Momentan läuft ja so eine Ebay-Wettbewerb-Werbeaktion mit ein paar Bloggern. Jeder soll dazu bei Ebay was einkaufen, das pimpen und möglichst gewinnbringend wieder verkaufen (und jeder bis auf MC Winkel hat das auch verstanden…). Das am Ende nur Jojo (Glückwunsch zum zweijährigen Blog-Geburtstag) gewinnen kann ist klar, denn bei solchen Auktionen haben die anderen einfach keine Chance.
Das hätte natürlich ganz anders ausgesehen, wenn ich da auch noch mitgemischt hätte, denn ich bin ja bekanntlich der Top-Ebay-Marktschreir schlechthin (auch wenn meine Plastikweihnachtsbäume, die ich als “Sex im Freien”-Starterset verkaufen wollte, nur Besucher (an die 70.000) und weniger Geld gebracht hat).
Aber die Top-Versteigerungs-Strategie schlechthin habe ich eben bei Bastian gefunden (ein Werbespot für ein Internet-Auktionshaus mit schwarzem Humor, evtl. nicht jedermanns Geschmack):
Anders kann man das nicht bezeichnen, was ich in den letzten Wochen in verschiedenen Blogs so gefunden habe.
Da wäre zum einen (um mal harmlos anzufangen) dieses Puppenhaus im Hobbit-Stil:
Da will ich auch nicht viel gegen sagen, ist ein schönes Hobby und sieht auch fantastisch aus. Aber war ja nur der Anfang.
Weiter gehts mit dem Batman-Fan, den ich auf Nerdcore gefunden habe:
Ne Frau kann der sicher nicht haben, dafür aber wahrscheinlich mehr Batman-Köstüme und Masken als Haare auf dem Kopf. Ob der da über alles Buch führt?
Denn wenn, dann könnte der das ja in einen Diddl-Block eintragen. Und damit kommen wir zur absoluten Krönung, die ich am 1. April beim Taxi-Blog gefunden habe, aber trotzdem kein Aprilscherz war: Der Verkauf einer Diddl-Sammlung bei ebay. Hört sich jetzt nicht so schlimm an, aber wenn man dann mal ein paar Daten liest, wird einem doch anders:
ca. 3500 x A5 Blöcke
ca. 3200 x A6 Blöcke
ca. 1000 x A4 Blöcke
ca. 500 x Magnetblöcke
ca. 25.000 x Tüten in allen Größen, A5, A4, Nummer 1 ca. 300 x dabei, mit und ohne Henkel, aus Plastik, aus Papier, Expotüten usw.
ca. 12.000 x Karten
ca. 4000 x Briefpapier + Briefumschläge
ca. 500 x Reliefblöcke
ca. 2.600 x Diddl + Pimboli Servietten
ca. 1500 x Diddltassen
…
und so geht das immer weiter. Und als ob der Text einen nicht schon sprachlos machen würde, gibts das ganze auch noch in 189 Bildern. Da bleibt einem echt die Spucke weg. Hier eine kleine Vorschau, flasht aber bei weiten nicht so, wie die Gesamtsammlung:
Hier der Link zur Original ebay-Auktion (sollte die mal weg sein, dürfte das hier immer noch gehen). Startgebot waren übrigens 125.000 Euro, ging aber nicht über den Tisch. Evtl. hat auch dieser Hinweis abgeschreckt:
ICH GEHE AUF TERMINWÜNSCHE AM WOCHENENDE EIN, DA SIE VIEL ZEIT MITBRINGEN MÜSSEN, ALLES ZU BESICHTIGEN.
SCHÄTZUNGSWEISE BENÖTIGEN SIE AUF JEDEN FALL EINEN 7,5 TONNEN LKW ZUM ABTRANSPORT UND UM DIE 400 UMZUGSKARTONS / KARTONS / BEHÄLTER
Und wie ist so euer Leben als DonsTag-Fan? Wie sieht euer Schrein oder eure Sammlung aus? Ich bin gespannt…
Rapleaf könnte noch interessant werden und die Vorteile eines ebay-artigen Bewertungssystems breit verfügbar machen. Vor einer Weile gabe dazu auch einen Techcrunch Artikel. Ich hab mir Rapleaf jetzt mal angesehen und war soweit ganz zufrieden mit dem was ich gefunden habe: Einfaches anmelden, halbwegs intuitive Accountverwaltung, ansehbare Oberfläche, die meisten Funktionen halbwegs nachvollziehbar. Nur die Funktion um Leute aus seinem email-Adressbuch zu bewerten ist etwas komisch. Anstatt des Imports per Login in den Mailaccount würde ich doch den Import der Kontakte über eine Adressbuchdatei in einem der gebräuchlichen Formate bevorzugen.
Praktisch nützlich wird das ganze allerdings erst dann, wenn WebShops ein Profil haben und von genügend Nutzern mit eigenem Profil bewertet worden sind. Wird wohl noch ein wenig dauern, aber ich finde es hat ne Chance verdient.
Mein kleiner Bruder verkauft etwas bei Ebay und hofft mit einer netten Artikelbeschreibung auf ganz viel Geld (also los: BIETEN! Sonst steht er am Ende mit genauso leeren Händen da wie ich nach meiner Trafficstarken aber Euroarmen “Sex im Freien-Starterset”-Auktion)
Ich wollte mal herausfinden, wie leicht es ist, eine Auktion bei eBay, in der es eigentlich nur um einen ganz normalen oder gar unnützen Gegenstand geht, zu promoten und so die Massen anzulocken.
Eben ist dann meine Auktion “Sex im Freien-Starterset” zu Ende gegangen und zumindest im Bereich der Besucherzahlen (fast 34.000. Hätte ich doch einen Link zu diesem Blog einbauen sollen?) war das Experiment erfolgreich. Über meine verschiedenen Strategien und Kommentare zu der Auktion werde ich später (kann noch ne Woche dauern) ausführlich berichten. Sehr amüsant fand ich am Ende (danke Fluffi), dass auf einem Blog mein Ironiedetektor und die Auktion direkt hintereinander vorgestellt wurden, obwohl der Zusammenhang wohl nicht klar war. Preislich hat sich sie Auktion natürlich nicht rentiert, Spaß hats aber trotzdem gemacht…
Es gibt sie in der heutigen Welt immer noch, diese netten Menschen, die nur darauf aus sind, anderen Mitmenschen das Leben schöner zu machen und dabei nicht unbedingt auf den eigenen Gewinn achten.
Aber warum nicht anderen Menschen eine Freude machen und gleichzeitig auch was davon haben? Eine klassische Win-Win-Situation also? Auch das geht. Nehmen wir zum Beispiel an, es gibt da Menschen (vornehmlich jung, weiblich und mit Zahnspange), die gerne alles besitzen würden, was mit einem anderen jungen Menschen (angeblich männlich, auch jung und wohnhaft in einem Hotel in Tokio, nennen wir ihn einfach mal “Bill”) zu tun hat. Und dann ist da dieser Mensch, der genau ein solches Objekt besitzt, sich darum aber nicht sonderlich schert. Wie kommt es da zu einer solchen Win-Win-Situation? Klar: über ebay. Und so erfreut sich die junge Dame nun an einem 10 EUR-Schein, den Bill einmal in seinen Händen hielt. Und der ursprüngliche Besitzer freut sich, dass er aus 10 Euro mal eben 25,50 Euro gemacht hat. Was will man mehr? (Ach ja, alle anderen Sachen von Tokio Hotel auch, aber da ist die junge Dame auch fleißig dabei, wie man bei yamb nachlesen kann) Und? Auf den Geschmack gekommen? Wollt ihr nun auch einen Menschen glücklich machen? Ja? Mich vielleicht? Dann sorgt doch mal dafür, dass Google mir wieder so viele Besucher beschert wie noch vor einer Woche und sich nicht mit 10 Leuten am Tag zufrieden gibt (ich würde echt mal gerne wissen, was der Grund dafür ist). Oder aber ihr sorgt dafür, dass es diesen Super-Mario-Pilz wirklich wirklich gibt (und nicht nur als Aprilscherz) und lasst mir ein solches Exemplar zukommen. Dann würde ich mich aber freuen. Mindestens so viel, wie diese lieben Kinder (öh, ist YouTube gerade down? Der Link geht nicht…). Die wissen, wie man an Weihnachten mit bloßer Freude auch die Eltern glücklich machen kann (wieder eine klassische Win-Win-Situation). Und wenn ihr noch mehr Menschen glücklich machen wollt, dann lernt doch endlich mal, einen gescheiten Cosmopolitan zu mixen. Am besten jetzt gleich, mit diesem Spiel. Ich komme nur auf 6230 Punkte und meine anderen Erfindungen kamen auch nicht wirklich an (dafür sind die Reaktionen sehr schön anzusehen, ich hab es sogar schon in den negativen Punktebereich geschafft…)
Kurzkritik: Interessante Dokumentation über Künstliche Intelligenz, die vor allem durch die sympathische Art des ehemaligen MIT-Professorn Joseph Weizenbaum getragen wird, der den ganzen Entwicklungen sehr kritisch gegenüber steht.
Und das in meinen Augen vollkommen zu Recht. Relativ oft hab ich mir im Laufe der 90 Minuten die Frage gestellt: "Und warum genau sollte man das wollen?"
Ich hatte (auch aufgrund des Untertitels "Von Computern und anderen Menschen") eher ein breiteres Spektrum erwartet als nur die KI und musste dann bald Erfahrungen aus meinem Studium wiederholen: KI ist zwar ein Thema, für das ich mich gerne interessieren würde, aber dann wird mir doch relativ schnell langweilig. Im Studium hab ich zweimal versucht (bei verschiedenen Dozenten) die KI-Vorlesung durchzuhalten, hab es aber nie über 3 Wochen geschafft.
Und auch der Film verlor im hinteren Teil einen Teil meiner Aufmerksamkeit...