Mit Musik in die eigene Vergangenheit

17. Februar 2011 um 16:09 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Als ich vor einiger Zeit mal wieder bei Ke war, sang die mir ein Lied von einer Kinderlieder-CD vor. Kam mir nicht bekannt vor und ich amüsierte mich über den sehr abstrusen Text.
Dann legte sie die CD ein und spielte mir das Original vor: “Higgeldy, Piggeldy, Pop und Pu” von der CD Anne Kaffeekanne:

Klar kannte ich das. Hatte ich als Kind tausendmal gehört. Am Tag.
Also ein Blick ins Booklet der CD. Die Titel sagten mir nicht viel. Die Texte beim Überfliegen noch viel weniger. Nein, an die anderen Lieder konnte ich mich nicht erinnern.

Ok, also den CD-Player mal weiterlaufen lassen. Und bei dem Lied merkte ich, wie in meinem Gehirn die Synapsen, die sich vor Jahren mal abgesondert hatten, wieder mit dem Rest vereinten. Klar kannte ich das Lied. Klar kannte ich den halben Text noch auswendig. Klar gingen mir die Lieder nun nie wieder aus dem Kopf.

Ich hatte niemandem davon erzählt (ok, Frau Bü vielleicht) und so war ich um so überraschter, als mein Bruder an Weihnachten eben genau diese CD Sohnvanone schenkte. Seit dem läuft sie hie rhoch und runter. Wenn sie nicht läuft, singe ich die Lieder halt ohne musikalische Begleitung, oder spiele sie selber auf Sohnvanones Mini-Piano.
Es gibt keine anderen Lieder mehr, die in meinem Kopf einen Platz finden. Ständig wechseln sich das weckende Hühnchen (das einzige Lied, das ich auch vor der CD noch im Kopf hatte und nach dem ich vor Jahren auch mal erfolgslos gegooglet hatte), die tanzende Katze (andauernd! andauernd!), die Leni, natürlich Anne höchstpersönlich und die Pinguine als Ohrwurm ab. Und ich werd sie nicht mehr los.
Synapsen können ganz schön aufdringlich werden, wenn man sie nach langer langer Zeit mal wieder zu sich einlädt…

Mindestens genau so spannend ist es, wenn man bestimmte Musik hört und dadurch unmittelbar in eine vergangene Zeit zurückversetzt wird und noch genau weiß, was man damals gemacht hat, als man diese Musik verstärkt gehört hat (quasi sowas wie Enyas “Only Time” und das World Trade Center, nur in persönlich).
Ganz oft ist das bei mir in Verbindung mit Computerspielen. Irgendwie hatte ich da lieber eigene Musik an. Höre ich Adiemus, muss ich an lange Stunden mit “The Lost Vikings”, Helge Schneiders Klassenarbeit führt zu “Tomb Raider” und auch der akribischen Arbeit, unser Dorf in einem Duke Nukem-Level nachzubauen (nein, ich bin nicht Amokgefährdet, ich hab nur lieber Landschaften gebastelt, als rumzuballern… Und wow, was hatte unser Dorf für ein ausgeklügeltes Kanalisationssystem. Im Mehrspielermodus hat man sich quasi nie zufällig getroffen, das ging nur über Absprachen).

Oder Enigmas “Le Roi Est Mort, Vive Le Roi“-CD- Kann ich nicht mehr hören, da dann gleich meine Laune runter geht. Sehe mich sofort an Schwerdonnerstag über meinem mehrtausendteiligen Manhattan-Puzzle sitzen, wo ich doch viel lieber im Dorf wäre um Karneval zu feiern, aber irgendwie niemand mit wolle und ich alleine auch keine Lust hatte.

Und dann ist da noch die Dudelsackmusik (diese und diese), die ich tagelang gehört habe, während ich für meine Kunst-LK-Abiprüfung alles über Duchamp (der dann doch nicht Thema war) gelernt habe.
Höre ich jetzt die Musik, sehe ich wieder dieses eine Hauptbild vor mir. Mit den dämlichen Sternen (gerade mal gegooglet: Es war “Die Neuvermählte/Braut wird von ihren Junggesellen entkleidet, sogar. (oder: Großes Glas)” (mehr Infos hier) und ist tatsächlich noch schlimmer, als ich es in Erinnerung hatte). Es geht einfach nicht weg!
Aber egal, Dudelsackmusik ist immer noch schön.

Dann gibts natürlich noch die Zivi-Musik, Beziehungs-Musik und so weiter.

Geht aber auch ganz ohne Musik: Einmal hab ich zu Weihnachten für Eltern und Großeltern jeweils ein weihnachtliches Stilleben gemalt. So mit Tannenzweigen, Tannenzapfen, Äpfeln, Nüssen, Kerze und so weiter. Die hängen heute noch bei denen an der Wand. Und wenn ich die sehe, denke ich unweigerlich an den Film, der damals im Hintergrund im TV lief, den ich aber gar nicht wirklich beachtet hatte. Ein Film über ein Huskeyrennen.
Was für einen Schrott man sich nicht alles behält…

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Oscar-Nominierungs-Erinnerung

22. Januar 2009 um 14:30 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Wie in jedem Jahr erinner ich mich auch heute wieder selber an die Nominierungen für den Oscar, die just in diesem Moment stattfinden sollten. Scheinbar kann man die sogar live mitverfolgen, so spannend finde ich das dann aber doch nicht. Gebt mir doch in den Kommentaren Bescheid, wenn es eine gescheite Auflistung irgendwo gibt, dann kann ich die hier in den Artikel einbauen und mir überlegen, welchen Film ich vor der Verleihung unbedingt noch sehen muss um gescheit mitfiebern zu können (dummerweise ist die Oscar-Nacht in diesem Jahr genau die Nacht auf Rosenmontag, aber Frau Bü meinte, dass wir das trotzdem schaffen würden…).

UPDATE:: Eine Liste und erste Meinungen von mir gibts hier

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Der Maulwurf fliegt mit!

29. Juli 2008 um 00:48 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Der kleine Maulwurf

Die Frage, wie ich die letzten GB meines iPod voll bekomme hat sich geklärt, als ich mich wieder an  diesen Beitrag auf dasistdasen.de erinnert habe.
Hab also mal die  Videos von Strissel (immerhin 25 Folgen, alle sind das aber  noch lange nicht…) temporär zwischengelagert, um im Urlaub in Kindheitserinnerungen zu schwelgen.

Hach…

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Dons Erinnerungen – Layoutentwurf

17. April 2008 um 23:03 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Meine Idee wird immer konkreter, hier mal nochmal kurz, worum es geht:

Ich will meine Vergangenheit für mich selbst aufbereiten, um dann in späteren Jahren schön zurückblicken zu können und mich nicht ärgern müssen, dass ich alles wieder vergessen habe.
Ausgangspunkt sind hier jeweils Erinnerungsgegenstände, die ich aufgehoben habe, die dann abfotografiert und mit der Geschichte zum “Müll” versehen werden. Das ganze geht dann online auf ein eigenes Blog.
Da ich aber nicht meine ganzen privaten Sachen online haben will, wird es nur die Bilder und einen veröffentlichbaren Text für jedermann zu lesen geben. Für registrierte Leser (müssen von mir genehmigt werden, sind also nur Leute, die mich wirklich persönlich kennen, reine Internetbekanntschaften brauchen sich also schonmal keine Hoffnungen machen) gibt es noch eine zweite Spalte an Text, die die privateren Teile der Geschichte befasst.
Beide Spalten können separat kommentiert werden, die Kommentare zu den privaten Sachen können auch wieder nur registrierte Leser lesen.

Wie hier schon geschrieben, ist das mit den Spalten und den Leseberechtigungen dank eines passenden Plugins kein Problem, ich kann die private Spalte sogar nur für einzelne Benutzer freigeben, z.B. nur für die, die dabei waren. Hier setzt auch gleich der zweite mir wichtige Punkt ein: Warum sollten die, die das eh erlebt haben, den ganzen Dreck lesen? Na um mir einen Gefallen zu tun und meine Erinnerungslücken in den Kommentaren zu schließen.

Heute hab ich mich dann mal an einen ersten Entwurf gesetzt. Das ganze soll sehr schlicht aussehen, das Bild vom Erinnerungsstück dominieren. Heraus kam das hier:

Erinnerungen - Designentwurf 1

(Hier klicken für die Großversion. Ja, das wird so breit. Wer keinen so breiten Bildschirm hat, hat Pech gehabt. Die Seite muss nicht massenkompatibel sein…)

Was man sieht: Oben groß das Bild zum aktuellen Artikel, dann die beiden Spalten (links die öffentliche, rechts die private) mit zugehörigen Kommentaren drunter (spaltenübergreifend zeitlich sortiert, da es ja auch sein kann, dass ein privater Kommentar sich auf einen öffentlichen bezieht. Ja, momentan ist nicht ersichtlich, wo ich privat kommentiere und wo öffentlich, das könnte man noch in die Buttons mit reinpacken). Zwischen den Spalten hats nochmal ein kleines Bild, um ein Detail hervorzuheben, oder aber ein zweites, ganz anders Bild einzufügen. Außer den beiden Bildern wird es keins geben. Und es werden immer genau zwei sein. Also sehr einheitliche Seiten, ganz streng.
Rechts und Links von dem großen Bild gibt es jeweils drei kleinere Bilder. Die drei links sind zu den drei vorherigen Beiträgen verlinkt, die drei rechten mit den drei nachfolgenden. So kann man munter von einem Artikel zu einem anderen navigieren.

Was noch fehlt ist sowas wie Impressum, Link zum Feed, Suchmaske und so weiter. Die mach ich wohl irgendwie auklappbar nach ganz unten oder ganz oben, so dass sie nicht stören. Überladene Sidebars wie hier auf DonsTag wirds auf jeden Fall nicht geben…

Auf die Startseite packe ich vielleicht nur diese kleinen Bildchen wie bei der Vor- und Zurück-Navigation. Ganz ohne Texte, die kriegt man erst in der Einzelansicht. Dafür kommen auf die Startseite dann ganz viele (alle?) Bilder, irgendwie gruppiert (nach Monat oder Woche, je nachdem, wie oft ich da was schreibe).

Fragen, Anmerkung, Verrisse (Fluffi…), Lob, Kritik?

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WordPress 2.5

17. April 2008 um 00:17 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Örks…
Das ist ja, wie wenn man  von Office 2003 auf Office 2007 wechselt
Aber ok, ich werde mich da sicher auch dran gewöhnen. Irgendwann.
Auf DonsTag ist aber noch alles beim alten, da hab ich ja letztens erst wild geupdatet.

Nein, die 2.5er Version hab ich ganz neu aufgesetzt, um diese Idee umzusetzen. Sieht auch schon ganz gut aus. Dank  diesem Plugin kann man Texte in Beiträge schrieben, die nur für bestimmte User zu sehen sein sollen. Also eigentlich genau das, was ich wollte.
Den Kommentarfeed hab ich einfach mal gekillt (noch händisch die zugehörige Datei umbenannt, das muss noch sauberer gehen. Zum Beispiel, indem ich  dieses Plugin so anpasse, dass es nur beim Kommentarfeed passt), jetzt fehlt nur noch, dass man auch Kommentare in verschiedene Sichtbarkeitsstufen einteilen kann. Dann das Thema basteln und schon kanns losgehen. Kann sich also nur noch um Monate handeln.

Aber hey: Irgendwie macht es fast mehr Spaß, WordPressblogs aufzusetzen, ordentlich dran rumzupimpen und lustige Sachen auszuprobieren, als dann damit auch zu bloggen (siehe mein verwaistes Spieleblog). Darum bin ich auch immer froh, wenn mich irgendwer (wie RoKe oder CoMa) um Hilfe fragt und ich denen dann am Blog rumbasteln darf.

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Gegen mein persönliches Vergessen

10. April 2008 um 15:47 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Kommen wir mal zur Auflösung, warum ich euch letztens meine alte Website gezeigt habe und was für ein “neues Projekt” mir vorschwebt. Dazu hab ich dann auch noch ein paar Fragen, die die Realisation in WordPress betreffen, aber die heb ich mir für einen späteren Artikel auf, in der Hoffnung, dass das da dann mehr Leute lesen, da dieser Artikel doch eher persönlich wird und dann evtl. der ein oder andere WordPress-Guru abspringt…

Also: Ich bin ein sehr vergesslicher Mensch. Unglaublich vergesslich. Viel zu vergesslich. Reg ich mich selber oft drüber auf und auch Frau Bü treibe ich damit mehr als oft in Verzweiflung.
Ich weiß auch nicht wirklich, warum ich mir Sachen einfach nicht behalten kann. Bei solchen “merken sie sich so viele Gegenstände wie möglich” erreiche ich mit dieser “bau eine Geschichte aus den Sachen”-Strategie überdurchschnittliche Ergebnisse und dann gibt es eine Unmenge an unwichtigen Sachen (Werbejingles, alte Spiele-Cheats wie “IDDQD”, den Euro-DM-Umrechnungskurs, “Frühling” von Eduard Mörike (ok, die Zeilen 5 und 6 hätte ich unterschlagen) oder sonstigen Quatsch), der mir einfach nicht aus dem Kopf geht. Aber wenn ich z.B. mit Frau Bü irgendeinen Film im Kino sehe, bin ich immer wieder schockiert, was die sich auch Jahre danach noch alles für Details gemerkt hat. Bei mir ist da eine Woche nach dem Film schon wieder die Hälfte verschwunden und wenn ich den Film dann irgendwann nochmal im Fernsehn sehe, bin ich doch oft genug überrascht, was da doch alles so passiert ist (okay, das Ende von “Sixth Sense” wird mich nicht mehr überraschen, aber letztens haben wir z.B. nochmal “The Village” gesehen und ich wusste nicht mehr, dass Joaquin Phoenix da mitgespielt hat. Okay, das geht ja noch, Schauspielergesichter kann ich mir eh nicht so merken, aber dass ich dann nichtmal mehr wusste, dass die weibliche Hauptperson blind ist, hat mich dann schon schockiert…).

Dummerweise vergesse aber nicht nur so unwichtige Sachen wie Filminhalte, sondern auch Inhalte aus meinem eigenen Leben. Neben wir z.B. diesen Kommentar meiner Cousine. Den Höllenparcour hatte ich tatsächlich vergessen, konnte mich dann aber wieder dran erinnern. Ab und an gibts aber Sachen, die einem erzählt werden (tatsächlich vorzugsweise von meinen Cousins und Cousinen, die alle irgendwie ein unglaubliches Gedächtnis zu haben scheinen), an die kann ich mich dann beim besten Willen nicht mehr erinnern. Und da hat es andere Gründe, als für meine Erinnerungslücke bzgl. der letzten Stunden meines Junggesellenabschiedes…

Und dann kommt da auch noch die Unsicherheit dazu, ob ich mich nun wirklich erinnere, oder nur die Geschichte im Kopf habe, die ich eben von anderen immer wieder erzählt bekommen habe. Und selbst die kann ich mir dann nichtmal richtig merken
Wie gut, dass es dann auch noch Geschichten gibt, die mir keiner erzählt haben kann, da nur ich sie ganz alleine erlebt habe (z.B. als ich als kleines Kind in Jugoslawien (oder war es Bulgarien, zwei Urlaube, die ich nie auseinanderhalten kann, auch so eine Sache…) auf einem Markt auf einmal von meiner Herde getrennt wurde und schreiend durch die Marktstände lief, von Leuten angehalten wurde, deren Sprache ich nicht verstand, mich aus der Hand einer alten dicken Frau losreißen musste und dann irgendwann meine Herde wiederfand, die mein verschwinden gar nicht bemerkt hatte…). So ganz schlimm ist es also nicht, braucht euch keine Sorgen machen, dass ich an Alzheimer leiden würde, aber überdimensionierte Gedächtnislöcher scheine ich schon zu haben.

Und so habe ich die “Vor einem Jahr”-Funktion auf meinem Blog richtig zu schätzen gelernt. Denn hier kann ich schön präsentiert nachlesen, was ich denn schon so alles erlebt habe. Und es kommt schon das ein oder andere mal vor, dass ich mir ein “Ach ja, das war ja auch mal” denke, obwohl die Einträge ja höchstens mal zwei Jahre alt sind. Dumm nur, dass ich davor nix aufgeschrieben habe.

Und genau darum gehts: Ich will auch die zeit vor DonsTag archiviert haben und in späteren Jahren daran meine Erinnerungen wecken können. Bisher geht das nur mit Erinnerungsstücken, wie sie eben auf meiner alten Seite bei “Mein Schreibtisch” zu finden sind.
Zwei Kisten voll mit Erinnerungsmaterial stehen bei mir im Zimmer rum und werden gerne mal von anderen Personen (ich nenne keine Namen) mit dem Satz abgetan “Was du doch alles für nen Müll aufhebst”. Aber das ist es eben nicht. Also eigentlich schon, alles nutzloses Zeug. Wenn man es nur als das nimmt, was es ist. Aber für mich ist es eben eine Geschichte. Meine Geschichte. Mit diesen beiden Kisten (mit “Andis Erinnerungs-Schatzkiste” beschriftet) ist es mir möglich, mich an Sachen zu erinnern, die ich sonst wohl vergessen hätte.
Doch irgendwann wird auch das nicht mehr gehen. geht ja jetzt schon nur noch Bruchstückhaft. Darum hab ich mir überlegt, dass ich die beiden Kisten mal durcharbeiten muss und die Geschichten zu den Gegenständen aufschreibe. Eben so, wie auf der Schreibtisch-Seite. Denn ich will mein Leben nicht einfach vergessen.
Wie genau ich das mache, weiß ich noch nicht. ich hab auch mal an kurze Videos statt geschriebener texte gedacht, weil die einfach schneller gemacht sind (wenn man einfach nur draufhält und erzählt, ich rede hier nicht von professionell geschnittenen Videos), aber dann würde die Suchfunktion scheitern und irgendwie überzeugt mich das auch noch nicht ganz.
Also wohl doch Text. Nur wer darf den lesen? Das ganze Netz? Eher nicht, denn dann würde ich sicher nicht alles schreiben. Nur ich? Auch doof. Denn wenn mehr Leute mitlesen, die damals dabei waren, können diese ja in den Kommentaren auch meine Lücken schließen und so meine Erinnerungsseite ausbauen. Also wohl eine extra Seite, auf die nur ausgewählte Leute Zugriff haben. Oder doch einen Misch und bei jedem Beitrag entscheiden, ob er öffentlich sein soll, oder nur für den begrenzten Rahmen?

Was meint ihr zu der Idee? Und geht es euch genauso, oder bin ich wirklich überdurchschnittlich vergesslich? Bin nicht sicher, ob das hier eh etwas übertrieben daherkommt, denn Alzheimer hab ich nun wirklich nicht, aber es fällt mir doch relativ oft auf, dass andere Leute scheinbar viel mehr behalten, als ich es tue…

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Dons Junggesellenabschied

11. September 2007 um 00:32 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Fahrt ins Ungewisse

Am Samstag war es also so weit. Während Frau Bü daheim ausnüchterte, durfte ich meinen Junggesellenabschied feiern. Der Termin war mir durch eine Verkettung diverser Umstände bekannt, wer denn alles kommen würde und was wir dann machen wurden, wusste ich aber nicht (okay, dass Alkohol eine nicht geringe Rolle spielen würde war natürlich klar…). Und so ging es dann auch gleich mal mit verbundenen Augen (schicke Augenbinde, oder nicht?) auf einen kleinen Roadtrip. Als das Navigationsgerät dann endlich ruhig gestellt werden konnte (jeder weiß, wie schwer es ist, einer Frau das Wort zu verbieten), hatte ich dann auch wirklich keine Ahnung mehr, wo wir denn nun waren (außer “auf der Straße”).

Und nachdem ich dann aus dem Auto navigiert wurde, um dann diverse Schranken und Schilder mitzunehmen, waren wir endlich am Ziel. Augenbinde ab und das erste was ich sehe war ein See und Leute in Badebekleidung. Hallo? bei dem Wetter schwimmen gehen, was ist das denn für ein Quatsch!?!? Dann erblickte ich die Neoprenanzüge an den Wänden und musste gleich mal an meinen Tauchkurs denken. Aber keiner der anderen taucht (meines Wissens), das kann es also eigentlich auch nicht sein. Und dann sind mir diese komischen blauen Dinger im See aufgefallen: Sprungschanzen…
So langsam wurde die Sache also klarer und mein Blick blieb glaube eine ziemlich lange Zeit so skeptisch, wie auf dem folgenden Bild oben rechts..

Wasserski

Denn eins war schnell klar: Ich bin natürlich der Erste von uns, der sich von diesem Ding ins Wasser befördern sollte. Und wer nur ein winziges Mal so eine ulkige Clip-Show im Fernsehen gesehen hat (oder auch YouTube, ist mir egal), der weiß, was Wasserski so alles zu bieten hat. Ich sollte den anderen also zu ihrer ersten Gaudi am Tag verhelfen, aber da haben die die Rechnung ohne den Don gemacht. Denn allein aus Protest hab ich gleich beim ersten Versuch eine komplette Runde geschafft, worauf ich dann doch ein wenig Stolz war…
Und natürlich gibts da auch nen Videobeweis (O-Ton Fluffi: “Willst du lieber ein Video oder Fotos von deinem ersten Sturz?”):

Das ganze haben wir dann 2 Stunden gemacht und hatten eine riesen Gaudi. Kann ich echt nur jedem empfehlen und ich war da sicher nicht das letzte Mal. War übrigens die  Wasserki- und Wakeboardseilbahn in Gundelfingen. Praktischerweise ist da gleich ein Kraftwerk nebendran, welches sein Kühlwasser in den See fließen lässt, wodurch wir eine Wassertemperatur von geschätzten 19 Grad hatten. Aber vor allem an den Füßen wurde es irgendwann dann doch ziemlich kalt und nach den zwei Stunden hat man dann auch deutlich gemerkt, dass die kräfte nachlassen und es ließ sich erahnen, dass der Muskelkater kommen würde. Dass er aber wirklich in jedem Körperteil spürbar sein wird, hätte ich nicht gedacht…

Klotz am Bein

Bevor es dann weiterging, wurde mir noch schnell ein Klotz ans bein gebunden, der zufälligerweise den gleichen Namen trug wie Frau Bü. Sachen gibts…
Dieser Klotz baute dann im Laufe des Abends eine ganz besondere Beziehung zu mir (und vor allem meinen Fersen) auf. Er half mir aber auch sehr gut bei der nachfolgenden (das lecker lecker lecker Steak-Essen lasse ich hier einfach mal aus, auch wenn es wirklich sehr sehr lecker war) Aufgabe: In Ulm Schnaps an durstige Passanten verkaufen und munter mit ihnen mittrinken (ich durfte mich dabei dankenswerterweise auf Ouzo beschränken, mit sauren Äpfeln, Pfläumlis und Waldmeister-Wodka-Plörre hätte ich das sicher nicht überstanden). Und so ein Block hilft da ganz schön, die Mitleidsnummer zu fahren. BurgerKing-Krone und DonsTag-Style-Junggesellen-T-Shirt (ohne Scherz in MS Paint zusammengebastelt, ich konnts kaum glauben…) haben dann ihr übriges getan.

Junggesellenabschied

Je später der Abend wurde, desto ausgedehnter wurden die Gespräche mit den Passanten. Da waren sehr spendable Schweizer, ein Radiomoderator, gefühlte 7 weitere Junggesellenabschiede und genau die richtige Frau für meinen kleinen Bruder…
Zur Belustigung meiner (inzwischen von 7 auf 8 Personen angewachsenen) Gruppe wurde ich von etwa 90% aller Passanten gefragt, ob ich denn nicht viel zu jung wäre. Auf die Frage, wie alt ich denn wäre kamen dann auch nur die unverschämtesten Antworten. Selbst mein auch nicht gerade alt-wirkende kleiner Bruder (3 Jahre jünger als ich) wurde von einer unabhängigen Supermarktverkäuferin (ich hatte den Schnaps zu gut verkauft, wir brauchten Nachschub) als älter eingeschätzt. Immerhin bestätigte sie, dass ich größer wäre, alles andere wäre auch ein Desaster gewesen.

Und was ich auch gelernt habe: Wenn deine “Freunde” frech werden und erzählen, ich würde nicht nur Schnaps verkaufen, sondern würde auch gerne ein Lied vorsingen, dann ist es nicht unbedingt die beste Idee, den Leuten zu erzählen, dass man noch zu nüchtern wäre und man diese Leistung erst in 2 Stunden erbringen könnte. Denn in Ulm nimmt man das wohl sehr genau. Und so haben die uns dann tatsächlich nach zwei Stunden wieder ganz woanders getroffen (ich wette da hat jemand heimlich Handy-Nummern ausgetauscht, das kann kein Zufall gewesen sein) und ich musste tatsächlich singen. Zum Glück war gerade einer der anderen Junggesellengruppen auch bei uns, so dass wir im Duett “We are the champions” trällern konnten. Davon gibts natürlich auch ein Video, aber das wollt ihr gar nicht hören und ohne den anderen Künstler zu fragen, darf ich das ja auch gar nicht veröffentlichen…
Ihr könnt oben auf dem Bild (ziemlich in der Mitte) aber einen Schnappsschuss bewundern. Den Gesang könnt ihr euch ja einfach vorstellen.

beinahe ein Gruppenfoto

Und so ging das dann immer weiter, irgendwann durfte ich dann auch endlich mal erleben, wie es im Irish aussieht, wenn dort keiner rauchen darf (sehr cool). Und dann verlassen mich irgendwann die Erinnerungen, daher endet hier auch mein Erfahrungsbericht…
Alles in allem ein sehr gelungener Abschied, der nicht besser hätte verlaufen können. Vielen Dank an alle beteiligten, hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht. Und mittlerweile bin ich glaub auch wieder 100%ig nüchtern…

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Zwo, Eins, Risiko!

31. August 2007 um 14:34 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ich hab ein neues Lieblingsblog: Wortvogel – 100% Torsten Dewi.
Torsten ist hauptberuflicher Autor und hat unter anderem “Lotta in Love” erfunden und geschrieben. Hab ich nie gesehen und fand die Werbung schon extrem nervig, aber trotzdem hat er es geschafft, mich mit eben genau diesem Thema zu ködern. Denn in einer fünfteiligen Reihe ( 1, 2, 3, 4, 5) hat er dem Leser einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht. beginnend bei der Entstehung der Idee bis hin zur Absetzung der Serie. Wer also schon immer mal wissen wollte, wie so etwas abläuft, was für lustige Spielchen es da zwischen den Beteiligten gibt und wer sich alles überall einmischt, der sollte das unbedingt lesen. Ist auch super geschrieben, sollte von einem Autoren aber auch zu erwarten sein…

Und weil der Blick hinter die Kulissen so gut ankam, hat er gleich ne neue Reihe gestartet, die seine Erlebnisse schildern, als er einmal Kandidat bei “Risiko” war. Zur Erinnerung:

Drei Teile sind schon veröffentlicht ( 1, 2, 3), mehr werden noch folgen. Und wenn sich das Video oben anguckt, stellt man fest, dass nur er sich nicht an die “erst auf den Buzzer hauen, wenn die Frage zu Ende gestellt wurde”-Bitte gehalten hat…
Anekdote am Rande: Ich hab mal mit wem in einer Fußball-Mannschaft gespielt (bzw. er hat gespielt und ich saß auf der Bank), der da die 15.000 DM abgestaubt hat. Thema: Fußball-Weltmeisterschaften. War aber auch ein Freak auf dem Gebiet…

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Ich bin 26 Jahre alt

03. Juli 2007 um 23:46 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

[Diesen Beitrag könnt ihr ignorieren, ist nur eine Erinnerungshilfe für mich, da ich heute arg verwundert war, dass ich für den neuen Reisepass (wohoo, die haben mein Foto akzeptiert, danke MaDonHa) schon den "Erwachsenen-Preis" zahlen musste, obwohl der doch erst ab 26 fällig ist]

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