Oh du schöne Elternzeit

29. Juni 2010 um 23:53 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Über 7 Wochen bin ich nun also Vater und ziemlich genau diese Zeit (den Klinikaufenthalt am Anfang muss man natürlich abziehen) habe ich auch mit Frau Dr. Bü und Sohnvanone nun daheim verbracht. Eltermzeit (für mich) und Mutterschutz (für Frau Dr. Bü) sei Dank.
Zeit, ein kleines Résumé zu ziehen.

Und zur Feier des Tages, auch erstmal einen kleines Häppchen Sohnvanone, quasi sein Highlight, dass gleich von allen als erstes bestaunt wird: Seine schon seit Geburt vorhandene Mähne, hier im donvanone-Style:

sohnvanone_frisur

Aber nun nur Elternzeit und gleich der Kernaussage: Wer auch immer die Chance hat, die Elternzeit zu nutzen, sollte das unbedingt tun!! Die letzten 7 Wochen im trauter Dreisamkeit waren mit die schönsten Wochen in meinem Leben.
Nicht nur, weil da auf einmal auf wundersame Art und Weise ein neuer Mensch in unserem Leben ist, sondern weil diese drei Wochen auch nochmal noch enger zusammengeschweißt haben. Gemeinsam diese neue Aufgabe zu meistern, gemeinsam den neuen Lebensrhythmus zu lernen und sich gemeinsam voll uns ganz dem Kleinen hingeben zu können, ist etwas, das mit Geld nicht aufzuwiegen ist.
Und da man dank des Elterngeldes diese unglaubliche Zeit vom Staat auch noch finanziert bekommt (grob 2/3 des bisherigen Netto-Gehaltes), sollte das für die meisten auch finanzierbar sein. Dann gibt es halt mal in nächster Zeit keinen Urlaub, der kommt eh nicht an das ran, was sonst in dieser Zeit verpassen würde.

Und überhaupt: Die letzten 7 Wochen haben sich eh wie ein sehr langer, sehr schöner Urlaub angefühlt. Ich glaube nicht, dass ich mit Frau Dr. Bü vorher (in so einem kurzen Zeitraum) je so oft Essen war und so viel spazieren gegangen bin.
Das mit dem “Essen gehen” hat dann auch noch so halb was mit einem Gutscheinheft zu tun, dass Frau Dr. Bü von meinen Eltern geschenkt bekommen hat. Irgendwie dachten wir, dass wir da mit Kind wohl nicht mehr so viel einlösen könnten. Wie sehr wir uns doch getäuscht hatten…

Aber auch die eigene Küche blieb nicht ungenutzt. Da wir ja immer zu zweit waren (”wir sind einer mehr als er”) und uns die ganzen Arbeiten schön geteilt haben, hatte der andere auch immer mal wieder Zeit, um irgendwas zu machen. Zum Beispiel lecker Essen.
Und das Highlight kam da dann wieder aus einem Geschenk meiner Eltern zustande, nämlich dem Buch Tartelettes - Kleine Kuchen pikant & süß, aus dem auch schon diese Leckereien hier stammten.

Diesmal sollten es aber keine süßen Tartelettes sein, sondern (da zu einem Brunch) deftige.

spargel_tartelette_und_gedeckter_tisch

Waren die Spargel-Tartelettes (siehe oben) noch “lecker, aber nichts Besonderess”, so vermochten die “Avocado-Tartelletes mit Chorizo Garnelen” (mit einem Boden aus Tacco-Chips) mehr als zu überzeugen. Ein echter Traum:

avocadotartelettes

Müssen unbedingt noch einmal gemacht werden. Und noch viel mehr aus dem Buch, da sieht echt ein Tartelette leckerer aus als das Andere. Absolute Empfehlung!

Und da das Wetter ja stellenweise auch mitzuspielen wusste, gab es auch ein paar erfrischendere Sachen. Zum Beispiel Spaghetti mit Zitronen-Sahne-Sauce und Scampis, oder (und jetzt kommts… wieder unglaublich lecker!) Rosmarin-Zitronen-Sorbet (wir haben noch noch zwei Eiweiß reingeschlagen, übrigens ohne Eismaschine, unsere war kaputt, haben jetzt aber wieder eine neue gekauft, um eine neue Ladung dieser süchtigmachenden Geschmackskombi zu produzieren).

Apropos Geschmackkombi. Aufgrund dieses Blogeintrages von Jorge Garcia (Hurley aus Lost) hab ich dann auch mal einen Fluffernutter-Milchshake (Marshmallowcreme und Erdnussbutter, zwei Sachen, die wir eigentlich immer im Haus haben) nach diesem Rezept ausprobiert. Kann sich trinken lassen ;-)

Und um nochmal kurz zu den Spaziergängen zurückzukommen: Mit so einem Kinderwagen und dem ziellosen Umherziehen, auf der Suche nach immer neuen Wegen, entdeckt man seine Stadt noch einmal komplett neu. Ich hab jetzt schon so viele Ecken von Ulm (und Umgebung) gesehen, die ich zuvor noch gar nicht kannte, dass da bald nicht mehr viel kommen kann…
Meist wird das dann gleich mit einem Einkauf oder eben einem der auswärtigen Essen (egal ob Eis, Kaffee oder richtige Mahlzeit) kombiniert.

Hier mal eine Auswahl verschiedener Spaziergänge:

spaziergaenge1

Oben gibts lecker Grillzeug (und mehr) zu kaufen, da drunter wohnen wir, ganz unten gibts die Pampers und links unten gabs nen Geocache…

Aber auch die entferntere Umgebung wird erkundet. Bad Urach war z.B. sehr nett, leider hatte ich da keinen Fotoapparat dabei, sonst hätte ich hier sicher ein paar schöne Bilder präsentieren können…

Naja, diese Woche haben wir dann also noch zu dritt, ab dann muss ich schauen, wie ich mit Sohnvanone alleine klarkomme, Frau Dr. Bü kümmert sich dann um die Haushaltskasse. Mal gespannt, ob ich dann in zwei Monaten immer noch so von der Elternzeit schwärme, bisher glaube ich aber fest dran. Sohnvanone gibt sich auch alle Mühe, das ganze so angenehm wir nur möglich zu gestalten.

So, jetzt muss ich aber schnell ins Bett, hab schließlich heute Nachtschicht und morgen steht schon wieder Auswärts-Frühstücken auf dem Programm…

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Vaterlektion Nr.2: Wann ein Baby schläft

22. Juni 2010 um 13:53 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Eigentlich ist es ganz einfach, vorauszusagen, wann ein Baby Hunger hat oder schlafen will:

1. Wenn ein Baby unglaublichen Hunger hat und die ganze Wohnung zusammenbrüllt, wird es einschlafen, sobald es die ersten Schlücke genommen hat.

2. Legt man ein schlafendes Baby aus dem Arm (weil man es. z.B gerade gefüttert hat und es dabei eingeschlafen ist) in sein Bettchen, wird es augenblicklich wach werden und unglaublichen Hunger verspüren.

3. Schläft ein Baby, wird es wach, sobald für die Eltern etwas warmes zu Essen auf dem Tisch steht und verspürt selber auch unglaublichen Hunger, so dass nur eines der Elternteile in den Genuss des warmen Essens kommt.

4. Schläft ein Baby seit einiger Zeit und sollte laut seinem “Rhythmus” demnächst wieder Hunger bekommen, gibt es zwei Möglichkeiten:
4.a Man hofft, dass das noch eine Weile gut gehen wird und widmet sich einer wichtigen Tätigkeit (z.B. Einkaufen). Folge: Das Baby wird sofort wach und fordert vollste Aufmerksamkeit.
4.b Man denkt: “Ach, dann warten wir halt mit der wichtigen Tätigkeit (z.B. Einkaufen) und gucken eine Folge ‘Modern Family’, dann wird er schon wach werden”. Folge: Nach 4-5 Folgen ‘Modern Family’ wird das Baby dann endlich auch mal wach. Wenn man Glück hat, haben die Geschäfte nach der Fütterung dann noch geöffnet…

5. Morgens um halb 6 ist das Baby prinzipiell wach, egal wie die Nacht war.

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Ach, da war doch noch was…

02. April 2010 um 22:21 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Man sollte sich erst dann verabschieden, wenn man sich sicher ist, dass man nicht doch noch was sagen sollte.
Und zu Ostern wollte ich euch doch noch diese außergewöhnliche Art der Osterei-Präparation (ganz ohne Anmalen) vorstellen:

ostereier

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BST 11: Burg Teck, A8

09. Januar 2010 um 00:09 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

bst_burg_teck

Es wird mal wieder Zeit für einen Beitrag zur “braune Schilder”-Tour (BST).
Aber fangen wir erstmal mit dem Bild da oben an. Das stammt nämlich nicht von dem Tag, an dem wir die Tour gemacht haben, sondern ist schon vor längerer Zeit auf Vorrat aufgenommen worden, daher die andere Jahres- und Tageszeit.
Aber was sieht man da? Nicht irgendein braunes Schild (bzw. Unterrichtungstafel), sondern das erste seiner Art, welches (laut diesem SpOn-Artikel) 1984 aufgestellt wurde. Der Ursprung dieser Tour also. Wow.

Und bevor ich euch erzähle, warum es uns genau da hin getrieben hat, erstmal ein paar Eindrücke von der Burg Teck und dem Weg dahin (vom Parkplatz zur Burg sind es nochmal ca. 1km Fußweg den Berg hoch, gut, dass wir mit Feuer und Glühwein empfangen wurden):

burg_teck_aussen

Diesen Weg nimmt man zu solch dunkler Stunde (bei Sonnenschein hat man da sicher eine super Aussicht) natürlich nicht ohne Grund auf sich und so war es auch bei uns. Angelockt wurden wir von lecker Essen in mittelalterlichem Flair. Nennt sich dann “Teckburger Tafeley” und stand bei uns schon seit 2 Jahren auf der ToDO-Liste. Kurz vor Weihnachten hat es dann jetzt endlich geklappt und so trafen wir uns dort mit 4 Freunden zum mittelalterlichen Mahl.

Zum Glück hatte jeder Kerl auch ein Weib mitgebracht, denn wie es im Mittelalter so üblich war (wenn die Frauen denn mit an den Tisch durften), war es die Pflicht der Frau, den Mann zu bedienen und ihm immer zuerst das beste Stück zu geben und darauf zu achten, dass sein Glas nie leer würde. Weitere Ess- und Benimmregeln (immer einen Rest für die Armen lassen, nie allein trinken etc.) findet ihr unter obigem Link. Wurden sie nicht eingehalten (oder klingelte gar ein Handy), wurde der Übeltäter zur Freude der anderen Anwesen mit der Schandgeige zur Rechenschaft gezogen.

Doch bevor es überhaupt ans Essen ging, mussten erstmal die Hände im Wasserbecken gewaschen werden (schließlich wurde nur mit Händen und Stilett (wohoo!) gegessen), ein Tuch umgebunden und lecker Met aus dem Horn getrunken werden. Zwischen den Gängen (die sehr sehr lecker waren) gab es dann immer mal wieder unterhaltsame Musik und Humor im mittelalterlichen Stil. Brachte eine super Stimmung ein, so dass oft der ganze Saal mitgesungen hatte.

burg_teck_tafeley

Einziges Manko: Die Getränkepreise waren verdammt hoch, so dass ich mir nicht sicher war, ob die “Reste für die Armen” am Ende nicht doch wieder an uns verteilt werden…

Alles in allem aber ein wunderschöner Abend in ausgelassener Stimmung und mit lecker Essen. Kann in nur empfehlen und ich kann mir gut vorstellen, dass wir da nicht zum letzten Mal waren. Und bei Tageslicht müssen wir die Burg dann ja auch mal noch besuchen…

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2010: 2samkeit, 0 Gäste und 10 Gänge

01. Januar 2010 um 16:41 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

11_nest

Silvester 2009, das letzte Silvester, das Frau Bü und ich noch zu zweit erleben können, das nächste mal ist dann (toc toc toc) ein kleiner Schreihals mit dabei.
Grund genug, das Jahr mal ganz anders ausklingen zu lassen als die Jahre zuvor und nur mal in gemütlicher Zweisamkeit zu feiern. Wobei das “gemütlich” leicht gestrichen werden muss, da wir die Idee hatten, das ganze noch (muss ja was besonderes sein) mit einem 10-Gänge-Menü zu verbinden. Selbstgekocht versteht sich.
Und so wurde es ein Silvester, das im Wechsel in Küche, am Esstisch und auf der Couch gefeiert wurde.
Sehr sehr schön, sehr lecker und sehr empfehlenswert.

Und da wir ja nicht so sind, bekommt ihr auch was davon ab, wenn auch nur in Fotoform und Rezepten.

Gang 1: Spargel Sushi

01_spargel-sushi

Das Menü startete direkt mal mit einem kleinen Desaster, denn die gelierte Sauce Hollandaise wollte einfach nicht in der Strudelteig-Rolle bleiben, so dass um den Teig einfach nochmal eine Schicht Sauce kam, ehe diese mit dem Schinken ummantelt wurde. In der Mitte dann natürlich noch der Spargel.
Hat nicht so ganz geliert wie es sollte, darum auch nicht so wirklich hübsch anzurichten. Muss nicht nochmal sein…
Hier das Rezept.

Gang 2: Blattsalat mit knusprigem Ziegenkäsebonbon

02_ziegenkaese-bonbon

Das Bonbon (aus Frühlingsrollenteig) ist mit Ziegenkäse und Zwiebelconfit gefüllt (Memo an mich: Das nächste Mal mehr Käse und weniger Confit) und sehr sehr lecker. Das Salatdressing etwas gewöhnungsbedürftig und das nächste Mal sicher nicht mehr mit dabei.
Hier das Rezept.

Gang 3: Melonenkaviar

03_melonenkaviar

Kann man die gelierte Hollandaise schon als molekular einstufen, so ist es hier eindeutig: Mein Molekular-Cocktail-Kasten kam auch in diesem Jahr wieder zum Einsatz. Die Kaviar-Kügelchen sind dabei etwas, was sehr schick aussieht, mir nie wirklich gelungen sind (sie werden einfach zu klein und sehen immer leicht glibberig aus) und im Geschmack leider oft etwas arm daherkommen.
Dafür war der Schinken umso stärker, was jetzt auch nicht unbedingt so ideal war…
Naja, hauptsache es sah gut aus.
Hier das Rezept.

Gang 4: Blutwurst unterm lila Nest

04_blutwurst

Eigentlich sollte das hier ja ein “Wachtelei im Nest” (Rezept) werden, nur dass die Garnele durch Bluwurst aus diesem “Himmel und Erde”-Rezept ausgetauscht werden sollte. Dann waren die Wachteleier aber dummerweise überall ausverkauft.
Also ohne Ei. Statt dessen hatten wir (wieder angeregt durch ein anderes Rezept) die Idee, für den Kartoffelpüree einfach mal violette Kartoffeln zu nehmen. Hatte ich vorher noch nie gesehen, was bei dieser krassen Farbe echt erstaunlich ist. Vom Geschmack ist es nicht weit weg von der normalen Kartoffel, bei der Konsistenz schien das violette Püree aber irgendwie klebriger oder so. Auf jeden Fall mal interessant und auch ohne Ei lecker.

Gang 5: Bratspieße aus Hühnchen-Teriyaki in Zuckerwatte mit molekularem Salat

05_zuckerwatte

Ein Gang (die Bratspieße), bei dem ich schon ewig vorher anfangen musste, ihn immer wieder anzubringen, bis Frau Bü das “OK” gegeben hat. Irgendwie findet sie das Bild im Originalrezept eklig. Ok, eine gewisse Ähnlichkeit zu einem Holzstamm, der von irgendeinem Getier eingesponnen wurde ist nicht zu leugnen, trotzdem läuft mir beim Anblick das Wasser im Mund zusammen.
Noch viel mehr, seit ich weiß, wie lecker es wirklich ist. Sehr sehr lecker. Sagt übrigens auch Frau Bü. Darum wird es wohl heute Abend nochmal so Spieße geben, da noch genug Fleisch und Sauce übrig ist und auch die Zuckerwattenmaschine (die auch schon Silvester 2007 zum Einsatz kam) noch bereit steht. Huiuiui!
Auf meinen Fotos sieht die Watte übrigens nicht ganz so toll aus, da sie an dem heißen Fleisch schnell zusammengeschrumpelt ist, ich nehme also mal an, dass sie beim Rezept entweder viel schneller das Foto gemacht haben, oder kaltes Fleisch genutzt haben, was ich aber nun nicht machen würde. Außer für ein Foto…

Der Salat war dann auch molekular, wieder die Kaviar-Kügelchen, diesmal mit Petersilie- und Zwiebel-Geschmack. Der (rote) Gemüsesaft hat das Alginat nicht vertragen und ist dickflüssig geworden, was aber nicht so schlimm war. Auch nichts, was ich wiederholen würde.
Hier das Rezept.

Gang 6: In Speck gebratener grüner Spargel an Blumenkohl-Pfirsich-Mus

06_spargel_in_speck

Hier musste mal wieder etwas grüner Spargel verbraucht werden, da in Gang 1 ja nur zwei Stangen benötigt wurden, wir aber ein ganzes Glas kaufen mussten.
Das spektakuläre an diesem Gang aber war das Blumenkohl-Pfirsich-Mus. Eine sehr interessante Kombination, die überraschend gut zu Speck und Spargel gepasst hat.
Hier das Rezept.

Gang 7: Schweinsfilet auf Apfel-Trauben-Chutney und Zwetschgenfarbe, Grünteenudeln

07_schweinefilet

Ein Rezept aus diesem Molekularbuch (Amazon Partnerlink), welches ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Aber auch hier konnte mich der molekulare Teil (die Grünteenudeln, die bei uns aufgrund unpassender Grünteesorten nicht wirklich grün waren und auch wieder das Geschmacksarmutproblem hatten) nicht wirklich überzeugen, das Chutney und vor allem die Zwetschgenfarbe waren aber ein Traum und kommen sicher nochmal auf den Tisch.
Rezept kann ich nicht verlinken, steht wie gesagt im obigen Buch.

Gang 8: Avocado-Carpaccio mit cremigem Limetten-Dressing

08_avocado_carpaccio

Hatte ich hier den Dessert-Kurs erwähnt, den ich letztens besuchte? Da hatte ich auf jeden Fall Fotos geschossen und die der Kursleiterin geschickt. Als Dank hab ich noch Rezepte von einem anderen Kurs bekommen (”Gorumetmenü”), darunter eben genau dieses, welches wohl aus diesem Buch von Alfons Schuhbeck stammt: Eine Kombination aus Mango, Avocado, Limette, Gurke und Frühlingszwiebel, wo es mir alle Nackenhaare hochstellt, was aber unglaublich lecker geschmeckt hat.
Ich hab das Rezept auch noch online gefunden, heißt da nicht Avocado-Carpaccio, sondern Avocadosalat.

Gang 9: Gelbe Grütze mit Lebkuchensahne

09_gelbe_gruetze

Die Nachspeise beginnt und damit verließen wir auch das Gebiet der Gerichte, die wir nie zuvor probiert hatten, denn sowohl Gang 9 als auch Gang 10 hatte ich schon gegessen (Frau Bü nur Gang 10). Die gelbe Grütze hab ich nämlich in eben jenem eben erwähnten Dessert-Kurs kennengelernt und für sehr lecker befunden.
Gestern gabs dann aus bekannten Gründen die Variante ohne Portwein und Rum, was man leider auch geschmeckt hat (trotz Rum-Aroma und alkoholfreiem Rotwein). Das nächste Mal dann wieder nach Alenas Schwangerschaft. Ist eh ein Weihnachtsessen…
Online konnte ich das Rezept nicht finden, veröffentlichen ist wegen Urheberrecht auch kritisch. Wer es also per Mail zugeschickt haben will, meldet sich einfach in den Kommentaren…

Gang 10: Gebackenes Baiser-Eis

10_baiser-eis

Das hatten wir vor über drei Jahren mal in viel zu großer Menge, gestern sollte es dann endlich mal wieder auf den Tisch kommen. Diesmal aber in kleinen “Crème brûlée”-Förmchen. Und da es der 10. Gang war, haben wir den Bisquit-Teig diesmal auch nicht selber gemacht, sondern Tortenboden hergenommen. Daher war der Teig diesmal auch nur unten drunter, statt komplett um das Eis rum, weswegen es dann doch leicht angeschmolzen ist. Trotzdem lecker und ein feiner Abschluss.
Hier ein Rezept, bei dem noch Früchte mit einbezogen wurden.

So, das war unser Silvester-Menü. Vielleicht ist ja für den ein oder anderen was dabei.
Und ach, bevor Fragen kommen: Ja, uns kann man mieten, aber das wird nicht gerade billig ;-)

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Wieder da…

27. Oktober 2009 um 15:49 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, da bin ich wieder. Eine Woche Urlaub liegt hinter mir und wieder bin ich um ein paar Erfahrungen reicher geworden. Z.B.

  • In Jever gibts gar keine Sanddünen, dafür aber Pfaue
  • Der HSV kann diese Saison echt nur Unentschieden spielen, wenn ich dabei bin
  • Ich kann Krabben pulen, essen muss ich sie aber nicht unbedingt
  • Nicht nur braune Schilder, sondern auch Autobahnparkplätze können spannend sein, erst Recht wenn die Uhr umgestellt wird
  • Die Spielemesse hatte dieses Jahr für Frau Bü und mich irgendwie kaum ein tolles Spiel zu bieten, wir sind wohl schon zu verwöhnt
  • Eine Telefon-Flatrate (im Hotel) bringt nur dann was, wenn auch Leute zu erreichen sind
  • Die EOS 400 (?) klingt beim Auslösen ganz anders als die 450
  • DonsTag ist langweilig geworden
  • Mehr dazu demnächst, wenn ich Zeit dafür finde, die ist momentan etwas knapp, dazu aber auch irgendwann mehr…

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    Unliveblogging vom Hochzeitstag

    05. Oktober 2009 um 08:00 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    zeichnungen_hochzeit

    Vor einem Jahr hab ich euch hier ja hautnah an den Feierlichkeiten zu unserem ersten Hochzeitstag teilhaben lassen.
    Heute jährt sich dieses Ereignis nun zum zweiten Mal und da heute Montag ist und wir ja beide fleißig arbeiten müssen, ist da nix mit “Alle Hochzeitsgänge nachkochen” und sonstigen “Traditionen”.
    Aber wir sind da nicht so genau und haben das ganze einfach gestern mal vorgefeiert, schließlich war auszuschließen, dass das ganze noch durch eine Scheidung hätte nicht gemacht werden können, so schnell geht das ja gar nicht.

    Wie auch im letzten Jahr ging es mit der Vorspeise von unserem Hochzeitsessen los. Auf das Carpaccio musste Feiertagsbedingt (muss ja frisch sein) verzichtet, dafür wurde ein neues Kartoffelplätzchen-Rezept ausprobiert, welches das letztjährige deutlich hinter sich gelassen hat und somit im nächsten Jahr wieder dabei sein darf.

    vorspeise

    Nur die Ente war diesmal irgendwie nicht so der Bringer (das nächste mal wieder vom Metzger), das hat (wie auch immer ich das angestellt habe) nur nach Kassler geschmeckt. Sehr merkwürdig…
    Die Zettelkiste sind wir heute nicht mehr durchgegangen (eigentlich hatten wir mal geplant, das Hochzeitsvideo anzugucken, aber daraus wurde auch nichts, vielleicht ja heute…), aber ich hab gerade nochmal über die “nochmal gesondert anzuschauenden” Zettel geschaut und denen die oben abgebildeten Skizzen entnommen. So haben unsere Gäste also die Hochzeit gesehen…

    Die Reihenfolge vom letzten Jahr haben wir diesmal auch etwas variiert, so dass vor dem Teil 2 (diesmal kein Bild, sah aber ähnlich aus, nur das die Sektgläser ohne Ständer auskommen mussten, was dann auch die Kerze eliminierte) diesmal die Torte kam:

    torte

    Dann (auch das ist Tradition) gabs mal wieder ein HSV-Spiel, zu dem fleißig Hemden gebügelt wurde (das Bügeleisen kam dann tatsächlich zu Weihnachten, so dass auch hier ein Fortschritt zu vermelden ist). Und wie auch im letzten Jahr gewann der HSV auswärts im Osten Deutschlands. Nur die Tore waren heute deutlich abstruser, da bin ich mal auf nächstes Jahr gespannt…
    Frau Bü hat diesmal übrigens keinen Kleiderschrank aufräumen müssen, dafür stand die Doktorarbeit auf dem Plan, die immer näher Richtung Ende geht. Mal gespannt, was sie dann im nächsten Jahr für eine Ablenkung gefunden hat.

    Danach dann der Hauptgang. Im letzten Jahr war es der Schinken im Kräutermantel, dieses Jahr zur Abwechslung (den Schinken hatten wir mit der Ente ja eh schon) dann den Burgundertopf. Wieder mit Rosmarinkartöffelchen, das nächste Mal machen wir den aber besser mit Spätzle…

    hauptgang

    Und anders als im letzten Jahr, war dann gestern auch noch Platz für eine Nachspeise, die mit “weißer Mousse au Chocolat” sehr sehr lecker, aber dann doch wirklich sehr stopfend war. Puh…

    In diesem Sinne: Alles gute zum Hochzeitstag, Frau Bü!

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    Nicht zu empfehlen

    22. Juli 2009 um 14:54 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    kuechentipps_vom_don

    Sich Abends eine lecker Wasermelone aufzuschneiden (und mit lecker Vanilleeis essen), das Messer dann einfach liegen zu lassen und sich später (die Melone ist längst vergessen) mit dem gleichen (ungespülten) Messer eine Scheibe vom Brot abzuschneiden, welche man dann mit lecker Zwiebelmettwurst beschmiert.
    Selten so eine unpassende Geschmackskombination erlebt…
    (ok, die “Tomaten-Melone-Kaltschale mit Schinken” von damals kommt nahe ran, hat aber doch besser gepasst…)

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    Gourmet-Essen zum Pfingstmontag

    04. Juni 2009 um 20:41 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Kati von Sonic Grape hat mich vor einigen Wochen mal wieder per Mail kontaktiert und das heißt dann meistens: Es gibt was neues zum Ausprobieren, das ich testen und dann drüber bloggen kann. Diesmal war es ein Gutschein für den Online-Gourmet-Shop gourmantis.de.
    Frau Bü und ich kochen ja sehr gerne (wenn auch nur am Wochenende, da das unter der Woche die Kantine erledigt) und auch sehr lecker und da ist so ein Schritt in Richtung “ausgefallenere Kost” doch mal eine nette Abwechslung. Aufgrund fehlender freier Wochenenden, musste der Verzehr allerdings etwas auf sich warten lassen, am Pfingstmontag hatten wir es dann aber endlich geschafft und so gibt es hier nun die Nachbetrachtung.

    Tendenziell lief der Einkauf unproblematisch ab, lediglich ein Fehler im System war ziemlich ärgerlich und sollte schnell behoben werden: Wenn man nämlich den Gutscheincode beim Kauf eingibt und mit dem Klick auf die Kaufbestätigung zu lange wartet (weil man z.B. mit der Frau nochmal per Mail die Bestellung abchecken muss, da das ganze aufgrund der 6 Euro Versandkosten doch teurer wurde als gedacht), dann läuft irgendwann die Session ab und der Warenkorb ist leer. So weit so normal. Dummerweise war dann aber auch mein Gutschein danach ungültig,. obwohl er nicht eingelöst wurde. Das ist weniger gut. Aber da ich schnell wieder einen neuen Gutschein bekam, war das für mich dann doch kein Problem.

    Nun ging es also an die Auswahl der gewünschten Speisen. Mit dem 20 Euro-Gutschein (von dem ja noch 6 Euro Versand abgehen) kann man sich nicht wirklich die wahren Feinkost-Artikel leisten, aber da wir ja eh Gorumet-Anfänger sind, tun es auch die billigeren Sachen. Überzogen hatten wir das Budget dann trotzdem, aber was solls, wir wollten halt ein richtiges Menü.

    Zur Vorspeise gab es einen Algensalat auf japanische Art (es gibt auch unbearbeitete Algen, aber da muss man ja erst mal wissen, wie man die dann zubereitet, das ist dann Schritt 2…).

    algensalat

    Eigentlich als Beilage gedacht, diente es bei uns als Vorspeise. Und es war lecker. Vielleicht etwas zu ölig, aber lecker.

    Weiter ging es mit dem Hauptgang, bei dem wir uns für Risotto mit Trüffeln (frischen Trüffel gibt es auch, hätte dann aber den Preisrahmen gesprengt) entschieden, den wir zusätzlich noch mit schwedischen Wildchips (aus geräuchertem Fleisch von Rentier, Elch und Hirsch) garnierten:

    trueffel-risotto_mit_wildchips

    Auch wieder sehr lecker (vor allem die Wildchips, die ich mir allerdings anders vorgestellt hatte. Auf einer von mir besuchten Hochzeit gabs mal zum Salat Wildschwein-Kartoffelchips, die sehr sehr lecker waren. Die Wildchips hier, waren aber wirklich nur geräuchertes Fleisch, also auch nicht so knusprig wie Chips. Trotzdem: Sehr lecker). Der Trüffel kam mir allerdings etwas wenig vor und schmeckte für meinen Gorumet-ungeübten Gaumen relativ ähnlich zu Pilzen. Konsistenz war auch ähnlich.

    Abgeschlossen wurde das ganze dann mit einem normalen Vanille-Mousse aus dem Supermarkt, der mit Papaya Creme serviert wurde.

    vanille-mousse_mit_papaya-creme

    Fand ich auch wieder sehr lecker, Frau Bü allerdings nicht so, aber die hatte ihre Kombo auch (statt wie ich mit Zartbitterschokolade) mit Erdbeerdrops garniert. Und ob Erdbeer und Papaya nun die perfekte Kombi ist, muss uns wohl ein echter Gourmet verraten, ich glaubs ja eher nicht…

    Von der Menge hats übrigens sehr gut gepasst (die Portionen auf den Fotos sind Foto-Portionen, außer beim Algensalat gabs immer noch was zum Nachholen), vom Risotto war dann auch noch genug übrig, dass ich mir das später mit Grillfleischresten auf der Arbeit nochmal warm machen konnte.

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    Die Gegenmaßnahme

    26. Mai 2009 um 23:58 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Ihr habt euch sicher gefragt, wie wir den 70km-Marsch durch Wien bei sommerlichen Temperaturen denn körperlich durchgestanden haben und ob wir am Ende dann alles Fett vom Körper verbrannt hatten und als totales Knochengerüst wieder nach Hause kamen. Ich kann euch beruhigen: Wir haben da direkt gegen gesteuert und sicherheitshalber täglich die passenden Mittel dagegen genommen. Die einen sprechen von Doping. wir sprechen von mjam-mjam-lecker-lecker:

    torten_in_wien

    (Nein, das sind jetzt nicht nur Frau Büs Torten, wir haben das alles ganz friedlich geteilt und auf der anderen Kamera gibts auch ein Foto von mir mit Torten, aber das ist mir jetzt zu spät eingefallen und außerdem macht Frau Bü ja auch viel mehr her…
    Die Sachertorte ist übrigens auf dem ersten Bild mit Frau Bü die Vordere)

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