BST 11: Burg Teck, A8

09. Januar 2010 um 00:09 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

bst_burg_teck

Es wird mal wieder Zeit für einen Beitrag zur “braune Schilder”-Tour (BST).
Aber fangen wir erstmal mit dem Bild da oben an. Das stammt nämlich nicht von dem Tag, an dem wir die Tour gemacht haben, sondern ist schon vor längerer Zeit auf Vorrat aufgenommen worden, daher die andere Jahres- und Tageszeit.
Aber was sieht man da? Nicht irgendein braunes Schild (bzw. Unterrichtungstafel), sondern das erste seiner Art, welches (laut diesem SpOn-Artikel) 1984 aufgestellt wurde. Der Ursprung dieser Tour also. Wow.

Und bevor ich euch erzähle, warum es uns genau da hin getrieben hat, erstmal ein paar Eindrücke von der Burg Teck und dem Weg dahin (vom Parkplatz zur Burg sind es nochmal ca. 1km Fußweg den Berg hoch, gut, dass wir mit Feuer und Glühwein empfangen wurden):

burg_teck_aussen

Diesen Weg nimmt man zu solch dunkler Stunde (bei Sonnenschein hat man da sicher eine super Aussicht) natürlich nicht ohne Grund auf sich und so war es auch bei uns. Angelockt wurden wir von lecker Essen in mittelalterlichem Flair. Nennt sich dann “Teckburger Tafeley” und stand bei uns schon seit 2 Jahren auf der ToDO-Liste. Kurz vor Weihnachten hat es dann jetzt endlich geklappt und so trafen wir uns dort mit 4 Freunden zum mittelalterlichen Mahl.

Zum Glück hatte jeder Kerl auch ein Weib mitgebracht, denn wie es im Mittelalter so üblich war (wenn die Frauen denn mit an den Tisch durften), war es die Pflicht der Frau, den Mann zu bedienen und ihm immer zuerst das beste Stück zu geben und darauf zu achten, dass sein Glas nie leer würde. Weitere Ess- und Benimmregeln (immer einen Rest für die Armen lassen, nie allein trinken etc.) findet ihr unter obigem Link. Wurden sie nicht eingehalten (oder klingelte gar ein Handy), wurde der Übeltäter zur Freude der anderen Anwesen mit der Schandgeige zur Rechenschaft gezogen.

Doch bevor es überhaupt ans Essen ging, mussten erstmal die Hände im Wasserbecken gewaschen werden (schließlich wurde nur mit Händen und Stilett (wohoo!) gegessen), ein Tuch umgebunden und lecker Met aus dem Horn getrunken werden. Zwischen den Gängen (die sehr sehr lecker waren) gab es dann immer mal wieder unterhaltsame Musik und Humor im mittelalterlichen Stil. Brachte eine super Stimmung ein, so dass oft der ganze Saal mitgesungen hatte.

burg_teck_tafeley

Einziges Manko: Die Getränkepreise waren verdammt hoch, so dass ich mir nicht sicher war, ob die “Reste für die Armen” am Ende nicht doch wieder an uns verteilt werden…

Alles in allem aber ein wunderschöner Abend in ausgelassener Stimmung und mit lecker Essen. Kann in nur empfehlen und ich kann mir gut vorstellen, dass wir da nicht zum letzten Mal waren. Und bei Tageslicht müssen wir die Burg dann ja auch mal noch besuchen…

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2010: 2samkeit, 0 Gäste und 10 Gänge

01. Januar 2010 um 16:41 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

11_nest

Silvester 2009, das letzte Silvester, das Frau Bü und ich noch zu zweit erleben können, das nächste mal ist dann (toc toc toc) ein kleiner Schreihals mit dabei.
Grund genug, das Jahr mal ganz anders ausklingen zu lassen als die Jahre zuvor und nur mal in gemütlicher Zweisamkeit zu feiern. Wobei das “gemütlich” leicht gestrichen werden muss, da wir die Idee hatten, das ganze noch (muss ja was besonderes sein) mit einem 10-Gänge-Menü zu verbinden. Selbstgekocht versteht sich.
Und so wurde es ein Silvester, das im Wechsel in Küche, am Esstisch und auf der Couch gefeiert wurde.
Sehr sehr schön, sehr lecker und sehr empfehlenswert.

Und da wir ja nicht so sind, bekommt ihr auch was davon ab, wenn auch nur in Fotoform und Rezepten.

Gang 1: Spargel Sushi

01_spargel-sushi

Das Menü startete direkt mal mit einem kleinen Desaster, denn die gelierte Sauce Hollandaise wollte einfach nicht in der Strudelteig-Rolle bleiben, so dass um den Teig einfach nochmal eine Schicht Sauce kam, ehe diese mit dem Schinken ummantelt wurde. In der Mitte dann natürlich noch der Spargel.
Hat nicht so ganz geliert wie es sollte, darum auch nicht so wirklich hübsch anzurichten. Muss nicht nochmal sein…
Hier das Rezept.

Gang 2: Blattsalat mit knusprigem Ziegenkäsebonbon

02_ziegenkaese-bonbon

Das Bonbon (aus Frühlingsrollenteig) ist mit Ziegenkäse und Zwiebelconfit gefüllt (Memo an mich: Das nächste Mal mehr Käse und weniger Confit) und sehr sehr lecker. Das Salatdressing etwas gewöhnungsbedürftig und das nächste Mal sicher nicht mehr mit dabei.
Hier das Rezept.

Gang 3: Melonenkaviar

03_melonenkaviar

Kann man die gelierte Hollandaise schon als molekular einstufen, so ist es hier eindeutig: Mein Molekular-Cocktail-Kasten kam auch in diesem Jahr wieder zum Einsatz. Die Kaviar-Kügelchen sind dabei etwas, was sehr schick aussieht, mir nie wirklich gelungen sind (sie werden einfach zu klein und sehen immer leicht glibberig aus) und im Geschmack leider oft etwas arm daherkommen.
Dafür war der Schinken umso stärker, was jetzt auch nicht unbedingt so ideal war…
Naja, hauptsache es sah gut aus.
Hier das Rezept.

Gang 4: Blutwurst unterm lila Nest

04_blutwurst

Eigentlich sollte das hier ja ein “Wachtelei im Nest” (Rezept) werden, nur dass die Garnele durch Bluwurst aus diesem “Himmel und Erde”-Rezept ausgetauscht werden sollte. Dann waren die Wachteleier aber dummerweise überall ausverkauft.
Also ohne Ei. Statt dessen hatten wir (wieder angeregt durch ein anderes Rezept) die Idee, für den Kartoffelpüree einfach mal violette Kartoffeln zu nehmen. Hatte ich vorher noch nie gesehen, was bei dieser krassen Farbe echt erstaunlich ist. Vom Geschmack ist es nicht weit weg von der normalen Kartoffel, bei der Konsistenz schien das violette Püree aber irgendwie klebriger oder so. Auf jeden Fall mal interessant und auch ohne Ei lecker.

Gang 5: Bratspieße aus Hühnchen-Teriyaki in Zuckerwatte mit molekularem Salat

05_zuckerwatte

Ein Gang (die Bratspieße), bei dem ich schon ewig vorher anfangen musste, ihn immer wieder anzubringen, bis Frau Bü das “OK” gegeben hat. Irgendwie findet sie das Bild im Originalrezept eklig. Ok, eine gewisse Ähnlichkeit zu einem Holzstamm, der von irgendeinem Getier eingesponnen wurde ist nicht zu leugnen, trotzdem läuft mir beim Anblick das Wasser im Mund zusammen.
Noch viel mehr, seit ich weiß, wie lecker es wirklich ist. Sehr sehr lecker. Sagt übrigens auch Frau Bü. Darum wird es wohl heute Abend nochmal so Spieße geben, da noch genug Fleisch und Sauce übrig ist und auch die Zuckerwattenmaschine (die auch schon Silvester 2007 zum Einsatz kam) noch bereit steht. Huiuiui!
Auf meinen Fotos sieht die Watte übrigens nicht ganz so toll aus, da sie an dem heißen Fleisch schnell zusammengeschrumpelt ist, ich nehme also mal an, dass sie beim Rezept entweder viel schneller das Foto gemacht haben, oder kaltes Fleisch genutzt haben, was ich aber nun nicht machen würde. Außer für ein Foto…

Der Salat war dann auch molekular, wieder die Kaviar-Kügelchen, diesmal mit Petersilie- und Zwiebel-Geschmack. Der (rote) Gemüsesaft hat das Alginat nicht vertragen und ist dickflüssig geworden, was aber nicht so schlimm war. Auch nichts, was ich wiederholen würde.
Hier das Rezept.

Gang 6: In Speck gebratener grüner Spargel an Blumenkohl-Pfirsich-Mus

06_spargel_in_speck

Hier musste mal wieder etwas grüner Spargel verbraucht werden, da in Gang 1 ja nur zwei Stangen benötigt wurden, wir aber ein ganzes Glas kaufen mussten.
Das spektakuläre an diesem Gang aber war das Blumenkohl-Pfirsich-Mus. Eine sehr interessante Kombination, die überraschend gut zu Speck und Spargel gepasst hat.
Hier das Rezept.

Gang 7: Schweinsfilet auf Apfel-Trauben-Chutney und Zwetschgenfarbe, Grünteenudeln

07_schweinefilet

Ein Rezept aus diesem Molekularbuch (Amazon Partnerlink), welches ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Aber auch hier konnte mich der molekulare Teil (die Grünteenudeln, die bei uns aufgrund unpassender Grünteesorten nicht wirklich grün waren und auch wieder das Geschmacksarmutproblem hatten) nicht wirklich überzeugen, das Chutney und vor allem die Zwetschgenfarbe waren aber ein Traum und kommen sicher nochmal auf den Tisch.
Rezept kann ich nicht verlinken, steht wie gesagt im obigen Buch.

Gang 8: Avocado-Carpaccio mit cremigem Limetten-Dressing

08_avocado_carpaccio

Hatte ich hier den Dessert-Kurs erwähnt, den ich letztens besuchte? Da hatte ich auf jeden Fall Fotos geschossen und die der Kursleiterin geschickt. Als Dank hab ich noch Rezepte von einem anderen Kurs bekommen (”Gorumetmenü”), darunter eben genau dieses, welches wohl aus diesem Buch von Alfons Schuhbeck stammt: Eine Kombination aus Mango, Avocado, Limette, Gurke und Frühlingszwiebel, wo es mir alle Nackenhaare hochstellt, was aber unglaublich lecker geschmeckt hat.
Ich hab das Rezept auch noch online gefunden, heißt da nicht Avocado-Carpaccio, sondern Avocadosalat.

Gang 9: Gelbe Grütze mit Lebkuchensahne

09_gelbe_gruetze

Die Nachspeise beginnt und damit verließen wir auch das Gebiet der Gerichte, die wir nie zuvor probiert hatten, denn sowohl Gang 9 als auch Gang 10 hatte ich schon gegessen (Frau Bü nur Gang 10). Die gelbe Grütze hab ich nämlich in eben jenem eben erwähnten Dessert-Kurs kennengelernt und für sehr lecker befunden.
Gestern gabs dann aus bekannten Gründen die Variante ohne Portwein und Rum, was man leider auch geschmeckt hat (trotz Rum-Aroma und alkoholfreiem Rotwein). Das nächste Mal dann wieder nach Alenas Schwangerschaft. Ist eh ein Weihnachtsessen…
Online konnte ich das Rezept nicht finden, veröffentlichen ist wegen Urheberrecht auch kritisch. Wer es also per Mail zugeschickt haben will, meldet sich einfach in den Kommentaren…

Gang 10: Gebackenes Baiser-Eis

10_baiser-eis

Das hatten wir vor über drei Jahren mal in viel zu großer Menge, gestern sollte es dann endlich mal wieder auf den Tisch kommen. Diesmal aber in kleinen “Crème brûlée”-Förmchen. Und da es der 10. Gang war, haben wir den Bisquit-Teig diesmal auch nicht selber gemacht, sondern Tortenboden hergenommen. Daher war der Teig diesmal auch nur unten drunter, statt komplett um das Eis rum, weswegen es dann doch leicht angeschmolzen ist. Trotzdem lecker und ein feiner Abschluss.
Hier ein Rezept, bei dem noch Früchte mit einbezogen wurden.

So, das war unser Silvester-Menü. Vielleicht ist ja für den ein oder anderen was dabei.
Und ach, bevor Fragen kommen: Ja, uns kann man mieten, aber das wird nicht gerade billig ;-)

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Wieder da…

27. Oktober 2009 um 15:49 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, da bin ich wieder. Eine Woche Urlaub liegt hinter mir und wieder bin ich um ein paar Erfahrungen reicher geworden. Z.B.

  • In Jever gibts gar keine Sanddünen, dafür aber Pfaue
  • Der HSV kann diese Saison echt nur Unentschieden spielen, wenn ich dabei bin
  • Ich kann Krabben pulen, essen muss ich sie aber nicht unbedingt
  • Nicht nur braune Schilder, sondern auch Autobahnparkplätze können spannend sein, erst Recht wenn die Uhr umgestellt wird
  • Die Spielemesse hatte dieses Jahr für Frau Bü und mich irgendwie kaum ein tolles Spiel zu bieten, wir sind wohl schon zu verwöhnt
  • Eine Telefon-Flatrate (im Hotel) bringt nur dann was, wenn auch Leute zu erreichen sind
  • Die EOS 400 (?) klingt beim Auslösen ganz anders als die 450
  • DonsTag ist langweilig geworden
  • Mehr dazu demnächst, wenn ich Zeit dafür finde, die ist momentan etwas knapp, dazu aber auch irgendwann mehr…

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    Unliveblogging vom Hochzeitstag

    05. Oktober 2009 um 08:00 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    zeichnungen_hochzeit

    Vor einem Jahr hab ich euch hier ja hautnah an den Feierlichkeiten zu unserem ersten Hochzeitstag teilhaben lassen.
    Heute jährt sich dieses Ereignis nun zum zweiten Mal und da heute Montag ist und wir ja beide fleißig arbeiten müssen, ist da nix mit “Alle Hochzeitsgänge nachkochen” und sonstigen “Traditionen”.
    Aber wir sind da nicht so genau und haben das ganze einfach gestern mal vorgefeiert, schließlich war auszuschließen, dass das ganze noch durch eine Scheidung hätte nicht gemacht werden können, so schnell geht das ja gar nicht.

    Wie auch im letzten Jahr ging es mit der Vorspeise von unserem Hochzeitsessen los. Auf das Carpaccio musste Feiertagsbedingt (muss ja frisch sein) verzichtet, dafür wurde ein neues Kartoffelplätzchen-Rezept ausprobiert, welches das letztjährige deutlich hinter sich gelassen hat und somit im nächsten Jahr wieder dabei sein darf.

    vorspeise

    Nur die Ente war diesmal irgendwie nicht so der Bringer (das nächste mal wieder vom Metzger), das hat (wie auch immer ich das angestellt habe) nur nach Kassler geschmeckt. Sehr merkwürdig…
    Die Zettelkiste sind wir heute nicht mehr durchgegangen (eigentlich hatten wir mal geplant, das Hochzeitsvideo anzugucken, aber daraus wurde auch nichts, vielleicht ja heute…), aber ich hab gerade nochmal über die “nochmal gesondert anzuschauenden” Zettel geschaut und denen die oben abgebildeten Skizzen entnommen. So haben unsere Gäste also die Hochzeit gesehen…

    Die Reihenfolge vom letzten Jahr haben wir diesmal auch etwas variiert, so dass vor dem Teil 2 (diesmal kein Bild, sah aber ähnlich aus, nur das die Sektgläser ohne Ständer auskommen mussten, was dann auch die Kerze eliminierte) diesmal die Torte kam:

    torte

    Dann (auch das ist Tradition) gabs mal wieder ein HSV-Spiel, zu dem fleißig Hemden gebügelt wurde (das Bügeleisen kam dann tatsächlich zu Weihnachten, so dass auch hier ein Fortschritt zu vermelden ist). Und wie auch im letzten Jahr gewann der HSV auswärts im Osten Deutschlands. Nur die Tore waren heute deutlich abstruser, da bin ich mal auf nächstes Jahr gespannt…
    Frau Bü hat diesmal übrigens keinen Kleiderschrank aufräumen müssen, dafür stand die Doktorarbeit auf dem Plan, die immer näher Richtung Ende geht. Mal gespannt, was sie dann im nächsten Jahr für eine Ablenkung gefunden hat.

    Danach dann der Hauptgang. Im letzten Jahr war es der Schinken im Kräutermantel, dieses Jahr zur Abwechslung (den Schinken hatten wir mit der Ente ja eh schon) dann den Burgundertopf. Wieder mit Rosmarinkartöffelchen, das nächste Mal machen wir den aber besser mit Spätzle…

    hauptgang

    Und anders als im letzten Jahr, war dann gestern auch noch Platz für eine Nachspeise, die mit “weißer Mousse au Chocolat” sehr sehr lecker, aber dann doch wirklich sehr stopfend war. Puh…

    In diesem Sinne: Alles gute zum Hochzeitstag, Frau Bü!

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    Nicht zu empfehlen

    22. Juli 2009 um 14:54 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    kuechentipps_vom_don

    Sich Abends eine lecker Wasermelone aufzuschneiden (und mit lecker Vanilleeis essen), das Messer dann einfach liegen zu lassen und sich später (die Melone ist längst vergessen) mit dem gleichen (ungespülten) Messer eine Scheibe vom Brot abzuschneiden, welche man dann mit lecker Zwiebelmettwurst beschmiert.
    Selten so eine unpassende Geschmackskombination erlebt…
    (ok, die “Tomaten-Melone-Kaltschale mit Schinken” von damals kommt nahe ran, hat aber doch besser gepasst…)

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    Gourmet-Essen zum Pfingstmontag

    04. Juni 2009 um 20:41 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Kati von Sonic Grape hat mich vor einigen Wochen mal wieder per Mail kontaktiert und das heißt dann meistens: Es gibt was neues zum Ausprobieren, das ich testen und dann drüber bloggen kann. Diesmal war es ein Gutschein für den Online-Gourmet-Shop gourmantis.de.
    Frau Bü und ich kochen ja sehr gerne (wenn auch nur am Wochenende, da das unter der Woche die Kantine erledigt) und auch sehr lecker und da ist so ein Schritt in Richtung “ausgefallenere Kost” doch mal eine nette Abwechslung. Aufgrund fehlender freier Wochenenden, musste der Verzehr allerdings etwas auf sich warten lassen, am Pfingstmontag hatten wir es dann aber endlich geschafft und so gibt es hier nun die Nachbetrachtung.

    Tendenziell lief der Einkauf unproblematisch ab, lediglich ein Fehler im System war ziemlich ärgerlich und sollte schnell behoben werden: Wenn man nämlich den Gutscheincode beim Kauf eingibt und mit dem Klick auf die Kaufbestätigung zu lange wartet (weil man z.B. mit der Frau nochmal per Mail die Bestellung abchecken muss, da das ganze aufgrund der 6 Euro Versandkosten doch teurer wurde als gedacht), dann läuft irgendwann die Session ab und der Warenkorb ist leer. So weit so normal. Dummerweise war dann aber auch mein Gutschein danach ungültig,. obwohl er nicht eingelöst wurde. Das ist weniger gut. Aber da ich schnell wieder einen neuen Gutschein bekam, war das für mich dann doch kein Problem.

    Nun ging es also an die Auswahl der gewünschten Speisen. Mit dem 20 Euro-Gutschein (von dem ja noch 6 Euro Versand abgehen) kann man sich nicht wirklich die wahren Feinkost-Artikel leisten, aber da wir ja eh Gorumet-Anfänger sind, tun es auch die billigeren Sachen. Überzogen hatten wir das Budget dann trotzdem, aber was solls, wir wollten halt ein richtiges Menü.

    Zur Vorspeise gab es einen Algensalat auf japanische Art (es gibt auch unbearbeitete Algen, aber da muss man ja erst mal wissen, wie man die dann zubereitet, das ist dann Schritt 2…).

    algensalat

    Eigentlich als Beilage gedacht, diente es bei uns als Vorspeise. Und es war lecker. Vielleicht etwas zu ölig, aber lecker.

    Weiter ging es mit dem Hauptgang, bei dem wir uns für Risotto mit Trüffeln (frischen Trüffel gibt es auch, hätte dann aber den Preisrahmen gesprengt) entschieden, den wir zusätzlich noch mit schwedischen Wildchips (aus geräuchertem Fleisch von Rentier, Elch und Hirsch) garnierten:

    trueffel-risotto_mit_wildchips

    Auch wieder sehr lecker (vor allem die Wildchips, die ich mir allerdings anders vorgestellt hatte. Auf einer von mir besuchten Hochzeit gabs mal zum Salat Wildschwein-Kartoffelchips, die sehr sehr lecker waren. Die Wildchips hier, waren aber wirklich nur geräuchertes Fleisch, also auch nicht so knusprig wie Chips. Trotzdem: Sehr lecker). Der Trüffel kam mir allerdings etwas wenig vor und schmeckte für meinen Gorumet-ungeübten Gaumen relativ ähnlich zu Pilzen. Konsistenz war auch ähnlich.

    Abgeschlossen wurde das ganze dann mit einem normalen Vanille-Mousse aus dem Supermarkt, der mit Papaya Creme serviert wurde.

    vanille-mousse_mit_papaya-creme

    Fand ich auch wieder sehr lecker, Frau Bü allerdings nicht so, aber die hatte ihre Kombo auch (statt wie ich mit Zartbitterschokolade) mit Erdbeerdrops garniert. Und ob Erdbeer und Papaya nun die perfekte Kombi ist, muss uns wohl ein echter Gourmet verraten, ich glaubs ja eher nicht…

    Von der Menge hats übrigens sehr gut gepasst (die Portionen auf den Fotos sind Foto-Portionen, außer beim Algensalat gabs immer noch was zum Nachholen), vom Risotto war dann auch noch genug übrig, dass ich mir das später mit Grillfleischresten auf der Arbeit nochmal warm machen konnte.

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    Die Gegenmaßnahme

    26. Mai 2009 um 23:58 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Ihr habt euch sicher gefragt, wie wir den 70km-Marsch durch Wien bei sommerlichen Temperaturen denn körperlich durchgestanden haben und ob wir am Ende dann alles Fett vom Körper verbrannt hatten und als totales Knochengerüst wieder nach Hause kamen. Ich kann euch beruhigen: Wir haben da direkt gegen gesteuert und sicherheitshalber täglich die passenden Mittel dagegen genommen. Die einen sprechen von Doping. wir sprechen von mjam-mjam-lecker-lecker:

    torten_in_wien

    (Nein, das sind jetzt nicht nur Frau Büs Torten, wir haben das alles ganz friedlich geteilt und auf der anderen Kamera gibts auch ein Foto von mir mit Torten, aber das ist mir jetzt zu spät eingefallen und außerdem macht Frau Bü ja auch viel mehr her…
    Die Sachertorte ist übrigens auf dem ersten Bild mit Frau Bü die Vordere)

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    Pute auf Eis

    02. Februar 2009 um 10:45 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Gestern haben Frau Bü und ich zum ersten Mal ein großes Tier komplett zubereitet. Denn schließlich hatten wir Ro zu seinem Geburtstag damals einen Gutschein über ein Vogel-Essen (hatten uns da noch nicht auf Pute oder Gans festgelegt) geschenkt. An Weihnachten hatten wir dafür unseren Eltern besonders aufmerksam über die Schulter geschaut, als die auch ein solches Tier zubereiteten und so waren wir dann gestern optimal vorbereitet.

    Und was soll ich mehr sagen als: Ui, war das lecker. Haben wir wirklich gut gemacht (auch wenn sich die Pute halb selbst zerlegt hat, hätte wohl doch nicht ganz so lange im Ofen schmoren müssen…)

    pute

    Nach dem Essen bin ich dann mit RoKe und Lu noch ein wenig spazieren gegangen. Die beiden wollten wollten von mir mal eine Route gezeigt bekommen, die ich hier im Blog irgendwann mal vage erwähnt hatte (Fotos liegen immer noch im 2blog-Ordner…). Das ganze stellte sich dann aber um einiges abenteuerlicher heraus, als ich es vermutet hätte (meine Hauptsorge war ja, dass ich den Weg selber nicht mehr finden würde).
    Denn aus irgendeinem uns nicht so ganz erklärlichen Grund, war der komplette Schotterweg (der ca. 50% des Spaziergangs ausmachte) mit einer zentimeterdicken Eisdecke überdeckt. Sowas hab ich echt noch nicht gesehen. Kommt auf den Fotos leider nicht so richtig rüber, aber ihr könnt euch das ja vorstellen.

    vereister_weg

    Mehr Text und Fotos (vor allem von mir, wir ich verzweifelt versuche, den Kinderwagen mit Lu den vereisten Berg hochzuschieben, was auf den Fotos glücklicherweise nicht annähernd so unbeholfen rüberkommt, wie es tatsächlich war (Lu hat davon schlafenderweise übrigens gar nichts mitbekommen, auch wenn der Wagen manchmal ganz schön ins Schaukeln kam…) . Bin ja froh, dass Ro da kein Video gemacht hat…) gibts übrigens drüben bei RoKe.

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    Kochduell Nr.2

    18. Januar 2009 um 20:05 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Etliche Monate nach der ersten Ausgabe in der neuen Küche, gab es gestern den zweiten Anlauf zu unserem “Kochduell” mit den Nachbarn. Die Regeln gibt es im eben verlinkten Beitrag zum nachlesen, hier nur nochmal die Kurzfassung:

  • Die Teams “Vorspeise” und “Hauptgericht” werden unter Ro Ke, Frau Bü und mir ausgelost
  • Dann zieht jedes Team aus einem Säckchen ein abstraktes Themengebiet
  • Team Vorspeise darf nun 10 Euro, Team Hauptgericht 20 Euro ausgeben. Dazu sind 30 Minuten Zeit
  • Alles, was sich in unserer Küche an Zutaten schon befindet, darf “kostenlos” mitgenutzt werden.
  • Und so kam es, dass ich mal wieder für die Vorspeise zuständig war, diesmal mit Ke. Unser Thema war “kernig”. Ro und Frau Bü durften die Aufgabe meistern, ein Hauptgericht zum Thema “Kraut & Rüben” zu zaubern.

    Und das waren unsere (gekauften) Zutaten:

    kopchduell2_zutatenLinks: Vorspeise, rechts: Hauptgericht

    Mit ca. 8 Euro für die Vorspeise und 14 Euro für das Hauptgericht blieben wir auch beide gut im Rahmen (ok, unser Vorspeisen-Einkauf wäre eigentlich bis zur Grenze kalkuliert gewesen, aber an der Kasse fiel uns dann auf, dass wir beide Speckwürfel eingekauft hatten und uns eine Packung eigentlich auch reichen würde. Also durfte das Hauptgericht-Team das zahlen…

    kochduell2

    Unsere Vorpeise mit dem Namen “Des Puffers Kern” bestand dann aus einem Kartoffelpuffer, der mit Speckwürfeln, Sonnenblumen- sowie Pinienkernen, Sesamkörnern und mit Honig ummantelten Erdnüssen bespickt war. Darauf ein Feldsalat mit Sprossenmix, auch den eben genannten Kernen, etwas Paprika, einer Feige (mit Honig-Erdnuss als Kern) und Vollkernkornstangen. Das ganze noch etwas mit Essig und Öl verfeinert und den Teller mit reduziertem Balsamico-Essig und Sesam optisch abgerundet:

    dpk_ergebnis

    Der Grund, warum ich das so ausführlich beschreibe ist übrigens schlicht und einfach, dass ich (nicht nur ich, die anderen auch) das ganze so unglaublich lecker fand, dass das auf jeden Fall nochmal nachgekocht werden muss.
    Da haben wir uns irgendwie selbst übertroffen.

    Als Nachspeise gab es dann “Kraut & Rüben”: Puten-Rouladen mit Pesto-Frischkäsefüllung, gekochte Möhren mit Balsamico-Essig-Zucker-Gemüsebrühe-Sauce und einem Gemüsemix:

    kr_ergebnis

    Hier fasse ich mich nicht nur darum kürzer, weil es mir nicht so super geschmeckt hat, sondern weil ich eben auch nicht in dem Team war und daher kaum was von der Zubereitung und den Zutaten mitbekommen habe. Dürfen Ro oder Frau Bü aber gerne in den Kommentaren erweitern…

    Freu mich schon aufs nächste Mal.

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    Silvester 08 - Der krönende Jahresabschluss

    02. Januar 2009 um 17:24 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Silvester

    So, wo fange ich an? Am Besten mal geh ich nochmal zurück zur Besichtigung unserer neuen Wohnung. Denn schon als wir da die Aussicht von unserem Balkon über Ulm (und um Ulm herum, ist echt so) gesehen hatten, war klar, dass Silvester 2008 bei uns gefeiert wird. Da fällt mir auf, dass ich die hier auf de, Blog noch gar nicht erwähnt hatte. Okay, hier ist sie:

    Panorama

    Gibts natürlich auch in groß. Und bei gutem Wetter, können wir ganz hinten sogar die Alpen erkennen (sehr deutlich sogar, aber das kennt ihr ja schon, war von Daimler oben ja nicht anders. Besser zu sehen aber noch auf dem  Münsterblickpanorama, das Manu hier mal vorgestellt hat).
    Und bei der Einweihungsparty im April waren dann auch unsere 8 Gäste schon informiert. So früh wusste ich noch nie, wo ich Silvester feier…

    Für das Thema “krönender Jahresabschluss” muss man dann nicht so weit zurückgehen, das kam einfach beim Suchen nach passender Silvester-Deko kurz vor Weihnachten. Da war nicht wirklich viel vernünftiges zu finden, dafür um so mehr Kronen. Also erdachten wir uns schnell einen Bezug zwischen Kronen und Silvester und schon war das Thema fertig. Vor allem, da der geplante Nachtisch dazu einfach perfekt passte. Für den müssen wir jetzt dann wieder ein wenig weiter zurück, nämlich bis in den August zu unserem Tauchurlaub. Da war es es uns tagsüber über Wasser einfach zu heiß, so dass wir zwischendurch in unserem Hotelzimmer vor dem Fernseher verschnaufen mussten. Und da gab es dann bei  “Unter Volldampf” die  “Dom Schokolade a la Wolfgangka”, die einfach nur lecker aussah. Kaum wieder in Deutschland (2 Tage danach) haben wir das ganze dann auch gleich mal ausprobiert und waren dann auch vom Geschmack begeistert. Also: Bloß nicht drüber bloggen, soll ja schließlich geheim bleiben…

    Der Probenachtisch sah damals so aus (man beachte die Krone):

    Dom Schokolade a la Wolfgangka
    (Vom Original-Silvesternachtisch hab ich irgendwie kein vernünftiges Bild gemacht, später kommts hier noch in klein, aber auf dem Foto sieht das Probeteil einfach leckerer aus…)

    Einen Tipp für den, der es selber nachmachen will (was ich nur empfehlen kann): Die Mengenangabe in dem Rezept ist utopisch! Die Zutaten für 4 Personen reichen dicke für 8 Leute. Dicke! Wir hatten das irgendwie wieder vergessen (der Probenachtisch war ja schon so lange her) und hatten dann daher (mit der Menge für 8 Personen) trotzdem 10 so riesige Döme wie auf dem Foto oben (statt einem Dom in der Größe der Kaffeetasse daneben). Und selbst ohne ein opulentes Raclette davor, ist so ein großer Dom nur von geübten Essern zu schaffen. Schließlich sind in so einem einzigen Dom dann eine Tafel Schokolade, ein halber Becher Sahne und 2 Eier.

    Wenn man vom Tauchurlaub jetzt nochmal etwa einen Monat zurück geht, kommt man zu einem weiteren Punkt, der schon sehr früh feststand: Ich hatte Ke nämlich versprochen, ihr spätestens Silvester Marshmallows zu machen (die leckeren, mit dem einfachen Puderzucker-Wasser-Gelatine-Rezept). Und da ich vorher irgendwie nicht dazu kam, war das also auch unumgänglich. Hat diesmal auch ganz ohne Probleme geklappt (sogar in weiß!) und geschmeckt haben sie auch. Noch leckerer waren sie allerdings (das haben wir dann erst gestern festgestellt, als alle Gäste schon weg waren und wir den Affenplaneten betrachteten), nachdem man sie mit dem Flambierfeuerzeug ein wenig bearbeitet hatte. So mit lecker Karamellkruste und flüssiger Matsche drunter. Wow!

    Da man aber nicht nur von Nachtisch und Marshmallows leben kann, gabs dann auch noch das schon erwähnte Raclette und eine Vorspeisenplatte, zu der Frau Bü sehr leckere Lachs- und Olivencreme zauberte. Meine Aufgabe war es, die Cocktails als Häppchen zu servieren. Details dazu gibt es später in einem separaten Beitrag, hier gehen wir jetzt nur mal die Schritte zurück. Nämlich erst einmal zu meinem allerersten Blogbeitrag, in dem ich schon mein Interesse an molekularer Küche bekundete. Und dann gehen wir zu meinem Geburtstag in diesem Jahr, zu dem mir RoKe nicht nur die Bacon Mints schenkten, sondern (damals nur geheimnistuerisch erwähnt, da auch das eine Überraschung für Silvester werden sollte) auch ein Set um Molekular-Cocktails herzustellen. Aber wie gesagt: Dazu später mehr, das würde hier jetzt den Rahmen sprengen.

    Jetzt erstmal ein paar Eindrücke vom Essen und der Kronen-Tischdekoration:

    Silvester

    Wie man sieht, gab auch das traditionelle Bleigießen, für Gummibärchenorakel und Dinner for One war irgendwie keine Zeit mehr, was aber nicht wirklich schlimm war. Viel toller waren da eh die persönlichen Jahresrückblicke, die die Gäste in je 15 Minuten vortragen durften. Schließlich waren darunter auch  welche, die das letzte Jahr komplett durch Abwesenheit glänzten und da will man ja (mal abgesehen von den Blogbeiträgen) auch auf den aktuellen Stand gebracht werden. Und so gab es dann Videos, Fotos (Analog wie Digital) und auch Zeichnungen zu sehen.
    Ich bedanke mich jetzt noch schnell bei meinen Gästen, die natürlich auch viel zu dem gelungenen Abend (und der Nacht) beigetragen haben und bin dann hier jetzt auch mal fertig…

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