Frisch vom Markt

28. Januar 2007 um 21:03 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

Da das neue Jahr ja schon 4 Montage auf dem Buckel hat wurde es endlich mal zeit die guten Vorsätze umzusetzen.
Vorsatz 1: Nicht das ganze Wochenende verschlafen sondern auch mal rausgehen
Wenn man die ganze Woche über so „richtig hart arbeitet“, dann hat man sich am Wochenende doch echt eine Pause verdient. Bei dem Wetter gibt es sowieso keinen wirklich triftigen Grund ins Freie zu gehen. Kann man doch auch samstags Scrubs schaun oder Charmed oder Greys Anatomy oder…. Aber bevor man zu Hause versauert und einstaubt will man doch auch irgendwann mal raus und was erleben, schließlich sind wir jung und dynamisch und die Jugend von Gestern…deshalb raus aus dem Sofa rein ins Vergnügen!

Vorsatz 2: Selber kochen statt Tiefkühlfraß
Nachdem der don und ich uns über Wochen und Monate am Wochenende von „Resten“, Tiefkühlfraß und Fast Food ernährt haben wird es zeit für eine neue Ära. Schließlich ist man ja bald Ehefrau. Da sollte man schon ein kleines Basiswissen über zu erwartende Pflichten sammeln (vor allem nachdem mich mein Kollege letztes darüber aufgeklärt hat, welche körperlichen Pflichten in der Ehe zu erwarten sind). Mit meinen Lieblingskochbüchern „Die köstliche Verführung des Mannes für Anfänger“ bzw. „Liebe geht durch den Magen I/XV“ soll die Verwandlung gelingen.

Ich bin ein bisschen ehrgeizig (oder auch faul) und will daher zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen (gut, zum Schneiderlein reicht es also noch nicht, aber ich hab auch nie behauptet tapfer zu sein) und so hatte ich mir schon unter Woche das Ziel gesetzt samstags den Ulmer Wochenmarkt zu besuchen, die köstlichsten Köstlichkeiten zu kaufen und anschließend den hungrigen Magen meines don zu besänftigen.

Zum Glück hat der Ulmer Markt samstags bis 13 Uhr geöffnet, denn mit allen Gewohnheiten muss man ja nicht gleich brechen und so konnte ich wenigsten lange ausschlafen (ja ich, nicht wir, denn don meint ja früh aufstehen würde seiner DA gut tun). Nachdem der don und ich dann (also nachdem ich ausgeschlafen hatte) erstmal die Kochbücher studiert haben, nichts Passendes fanden und schließlich improvisierten ging es schon mit dem Bus in Richtung Ulmer Innenstadt.

Der don ist sogar ganz freiwillig mitgekommen (das war bestimmt nicht gut für seine DA) und ich hab ihn auch gewähren lassen (als gute Hausfrau brauche ich ja keine Hilfe, aber jemand der die Tüten trägt und sich sonst nicht einmischt ist mir dann doch gerne willkommen). Auf dem Weg zum Markt sind wir dann schon nach dem Ausstieg an der Theater- Haltestelle in den Strudel der Marktkäufer hineingezogen worden. Meine einzige Erinnerung an diesen schwebelosen Zustand sind Körbe. Braune, unpraktische, geflochtene Körbe. Hunderte, Tausende überall Körbe aus denen Lauchstangen rausschauen. Grauenvoll. *verdräng*

Der Ulmer Wochenmarkt umfasst so ziemlich den ganzen Münsterplatz. In einzelnen Zelten gibt es dann Stände mit Blumen, Gemüse, Obst, Nudeln, Fleisch, Eier, Käse und Wurst. Es gibt also alles was das Herz begehrt. Die Stände unterscheiden sich kaum. Es gibt richtige Gemüse-Viertel und Eier/Nudel-Viertel auf dem Markt. Und alle bieten dasselbe an. Mal sind die Bohnen größer mal der Fenchel kleiner. Auch hat der ein oder andere Stand dann mal ausgefallenere Zutaten wir Mangold oder Zitronengras. Im ersten Gemüseladen sind wir schon sehr fündig geworden, aber wer wird denn alles beim erst besten kaufen? Was wir uns aber nicht haben entgehen lassen war es gleich 200gr. leckere Steinpilze zu kaufen (der Mann, der nur Tüten tragen und sich nicht einmischen sollte hat sich eingemischt. Um ihn ruhig zu stellen hab ich ihm erlaubt die Pilze für das Essen auszusuchen, schließlich gab es eine Riesen Auswahl an Pilzen und was macht es? Er sucht sich Pilze aus ohne auf das Preisschild zu achten knapp 10 Euro hab ich für die Sch* Pilze bezahlt!!!!).

Insgesamt war der Einkauf ein halbes Desaster. Im Käse vergriffen (da stand mild drauf verdammt, was verstehen denn Schwaben unter mild??), Nudeln gekauft, die im Topf auf das 4 fache ihrer Originalgröße gewachsen sind, und insgesamt viel zu viel bezahlt. Wer auf dem Markt einkauft muss Geld zum Fressen haben. (100 gr. Litschees für 6 Euro? Welcher Kronprinz hat die denn gegossen?)

Mein Fazit ist, auf dem Markt einkaufen macht Spass, man bekommt alles was man für ein kulinarisches Wochenende braucht und kann anschließend noch in der Stadt shoppen oder Käffchen trinken gehen. Aber dieser Spass hat eben seinen Preis. Ich will einfach nicht glauben, dass Bio 10 mal besser schmeckt und 10 mal so gesund ist wie Discounter-billig Ware, die nur ein Zehntel kostet. Oder ist hier das ausschlaggebende Argument, dass man die Umgebung wirtschaftlich fördert?

Tach, Post! (IX): Europäisches Parlament – Der Euro Teil 4

06. Mai 2006 um 11:00 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Euro-Sterntaler-KarikaturSo, eine Quadrologie geht zu Ende, die Frage nach der Euro-Einführung wird endlich geklärt. Ein kurzer Rückblick:
Im August 1998 interessierte ich mich erstmals für den die Einführung des Euro, der damit verbundenen Probleme (Entschädigungszahlungen an Geldfälscher, Umbenennung des Namens Mark in Euro etc.) und auch für das genaue Datum der Einführung. Also tat ich, was jeder junge Mann an meiner Stelle getan hätte und schrieb einen netten Brief an den damaligen Finanzminister Waigel. Der (bzw. ein Mitarbeiter) war auch so freundlich und antwortete auf sehr humorvolle Art, wobei er zum Start des Euros folgendes schrieb: “Ähnlich wie im Märchen “Sterntaler” müssten Sie am 32. eines Monats bei Vollmond und nur mit einem Hemdchen bekleidet darauf warten, dass Ihnen die Euromünzen in den Schoß fallen.”
Das hab ich dann natürlich geglaubt und voller Vorfreude auf diesen Tag gewartet. Leider kam er nie und so wendete ich mich im Februar 1999 an den neuen Finanzminister Lafontaine. Statt mir zu antworten, trat dieser aber lieber zurück und so blieb mir nur noch sein Nachfolger: Hans Eichel. Aber auch der meldete sich nicht.
Und so hätte ich das Thema eigentlich aufgegeben, wenn ich nicht zwei Monate später in einem Wahlprospekt der SPD die links abgebildete Karikatur gefunden hätte. Also schnell an die auch noch einen Brief geschrieben. Und den gibt es jetzt hier zu lesen…
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Tach, Post! (VI): Lafontaine und Eichel – Der Euro Teil 2 und 3

15. April 2006 um 12:00 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ihr erinnert euch hoffentlich noch alle an den zweiten Brief dieser “Tach, Post!“-Reihe. Genau, das war der an den damaligen Finanzminister Waigel, in dem es um die Einführung des Euros ging. Dieser Brief (und vor allem die humorvolle Antwort) bildet die Grundlage für die heute vorgestellten Briefe. Wer den Waigel-Brief also noch nicht gelesen hat, der sollte das schleunigst nachholen.
Am heutigen Samstag gibt es ausnahmsweise zwei Briefe, da der Eichel-Brief nicht wirklich lustig ist und der der Vollständigkeit halber abgedruckt wird, denn im weiteren Verlauf der Euro-Geschichte (ja, wir sind noch nicht am Ende angelangt, ich musste bis zu den Abgeordneten des europäischen Parlamentes vordringen, um endlich eine befriedigende Antwort auf meine Fragen zu bekommen) wird auf beide Briefe Bezug genommen. Dazu aber an anderer Stelle mehr, heute geht es allein um die antwortlose Frage: “Wann ist denn bitte der 32. eine Monats bzw. wann kommt der Euro?”.
Aber lest doch selbst…
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Tach, Post! (II): Theo Waigel – Der Euro Teil 1

25. März 2006 um 14:32 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, heute gibt es den zweiten Brief aus der “Tach, Post!”-Reihe. Im Einleitungsbeitrag gibt es nun auch ein Inhaltsverzeichnis, welches regelmäßig aktualisiert wird und oft aktueller ist, als die Realität. Das liegt daran, dass ich die Briefe schon vorher schreibe, den Veröffentlichungstermin aber in die Zukunft lege. So kann ich euch z.B. auch nächste Woche einen Brief garantieren, auch wenn ich da gar nicht online bin. Klasse, oder?
Aber nun zum heutigen Brief: Wie der Titel schon angibt, handelt es sich hier um einen Mehrteiler. Die Einführung des Euro war ja immer ein riesiges Gesprächsthema. Und da mir 1998 nicht wirklich alle Fragen klar waren (z.B. ob Geldfälscher eine Entschädigung bekommen, da sie ja nun ihre gesamten Maschinen ersetzen müssen), hab ich mich einfach direkt an den damaligen Finanzminister (Dr. Theo Waigel) gewandt. Und was soll ich sagen: Seine Antwort (bzw. die eines Mitarbeiters) war (unerwarteterweise) eine der humorvollsten, die ich je bekommen habe. Darum (und weil die Antworten nicht der Wahrheit entsprachen, wie sich später rausstellte), habe ich dieses Thema auch weiterverfolgt und noch Briefe an Oscar Lafontaine, Hans Eichel und das europäische Parlament geschrieben. Dazu aber an einem anderen Samstag mehr…
Nochmal zurück zum heutigen Brief: Das war einer meiner ersten Briefe (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) und ich fand es da noch lustig, extra ein paar Rechtschreibfehler einzubauen, um dümmer zu wirken. Heute finde ich das weniger lustig, hab den Brief aber mal im Original gelassen. Und zumindest was das “quarken” angeht, war es kein Fehler…
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So viel los hier…

25. März 2006 um 14:00 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

All about Frau Bü
Huhu wehrte Leserschaft,
an dieser Stelle mal eine ganz persönliche Ansprache und eine zutiefst “auch so gemeinte” Entschuldigung, dass hier 2 Tage nichts passiert ist, aber Frau Bü hat am Donnerstag ihren “Dipl. Inf” abgeschlossen und da hab ich sie doch tatsächlich mal wieder zuhause gesehen und ich musste die Zeit darum sinnvoller nutzen, als hier zu bloggen. Das wird jetzt auch noch eine Woche so weitergehen, da das die einzige Woche ist, wo wir beide mal wirklich frei haben, danach gehts ja bei mir auch in Richtung “Dipl. Inf” und Frau Bü macht sich daran, Frau Dr. Bü zu werden.
Und um euch die Zeit ein wenig zu vertreiben, hab ich mir ein kleines Quiz ausgedacht:
TrichterrutscheGestern musste mein Sparschwein mal wieder dran glauben. Und mit “dran glauben” meine ich auch “dran glauben”. Rückblick: Ich habe lange gesucht, dann vor ein paar Jahren aber endlich in so einem Ramschladen ein Sparschwein ohne Verschluss gefunden. Denn seit ich Tick, Trick und Track in den lustigen Taschenbüchern auf dem Bordstein ihr Sparschwein zerhämmern gesehen habe (oje, was ist das für ein Satzbau?), war die Nachahmung dieser Tat einer meiner Kindheitsträume (oh, da muss ich schnell noch was loswerden, denn den kommenden Donnerstag werden Frau Bü und ich auch nutzen, um einen weiteren Punkt meiner “Was ich noch tun muss, bevor ich ins Gras beiße”-Liste abzuarbeiten: Das Rutschen auf einer Trichterrutsche).
Sparschwein wird geschlachtetGefüllt wurde das Schweinderl dann regelmäßig mit Kleingeld aus dem Geldbeutel, oder mit ausländischen Euro-Münzen, die mir meine Oma und meine Großtante daheim immer zustecken, weil ich die ja sammel (ok, mir fehlt eigentlich nur noch ein “2-Cent-Stück” (Land hab ich grad vergessen)), aber man kann die ja auch “anders nutzen”, wie ich dann von den beiden immer zu hören bekomme. Und wo sie Recht haben…) (An dieser Stelle nochmal einen Einschub. Etwa eine Woche, nachdem ich für einen Kommentar in diesem Blog nach einer “Holsten-Tor-2-Euro-Münze) gegoogelt habe, hab ich die auch tatsächlich von meiner Großtante bekommen. Supi!). Und wenn ich mal dringend Kleingeld brauchte, aber keins parat hatte, musste ich es gegen einen Schein tauschen (allerdings durfte ich nur so viel Geld rausholen, wie ich wirklich brauchte, dafür den kleinsten Geldschein reinwerfen. Es kam also manchmal zu einem “20ct gegen 20 EUR-Tausch).
Lange Rede kurzer Sinn: Gestern war das Schwein zum zweiten Mal voll und musste geschlachtet werden (wie zum zweiten Mal? Na, es wird nach dem Schlachten immer wieder zusammengeklebt, ein bisserl bin ich halt auch zum Schwaben geworden…). Und nun das Quiz: Wer errät, wieviel Geld denn insgesamt drin war (bzw. wer am nächsten dran ist), der darf die Überschrift eines folgenden Blogeintrages bestimmen, zu dem ich mir dann den passenden Text ausdenke. Klasse, oder? Auflösung frühestens Montag, wenn ich das Geld in der Bank in den Kleingeldzähler geworfen habe.
UPDATE:
Sparschwein wird geschlachtetAuf besonderen Wunsch von Daniel gibts hier das Bild vom Sparschwein auch in Groß. Und da mir gerade eingefallen ist, dass der Geldhaufen ja gewachsen ist, weil ch noch 6,66, EUR in Kleingeld (bis 5ct) dazugekippt hab (Fluffi erinnert sich vielleicht, wo die herkommen), gibt es hier ein neues Foto (mit dem bereits repariertem Schwein).
All about Frau Bü
Und auch den weiteren Wunsch von Daniel will ich noch erfülle, hier ist die Spiegel-Frau-Bü in Großformat. Mal gespannt, wann einem zuerst was auffällt…