macht der Shop “Geschenke für Freunde”, für den mir Kati dankenswerterweise mal wieder einen Gutschein geschenkt hat. “Geschenke für Freunde” ist einer dieser Online-Shops, der nur so abgefahrene Geschenke hat, die man sich zu 99% nie selber kaufen würde, aber sich zu 70% drüber freut, wenn man sie geschenkt bekommt. Wie bei den anderen Shops dieser Art, zahlt man dann auch mal ein wenig mehr, da es halt oft Design-Zeug ist (wer bitte gibt 500 Euro für einen Bärenfall-Eingangsmatte aus?).
Aber so teure Sachen sind hier eher die Ausnahme, dafür finde ich dann die Auswahl aber sehr gut und abwechslungsreich. Ist viel Zeug dabei, dass es aufgrund seiner Skurrilität auch hier auf DonsTag schaffen könnte (so wie es z.B. der “weglaufende Wecker” vor langer Zeit mal getan hat), mache scheitern nur knapp (diese Comic-Pflaster hätte ich mir beinahe selber gekauft, fand sie dann aber doch nicht gut genug, da fehlt noch einiges an Style, damit das an den Charme der 1966er-Batman-Serie rankommt. Dann hätte ich die definitiv gekauft…
Naja, das Angebot kam auf jeden Fall genau zur richtigen Zeit, denn mein Bruder hatte ja gerade Geburtstag und dank der sehr schnellen Abwicklung war meine Panik, dass das Geschenk nicht rechtzeitig ankommen könnte, total unbegründet. Fazit: Wenn man mal wieder absolut keine Ahnung hat, was man jemandem schenken soll, kann man da einfach mal vorbeigucken und rumstöbern.
Ich hatte mich ja vor einiger Zeit erfolgreich für den Test des Cinemizers beworben und bekam das Teil dann auch für einen kurzen test nach Hause geschickt (das ganze hatte nichts mir irgendeinem Blog zu tun, da konnte sich jeder als Tester bewerben). So eine Brille mit Bildschirm drin hat mich ja schon immer gereizt, so hab ich mir früher die Zukunft vorgestellt.
Aber leider konnte mich das Teil dann absolut nicht überzeugen. Ich fands zu schwer, das Bild zu klein (wobei es schon größer als unser Fernseher ist, also ungefähr so, als säße ich vor unserem 32-Zoller in einem Abstand von etwas über einem Meter), aber es kam einem doch erschreckend klein vor. Außerdem war es mir zu weit oben (da konnte man auch durch Verrücken der Brille nichts machen), was bedeutet, dass meine Augen dauernd krampfhaft nach oben gucken mussten (Kopf bewegen hilft ja nix) statt entspannt nach vorne). Und dann haben helle Stellen die dunklen auch noch so leicht bläulich überstrahlt. Nein, da guck ich Filme lieber wie gewohnt auf dem Fernseher und meine iPod-Filmchen guck ich weiterhin auf dem iPod, auch wenn das Bild da viel kleiner ist. Sieht auch nicht so dämlich aus (wer bitte setzt sich mit so einer Brille z.B. in den Bus???). Ne, das war nix..
Und dann gab es da noch diesen Staubsaugerroboter, dessen Namen ich vergessen habe. Ich bin mir auch nicht mehr sicher, wie ich da dran kam, ich glaub es war eine “teste mich, mehr musst du nicht machen”-Aktion von Trigami. Doch, mittlerweile bin ich mir da sogar sicher. Könnte da jetzt den Namen auch nachgucken, dafür bin ich aber zu faul.
Das Teil sah auf jeden Fall so aus (nur ohne Affenkopf obendrauf):
(wer lieber Katzen als eine Affenkopf auf dem Teil (dann aber ne andere Marke) sitzen sehen will, der muss mal bei Nerdcore vorbeigucken)
Auch hier wie bei der Kinobrille: Die Idee ans ich klingt für mich wie Zukunftsmusik: Man schaltet den Staubsauger ein und er fährt die ganze Wohnung ab und saugt vor sich hin. Dabei entwickelt er optimale Wegstrategien, lernt die Wohnung mit der Zeit kennen, sucht automatisch seine Ladestation, wenn sein Akku leer geht (und wenn er sie nicht findet, sorgt er wenigstens dafür, dass er nicht im Dunkeln irgendwo unter ner Couch steht, sondern such Licht) und kann irgendwie auch noch antibakteriell den Boden beleuchten. Fragt nicht.
Das Hauptproblem war, dass das mit den “optimalen Wegstrategien” nicht wirklich gestimmt hat. Der hatte in paar vorgegebene Strategien (bei einem Hindernis immer links halten, kreisend rumlaufen und zufällig rumirren) die er im Wechsel durchgezogen hat uns so hoffte, die Wohnung (bzw. das eine Zimmer, in dem ich ihn getestet habe) vollständig abzudecken. Dem war aber nicht wirklich so, oft saugte er eine Stelle andauernd und kam nie in andere Winkel des vollgestellten Zimmers. Hätte er wenigstens ein Display auf dem Rücken, das mir anzeigt, wo er überall schon war, aber so hilft mir das nix, muss dann also doch überall nochmal nachschauen und evtl. selber saugen. Zudem kann man den Roboter nicht einfach so frei rumlaufen lassen, erstmal muss man das Gebiet robotersicher machen. Also alles wegstellen, was umkippen und kaputtgehen kann (wobei er da ziemlich sanft war, ich hab das mal mit ner Vase getestet, die hat er leicht berührt (muss so sein, der hat nur einen Bewegungssensor nach vorne, zusätzlich noch einen anderen (nicht genau geguckt) Sensor nach unten, damit er keine Stufen runterfällt, was auf unserem Tisch auch ganz gut geklappt hat) und hat dann kehrt gemacht, ohne irgendwas umzuschmeißen. Problematischer waren da unsere Schränke, die unten einen minimal zu niedrigen (oder zu hohen, wie man es nimmt) Freiraum hatten, unter denen sich der Roboter dann verkeilte. Wenigstens ist er dann schlau genug, sich auszuschalten. Aber vorsichtiger ist er an der Stelle beim nächsten Mal dann trotzdem nicht.
Fazit: Hier muss noch einiges passieren, damit einem so ein Roboter wirklich Arbeit abnehmen kann.
Aus eigenem Antrieb hab ich dann mal Maxdome für einen Monat getestet (kostenlose Probezeit in der man auf alle Filme (außer Blockbuster) zugreifen kann) und war auch hier enttäuscht. Denn da ich eine Videothek direkt vor der Haustür habe, liegt für mich der einzige Nutzen einer solchen Online-Lösung darin, dass das Angebot deutlich größer ist und ich z.B. auch mal an ältere Filme rankomme, die in meiner Videothek lange nicht mehr zu haben sind (oder nie zu haben waren, da es unbekanntere Filme sind) und in der Stadtbibliothek auch nicht vorrätig sind. So ein Online-OnDemand-Service sollte mit einer großen Auswahl ja kein Problem haben, dachte ich, lag aber falsch. Wie auch in meiner normalen Videothek nimmt Maxdome auch neuere Filme wieder aus dem Sortiment (bald zum Beispiel “No Country For Old Men”, der da ja noch nicht wirklich so lange online gewesen sein kann), um so (vermute ich mal) die Kunden ein wenig unter Druck zu setzen und schnell doch noch einen Film mehr anzugucken (heißt ja nicht umsonst “Letzte Chance”), oder wie auch immer. Auf jeden Fall: Doof! Und dazu dann noch viel zu teuer (wieder im Vergleich zu meiner Videothek oder der Bibliothek).
Gibts denn keine gescheite OnDemand-Lösung, die ein riesiges Sortiment und günstige preise haben? Oder von mir aus auch nur ein riesiges Sortiment? Und mit riesig meine ich jetzt nicht “Wir haben 1000-National-Geographic-Dokumentationen”, sondern wirklich “Wir haben ganz ganz viele Filme, aus allen Epochen und bunt zwischen Blockbuster und Nischenfilm gemischt)”.
PS: Meine Brille ist übrigens tatsächlich von RayBam…
Gestern war ich mit Frau Bü und RoKe in Juno. Zuerst aber mal zu dem, was davor kam, nämlich dem neuen Spot der ZKM: Filmbefreier:
Fin ich saucool. Vor allem stimmt es einfach, gute Filme muss man gefälligst auch in der entsprechenden Umgebung sehen. Billige abgefilmte Versionen auf nem iPod machen alles kaputt.
Und der Ansatz “Kino - dafür werden Filme gemacht” ist der deutlich richtigere und einleuchtendere Weg, als die “Raubkopierer sind Verbrecher”-Variante.
Auch schon der vorherige Spot der ZKM hat bei mir immer ein gutes Gefühl ausgelöst, weil er ziemlich gut vermittelt, dass Kino eben “Film erleben” ist. Man guckt nicht einfach nur mal nen Film, man erlebt den Film. Wer nicht weiß, von welchem Spot ich rede, ich meine den hier:
Vor allem bei diesem “Und sein Film läuft die ganze Nacht”-Deppen kribbelts bei mir immer. Und ich vermisse die Zeit als Filmvorführer, das war schon was feines…
Der Vollständigkeit halber, hier noch die zweite (nicht ganz so emotionale) Version:
Aber zurück zu Juno: Ich fand ihn sehr schön, wieder ein richtiger Wohlfühlfilm (auch wenn das Thema das nicht vermuten lässt) mit vielen Lachern. Und vor allem: Guter Musik. Hab heute auf der Arbeit einfach mal die Website zum Film im Hintergrund geöffnet. Denn da kann man sich so den ganzen Soundtrack anhören. Reicht, um die Zeit zu überbrücken, bis mir die jemand schenkt (steht ja immerhin auf meinem Wunschzettel), oder ich sie mir dann doch wieder selber kaufen muss, weil ich es nicht so lange (immerhin gibts erst im November wieder einen Anlass, mir was zu schenken) warten kann). Wo wir gerade dabei sind: Als die Juno-Website durchgelaufen ist, bin ich schnell zum Konzert von Kate Nash gewechselt, welches man sich auch komplett anhören kann. Ist dann auch auf meinem Wunschzettel gelandet…
Aber zurück zu Juno (heieiei): Bei den fünf Filmfreunden hab ich heute den Trailer zum zweiten Teil gefunden:
Ok, natürlich nicht wirklich, aber lustig ist es schon (zumindest, wenn man den Film gesehen hat).
Neben Juno gabs in den letzten Tagen übrigens noch “Der letzte Kuss” und “Hulk” (ja, hier habe ich mich total schändlich verhalten und bin dabei eingeschlafen, aber bei dem Film ist das erlaubt). Bewertungen zu allen drei Filmen stehen in wenigen Augenblicken links in der Sidebar.
Der beste Kommentar, den ich bisher zu den Gerüchten gelesen habe, dass Microsoft oder Google Digg kaufen wollen:
Don’t let them drink your milkshake
Nicht, dass mich Digg interessieren würde, hab das nie aktiv benutzt, aber der Spruch hat mir doch ein Grinsen ins Gesicht gezaubert.
Verstehen natürlich nur Menschen, die “There will be Blood” gesehen haben.
Der Milchshake scheint auf jeden Fall einen guten Eindruck hinterlassen zu haben, YouTube ist voll mit Parodien, die alle aber eher unlustig sind. Hier mal ein typisches Beispiel:
Auch ein Schmunzeln aufs Gesicht gezaubert hat mir dieser Comic bei der selektiven Erinnerung (beugt man Blognamen eigentlich?), aber eben auch nur bei der Milchshake-Szene, sonst ist er eher lasch. Aber die Kombo “Ther will be Blood” und “No Country for Old Men” scheint auch beliebt zu sein, eben zufällig über einen nicht unbedingt witzigen Ausschnitt von Saturday Night Live gestoßen, der genau diese Kombo auch aufgreift:
Und jetzt hab ich Lust auf einen Milchshake bekommen. Bzw. auf deinen Milchshake…
Ich hab vor, hier als Jubiläums-Marathon-Rahmenprogramm ein wenig an DonsTag rumzuschrauben. Selbst nach zwei Jahren ist hier noch nicht alles perfekt und irgendwann wird das ein oder andere (z.B. die Fotos oben rechts) auch langweilig und was neues muss her.
Heute ist der erste Schritt getan: Links in der Sidebar gibt es bei “Dons aktuelle Filmkritiken” neben der bekannten Sternvergabe jetzt auch einen kleinen Text, der ein wenig näher darauf eingeht, warum ich dem Film denn jetzt so viele/wenig Sterne gegeben habe.
Weitere Änderungen werde ich nach und nach einbauen.
Jemand einen speziellen Wunsch? Oder ein Must-have-Plugin zu empfehlen, das hier noch fehlt?
Ich heiße euch recht herzlich willkommen bei der Verleihung des “DonsTagAward Of The Moment”. Die erste Verleihung ist jetzt schon fast ein halbes Jahr her, da wird es Zeit, sich mal nach neuen Preisträgern umzugucken (die alten Preisträger dürfen ihren Award natürlich behalten, sonst müsste ich ihn an Inishmore immer wieder vergeben, allein für die Verlinkung des klasse Kommentars zur aktuellen Fernsehlage von Oliver Kalkofe hat er ihn sich wieder verdient).
Diese Mal wird nur ein Blog ausgezeichnet, die anderen beiden Awards gehen an Podcasts, die ich jedem nur wärmstens an Herz legen kann. Allein wegen dein beiden hat sich der Kauf meines iPods mehr als gelohnt. Hatte bis dahin nie mit einem Podcast Kontakt. Ein Fehler…
Los gehts:
Der “DonsTagAward Of The Moment” in Bronze geht an Sympatexter, weil Sympatexter so ein schönes feines, reines Blog ist. Kein “Blogospheren”-Kram, kein Trendhopping, keine uncoolen Sachen und keine selbst auferlegte Blogpflicht. Dafür gibts oft weise Worte, kleine feine Wortspielereien, meist unterhaltsame Skizzen, (Sneak-)Filmkritiken und die Garantie, dass es sich lohnt, vorbeizugucken. Weils halt so ist, wie bloggen sein sollte. Außerdem hat sie das gleiche Stickerheft, das ich als Kind auch hatte…
Frau Sympatexter: Hiermit überreiche ich Ihnen den Award. Herzlichen Glückwunsch und weiter so!
Der “DonsTagAward Of The Moment” in Silber geht an Wie war dein Tag, Liebling?, weil mir da genau das geboten wird, was ich um Überleben brauche: Skurrile Geschichten / Erlebnisse / Fundstücke aus allen möglichen Bereichen. Anke Engelke und Christian Thees erzählen sich in ihrem Telefongespräch gegenseitig eine solche Geschichte (also zwei pro Folge) und es kommt eigentlich nie vor, dass ich nicht dümmlich vor mich hingrinsen muss, während ich im Bus sitze und die Stöpsel im Ohr trage. Muss doof aussehen, macht aber ungemein viel Spaß. Und wenn dann irgendwer nen kleinen Patzer macht und versehentlich eine Version online stellt, in der man auch das Vorgespräch noch mithören kann, dann macht es nochmal mehr Spaß.
Wehrte Frau Engelke und wehrter Herr Thees: Hiermit überreiche ich Ihnen den Award. Herzlichen Glückwunsch und weiter so!
Und der “DonsTagAward Of The Moment” in Gold geht schließlich an den Ohrensessel, weil das einfach der beste Podcast ist, den es gibt. Bisher waren ja die Fünf Filmfreunde meine Meinungsmacher im Internet. Guck ich mir den Film an, oder nicht? Erst mal bei den 5F nachgucken. Jetzt sind aber die 3 B’s vom Ohrensessel (Bernd Begemann (der wohl auch sonst so ganz toll sein soll), Benjamin Maack und Ben Schadow) meine Meinungsbilder. Denn wo die Filmfreunde nur geschriebenen Text haben, haben die Ohrensesselsitzer ein (ca. halbstündiges) Gespräch über ein Thema, bei dem aber sehr gerne auch mal abgeschweift wird und dadurch einfach viel mehr rüberkommt. Atmosphäre, Meinungen, Emotionen und und und. Und die drei passen auch einfach zu gut zueinander, jeder hat eine eigene Rolle (die von Ben besteht darin, einfach die Klappe zu halten und pro Podcast (meist auf Aufforderung) nur so 2-3 Sätze von sich zu geben, die die anderen dann aber immer ganz ganz toll finden. Und Benjamin ist quasi das weibliche Element der Runde. Der, der Gefühle hat und Dirty Dancing toll fand…
Wer den Ohrensessel (wird übrigens im Auftrag von Universal Pictures produziert, was aber nicht bedeutet, dass nur Filme von denen besprochen werden oder die Kritiken irgendwie parteiisch wären) noch nicht kennt, sollte sich auf jeden Fall mal eine Folge anhören. Bitte nicht die aktuellste (Mord ist ihr Hobby), denn die ist ganz anders, da haben die sich noch Frauen eingeladen… Sucht euch am besten eine zu dem Thema raus, das euch am meisten zusagt und habt euren Spaß. Und dann werdet ihr sicher so schnell nicht mehr aufhören, da mithören zu wollen.
Sehr geehrte Ohrensessel-Crew: Hiermit überreiche ich Ihnen feierlich den Award. Herzlichen Glückwunsch und weiter so!
PS: Bin dafür, dass die Filmfreunde sich auch mal an so einen Podcast wagen, das kann nur gut gehen…
Ich würde diesen sehr empfehlenswerten Film als atmosphärischen, philiosophisch angehauchten, gut gezeichneten Cyberpunk-Anime bezeichnen. Vom Inhalt will ich gar nicht viel verraten, aber ich habe Ghost in the Shell immer wieder gern angesehen, allein schon wegen dem Soundtrack der super zum Film passt. Auch der Nachfolgefilm Ghost in the Shell: Innocence ist sehenswert. Von der Serie Ghost in the Shell: Stand Alone Complex hab ich bisher nur Teile gesehen, die zwar gut, aber nicht so interessant wie die beiden Filme sind. Einen zur Serie gehörigen Film namens Ghost in the Shell: S.A.C. Solid State Society gibts auch noch, den kenne ich aber (noch) nicht.
Die paar folgenden Bilder aus den verschiedenen Filmen sollten einen guten Eindruck des zu erwartenden Stils geben:
Ghost in the Shell (Wikipedia: 攻殻機動隊, Kōkaku Kidōtai, i.e. Mobile Armored Riot Police) hat ausnahmsweise mal in der Übersetzung den besseren Namen als im Original. Wer den Film öfters ansieht wird eine kleine Szene entdecken, die in Matrix eins zu eins samt Perspektive und Schnitt übernommen wurde … Einen kleinen Wermutstropfen gibt es leider auch noch: … den komischen Cyporg mit Super-Tipp-Händen anstatt einer direkten Datenverbindung.
Für die, die den Film im Fernsehen verpasst haben:
Ich bevorzuge Originalton mit Untertiteln, da das einfach viel besser gesprochen ist und authentischer klingt.
So, nachdem hier “aufgrund einer technischen Panne” (nein, kein Personenschaden) in wenig Zeit aufgrund von netter Abendunterhaltung eher wenig los war, arbeite ich hier mal schnell ein paar Sachen ab, die ich euch nicht verschweigen will. Der Titel gibt ja schon an, worum es geht…
Kinotipp: Hot Fuzz
Allein schon der Untertitel “Zwei abgewichste Profis” hat mir die Zehennägel bis auf die Schmerzgrenze aufgerollt und in Kombination mit dem Trailer war ich mir aber sowas von schnell klar: Den Film tu ich mir auf keinen Fall an. Glücklicherweise bin ich aber durch Blogs sehr leicht zu manipulieren und da überall stand, dass der selten dämliche Untertitel einem keine Angst machen solle, weil der gar nicht zu dem fantastischen Film passen würde, hab ich die Frau Bü dann vor exakt einer Woche doch reingezerrt. Und die ersten 10 Minuten musste ich mir dann auch richtig böse Blicke (gepaart mit Augenverdrehern) gefallen lassen und mich überkam die Sorge, ob ich da wohl doch nicht auf die ganzen Blogs hätte hören dürfen. Aber das hatte sich dann zum Glück sehr schnell gelegt (da war am Anfang bestimmt die Synchronisation oder unsere doch sehr skeptische Grundhaltung Schuld) und unsere Augen begannen immer mehr zu strahlen. Ja, es gab sogar eine Szene, da wurde heimlich eingeschlagen vor lauter Freude (es hatte was mit einer sehr sehr alten Dame und ihrer Nase zu tun…). Daher spreche ich jetzt mal wieder einen Anguckbefehl an all meine Leser aus: “Hot Fuzz” ist Pflicht. Ich werde ihn mir auf jeden Fall noch einmal im Original geben, vermute da nochmal eine Steigerung um 100%.
Wer nicht weiß, wodrum geh geht, kann das ja einfach bei den fünf Filmfreunden nachlesen (aber bloß nicht den Spoiler im oberen Teil. Den sollten die mal irgendwie besser unleserlich machen. Eigentlich reicht es, wenn ihr nur den unteren Teil von Batzman lest (dessen ungebremste Begeisterung hat mir dann auch den finalen Ruck gegeben)).
In Planung: Monopoly - Der Film
Auf so eine Idee muss man erst mal kommen…
Kinowunsch: Monkey Island
Letztens meinte ich noch zu Frau Bü, dass ich mich wundern würde, dass es noch keinen “Monkey Island”-Film gibt, wo doch Piraten so modern sind und eigentlich jeder vernünftige Mensch ein “Monkey Island”-Fan ist (allein dieseMusik…(ja, die beiden Links gabs hier schonmal, sind aber einfach zu gut)). Und was entdecke ich jetzt im besten aller besten Blogs (also dem mit dem goldenen DonsTagAward)? Genau: Diesen sehr amüsanten Flash-Monkey-Island-Film. Wem das alles zu schnell ging, der kann sich ja das Theaterstück angucken (YouTube in 11 Teilen). Ich hatte dafür nicht wirklich die Muße…
UPDATE: Gerade von Roland darauf aufmerksam gemacht worden (bzw. gemeinsam erarbeitet), dass die “Pirates of the Caribbean”-Themenfahrt im Disneyland nicht nur für eben diese Filme, sondern auch für Monkey Island als Vorlage diente. Also gibt es dann ja quasi nen “Monkey Island”-Film, nur hat der halt nix mit Monkey Island zu tun und darum zählt das nicht… (neuerdings gibts übrigens auch Johnny Depp-Figuren in der Themenfahrt und die sind mal echt richtig krass gut gelungen)
Kinobericht: Ocean’s 13
Was soll ich dazu sagen, außer: “Ist halt ein Ocean’s”? Eben… nix. Außer halt, dass ich ihn gesehen habe und für gut befand. War halt das, was man sehen will, wenn man in einen Ocean’s geht. Und da ich gerne so “wir haben einen Plan und jetzt setzen wir ihn um”-Filme ganz toll finde (z.B. auch “Das perfekte Verbrechen”, “Inside Man”, “The Italian Job”, sogar “Verlockende Falle” und so weiter), war das auch nicht wirklich schwer, mir zu gefallen…
Neue Serie: Prison Break
Wo wir gerade bei “wir haben einen Plan und jetzt setzen wir ihn um” sind. Das ganze gibts jetzt auch als Serie: In Prison Break lässt sich ein der Hauptdarsteller ins Gefängnis stecken, um von dort mit seinem Bruder zu fliehen, der zu Tode verurteilt wurde (angeblich zu Unrecht). Das ganze ist natürlich bis aufs kleinste durchgeplant (der Plan des Gefängnisses befindet sich z.B. gut versteckt in der Rundum-Oberkörper-Tätowierung), dürfte aber, wenn ich mir den Serientitel so durchlese, nicht ganz so schnell erfolgreich durchgeführt werden. Wer die ersten beiden Folgen (mehr kamen noch nicht, die nächsten beiden kommen am Donnerstag ab 22:15 auf RTL) verpasst hat, der kann die (wie auch die der nächsten beiden Wochen) kostenlos online auf rtl.de gucken (ich hoffe mal, dass das Schule macht).
Ich finds bisher (wer hätts gedacht) ganz gut, aber nach zwei Folgen kann man natürlich auch noch nicht mehr sagen. Außer halt über die ebenfalls synchronisierte Titelmelodie zu diskutieren.
Original:
deutsche RTL-Version:
Und was sag ich dazu: “Halte noch aus - ich hol dich da raus”… args… hört sich (auch vom Niveau) an wie der Trailer für eine neue BigBrother-Staffen (BigBrother - der Ausbruch). Bäh!
Das Lied ist übrigens vom Deutsch-Rapper AZAD und Adel Tawil. Hier gibts das Musikvideo (örks…)
(kurz Off-Tpoic: Könnt ihr auch eure Tabs nicht mehr wechseln, während ein YouTube-Film läuft? Was ist das denn bitte?)
Noch neuere Serie: Heores
Erstmal wodrum es geht:
In der Serie entdecken völlig normale Menschen aus verschiedenen Erdteilen ungewöhnliche Fähigkeiten an sich. Dabei müssen die voneinander unabhängigen Menschen erst einmal lernen mit Veränderungen wie Unverwundbarkeit, Hellsehen, Gedankenlesen oder die Kontrolle der Zeit umzugehen.
Verstrickungen in ihrem Umfeld deuten darauf hin, dass es für diese ungewöhnlichen Ereignissen einen Grund gibt.
Dann was da meine Gedanken sind:
Ach du Schande. Ich bin ja absolut überhaupt garnicht der Typ für Superhelden (außer dem neuen Batman und dem von 1966). Geht echt gar nicht. Und außerdem klingt das wie 4400, dieser selten langweiligen und dämlichen Serie (haben wir ganz schnell aufgehört zu gucken).
Und jetzt, was mein Lieblings-Fernsehserien-gucken-oder-nicht-gucken-Mentor (ja, der mit dem goldenen DonsTagAward von eben, ich muss den echt mal im echten Leben treffen) dazu sagt:
Die Serie, die mich von meiner Superheldenallergie geheilt hat. Gegen Superman, Batman, Spiderman und Konsorten in allen möglichen Darreichungsformen war ich bis dato immun, die 4400 hatten mich vor ein paar Jahren ein wenig angefixt, dann aber mächtig im Stich gelassen. Nicht so Heroes. Die Show hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen (wenn auch zunächst aufgrund der deftigen Splatterszenen) und nicht mehr losgelassen. Ohne jegliches Füllermaterial auskommend, perfekt inszeniert, jede Folge eine Bereicherung des Fernsehtages.
[..]
6 von 6 Punkten
Und dann nochmal meine Gedanken:
Die Serie muss ich auf jeden Fall gucken!
Spezial-Dittsche mit Jauch
Sabine Christiansen hab ich so ziemlich nie geguckt. Eine Sache, die ich jetzt nach der letzten Folge etwas bereue, aber nur wegen der letzten Folge. Denn da gab es laut dem Popkulturjunkie eine Spezial-Ausgabe von Dittsche (5 Minuten, aber für die Sommerpausenüberbrückung ist jede Minute wichtig). Thema war natürlich Christiansen und während dieser Zeit kam wohl Günther Jauch vorbei und wollte auch in den Imbiss kommen. Durfte er aber nicht, denn “der hat Hausverbot hier, der Spinner”:
Und wer das jetzt nicht witzig findet, der hat wohl (wie auch immer) die “Jauch wird Nachfolger von Christiansen”-Sache verpasst…
Gerade kam übrigens ne Wiederholung auf Eins Extra, aber aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund (ich sollte da echt mal nachhören) gehen die ganzen ARD-Sender bei uns nicht über digitales Kabel. Aber halb so schlimm, denn am 2.07. hab ich auch noch ne Chance (bzw. mein festplattenrekorder). Da kommt Christiansen (hoffentlich die richtige Folge) nämlich um 10 Uhr auf Phoenix.
Popkulturjunkie im Interview
Hat zwar nur sehr indirekt was mit dem Thema zu tun, aber da ich jetzt eben schon den Popkulturjukie (der bekanntlich auch für die deutschen Blogcharts und den Blogcensus (mit-)verantwortlich ist) erwähnt habe, weise ich noch schnell darauf hin, dass der morgen in der Blogsprechstunde Rede und Antwort steht. Ich hab bei den “Vorab-Fragen” auch mal eine zu der Visualisierung der Blogcharts reingestellt und wenn ich mir das jetzt so angucke, scheinen sich auch andere dafür zu interessieren…
UPDATE: Pft! Jetzt hat der die Antwort einfach schon vor dem Interview rausgehauen. Ist doch die ganze Spannung raus…
Aber immerhin war es genau die Antwort die ich hören wollte: Noch in diesem Jahr soll es Visualisierungen geben. WOhoo!
Da hab ich dem Inishmore doch glatt nur den goldenen Award verliehen, ich glaub der hätte viel mehr verdient. Denn eben (ok, schon ein paar Stunden her) bin ich beim abarbeiten meiner Feeds (dummerweise kommt da immer wieder was dazu, so dass sich die älteren fast als unerreichbar erweisen) auf diesen Beitrag bei ihm gestoßen.
Es geht um das Lied “I just died in your arms tonight” und ich wette, dass jetzt hier auf einmal nur noch die Hälfte mitliest, weil der Titel doch eher abschreckt. Aber das liegt nur daran, weil der Text bisher immer missverstanden wurde. Denn eigentlich geht es doch um ein ganz spannendes Thema: “Du musst besoffen bestellen!” (mp3, UUUNbedingt anhören).
Hier das ganze Lied:
Ich bin überaus fasziniert ob dieser akustischen Illusion (siehe auch Quarks & Co, die dann noch auf Minute 4:08 in diesem Video anspielen, finde ich aber nicht ganz so prickelnd)
PS: Wo wir gerade bei Musik sind, ich hatte letztens auf der Arbeit dank lastfm den Song “Solsbury Hill” von Peter Gabriel laufen und hatte das unabwendbare Gefühl, das Lied aus irgendeinem Film zu kennen:
Recherchen haben dann aber nur zu dem saucoolen Shining-Trailer in Familenfilmversion geführt:
So oft hab ich den aber gar nicht gesehen (max. 4-5 mal), dass sich das so eingebrannt haben könnte, gibts da nicht noch was anderes? (mich erinnerts irgenwie voll an Brokeback Mountain. Warum?)
Als ich hier in Ulm noch im Kino gearbeitet hab, hingen da ewig Plakate von “The Woodsman” rum. Irgendwann kamen dann noch Flyer dazu und die hatten mich und Frau Bü sehr schnell davon überzeugt, dass wir den Film sehen mussten. Leider (aber typisch für das Kino) kam der Film dann doch nicht. Und auch meine Mail (unter falschem Namen, da ich zwischenzeitlich gekündigt hatte und die nach meinem Brief, in denen ich zu erklären versuchte, was alles nicht so gut läuft, wie man sich das als Mitarbeiter und auch als Kunde wünscht, nicht mehr so gut auf mich zu sprechen waren), in der ich anfragte, wann der Film denn nun endlich kommen würde, hatte nicht geholfen (angeblich sei er arg gefloppt und darum wolle man ihn nicht zeigen).
Also hegten wir ewig die Hoffnung, dass er irgendwann mal in unserer Videothek auftauchen würde, aber auch das war nie der Fall. Und jetzt hatte ich letzte Woche endlich die rettende Idee und hab mich für den zweiwöchigen (kostenlosen) Test des Amazon-DVD-Verleihservices angemeldet. Wer es nicht kennt: Da gibt man DVDs an, die man gerne ausleihen würde, die schicken einem die dann zu und man schickt sie (kostenlos) wieder zurück. Nach den zwei Wochen werde ich dann aber wieder kündigen, da es doch deutlich teurer ist, als die normale Videothek (okay, dafür hat sie auch viel mehr, der zweite Film in der Testphase wird dann auch “Requiem for a dream” sein, der mir (unter anderem) von Daniel sehr empfohlen wurde und auch nirgends anders zu finden ist).
Aber jetzt zu The Woodsman. Worum geht es eigentlich?
Walter [der grandiose Kevin Bacon] kehrt nach zwölfjähriger Haftstrafe wegen Pädophilie nach Hause zurück. Er ist ein gebrandmarkter Mann, seine eigene Familie sieht in ihm ein Monster. Nur der Schwager hält zu ihm, verschafft ihm Arbeit und eine Bleibe. Bei seinem Job in der Holzfabrik freundet er sich mit Kollegin Vickie [Kyra Sedgwick, seit über 15 Jahren Kevins Ehefrau] an. Sie, selbst jahrelang Oper sexueller Übergriffe, scheint als einzige Zugang zu dem verschlossenen Mann zu finden. Da lernt Walter im Park ein zwölfjähriges Mädchen kennen, und die Dämonen der Vergangenheit erwachen wieder.
(Quelle: Amazon)
Trailer:
Ein sehr gewagtes Thema und das Bonusmaterial (Interviews und Audiokommentar) haben auch deutlich aufgezeigt, dass es nicht wirklich leicht war, den Film wirklich durchzuführen (und das, obwohl der irgendwann überzeugte Produzent mit “Monster’s Ball” einen großen Erfolg einfahren konnte). Aber die Mühen haben sich mehr als gelohnt, der Film ist wirklich klasse. Dadurch, dass sich der Film so sehr auf die Hauptfigur konzentriert und man teilweise richtig in seinen Kopf eintaucht, entsteht eine wahnsinnige Identifikation mit einem Menschen, den man für seine Taten eigentlich nur hasst. Und so kommt es dann, dass man währen des ganzen Filmes immer wieder zwischen Mitleid und Ekel schwankt und auf eine Heilung der Krankheit (nichts anderes ist Pädophilie ja) hofft, aber auch merkt, dass das keine leichte Sache ist (Die Rückfallquoten sprechen für sich).
Zudem muss man sich mit der Frage auseinandersetzen, ob Megan’s Law (welches die Veröffentlichung der Namen von Sexualstraftätern vorsieht) nun gut oder schlecht ist. Zum einen warnt es natürlich die Menschen vor einem gefährlichen Monster, zum anderen macht es dem Monster (welches eigentlich nur ein kranker Mensch ist) nicht wirklich leichter, wieder in ein normales Leben zu finden und so zu einem normalen Menschen zu werden (was sich Walter im Film immer wieder fragt: “Wann werde ich endlich wieder normal?”). Außerdem (auch im Film zu sehen) führen solche Veröffentlichungen gerne zu Selbst-Justiz, was dann auch mal unschuldige Menschen treffen kann.
Ich kann den Film wirklich nur jedem empfehlen. Ist ein ernstes Thema, das in einem fantastischen Film umgesetzt wurde (sehe übrigens nicht nur ich so, die von mir immer wieder gern herangezogene Wertung (weil sie so allumfassend ist) von Filmstarts ist auch meiner Meinung: filmstarts 9/10, Presse 7.9/10 und Leser 8.9/10) (wer lieber wissen will, was Anke Gröner dazu sagt, der kann das natürlich auch nachlesen).